Politik: Argentinien kurz vor der Staatspleite?

Staaten bringen sich selber in diese Lage. Eine Debatte hierzu fehlt. Es ist wichtig, dass Schulden erfüllt werden, denn Vertrauen ist das Wichtigste bei Finanzgeschäften.
Das Thema ist heute überall in der Presse zu lesen: Argentinien kurz vor der Staatspleite. Ein „Geierfond“ bedroht angeblich Argentinien … Ich las heute morgen den Artikel auf SPIEGEL Online und musste schmunzeln. Sieht so berichtender Journalismus aus?

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Schon im ersten Satz wird klar, auf welcher Seite der Journalist steht: „Argentinien kämpft gegen zwei US-‚Geierfonds'“. Die Bezeichnung Geierfond ist schon komisch und bringt einem ein kleines Lächeln auf die Lippen. Es ist mal wieder ein neues, bildhaftes Wort, um die Finanzbranche in ein Licht des Bösen zu stellen. Man stellt sich schon bildlich die Geier vor, die über dem sterbenden Tier schweben.

Ist es nicht das gute Recht der Fonds, ihre Gelder zurück zu erhalten?

Ich will das ganze, wie gewohnt, kritisch betrachten. Ist es nicht das gute Recht der Fonds, ihre Gelder zurück zu erhalten? Moralisch ist es sicherlich schwierig, wenn zwei Gläubiger einen Staat in ihrer Finanzierungsfähigkeit bedrohen (wenn es denn wirklich so ist). Doch wir leben nun mal in einer globalen Finanzwelt, wo Vertrauen einen hohen Stellenwert hat. Wer einen Schuldschein, also eine Anleihe o.ä., besitzt, muss darauf vertrauen können, dass er das Geld zurückerhält. Ansonsten ist der Prozess des Geldleihens und -verleihens zutiefst erschüttert.

Pech für den Geldverleiher ist nur, wenn der Leihende ein Staat ist und gleichzeitig die Menschen mit dem Leihenden sympathisieren. Am Ende zählt nicht, wer recht hat, sondern wer mehr positive Aufmerksamkeit bekommt.

Eine Debatte über die Umstände, wie man in die Bedrohung gerät, wird nicht geführt.

Argentinien ist nicht gezwungen Schulden aufzunehmen und sich Geld am Kapitalmarkt zu leihen. Es ist nur so, dass die Länder so verschuldet sind, dass kein Weg daran vorbei führt. Sie haben sich also selber in die Lage gebracht, die sie nun bedroht. Eine Debatte über die Umstände, wie man in die Bedrohung gerät, wird nicht geführt.

Anders ist es bei „kleinen“ Schuldnern, wie Firmen oder Privatpersonen. Dort hilft am Ende nichts. Sie müssen die Schulden zurückzahlen und der Staat verhilft dem Verleiher sogar dabei, das Geld zurück zu erhalten. Nur, wenn er selber bedroht ist, will er von Recht und Vertrauen nichts wissen.

Dem Staat und seinen Bürgern müsste also daran gelegen sein, dass jeder auf die Vertragserfüllung besteht.

Meine Meinung ist, dass wir Schulden und Vertrauen ernst nehmen müssen. Egal, wie ich persönlich die Geschäfte der „Geierfonds“ sehe, wir müssen bei unserem gegebenen Versprechen bleiben. Ist das Vertrauen in der Finanzwelt, von dem jeder lebt und profitiert, erschüttert, können wir uns diesen Wohlstand, wie er heute existiert, nicht leisten. Dem Staat und seinen Bürgern müsste also daran gelegen sein, dass jeder auf die Vertragserfüllung besteht. Ein Gerichtsverfahren ist dabei nichts schlimmes, sondern ein Instrument zur Klärung der Frage.

 

Tradingpsychologie: Das Phänomen des Nichtstuns

Nicht am Markt teilzunehmen, kann für Trader schmerzvoll sein. Auch wenn man weiß, dass die Marktbedingungen nicht ideal sind, hat man Angst etwas zu verpassen.
Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, welches mein größtes Problem ist: Das Nichtstun. Immer wieder treibt mich dieses Phänomen an den Rand des Wahnsinns und kostet enorme Kraft.

