DAX Wochenschart 30/06/2012

Trading: DAX und DOWJONES nun zu neuen Hochs?

Die Indizes verabschiedeten sich mit großen Gewinnen in das Wochenende. Wie sind diese Gewinne zu deuten? Trendwende nach oben oder nur ein kurzfristiger Lichtblick? Vergleicht man den DAX mit dem DOWJONES wird jedem Trader und Anleger klar, dass der DOWJONES der Bulle von beiden ist. Hier ist noch die Welt in Ordnung und es liegt ein Aufwärtstrend vor. DAX und weitere Indizes aus Europa sind klare Bären. Das gilt für den DAX solange er noch innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends (rote durchgezogene Linie) liegt. Allerdings bietet kurzfristig der starke Freitag eine Chance für steigende Kurse in den nächsten Tagen oder auch 1-3 Wochen. Sollte der DAX aus dem kurzfristigen Abwärtstrend (gestrichelte Linie) nach oben ausbrechen, können steigende Kurse möglich werden. Die Kerze im Wochenchart sieht zumindest gut aus und vor allem wurden die starken Kurse nicht abverkauft, wie bei den letzten beiden großen Aufwärtsgaps.

Mittelfristig bieten sich die US-Indizes immer noch besser für Long-Trades an. Gerade bestimmte Einzelwerte (auch aus NASDAQ100 oder SP500) kann man für alle möglichen Tradingstile (Swingtrading, Positionstrading oder Trendfolge) nutzen. Beim DAX und europäischen Indizes sollte man vorsichtiger mit mittelfristigen Longpositionen sein. Hier bietet sich es an kurzfristiger als Swingtrader (long und short) zu handeln. Grundsätzlich ist es egal, ob der DAX nun einige Wochen steigt oder fällt. Als Trader, der log und short handelt, spielt nur die Dynamik eine Rolle. Diese ist gewöhnlich bei Trendwechseln höher. Deshalb bieten sich hier gute Chancen an. Wer nix im DAX an Einzelwerten für Longpositionen findet oder den Index nicht handeln möchte, kann auch auf andere europäische Indizes oder MDAX/TECDAX ausweichen (z.B. CAC40, Eurostoxx50EURONEXT100, NEXT150).

Meinung: OBAMA und die Gesundheitsreform

Nun hat Obama einen Sieg errungen. Ist sein Megaprojekt ein guter Plan? Im tieferen Detail kenne ich den Inhalt nicht. Doch die Schlagzeile „… 95% der Amerikaner bekommen eine Krankenversicherung …“ klingt ja erst mal nicht schlecht. Irgendwo ist doch jeder solidarisch mit seinen Mitmenschen. Doch schon beim zweiten Punkt „Pflichtversicherung“ kommen mir die Zweifeln. Menschen verpflichten, eine kostenpflichtige Versicherung zu nehmen, passt nicht zum amerikanischen Modell der Freiheit. Es steht unter Strafe (!) diese Versicherung nicht zu nehmen, wenn man keine andere hat. Menschen zu verpflichten ist eine Entmündigung und unterstellt dem Menschen Unfähigkeit. Wie wäre es mit Hilfe zur Selbsthilfe? Menschen beizubringen, warum sie eine Versicherung abschließen sollten?

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Ebenfalls kritisch zu sehen ist die unter Strafe stehende „Ablehnung von Versicherungsanträgen“. Sicherlich ist eine Anti-Diskriminierung richtig, jedoch stellt dieses Eingreifen in den Markt einen Hindernis für faire Tarife da. Warum sollte es keine Versicherungen geben, die sich genau auf die Bedürfnisse von bestimmten Krankheitsgruppen spezialisieren? Oder Versicherungen die günstig sind, weil deren Mitglieder nur einen geringeren Schutz wünschen? Solidarische Gemeinschaft ist richtig, aber wir sehen in Deutschland, wohin es führt, wenn man in die Märkte eingreift und reguliert (Stichwort: Gesundheitsfond).

Fazit: Richtig ist, dass jeder Mensch die Möglichkeit erhalten muss eine Versicherung zu bekommen. Aber dies muss auf freiwilliger Basis geschehen. Der Mensch ist schließlich ein eigenständiger Mensch. Verpflichtung schränkt ein und hilft nicht zur Selbstständigkeit. Das gilt genauso für die Regulierung von Märkten wie der Versicherungswirtschaft. Was die Amerikaner richtig erkannt haben, sind die Probleme der Pharmabranche. Hier bestimmen ein paar Riesen den Markt. Obamas Antwort: Regulierung! Richtige Antwort wäre hier „Wettbewerb“ gewesen und zwar international!

 

Trading: WIRECARD – technisch ein Top-Wert!

Die Aktie von Wirecard überzeugt mit einem langfristigen intakten Aufwärtstrend im Wochenchart. Kurzfristig ist dieser noch leicht gedeckelt (s. rote Linie im Chart). Mittel- und langfristig könnte die Aktie jedoch stark anziehen.

Die Aktie gehört auf die Watchlist für Long-Positionen. Geeignet sowohl für kurzfristige als auch mittel-/langfristig orientierte Trader.

Meinung: Hat der GIPFEL denn jetzt etwas gebracht?

