Infineon Tageschart

Trading: Infineon, Puma und Vossloh – Drei Shortkandidaten

Sollten die Märkte tatsächlich in eine Konsolidierung übergehen (egal wie lange diese dauert), bietet es sich an, nach Kandidaten auf der Shortseite Ausschau zu halten. Also schauen wir nach Kandidaten, die die Rallye nicht mitgemacht haben und sich schwach zeigen. Drei Kandidaten tauchen hier mit gültigen Setups auf meiner Liste bzw. in meinen Scannern auf:

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Infineon: Heute mit einem Bruch einer bärischen Flagge. Die lange rote Kerze zeigt Verkaufsdruck! Mögliches Ziel: 5 EUR oder sogar 4,16 EUR. Wobei die 5 EUR im ersten Anlauf sicher schwierig zu knacken sind. Hier könnten einige Bullen versuchen das Blatt zu wenden.

Puma: Puma zeigte sich in den letzten Jahren immer seitwärts. Es kam weder richtig Kaufdruck noch Verkaufsdruck auf. Wobei man natürlich wissen muss, dass die gehandelte Stückzahl sehr gering ist. Ab April ging es dann wieder abwärts nachdem die obere Seite der Range erreicht wurde. Nun könnte die Aktie wieder die Unterseite ansteuern, nachdem sie am Widerstandscluster abgeprallt ist. Zielbereich wäre 210 EUR, vielleicht aus 200 EUR.

Vossloh: Diese Aktie befindet sich im Wochenchart in einer großen Konsolidierung bzw. Seitwärtsphase. Im Mai wurde nun der große Aufwärtstrend nach unten verlassen und nun getestet. Momentan sieht es so aus, als ob sich die Bären eindeutig durchsetzen und den Bereich um 62,5 EUR ansteuern. Ob dieses auch auf Wochenschlussbasis gelingt, bleibt noch morgen abzuwarten. Die Chancen stehen aber gut. Im Tageschart wurde eine wichtige Chartmarke nach unten durchbrochen.

Heineken Tageschart

Trading: Heineken – Die Bullen kontern

Heute gab es Zahlen bei Heineken. Diese wurden zuerst schlecht aufgenommen, die Aktie eröffnete mit einem Gap-Down (Kurslücke nach unten). Die Aktie fiel direkt bis zum Unterstützungsbereich um 42,5 EUR, welche eine starke Unterstützung darstellt. Hier kamen die Käufer wieder und schickten die Aktie im steilen Flug nach oben. Somit bildet sich ein starker Hammer, welcher zeigt, dass es die Bullen geschafft haben das Blatt zu wenden. Morgen sollte dieser Hammer mit einer weiteren Kurssteigerung bestätigt werden. Wichtig ist nun, dass der Bereich 44,65 EUR überwunden wird und möglich ein Wochenschluss hierüber gehalten wird.

Mit einem Ziel bei 52 EUR und einer Absicherung unterhalb der Tageskerze bietet sich dieser Trade mit einem CRV von ca. 1,9 an. Plant man den Trade als kurzfristigen Swingtrade, sollte man das Ziel bei ca. 50 EUR anpeilen. Wer länger halten möchte, kann dies als Positionstrade planen und das größere Ziel bei 52 EUR ins Auge fassen. Die heutige Kerze zeigt, dass die Bullen bei Heineken absolut dominant sind. Dies passt ebenfalls ins Umfeld der weiteren Brauereiaktien.

Südzucker Tageschart

Trading: Südzucker beobachten

Nachdem Ausbruch der Südzucker Aktie aus der Konsolidierung im Wochenchart stieg die Aktie um 20% an. Es gab sehr große Nachfrage nachdem Papier. Nun konsolidiert der Wert entgegen dem aktuellen Markt in einer bullischen Flagge. Dies soll aber nicht heißen, dass neues Kaufinteresse aufkommen könnte, auch wenn der Markt eine Pause einlegt. Denn während der Markt das letzte Mal eher niedriger tendierte, stiegen die Aktien von Südzucker!