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Was ist das Phänomen des Nichtstuns? Langweile? Nein, es ist das Nicht-am-Markt-teilnehmen-Problem. Ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin. Ein Trader tradet, oder? Am besten alle paar Minuten oder Sekunden. Klick, klick und der nächste Trade ist gesetzt. Doch dieses Bild von einem Trader im Kopf zu haben ist nicht hilfreich.

Doch genau dieses Warten kann einem Schwierigkeiten bereiten.

Der erfolgreiche Trader ist eher wie ein Schatzsucher und ein gekonnter Spieler. Er wartet ab und schlägt dann zu, wenn die Chancen am höchsten sind. Auf den richtigen Moment zu warten ist die Tugend. Doch genau dieses Warten kann einem Schwierigkeiten bereiten.

Da ich persönlich auf Tagesbasis handele, muss ich oft Tage oder sogar Wochen warten, bis die richtige Marktsituation eintrifft und sich gute Tradingkandidaten anbieten. 2-3 Wochen ohne einen einzigen Trade ist nichts ungewöhnliches.

Hier helfen nur feste Regeln und Methoden, damit man nicht zum Overtrading neigt.

Doch dieses Warten zu können ist nicht einfach durchzuhalten. Es ergeben sich täglich, trotz schlechter Marktbedingungen, mehrere Chancen. Diese nicht wahrzunehmen, weil man weiß, dass sein Tradingsystem momentan keine idealen Bedingungen hat, ist der ewige Kampf mit dem eigenen ich. Hier helfen nur feste Regeln und Methoden, damit man nicht zum Overtrading neigt.

Jesse Livermore hat bereits gesagt, dass er das meiste Geld verdient, wenn er nichts tut. Ich glaube, dass er damit nicht nur meinte, einem Trend bis zum Ende zu folgen, sondern auch in den Zeiten dem Markt fernzubleiben, wenn die Chancen schlecht sind. Schließlich muss man Trading andersherum denken: Es kommt nicht darauf an, wie viel man gewinnt, sondern wie wenig man verliert. Trading ist eine Art Kapital zu schützen und nicht um damit zu spielen.

Mein persönliches Frühwarnsystem schlägt sofort an.

Ich weiß, dass ich nervös werden, wenn ich nichts tue. Mein persönliches Frühwarnsystem schlägt sofort an. In der Regel merke ich es dadurch, dass ich anfange nach Chancen abseits meiner Scanner zu suchen oder meine Scanner verbessere. Ab diesem Zeitpunkt weiß ich selbst, dass ich sehr vorsichtig sein muss. Ich glaube, dass es eine gute Hilfe ist, sich selber in diesem Zustand zu identifizieren und zu kontrollieren.

Gleichzeitig helfen meine Regeln, mich vom Traden fern zu halten und in Ruhe abzuwarten, bis die Marktbedingungen wieder ideal für mich sind. Ein paar einfache Checkboxen in meinem Tradingtagebuch helfen mir dabei.

Im Kern ist das Phänomen des Nichtstuns Angst!

Einige Trader haben Angst ein Risiko einzugehen, andere haben Angst etwas zu verpassen. Im Kern ist das Phänomen des Nichtstuns Angst! Es ist Angst einen Gewinn zu verpassen und nicht dabei zu sein, wenn Aktienmärkte steigen. Doch wenn man langfristig denkt, weiß man, dass immer wieder neue Chancen und gute Marktbedingungen kommen werden. Der Zeithorizont ist nicht 5 Tage, sondern vielleicht eher 5 oder 10 Jahre. Wie viele großartige Trends werden in der Zeit kommen?

Ich kann es immer nur wieder betonen: Ich denke, der Schlüssel zu erfolgreichem Trading, liegt nicht im Tradingsystem. Er liegt nur in dir selbst. Du kannst noch so ein tolles System haben, wenn du nicht in der Lage bist, dich selber zu kontrollieren, wirst du es zu einem verlierenden System machen. Auch ich lerne täglich hinzu!