Heute morgen gegen 5 Uhr schoss der EUR gegenüber dem USD in die Höhe. Von 1,245 auf 1,26! Wow … Was war passiert? Es gab Neuigkeiten vom EU-Gipfel bzgl. Hilfen für Italien und Spanien. Neben dem schon beschlossenen Wachstumspaket von 120 Mrd. EUR wurde sich darauf geeinigt, dass zukünftig Staaten (oder Banken) aus dem ESM/EFSF Geld erhalten können ohne Sparauflagen fürchten zu müssen. Natürlich nur Staaten mit „guter Haushaltsführung“. Waaasss? Geld ohne Gegenleistung für gute Buchhalter? Jeder Unternehmer oder Manager würde davon träumen, wenn seine Firma nur Verluste macht und er kostenlos Geld ohne Gegenleistung erhalten würde (staatl. Firmenrettung gab es auch schon dann und wann …). Aber wir wissen ja: Die Finanzmärkte sind Schuld an den hohen Zinsen und damit ja auch an der schlechten Wirtschaftsleistung in Italien und Spanien 😉 Naja, ohne Gegenleistung soll es ja nicht sein. Zukünftig können Auflagen gegen Banken oder den Finanzsektor des Landes beschlossen werden und jeder Antrag muss ja noch durch eine Prüfung. Um es kurz zu machen: Erster Schritt in Richtung Schuldengemeinschaft und Faß ohne Boden. Man fragt sich: Was ist ein Staat mit guter Haushaltsführung, wenn der Staat bankrott ist und keine Einnahmesteigerung oder Ausgabensenkung zu erwarten hat? Zudem: Lokale Banken bedienen sich bei einem gemeinsamen Topf und haften gegenüber dieser Topf-Gemeinschaft und nicht gegenüber dem Land! Wir haften für eine spanische Bank! Dieses Konstrukt wird nur dauerhaft sauber funktionieren, wenn diese Gemeinschaft diese Banken auch überwachen kann/darf und die Töpfe noch mal größer werden. Das erste soll ja kommen … Aber wir kennen es ja: Bis dahin ist noch ein langer steiniger Weg. Schnellschüsse sollten nicht erwünscht sein (obwohl geplant).

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Ein kleines Wort noch zu geplanten EZB-Anleihenkäufe: Die EZB dürfte jetzt schon bereits die größte Bad-Bank sein, zukünftig wird sie dann einfach nur noch dicker. Wer zum Teufel soll den die Anleihen später wieder zurücknehmen/kaufen? Jeder Bürger sollte sich mal fragen, ob er die Steuergelder die er zahlt diesem Wahnsinn zur Verfügung stellen möchte. Leider haben wir keine Wahl.

An den Märkten wird dies kurzfristig (Tage bis Wochen) für Ruhe sorgen. Ein längerfristiger Ausblick wurde gegeben, der zumindest das beste Übel ist. Das sowieso schon alle short waren und die Zinsen so niedrig sind, greifen nun einige zu und lösen Shorts auf bzw. kaufen sich ein. Man sieht es heute morgen an den Aktien: Was wird gekauft? Die Verlierer! Worauf lässt das schließen? Kurzfristige Trades und vor allem Short-Auflösungen. Langfristig wird es aber unruhig bleiben. Denn technisch hat sich an den Märkten (außer USA) nichts geändert: Bärenland in Europa!

 

Video: GOOGLEs neuestes Projekt GLASSES

Googles neustes Projekt „Glasses“ beschäftigt sich mit der „neuen Realität“ die uns in einigen Jahren begegnen könnte. Smartphonefunktionen in eine Brille oder einen Aufsatz integriert, die uns im Alltag helfen sollen. Aktuell wirkt es noch ein wenig wie aus einen Science-Fiction-Film, aber das wirkten früher Smartphones oder Handies und deren Funktionen auch. Google versucht sich als innovativer Konzern (was sie im Geheimem, aber kaum öffentlich zu sehen, ja auch sind), um dann einen neuen Markt möglichst früh zu besetzten. Das hat Apple mit allen iProdukten bereits vorgemacht;)

Das Projekt sollte man im Auge behalten. Nicht nur weil dieses bestimmt Spaß macht, sondern vielleicht der Aktie auch Aufwind gibt (das wird aber noch dauern). Wir erinnern uns an die „kreative Zerstörung„.

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Video: Morpheus Trading Group zeigt SWINGTRADING Einführung

Kleine Swingtrading Einführung von der Morpheus Trading Group. Nett für alle die nicht so viel mit dem Begriff anfangen können 🙂 Aber: Jeder muss selber wissen, ob Tradingservices einen weiter bringen. Für Anfänger mit Sicherheit gut geeignet, aber real traden sollen man dies nicht. Letztendlich ist es der „Holy Grail“ seinen eigenen Stil zu finden.


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Mehr Informationen:

Trading: NASDAQ 100 – Langfristig überzeugend

Der NASDAQ 100 (oben im Wochenchart) überzeugt langfristig durch einen intakten Aufwärtstrend mitten in einer Phase wo viele Welt-Indizes korrigieren bzw. vor allem in Europa der Bär tobt. Auf die fundamentalen Gründe möchte ich nicht eingehen, weil diese für mich nicht relevant sind. Auch der NASDAQ wird nicht von der Korrektur verschont bleiben, doch nach dem Stärke-Prinzip wird der Starke stark bleiben. Zukünftig könnte man sich diesen Indizes und auch die enthaltenen Aktien auf die Watchlist für Long-Trades nehmen.

Meiner Meinung nach eignet sich der NASDAQ und die enthaltenen Aktien sehr gut für Long-Trades aller Art. Haltet Ausschau nach Werten die neue Hochs erreichen oder stark über den mittelfristigen Durchschnitten liegen. Ich benutze für das Auffinden solcher Aktien die Durchschnitte EMA50, EMA200 und EMA400. Gerade EMA200 und EMA400 eignen sich gut um Kandidaten zu finden die langfristig steigen. Aber man sollte nicht das Risiko des EUR/USD Verfalls außer Acht lassen. Wenn der EUR an wert gegenüber dem USD verliert, schrumpft auch der Gewinn der Position. Hier müsste man überlegen zu hedgen.

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