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Das ideale Konsolidierungsziel ist der Bereich um 26 EUR herum. Hier kommen gleich mehrere Unterstützungen zusammen: Das letzte große Hoch aus dem Juli 2011, das 38,2% Retracement seit dem Beginn des Ausbruchs, der aktuelle Trendkanalboden und auch mit etwas Entfernung der 50er exponentielle gleitende Durchschnitt. Diese Marken könnten wieder Käufer locken. Sollte Nachfrage aufkommen, könnten Kurse in Richtung 33 EUR möglich werden.

Ich habe bereits den Ausbruch erfolgreich gehandelt und konnte damals mehrfach die Position aufstocken. Bei der jetzigen Situation würde ich auch einen deutlichen Ausbruch auf Tagesschlussbasis abwarten, bevor man einsteigt. Der Ausbruch aus der bullischen Flagge in Verbindung mit einer langen grünen Kerze und starkem Volumen wäre ein deutliches Zeichen. Es kann sich lohnen eine längere Position als Positionstrade über mehrere Wochen zu halten. Kurzfristiges Swingtrading mit Zielen im Bereich um 30 EUR währe aber ebenfalls denkbar. Man muss aber noch einige Tage Geduld haben …

Trading: Gold mit Ausbruch – Analyse von Godmodetrader

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Ein schneller Hinweis auf den schon seit Wochen von mir beobachteten Gold-Chart. Heute deutet sich ein Ausbruch an. Die Konsolidierung kann kraftvoll überwunden werden, der 200er MA ebenfalls. Eine Anlyse gibt es bei Godmodetrader.de: http://www.godmode-trader.de/nachricht/Gold-Ausbruch-Eine-bullische-Variante,a2903921,b2.html

Meinung: Die Preisexplosion bei Mais ist wichtig und richtig!

Betrachtet man aktuell die Schlagzeilen in den Medien, liest man von den explodierenden Rohstoffpreisen aufgrund akuter Dürre in der Ernte von Soft-Commodities. Ob dies wirklich der Fall ist, kann und will ich nicht beurteilen. Ich bin weder ein Agrar-Spezialist noch ein Fundamentalanalyst. Meine Spezialität ist die Überwachung des Preises der Vergangenheit, um hieraus Rückschlüsse auf evtl. Preisbewegungen in der Zukunft abzuleiten. Also die Beobachtung von Käufen/Verkäufen aufgrund von Interaktionen von Marktteilnehmern an den Börsen. Diese Vorgänge haben sich sicherlich beim Maispreis in den letzten 60 Jahren nicht geändert. Erwartungen der Teilnehmer, dass der Marktpreis für Mais steigt, führen und führten zu steigenden Kursen; Erwartungen an fallende Maispreise führten zu fallenden Kursen. Dies ist natürlich sehr einfach betrachtet, aber es ist der einzige Anhaltspunkt, den ich habe. War das Angebot höher als die Nachfrage, fällt der Preis. Ist die Nachfrage größer als das Angebot, steigt der Preis.

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Wie der Chart beim Maispreis zeigt, kommen diese übertriebenen Erwartungsverschiebungen regelmäßig vor. Die aktuelle Übertreibung ist nichts besonderes (wenn es überhaupt eine Übertreibung ist). Trotz der Steigerung von ca. 300% seit 1950 ist der Maispreis fast seitwärts gelaufen. Einzelne Übertreibungsphasen brachten eine Verdoppelung des Preises mit sich. Erst 2008 brach der Maispreis nach oben aus und konnte vom Tief ca. 200% zulegen. Danach brach der Maispreis 60% ein! Man sieht also wie stark der Maispreis schwankt und dabei leicht steigt. Dies mag sicherlich auf Verschiebungen der Nachfrage/des Angebotes zurückgehen (z.B. Bevölkerung, Viehzucht, Bio-Sprit), aber es spielt sich alles in normalen Bereich ab.

