Trading: Meine Top 3 Trading Bücher

Aha-Effekte zeigen einem, dass man vorankommt …
Es gibt sicherlich tausende Bücher zum Thema Trading. Doch einige Trading Bücher stechen immer wieder hervor und bringen einem einen Aha-Effekt. Dieser wertvolle Moment, wenn ein Umdenken oder eine Einsicht stattfindet, vergisst man selten. Es sind die Momente, wo man deutlich spürt, dass man einen Schritt voran gekommen ist. Oft passiert es gleich beim ersten Lesen, manchmal auch erst beim zweiten Mal. Trading Bücher sind eine Kategorie für sich. Viele unterstützen den Trader nicht, sondern verwirren mehr. Ein Buch vollgepackt mit Strategie oder Zauberformeln wird keinem, außer dem Verlag, weiterhelfen. Meine bisherige Erkenntnis zum Thema Trading Bücher ist, dass es oft die unbeachteten Bücher sind, die einem weiterhelfen.

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Meine Top 3 in der Kategorie Trading Bücher:

  1. Trend Following von Michael Covel*: In diesem Buch war mein Aha-Effek,t zu sehen, wie konsistent Trendfolger vorgehen und über Jahrzehnte ihren Systemen treu bleiben. Es zeigt eindrucksvoll die Performance der Trendfolger und gleichzeitig die Losgelöstheit von der sonstigen Trading-Masse. Ein sehr gutes und motivierendes Trading Buch.
    Mehr Infos: Trend Following, M. Covel*
  2. Magier der Märkte von Jack Schwager*: Der Absolute Klassiker über Trading! Die Interviews sind motivierend und gleichzeitig unterhaltsam. Meine Aha-Effekt: Viele Momente, wo über das Thema Risiko diskutiert wird; die Überzeugung und klaren Worte von Ed Seykota.
    Mehr Infos: Magier der Märkte, J. Schwager*
  3. Clever Traden mit System von van Tharp*: Dieses Trading Buch gibt einen sehr guten Überblick über alle Bereiche des Tradings. Mein Aha-Effekt hier: Money Management und Multiple-R-Verteilung. Zudem gefällt mir der Teil mit den unterschiedlichen Trading-Philosophien gut.
    Mehr Infos beim FinanzbuchVerlag: Clever Traden mit System 2.0, v. Tharp*

Neben diesen Top 3 Trading Bücher gibt es noch eine Reihe weiterer beeindruckender Bücher zum Thema Trading, Handelssysteme, Trading-Psychologie und Technische Analyse. Doch die oberen Top 3 würde ich niemals weggeben und immer wieder lesen … Gleich auf Platz vier kommt übrigens: Das Spiel der Spiele 😉

Trading: Täglich 1000sende Chancen … Was tun?

Die Zukunft lässt sich nicht vorausahnen. Ob man x oder y handelt ist eigentlich egal, aber …
Jeder, der mehr als eine feste Anzahl von Werten handelt, kennt das Problem: Was von meinen x Kandidaten soll ich traden? Wer z.B. europäische und amerikanische Aktien handelt, muss jeden Tag hunderte Kandidaten untersuchen oder von einem Aktienscanner untersuchen lassen. Letzter nimmt einem einen großen Teil der Arbeit ab, jedoch nimmt er einem nicht die Entscheidung ab, welche Kandidaten zu kaufen/verkaufen sind. Diese Entscheidung muss der Trader selber treffen, wenn er kein vollmechanisches System handelt. Somit bleibt die Qual der Wahl …

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Was einem hilft die Kandidaten weiter einzuschränken

Ich selber beobachte tausende Werte und lasse mir täglich von meinen Aktienscannern die besten Kandidaten heraussuchen. Oftmals sind dies aber mehr als 25 Kandidaten, die grundsätzlich gehandelt werden könnten. Nun beginnt die Qual der Wahl … Der größte Teil dabei spielt sich im Kopf ab: Soll ich lieber x kaufen anstatt y? Was ist wenn y der „Home Run“ ist und nicht x? Die psychologischen Fallstricke führen regelmäßig zu Overtrading und damit irgendwann zum bankrott. Also was hilft?

