Wie man mit Aktien Geld verdien von William O'Neil

Wie man mit Aktien Geld verdient von William O’Neil

Ehrlich zugegeben habe ich den Klassiker „Wie man mit Aktien Geld verdient“ vorher noch nie gelesen. Er wurde oft gelobt und gepriesen, jedoch schreckte mich die fundamentale Komponente in O’Neils CANSLIM Methode immer ab. Durch ein Gespräch kam mir dieses Buch wieder ins Bewusstsein. Ich kaufte mir es an einem Wochenende in der Buchhandlung, nach dem ich es einmal durchgeblättert hatte.

Wow: 600 Seiten mit unzähligen Charts! William O’Neil, der bekannte IBD Gründer, führt in „Wie man mit Aktien Geld verdient“ durch seine bekannte und erfolgreiche CANSLIM Methode … Mehr lesen

Meinung: Chaotische Zustände in den USA

Auch nach der Einigung ist nichts gewonnen. Bald geht es schon wieder los …
In den letzten Wochen spitzten die Medien ihre Bleistifte und jeden Tag nahmen die Headlines in den Zeitungen und Onlineportalen neue Formen an. Drohungen, die Weltuntergangsstimmung andeuteten, konnte man wahrnehmen. Doch niemand glaubte wirklich an den Inhalt, nämlich, dass die USA bankrott gehen werden. Die Folgen einer solchen Pleite sind sicherlich nicht vorherzusagen und könnten von mäßig bis chaotisch jeden Zustand annehmen.

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Wahrscheinlich kann man nur als US-Bürger die Stimmung im Land wirklich einfangen und verstehen. Wir sind Europa und im gemäßigten politischen Deutschland sind viel zu weit entfernt und es fällt mir schwer die Stimmung wirklich nachvollziehen zu können. Wir Deutschen können eigentlich nur den Kopf schütteln, da wir selber mit Kleckerkram in der Politik beschäftigt sind und keine großen Projekte angehen oder uns erbittert mit Gegenparteien streiten. Auch die Sympathie für Obama in Europa lässt uns die Gegenseite der Republikaner in den USA nicht nachvollziehen. Wie kann es sein, dass solch eine kleine Minderheit innerhalb einer Partei solch eine Macht besitzt und einen Staat an den Rand des Abgrunds bringt? Wie kann es sein, dass die Bevölkerung so ruhig bleibt und diese wenigen Politiker nicht davon jagt?

Politik war schon immer machtdominiert und viel zu wenig vernunftbasiert. Das ist auch soweit in Ordnung, denn in einer Demokratie bringt nur Streit, Meinung, Gegenmeinung und am Ende Kompromissbereitschaft ein Land voran. Jeder gewählte Volksvertreter hat das Recht und auch die Pflicht seine Wähler zu vertreten und mit am politischen Diskurs teilzunehmen. Doch wenn Macht, Stolz und Streitlust überhand nehmen und gegen das Volk arbeiten, muss die Vernunft zurückkehren. Hätte Obama im Streit mit den Republikanern klein beigegeben, wäre diesem Verhalten Tür und Tor geöffnet worden. Ich will nicht Obama in den Himmel loben und seine Gesundheitsreform gutheißen, aber das Verhalten war in meinen Augen richtig. Aber auch er sollte darüber nachdenken, was die unterschwellige Aussage des Streits noch war. Schließlich muss auch ein „Super-Land“ wie die USA sparen und kann sich keine großen staatlichen Programme leisten. Wenn der Staat sich nicht enger schnallt, werden die Probleme nicht gelöst.

Was wären die Konsequenzen gewesen, wenn es nicht zu einer Einigung gekommen wäre? Darüber lässt sich nur philosophieren, denn es gebe zu viele Varianten und die Folgen sind zu schlecht abschätzbar, als das man die Zukunft vorhersagen könnte. Sehr wahrscheinlich wäre die erste Schockwelle nicht verdaut worden und man hätte am nächsten Tag sofort einen Kompromiss, egal welchen, gefunden.