Ist diese Steigerung des Maispreises moralisch vertretbar? Hierüber kann und will ich nicht urteilen. Die Märkte sind nicht moralisch und es ist auch nicht deren Aufgabe. Genauso wenig wie die Preise auf einem Wochenmarkt moralisch sind, sind Preise an den Börsen moralisch. Die Wertung hierüber steht einem Börsenhändler nur im privaten Rahmen zu. Es ist mehr die mangelnde Planung und die große Nachfrage, die zu dieser Preisbewegung führte. Als der Maispreis 2010 sehr tief war, war zu wenig Mais verfügbar, um die Nachfrage auszugleichen. 2011 war die Nachfrage ausgeglichen, also fiel der Preis. Nun haben wir wieder ein tief der Nachfrage gesehen und sie beginnt wieder zu steigen. Letztendlich wird dies dazu führen, dass mehr Mais produziert wird und das Angebot gleicht die Nachfrage aus. Dies ist ein fairer und nützlicher Prozess. Alles andere würde zu Mangelwirtschaft und größeren Problemen führen.

Das erwartete Problem hungernder Menschen in der Welt ist nicht ein Problem des Maispreises, sondern ein Problem der lokalen Politik. Die Währungen dieser betroffenen Länder sind im Keller (Mais wird in USD gehandelt), die Volkswirtschaften funktionieren oft nicht und produzieren nichts, Rohstoffe müssen teuer importiert werden, die Politiker geben dem Volk keine Hilfe, es gibt keine Arbeit und keine Bildung. Ansonsten würden Ersatzprodukte entstehen, die die Probleme des zu teuren Mais ausgleichen würden.

Meine Meinung: Die lokale Politik in den Regionen, die aktuell unter den hohen Preisen leiden, müssen unterstützt oder gewechselt werden. Der Bevölkerung wird nicht mit günstigeren Preisen geholfen sondern mit Selbsthilfe. Die Preise müssen sich durch Angebot und Nachfrage bilden, nicht durch Zwang. Es ist wichtig diesen Prozess nicht zu verändern, auch wenn es bei den Marktteilnehmern emotional überspitzte Zeiten gibt. Über längere Sicht wird sich der Preis wieder einpendeln. Ob dieser dann zu hoch ist, mag ich nicht beurteilen. Er wird aber fair sein, weil er zwischen Menschen ausgehandelt ist und die Erwartung widerspiegelt.

Vielleicht noch ein paar Zeilen zur angeblichen Auswirkung der Spekulation. Dies liest man ja ebenfalls oft in den Medien. Hat die Spekulation eine Auswirkung oder ist die Preisbildung an sich Spekulation? Es werden schließlich Erwartungen gehandelt, die durch Entscheidungen entstehen, die emotional beeinflusst sind. Eine Erwartung ist z.B. ein noch nicht eingetretenes Ereignis wie ein Ernteausfall. Dies ist sicherlich nur eines von unendlich vielen Motiven der Marktteilnehmer. Aber auch z.B. Hedgefunds oder Rohstofftrader allgemein erfüllen eine wichtige Aufgabe in der Preisbildung. Sie funktionieren im kurzfristigen Handel als Rohstoffhändler (wie ein Marktstand auf einem Wochenmarkt). Ein Hedgefund der Mais kauft erwartet genauso Preissteigerungen wie ein Rohstoffhändler bei Nestle oder einem Biosprit-Lieferant. Der Hedgefund verkauft später seine Kontrakte an z.B. den Biosprit-Lieferanten, der immer noch der Erwartung ist, dass der Preis noch weiter steigt und sich somit über die aus seiner Sicht günstigen Kontrakte freut. Der kurzfristige Handel sorgt zudem für Liquidität, damit die Preisbildung ohne größere Sprünge funktioniert und jeder Marktteilnehmer kaufen/verkaufen kann ohne große Spreads bezahlen zu müssen. Somit ist auch den Hedgefunds nichts vorzuwerfen, der ebenso am Markt teilnehmen wie der Lebensmittelhänder.

Trading: KW 34 – Aktien in starken Trends

Hier findet ihr die Scanner-Ergebnisse der Scanner die für mich die europäischen Aktienmärkte durchsuchen. Einmal die Woche reicht eine Übersicht allemal, weil die Inhalte sich nur selten verändern.