 

Trading: Interview mit Mark Minervini & David Ryan

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Steve Burns von newtraderu.com hat die großartige Gelegenheit gehabt, zwei Magier der Märkte zu interviewen: Mark Minervini und David Ryan. Absolut lesenswert: http://newtraderu.com/2014/07/16/my-interview-with-two-market-wizards-mark-minervini-david-ryan/

 

Neuer E-Mail Service auf blog.julian-komar.de

Der neue E-Mail Service macht einiges einfacher und erzeugt attraktivere E-Mails, die man gerne liest …
Jetzt ist es soweit! Der neue E-Mail-Service ist fertiggestellt …

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Du kannst dich, wie bisher auch, registrieren und wirst ab sofort einmal wöchentlich mit den Beiträgen aus dem Blog versorgt. Ich nutze ein neues E-Mail Plugin, welches die Registrierung vereinfacht und schönere E-Mail erstellt.

Die bisherigen Abonnenten haben ich übernommen und ihr bekommt ab sofort alle Beiträge in einen neuem Design! Wer das nicht möchte, kann sich sofort wieder abmelden.

Vorteile der E-Mail Registrierung:

  1. Einmal wöchentlich die neuesten Beiträge gesammelt.
  2. Auf allen Endgeräten und jederzeit lesbar (Desktop, Tablet, Smartphone …)
  3. Werbefrei!
  4. Attraktivere Darstellung als bei der bisherigen E-Mail.
  5. E-Mail kann einfach an Freunde weitergeleitet werden.

Warum mache ich überhaupt Eigenwerbung für meinen E-Mail-Service oder das Liken meiner Facebook Seite? Ich möchte auch, dass mehr Leute an meinen Gedanken teilhaben. Jedem Blogger tut es gut, wenn er seinen Erfolg sieht und spürt. Zudem habe ich gern Kontakt zu Lesern, egal ob über Facebook oder per E-Mail. Jeder neue E-Mail Abonnent zeigt mir, dass Menschen sich für Trading interessieren und mehr wissen wollen. Ladet auch eure Freunde ein, meine Beiträge zu lesen. Gemeinsam erreicht man mehr, als allein!

 

Interview mit Mikael Stenbom von RPM

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Wieder einmal ein sehr spannender Podcast von Michael Covel. Er interviewt Mikael Stenbom von RPM, einer schwedischen Kapitalverwaltungs- und Beratungsfirma. Der Pocast gibt spannende Einblicke in eine lange Erfahrung mit CTA und Managed Futures.

Hier könnt ihr den Podcast noch hören:

 

Artikel auf SPIEGEL Online: „Gehirn von Fußballern: Neymar kickt auf Autopilot“

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Passend zum Thema meiner letzten beiden Beiträge hat der SPIEGEL einen Artikel über die Gehirnaktivität von Leistungssportlern veröffentlicht: „Gehirn von Fußballern: Neymar kickt auf Autopilot„.

Der Artikel beschreibt noch einmal das, was ich auch schon in einigen Artikeln gelesen und selber geschrieben habe. Bei Menschen, die etwas sehr gut können, verbraucht das Gehirn weniger Energie. Dies hilft wiederum dabei, dass ihnen die Tätigkeit mehr Spaß macht als andere. Denn wenn unser Gehirn wenig Energie verbraucht, macht es uns Spaß …

Dies gilt auch im Trading. Je mehr wir üben und je mehr Erfahrung wir haben, desto leichter fällt es unserem Gehirn, sich an Regeln zu halten, Trades auszuführen usw. Dies ist der Schlüssel hin zum Erfolg, so meine Überzeugung.

 

Ergänzung zum Artikel „Trading: Warum wir im Trading Regeln benötigen …“

Wir können das schnelle Gehirn auch im Trading nutzen. Doch es ist nicht in der Lage in Wahrscheinlichkeiten über einen langen Zeitraum zu denken.
Im letzten Artikel habe ich über den Unterschied des schnellen zum langsamen Gehirn geschrieben. Ich bin der Meinung, dass man feste Regeln beim Trading benötigt, damit man aktiv das langsamere Gehirn anspricht.