  1. Absolute Konzentration auf die Money- und Risiko-Management Regeln. Wie viele Positionen darf ich beim jetzigen Stand meines Risikos eingehen? Das ist die maßgeblich alles regelnde Einheit. Wenn es mir nur erlaubt ist, 3R als offenes Risiko zu handeln, gibt es gar keine Ausrede! 3R sind 3R und nicht 4,5 oder 6R! Diese Disziplin muss man aufbauen und hart durchhalten. Dies ist der wichtigste Punkt unter allen …
  2. Erfahrung aufbauen. Welche Trades funktionierten in der Vergangenheit am besten? Was war ausschlaggebend? Dies zu untersuchen und in das Regelwerk mit aufzunehmen, kann die Tradeanzahl weiterhin reduzieren. Hat man erst einmal einen Blick für erfolgreiche Kandidaten entwickelt, sortiert man viele sofort aus. Allein das Gefühl, dass etwas im Chart nicht stimmt, kann schon entscheidend sein. Das gilt natürlich nur für Trader, die eine diskretionäre Komponente im System haben.
  3. Weitere Regeln und Einschränkungen. Man kann noch einen weiteren Filter hinzufügen, um die Kandidatenzahl weiter einzuschränken. Hierbei gilt jedoch, dass man dies vorher testen sollte und gleichzeitig wissen muss, dass ein Filter auch positive Trades wegfiltern kann. Oftmals können jedoch Regeln wie z.B. „der nächste Earning Termin muss mindestens x Tage in der Zukunft liegen“ helfen, Kandidaten zu reduzieren oder man führt einen Moving Average Filter ein, der nur Kandidaten erlaubt, die sich über einem bestimmten gleiten Durchschnitt befinden.
  4. Ranking einführen. Es gibt Indikatoren, die einem helfen ein Ranking zu erstellen: RSL oder auch ADX zeigen die Stärke eines Trends an. Dies ist natürlich kein heiliger Gral, aber er kann helfen, eine Liste weiter auszumisten. Entdeckt man über Tests und Auswertungen einen wirkliche Verbesserung, kann man diese natürlich in sein Handelssystem überführen.

Ein sehr wichtiger Aspekt ist, dass man die Zukunft nicht vorausahnen kann. Selbst den nächsten Tradingtag wird man nicht vorausahnen können. Ein Setup kann noch so schön sein, letztendlich kann es sich um einen Fehlausbruch handeln oder die Aktie läuft seitwärts. Dieser Aspekt ist Bestandteil des Trading und führt dazu, dass man sich eingestehen muss, dass man keine Kontrolle hat. Deshalb ist es auch eigentlich egal, welchen man von seinen x Kandidaten nimmt. Die oberen drei letzten Punkte helfen einen nur wesentlich dabei, eine festere psychologische Verankerung in sein Trading-System zu haben. Denn ansonsten läuft es folgender Maßen ab: Ich kann 3R Risiko eingehen, ich nehme die ersten 3 Kandidaten von der Liste. Fertig. Ob sie Gewinner oder Verlierer werden, entscheidet der Markt.

Trading: Warum poste ich keine Entries und Exits?

Trading ist eine unendliche Wiederholung von gleichen Schritten …
Meine Überzeugung ist, dass Trading langweilig sein muss, um erfolgreich zu sein. Dies ist natürlich etwas überspitzt, aber im Kern dreht sich erfolgreiches Trading um eine unendliche Wiederholung von gleichen Schritten. Daher gleicht jeder Trade fast dem vorherigen und diese wieder dem vorherigen usw. Jeder Trader hat ein oder mehrere verschiedene Muster, die wiederholt gehandelt werden, um über eine längere Reihe von Trades den statistischen Vorteil auszuspielen. Es würde also rein gar nichts bringen, wenn man jeden Trade veröffentlicht und damit möglicherweise sogar Trader in eine Falle lockt. Den eines der schlimmsten Probleme beim Trading ist: System-Hopping! Das musste ich auch selber am eigenen Leib spüren. Das ständige Wechseln von System und Methoden kann in eine Spirale von Verlusten führen, da man immer wieder in eine Reihe von Verlusttrades hineinschlittert, die sich sonst über die Zeit ausgleichen würden.