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Gesucht werden in Euro notierende Aktien, die einen schon seit längerem bestehenden starken Aufwärts- oder Abwärtstrend aufweisen.

Folgende Einstellungen werden verwendet: EMA Woche 40 (~EMA Tag 200) > bzw. < EMA Woche 80 (~EMA Tag 400), RSL Woche 80 (~RSL Tag 400) >1 bzw. < 1, Volumendurchschnitt > 100.000, Preis > 1 EUR. Gescant wird mit ProRealtime auf EOD (End-of-Day) Basis. ProRealtime ist kostenlos und man kann sehr leicht mit wenigen Zeilen Code einen Scanner einrichten.
Sortiert sind die Listen nach RSL. Long = größter RSL-Wert, Short = kleinster RSL-Wert.

Folgende Länder werden gescannt: Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Niederlande, Portugal. Jeweils immer alle Aktien, die gelistet sind.

Wer sich für Scanner interessiert, findet hier einen kurzen Überblick, wie ein Scanner erstellt wird.

Fuchs Petroclub Tageschart

Trading: Fuchs Petroclub kurz vor Breakout!

Eein weiterer Kandidat für kurzfristiges Swingtrading wäre die Aktie von Fuchs Petroclub. Bitte nimmt hier die Vorzugsaktie (FPE3). Diese wird mehr gehandelt und hat daher ein höheres Volumen.

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Die Aktie ist seit Jahren in einem starken Aufwärtstrend. Von 1,75 EUR auf heute 45,15 EUR in 12 Jahren! Aktiensplitts hat sie bereits hinter sich. Wer hätte das vorausahnen könnten? Niemand! Aber egal, wir konzentrieren uns auf den kurzfristigen Bereich der nächsten Tage. Fuchs Petroclub hat ein Dreieck ausgebildet, welches bald nach oben verlassen werden könnte. Klappt dies und es kommt wieder Dynamik auf, könnte sich ein Swingtrade mit Ziel 48,15-48,7 EUR lohnen. Hier sollte die Aktie an einem Widerstand im Wochenchart erneut abprallen und den Ausbruchsbereich testen. Positionstrader könnten darauf spekulieren, dass mittelfristig auch dieser Widerstand geknackt wird und die Aktie auf großem Wege Richtung 54 EUR steigt.

Diese Formation zu traden ist nicht ganz ungefährlich. Flachere Konsolidierungen mit weniger Volatilität haben ein geringeres Risiko. Aber dennoch bietet die Situation eine gute Chance, die, wenn die Dynamik der Märkte mitmacht, immerhin ein lohnenswertes Kursziel hat. Und Volatilität ist nichts schlechtes! Denn sie hilft ja schließlich auch die Kurse schnell in die präferierte Richtung zu treiben.
Man sollte jedoch bei der aktuellen Situation immer mit einem Pullback in Richtung 45 EUR rechnen. Entweder kalkuliert man diesen gleich ein oder handelt mit entsprechend engem Stop.

Technip Tageschart

Trading: Technip bricht aus! Swingtrading ist angesagt!

Bei Technip ist Swingtrading angesagt! Die Aktie bricht heute aus der Konsolidierung der letzten Wochen aus. Die Konsolidierung verlief sehr bullisch (geringer Volatilität, fallendes Volumen). Kann die Aktie nun über den Widerstand bei 89,5 EUR ausbrechen ist ein Erreichen des Preisbereichs 95-100 EUR möglich.

Wenn die Märkte die Dynamik halten (CAC40 hat die Konsolidierung schon hinter sich gelassen), dann dürften auch die Top-Performer Aktien wieder anziehen, die sich die letzten Wochen in einer Konsolidierung befanden. Technip ist solch eine Aktie wie der Wochenchart zeigt. Swingtrading ist angesagt: Also enge Stops setzen und einen Breakout traden. Für Positionstrading dürfte sich die Aktie erst mal nicht eignen, da im Wochenchart eine große Trendlinie und eine psychologisch wichtige Marke (100 EUR) warten.

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