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Ich möchte noch etwas zum letzten Artikel ergänzen, denn der Artikel klang so, als benötige man das schnelle Gehirn nicht zum Trading. Dem ist aber nicht ganz so …

Beispielsweise wüsste das schnelle Gehirn sofort, dass man bei Feuer weglaufen soll. Das wissen wir instinktiv.

Das schnelle Gehirn ist wirklich schnell. Es kann Informationen in einem Bruchteil einer Sekunde verarbeiten und Rückschlüsse ziehen. Das ist für den Menschen wichtig gewesen, um evolutionär zu überleben. Genau aus diesem Grund ist das schnelle Gehirn darauf trainiert, Gefahren zu erkennen, Menschen zu unterscheiden und grobe Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise wüsste das schnelle Gehirn sofort, dass man bei Feuer weglaufen soll. Das wissen wir instinktiv.

Doch das schnelle Gehirn kann nicht zwischen der Bedrohung eines Feuers und einem Tradingverlust unterscheiden. Eine Reihe von Verlusten im Trading fühlt sich wie eine Bedrohung des eigenen Lebens an. Das schnelle Gehirn lernt auch sehr schnell hinzu, da Emotionen als Verstärker wirken. Dies führt zu Selbstsabotage im Trading.

Das schnelle Gehirn kann nicht in Wahrscheinlichkeiten über einen langen Zeitraum denken.

Nimmt ein man ein Trendfolgesystem mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 40%, bedeutet dies, dass man statistisch sehr oft in Folge verlieren kann. Das schnelle Gehirn lernt schnell, dass ein Tradingmuster mehrmals ins Folge nicht funktioniert hat und empfindet diese Situation als bedrohlich. Das ist der Grund, warum wir uns selbst betrügen. Das schnelle Gehirn kann nicht in Wahrscheinlichkeiten über einen langen Zeitraum denken. Das Muster, welches vielleicht 10 mal in Folge nicht funktioniert hat, funktioniert gut in einer Reihe von vielleicht 500 oder 1000 Trades.

Genau dies können wir auch im Trading nutzen: Zur Mustererkennung.

Für andere Dinge, wie z.B. einen Ball fangen, Bedrohungen des Lebens, Gesichter in einer Menschenmenge erkennen, funktioniert das schnelle Gehirn sehr gut. Genau dies können wir auch im Trading nutzen: Zur Mustererkennung. Ich bin durchaus in der Lage, mir täglich hunderte Charts innerhalb weniger Minuten durchzuschauen und hieraus eine Liste von Tradingkandidaten zu generieren. Das schnelle Gehirn hilft mir hierbei. Doch ich bin erst in der Lage die Muster und Wahrscheinlichkeit der Marktsituation richtig zu beurteilen, wenn ich das langsame Gehirn hinzunehme.

Es gibt auch Menschen, die außerordentliche Fähigkeiten besitzen, sogenannte Savants. Bei diesen Menschen funktioniert das Gehirn oft ein Stück anders als bei den restlichen Menschen, wodurch sie geniale Fähigkeiten besitzen, doch bei anderen Aufgaben Probleme haben. Ihr Gehirn kann oft Regionen intensiver oder anders nutzen. Es ist durchaus möglich mit dem Teil des Gehirns, der für dies Gesichtserkennung zuständig ist, Mathematikaufgaben zu lösen. Doch wie gesagt, diese Fähigkeit bleibt der Masse versperrt.

Ich bin der Überzeugung, dass man die Zusammenhänge im Gehirn verstehen muss, um erfolgreiche Methoden zu entwerfen.