Auch interessant fand ich mal wieder einmal die Bestätigung, dass Menschen an den Märkten sich anders verhalten als rational. Die Marktteilnehmer, die sich ja eigentlich vor Unsicherheit fürchten, kauften und die Märkte stiegen. Dies hängt sicherlich nicht damit zusammen, dass rational gesehen kein Problem vorlag, sondern das Emotionen die Kurse bewegen. Vor allen anderen zu kaufen und darauf zu wetten, dass eine Einigung kommt, hat die Menschen und Kurse getrieben. Nur Trader, die eine nicht emotionale Strategie verfolgen, haben davon profitiert.

Doch auch nach der Einigung ist nichts gewonnen. In wenigen Wochen geht es wieder von vorne los. Wahrscheinlich wird es auch noch jahrelang so weiter gehen.

Trading: Let’s Gowex – Ein sehr schönes Setup

Flat-Channel-Setups mit Volumenanstieg bilden oft explosive Ausbrüche …
Ab und zu geht einem ein Traumsetup ins Netz. Man kann es vorher nicht wissen und man kann auch die weitere Entwicklung nicht erahnen, aber erfolgreiche Trades haben allesamt eines gemeinsam: Sie laufen sofort in den Gewinn und verhalten sich musterhaft.

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Oben habe ich das Beispiel von Let’s Gowex auf Spanien abgebildet. Seit dem Ausbruch konnte die Aktie bereits 36% zulegen. Ein super Start. Wie wird es weitergehen? Das kann ich nicht sagen. Vielleicht fällt der Preis zurück und ich werde break-even ausgestoppt, vielleicht legt die Aktie aber noch weiter zu und ich sichere entsprechenden Gewinn. So lange ich mich aber an meine Regeln halte und den Trade sauber manage, werde ich das maximal mögliche herausholen.

Was mich auf dieses Setup aufmerksam gemacht hat:

  1. Die Gesamtsituation der bedeutenden Indizes ist mittelfristig long. Ich suchte also nach Long-Kandidaten.
  2. Der kurzfristige Trend der Indizes ist seitwärts, aber der spanische Leitindex IBEX zeigt sich sehr stark.
  3. Die Aktie bildet seit Mai 2013 eine Seitwärtszone aus, die nur eine geringe Höhe hat. Der Preis wird also über die Zeit korrigiert und dabei „zusammengequetscht“. Dies zeigt, dass die Käufer weiter an der Aktie interessiert sind und sich somit bei ~5 EUR eine Unterstützung gebildet hat.
  4. Sehr wichtig: Wenn die Aktie innerhalb der Seitwärtsrange korrigiert und die Unterstützung testet, sind sofort Käufer zur Stelle und treiben den Preis dynamisch nach oben. Das ist sehr gut und zeigt Stärke. (Korrekturen verlaufen langsamer, Aufwärtsbewegungen schneller und dynamisch).
  5. Die Aktie prallt vom ~5 EUR Bereich ab und bildet danach einen kleinen Rücksetzer unterhalb des letzten Verlaufshochs. Die Käufer sind wieder bereit oberhalb von 5 EUR zuzugreifen und die Aktie nach oben zu kaufen.
  6. Sehr wichtig: Das Volumen zieht bei steigenden Kursen in Richtung des letzten Verlaufhochs an. Da dies eine Aktie mit geringerem durchschnittlichen Volumen ist, ist es interessant zu sehen, dass das Interesse an der Aktie zunimmt. Große Käufer müssen ihre Orders in solchen Aktien über Tage verteilen und kaufen somit evtl. am nächsten Tag noch mehr. Steigt der Preis geraten sie unter Druck und somit werden Widerstände gebrochen.
  7. Das Interesse an der Aktie ist allgemein hoch. Der vorherige Kursverlauf ist eine Rallye mit steigendem Volumen. Dies ist für mich nicht so relevant, stützt aber in dieser Setupkategorie meine Entschlossenheit für den Trade.

Man kann natürlich nicht erwarten, dass dieses Setup beim nächsten Mal genauso in einer anderen Aktie funktioniert. Bei diesen „Flat-Channel-Setups“ ist aber immer wieder ein ähnliches Verhalten zu beobachten. Preisausbrüche mit Zunahme des Volumens bilden oft großartige Trends. Für solche Ausbrüche sollte man umbedingt trendfolgend handeln und einen Trailing-Stop verwenden. Man kann nicht wissen wie weit die Aktie noch laufen wird. Oder wer hätte erahnt, dass die Aktie seit 2012 bereits 730% zugelegt hat?

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