Politik: Erschreckender Artikel im Weltspiegel … UK garantiert faule Kredite!

Wer kein Geld hat, kann auch nichts kaufen! Das ist die Wahrheit!
Die Nachricht ist nicht mehr ganz neu, sondern bereits vom 28.10., aber die Botschaft macht mir Angst. Der englische Statt garantiert für Bürger, die sich eigentlich nichts leisten können. Wer bei einem Hauskauf nur 5% Eigenkapital mitbringen kann, bekommt staatlich garantierte 15% dazu! Der Staat als Wohltäter, die Politiker auf Stimmenfang. Düstere Szenerien aus den USA vor der großen Immobilienkrise leuchten wieder auf … Auch damals hat der Staat versucht Immobilienkredite unters Volk zu bringen, sogar mit Zwang und auch gegen den Willen der Banken.

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Wer kein Geld hat, kann auch nichts kaufen! So müsste die Regel lauten. Die Märkte müssen sich frei entfalten, durch Angebot und Nachfrage und der Staat darf nicht zu Verzerrungen beitragen, damit dieses Gleichgewicht nicht gestört wird. Sicherlich sind die Immobilienpreise momentan sehr hoch, jedoch kann ich nicht beurteilen, ob diese „fair“ sind. Wenn ein Preis ausgehandelt wird, muss er immer als fair betrachtet werden, den dies ist der Preis, für den beide Parteien sich in einem Moment aussprechen. In einer nächsten Sekunde kann der Preis schon ein anderer sein.
Wenn nun der Staat jedem Bürger es ermöglich, Immobilien mit geringem Eigenkapital zu kaufen, wird die Nachfrageseite künstlich verzerrt. Es werden noch mehr Nachfrager auftreten und die Preise werden weiter steigen. Die Gefahr von „faulen Krediten“ nimmt enorm zu. Denn wer nur 5% als Eigenkapital aufbringen kann, dürfte entweder ein zu geringes Einkommen haben oder sich den vollen Immobilienpreis nicht leisten können.

Der Staat übernimmt eine Garantie für Kredite, wo die Kreditnehmer nach der Beurteilung der Kreditwürdigkeit, möglicherweise diesen Kredit nicht bekommen hätten. Was passiert im Falle eines Bankrotts des Kreditnehmers? Im schlimmsten Falle haftet der Staat für 15% des Kaufpreises. Da die Preise momentan sehr hoch sind, dürfte dies ein großer Betrag sein. Eine schlechtere Politik kann es kaum geben! Zudem ist dieses nicht fair gegenüber den Bürgern, die man so auch in eine Falle hineinlockt. Am Ende zahlt nämlich der Steuerzahler für die ausgefallenen Kredite. In Anbetracht der heutigen Immobilienpreise und in Anbetracht der Löhne der Käufer dürfte man in Zukunft mit vielen Ausfällen rechnen.

Die einzigen Profiteure kommen aus der Immobilienwirtschaft: Banken, Makler, Bauunternehmen … Doch auch hier lauern Gefahren, wenn „faule Kredite“ in die Portfolios aufgenommen werden. Am Ende kann der Staat auch die Garantie zurückziehen oder verändern. Er ist der Spielmacher und kann die Spielregeln ändern, wenn sie nicht mehr passen.

Hier findet ihr den Beitrag vom Weltspiegel: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/2013/grossbritannien-zocker-100.html

Trading: Dow Jones beschleunigt … Auf die Plätze, fertig …

Wenn Widerstände brechen, können sich Trendfolger sich freuen …
Während S&P 500 und NASDAQ sich bereits im vorhandenen Trend nach oben schieben, konsolidierte der Dow Jones eine Weile. Diese Woche war es nun soweit und der Index schob sich über die Widerstandslinie, die eine Flagge nach oben begrenzte. Damit marschiert er wieder im Gleichschritt zu den anderen Indizes.
Oft kann man eine Trendbeschleunigung beobachten, wenn ein Index eine nach oben gerichtete Flagge nach oben durchbricht. Nun heißt es: Trendfolger an den Start und die Welle genießen!