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Was also tun, wenn man beim Trading weiterkommen möchte oder als Anfänger ein wenig „Erfahrungen“ aufsaugen möchte?

  1. Beschäftige dich mit Ansätzen von Handelssystem, um eines zu finden, was zu dir passt. Dabei ist es egal, ob man ein robustes System von einen anderen Trader verwendet oder selber eines entwickelt.
  2. Lerne Money-Management und Risk-Management zu verstehen und vor allem lerne es als wichtig anzuerkennen.
  3. Beschäftige dich mit erfolgreichen Tradern und ihren Vorgehensweisen. Literatur gibt es hierzu genug. Auch andere erfolgreiche Menschen wie z.B. Spitzensportler können interessant sein.
  4. Schaue dir Blogs oder Tweets anderer Trader an und beschäftige dich mit ihrem Vorgehen und ihren abgeschlossenen Trades.
  5. Übe mit Charts. Trainiere dein Auge auf das/die Setups deines Handelssystems. Schaue dir immer wieder Charts an und entwickele ein Gefühl für das Setup.
  6. Handele keine Trades von anderen Tradern nach. Werde ein „eigener“ Trader und verlasse dich nur auf dich selbst. Der Verlust eines anderen Traders, der bei ihm nur ein kleiner in einer Reihe ist, muss nicht deiner werden.
  7. Suche dir ggf. einen Mentor oder einen guten Tradingservice, der dich dabei unterstützt zu wachsen und zu lernen. Gute Tradingservices sind keine „Unterhaltung“ mit vorgegebenen Trades, sondern gleichen eher einer Lerngruppe. Doch leider sind diese sehr selten.
  8. Bereite dich auf einen sehr langen und extrem steinigen Weg vor. Suche Wege dich zu motivieren und dich aus den sehr tiefen Tälern der Tradingerfahrungen hinauszuziehen. Die erste Zeit (evtl. Jahre) sind extrem hart für die Psyche (und deine engsten Mitmenschen).
  9. Arbeite an dir selbst und finde Wege deine Gedanken zu verarbeiten und hieraus zu lernen. Trading ist anstrengend und eine persönliche Veränderung.

Eine oft spät zu erkennende Erkenntnis ist, dass Trading nicht aus Entry und Exit besteht, sondern aus vielen Komponenten und das letztendlich Entry und Exit ein sehr kleiner Bestandteil ist. Es ist nicht besonders herausfordern in einem Handelssystem diese beiden Komponenten zu beherrschen. Vielmehr herausfordernder ist, den pychologischen Aspekt von Etry/Exit und den verknüpften Komponenten zu kontrollieren. Somit landet wieder alles beim schon bekannten: Trading-Technik ist einfach, aber die psychologische Komponente ist sehr schwer.

Trading: Tools, die mir als Trader helfen …

Jeder muss selber herausfinden, was für einen funktioniert oder nicht …
Jeder Trader legt sich über die Zeit Methoden und Tools zurecht, die ihm helfen sollten, durch den Alltag zu kommen und erfolgreicher zu werden. Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Jeder muss selber herausfinden, was für einen funktioniert oder nicht. Ich selber entwickele auch regelmäßig neue Methoden, die ich danach wieder über den Haufen werfe, weil sie sich als unbrauchbar herausstellen. Mit Methoden meine ich übrigens nicht Handelssystem, sondern Tools oder Vorgehensweisen, die einem Trader helfen sich weiter zu entwickeln und zu lernen.