Trading: Weniger diskretionär, mehr klare Regeln

Das System wird klarer, nachvollziehbarer und man umschifft einige psychologische Hürden …
Wenn man die eigene bisherige Entwicklung als Trader zurückverfolgt, ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, was sich in oft kurzer Zeit alles verändert. Das Handeln, die Methodik, das System. All dies sind Dinge, die sich im Laufe der Zeit verändert und mit denen ein Trade Erfahrung gewinnt. Ich selber beschäftige mich mich Trading seit ca. 3 Jahre und habe bereits einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Mein Weg ist noch lange nicht am Ende, sondern eher am Anfang, aber wenn ich zurückblicke, habe ich große Fortschritte gemacht und sehr viel gelernt. Die Ausbildung muss natürlich „bezahlt“ werden und dies ist beim Trading der Verlust. Eines der größten Fehler in meiner bisherigen Entwicklung war das ständige Tauschen von Systemen. Dies gehört aber dazu. Man muss herausfinden, was zu einem passt, aber der wichtigste Knackpunkt ist eigentlich: Wann passt ein System zum Markt? Wenn man diesen Unterschied einmal verstanden hat, fängt man an anders zu denken: Wie erkenne ich die besten Zeitpunkte, wann mein System funktioniert und wie kann ich dieses noch verbessern? Ehrlich gesagt spielt es dabei keine Rolle, ob man ein erfolgreiches System eines anderen Traders verwendet oder sein eigenes.

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Ein weiterer wichtiger Punkt in meiner Evolution war: Regeln, Regeln und nochmals Regeln. Früher habe ich Entry, Exit und Marktgeschehnisse nach eigenem Ermessen, also „diskretionär“ festgelegt. Stundenlang habe ich Charts analysiert und die Vergangenheit beleuchtet, um Erkenntnisse über die Zukunft zu ziehen. Das ist und war ein Irrweg … Die Technische Analyse in Reinform (also durch Trendlinien etc.) bringt einen nicht umbedingt weiter. Warum? In dem man ein paar Linien in einen Chart einzeichnet, hat man noch nichts gewonnen. Der Markt folgt nicht „Trendlinien“, sondern Angebot und Nachfrage. Sicherlich kann man mithilfe von Trendlinien Angebot und Nachfrage analysieren, aber sie sind kein Selbstzweck. Zudem muss man sich immer ins Gedächtnis rufen, dass jeder Trader eine Trendlinie anders einzeichnet. Dies gilt übrigens für viele andere Methoden der technischen Analyse. Einige sind oft eher eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Genau aus den oben genannten Argumenten versuche ich immer weniger diskretionären Spielraum in meinen Entscheidungen zu lassen. Denn eigentlich müssen nur wenige Fragen beantwortet werden:

  • Wann steige ich in einen Trade ein?
  • Wann steige ich aus einem Trade wieder aus?
  • Wie viel soll ich kaufen?

Natürlich gibt es noch mehr Fragen, jedoch ist eher die Antwort wichtig. Sie sollte schnell, präzise und deterministisch beantwortet werden können. Je weniger Spielraum man hier hat, desto weniger gibt es Wenn und Aber und desto schneller und präziser ist das Trading. Aus diesem Grund arbeite ich ständig an meinen Regeln und versuche Entscheidungen anhand von Regeln zu treffen anstatt anhand von eigenem Ermessen. Mit einem festen Regelwerk umschifft man auch die eine oder andere psychologische Hürde. Zudem wird das eigene System klarer, nachvollziehbarer und man gewinnt an Selbstsicherheit. Man muss immer daran denken: Trading ist ein Geschäft und kein Freizeitvergnügen. Wer gerne Charts analysiert, sollte Analyst werden und kein Trader.

Trading: Long Trade auf Valneva

Die Zukunft kann man nicht vorausahnen. Aus diesem Grund muss man den Gewinnen freien Lauf lassen …
In diesem Artikel möchte ich euch einmal einen von mir ausgeführten Long-Trade auf die Aktie Valneva vorstellen. Ich habe diese Aktie in einer Trendfolgestrategie gehandelt. Mein Ziel war es  so lange wie möglich im Trade zu bleiben, bis mir der Kurs selber mitteilt, dass es Zeit ist den Trade zu verlassen.

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Trade „Valneva“

  1. System: Donchian Channel 20/10. Ein simples und gutes System für Trendfolge, welches auch die Turtles in abgewandelter Form eingesetzt haben.
  2. Setup: Vola-Ausbruch mit neuem 20 Tage Hoch. D.h. der Einstieg erfolgt, wenn der Preis ein neues 20 Tage Hoch ist.
  3. Entry: Per Stop-Buy-Order bei 3,38 EUR. Wurde durch ein Gap ein wenig höher ausgeführt, was aber noch in meiner Toleranzgrenze war. Mit der Stop-Buy-Order wurde sogleich die Stop-Sell-Order für die Verlustbegrenzung mitgegeben.
  4. Risiko: 1% von der Closed-Equity. Es wurde also 1% vom Kontostand riskiert.
  5. Stop-Loss: 2x Average True Range. Später Trailing-Stopp per 10 Tage Tief.
  6. Auffälligkeiten im Chart: Fehlausbruch, Volumenzunahme.
  7. Tradeverlauf: Der Trade lief sofort in den Gewinn und somit konnte der SL am ersten Tag direkt in den break-even vor Kosten nachgezogen werden. Das Volumen zog stark an, so dass man davon ausgehen kann, dass hohes Interesse an der Aktie herrscht. Am 25.9. erreichte der Kurs sein vorläufiges Hoch mit einem Volumenspike und konsolidierte einige Tage. Am 16.10. wurde ein neues 10 Tage Tief erreicht, jedoch wurde der Trade nicht beendet, da meine SL Order nicht ausgeführt wurde. Ich platziere diese immer ein wenig unterhalb des 10er Donchian Channels. Der Trade lief wieder gut an und das Volumen zog ebenfalls mit. Am 30.10. erreichte die Aktie ihr absolutes Hoch, einen Tag später gab es ein Gap-Down unter hohem Volumen. Dies ist ein erstes Anzeichen, dass große Massen an Aktien verkauft werden und der Trade endet/pausiert. Als Trendfolger steige ich jedoch hier noch nicht aus. Ich warte auf mein Signal und meine Ausführung der Stop-Order. Dies geschah am 6.11.
  8. Gewinn: 2,9R

Wie man an diesem Beispiel sehen kann, ist Trendfolge immer ein zweigleisiges Schwert. In der Spitze lag der Trade mit 9R im Gewinn. Am Ende blieben 2,9R „übrig“. Das ist natürlich trotzdem ein guter Gewinn, jedoch fehlen zur Spitze hin 6R. Warum muss man dennoch im Trade bleiben und sein System ausführen? Man kann nie wissen, ob die Aktie nicht dennoch zurückkommt. Valneva hätte sich auch sofort erholen und den Gewinn ausbauen können. Somit hätten aus 9R schnell auch 20R werden können. Dies ist der Grund, warum man seinem System als Trendfolger treu bleiben muss. Da man die Zukunft nicht vorausahnen kann, muss man ihr und den Gewinnen freien Lauf lassen. Der nächste Trade kann schon ein viel größerer Gewinner werden …

Man hätte natürlich Gewinne mitnehmen können. Jedoch beschneidet man hiermit seine großen Gewinner, was sich auf Dauer auch nicht umbedingt positiv auswirkt. Das beste Mittel ist einfach nicht auf die offenen Gewinne zu schauen, sondern auf die bereits gesicherten. Letztendlich sind es diese, die später auf das Konto wandern.

Trading: Was für ein Blatt habe ich auf der Hand?