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Für mich haben sich folgende Tools als hilfreich erwiesen und helfen mir, mich weiter zu entwickeln:

  • Aktienscanner: Diese durchsuchen die Märkte für mich nach Chancen und helfen mir, meine Zeit richtig einzusetzen und mich zu fokussieren.
  • Absolut geregelter Ablauf: Jeder Abend (bin kein Daytrader!) sieht für mich gleich aus und dauert auch in etwa gleich lang. Dies erzeugt Konsistenz in der Methode und schafft Vertrauen in die eigene Handlungsweise. Alle Schritte kann ich fast blind durchführen und sind mir „ins Blut“ übergegangen.
  • Einfache Charts und Vorgehen: Meine Charts sind fast nackt. Keine komplizierten Indikatoren oder Charttechnik, die interpretiert werden muss. Es gibt immer nur 1 oder 0. Entweder gibt es eine Handlungssituation oder nicht. Lange überlegen gibt es nicht.
  • Absolute Regeln: Ich habe für alles eine Regel und weiß daher immer, wie ich mich verhalten muss. Es gibt so gut wie kein Interpretationsspielraum. Eine Aktie weißt ein starkes Gap auf? Regel Nr. x = … Somit weiß ich immer, wie ich mich bei der Situation verhalten muss.
  • Handelsjournal: Das Journal zeigt mir meine letzten Trades und verschiedene Durchschnittswerte, die einen Blick wert sind. Hierüber sehe ich, wie sich mein Trading über die Zeit entwickelt und ob es Veränderungsbedarf gibt. Dieses Journal ist sehr wertvoll und es lassen sich hieraus viele wichtige Informationen ziehen.
  • Tagebuch: Jeden Tag gibt es einen One-Pager! Kein Tag wird ausgelassen, egal ob es spät am Abend ist oder nicht, das Tagebuch wird immer geschrieben. Neben der Entwicklung der eigenen Trades beantworte ich für mich auch Fragen nach Stimmung/Gefühl, Problemen oder ob ich alle Orders korrekt eingegeben habe. Es ist ähnlich einer Checkliste mit zusätzlichen Inhalten. Zudem verfolge ich hierüber wie lange ich jeden Tag mit dem Trading verbringe und wofür ich Zeit verwende. Das Tagebuch ist für mich einer der wertvollsten Tools, da es mir erlaubt über Probleme und das eigene Verhalten zu reflektieren.
  • Hindernissliste: In dieser Liste landen alle Probleme, die mit der Zeit auffallen und für die ich Regeln oder eine Lösung suchen muss.

Ich habe sicherlich einige Dinge weggelassen. Doch die Liste oben enthält den Kern. Tools wie ein Trade-Kalkulator oder ein Trading-Konzept sind für mich übrigens so selbstverständlich, dass ich es nicht extra erwähne.

Alles diese Tools helfen mir, mein Trading zu verbessern und voranzukommen. Gibt es irgendwo ein Problem, nehme ich dieses in meine Hindernissliste auf und beschäftige mich gesondert hiermit. Alle Tools sind Teil des Tradingprozesses und werden auch stetig weiterentwickelt. Beispielsweise habe ich eine zeitlang alle meine Trades ausgedruckt und bin diese noch mal durchgegangen. Es hat mich nicht weitergebracht und nur Zeit gekostet. Heute mache ich dies nicht mehr … Das Tool war überflüssig und ist deshalb abgeschafft worden.

Auch wenn es für manche da draußen so aussehen mag, dass ich ein „fertiger“ Trader bin. Mein Selbstverständnis ist, dass ich dauerhaft lerne und mich weiterentwickle. 3 Jahre Tradingerfahrung, wie ich es habe, ist ein sehr kurzer Zeitraum. Schaut man jedoch zurück, so hat man schon so manche Phase durchlebt und hieraus sehr viel gelernt. Dabei gilt es das beizubehalten, was einen erfolgreicher werden lässt und das abzustoßen, was einen nicht weiterbringt.

Volatilität: Indikator, Messung, Trading-Strategien

Ohne Volatilität in den Märkten wäre Trading und Geld verdienen nicht möglich. Generell bezeichnet Volatilität die Schwankung eines Kurses im Verhältnis zu einem anderen Kurs oder Wert (z.B. Durchschnitt oder anderer Kurs). Nur durch Veränderung des Kurses ist es möglich, Geld in der Märkten zu verdienen und die Differenz als Gewinn mitzunehmen. Also: Ohne Volatilität kein Gewinn! Daher ist auch eine allgemeine Angst vor Volatilität nicht richtig. Hohe Volatilität ist nicht negativ, sondern kann auch positiv genutzt werden … Mehr lesen

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