Der Vergleich hilft, Trading greifbarer zu machen und die Wahrscheinlichkeiten besser einzuschätzen …
Vergleiche zwischen Trading und Poker oder Black Jack sind nicht neu. Ich selber bin kein Spieler und habe nur absolute Anfängererfahrung mit Poler, aber es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Spielen und Trading, welche sich ebenfalls mit Systemen, Wahrscheinlichkeiten und auch Money-Management beschäftigen. Denn auch beim professionellen Spiel muss man nach einer längeren Runder von Verlusten am Tisch sitzen bleiben können.

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Trading ist jedoch etwas, was man nur schwer erfassen kann. Während man bei Poker oder Black Jack Spielkarten in der Hand hat und mit anderen Zusammen an einem Tisch sitzt, d.h. seinen Gegenspieler sehen und „fühlen“ kann, Einsätze mit Chips setzt, sitzt man beim Trading vor einem Computerbildschirm und bewegt sich in einer virtuellen Welt inkl. Zahlen als Geld (und keine fassbaren Geldwerte wie Chips oder Scheine). Man kennt seine Mitspieler nicht und kann nur Vermutungen anstellen, wer auf der Gegenseite des Trades sitzt.

Genau aus diesem Grunde kann es helfen sich die Parallelen zwischen einem Kartenspiel und Trading bewusst zu machen, um Trading und die damit zusammenhängenden Variablen des „Spiels“ besser zu verstehen und zu verinnerlichen. Ich finde diesen Vergleich immer wieder spannend und er hilft mir meine Tradingsituation oft besser einzuschätzen und eine emotionslose Haltung einzunehmen, während ich die Situation innerlich von außen betrachte.

Fragen, die ich mir beim Trading stelle, um die Wahrscheinlichkeit beim Trading einzuschätzen …

  • Welche Karten liegen auf dem Tisch? = Wie ist die Marktsituation? Wie verhalten sich die Aktienmärkte und passt mein „Blatt“ (also meine Strategie und Positionsauswahl) hierzu?
  • Wie viel bin ich bereit bei diesen Karten auf dem Tisch zu riskieren? = Welches Risiko ist bei der aktuellen Marktsituation für mich angemessen? Habe ich hohe Chancen einen guten Trade abzuschließen, kann ich mehr Risiko wagen, als wenn meine Chancen schlecht stehen.
  • Wie ist mein eigenes Blatt? = Welche Chancen hat mein geplanter Trade in der aktuellen Marktsituation zu funktionieren? Will ich diesen bei der aktuellen Marktsituation eingehen?
  • Wie passt mein Blatt zu den Karten auf dem Tisch? = Welche Chancen habe ich insgesamt in der aktuellen Marktsituation, damit meine Trades aufgehen?

Dies sind Fragen, die mein Handeln an den Märkten bestimmen. Zu jedem dieser Fragen sollte es Werkzeuge geben, womit sich eine Aussage treffen lässt, die nicht ausschließlich auf individuellem Gefühl beruht. Indikatoren können hierbei helfen. Je nachdem wie die Fragen beantwortet werden, wird hieraus ein Handeln abgeleitet: Wie viele Trades gehe ich ein? Gehe ich einen bestimmten Trade überhaupt ein? Usw.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, sich Trading ein wenig greifbarer vorzustellen. Man darf jedoch nicht den Fehler machen und Trading als Spiel darstellen. Das ist es nicht, genauso wenig wie professionelles Pokern oder Black Jack ein Spiel sind. Es ist ein Business und das Ziel ist es, dass man selbst das Casino ist – also eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, über eine längere Strecke von Wetten zu gewinnen als die anderen Spieler. Denn eines ist zwischen den Spielen absolut gleich zu Trading: Jeder Trade ist eine Wette mit ungewissem Ausgang. Ich weiß nie, ob mein Gegenüber bessere Karten hat als ich. Ich weiß nur, dass ich über eine längere Strecke bessere Karten habe und hierdurch Gewinne …

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