Das langsame Gehirn kann berechnen. Es ist in der Lage Rechnungen und Gleichungen zu beantworten und hieraus Rückschlüsse zu ziehen, was rational richtiger wäre. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir auch die rationale Lösung umsetzen. Dies hängt davon ab, ob sich das schnelle Gehirn durchsetzt. Aber dennoch sind wir in der Lage mit unserem langsamen Gehirn Einfluss auf das schnelle Gehirn auszuüben, in dem man es überzeugt. Sei es durch Argumente oder Methoden. Beispielsweise nutze ich Checklisten in meinem Tradingtagebuch zur Bewertung der Marksituation und auch zur Beurteilung einzelner Trades. Genauso habe ich für jeden Trade einen vorher kalkulierten Plan und feste Regeln für Entry, Exit und Trademanagement.

Über das Thema könnte man stundenlang weiter schreiben. Ich bin der Überzeugung, dass man die Zusammenhänge im Gehirn verstehen muss, um erfolgreiche Methoden zu entwerfen. Das Verständnis des schnellen und langsamen Gehirns sind ein erster Schritt in die Richtung.

 

Trading: Warum wir im Trading Regeln benötigen …

Jedes Gehirn arbeitet auf zwei Weisen: Schnell und langsam. Wir benötigen Regeln, um bewusst die Probleme des schnellen Denkens zu umgehen und objektivere Entscheidungen zu treffen.
In jedem Tradingbuch liest man, dass ein Trader Regeln benötigt. Er soll möglichst ohne Emotionen, wie eine Maschine, vor sich hin handeln. Automatische Tradingsysteme beseitigen angeblich sogar die „Mängel“ der Emotionen im Trading. Wie man in meinem Blog lesen kann, sehe ich das ein wenig kritisch. Emotionen sind Teil des Menschen und auch Teil des Tradings. Die Kunst ist eher sie zu kontrollieren und nicht zu unterdrücken.

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Erfolg hat klare Regeln. Dieser Erkenntnis komme ich jeden Tag ein Stückchen näher. Ich durchdringe auch immer tiefer, welche Regeln es sind und wie man diese anwenden muss.

Weil wir zwei Arten haben, Informationen zu verarbeiten.

Doch warum benötigen wir überhaupt Regeln? Daniel Kahneman hat es in seinem populären Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ über mehrere hundert Seiten treffend beschrieben: Weil wir zwei Arten haben, Informationen zu verarbeiten.

Menschen verarbeiten Informationen auf zwei Weisen: 

  1. Auf eine sehr schnelle, assoziative Weise: Instinktiv, emotional, unbewusst.
  2. Auf eine langsamere, bewusste Weise: Logisch, berechnend.

Wenn wir nun beispielsweise Entscheidungen, wie z.B. für oder gegen einen Trade treffen müssen, springt automatisch zuerst das schnelle Gehirn ein. Die Nutzung des langsameren Gehirns wäre ineffektiv, da es sehr anstrengend und energieraubend ist.

Das schnelle Gehirn versucht die Entscheidung herbeizuführen und ist dabei leider sehr ungenau. Es basiert auf Erlebnissen und Bekanntem und versucht daher ständig die aktuelle Entscheidung damit abzugleichen. Dabei geht es vor allem um eines: Eine Entscheidung herbeizuführen ohne Unmengen an Energie zu verbrauchen. Die Entscheidungen sind daher für Trading eigentlich nicht zu gebrauchen. Doch das erkennen wir nicht …

Das kostet Energie und Kraft, bringt uns aber näher an bewusste und objektive Entscheidungen heran.

Wir benötigen also Regeln, damit wir das langsamere Gehirn aktiv einschalten. Sicherlich kommen wir nicht um jede Anwendung des schnellen Gehirn herum, aber wir können versuchen bewusst das logische Denken hinzuzunehmen. Das kostet Energie und Kraft, bringt uns aber näher an bewusste und objektive Entscheidungen heran.

Zum Beispiel kann man für Trading-Entscheidungen eine Checkliste mit Regeln definieren. Nur, wenn diese Punkte komplett abgehakt sind, wäre der Trade gültig. Dies verhindert eine unbewusste, auf Gefühlen basierte Entscheidung. (So lange wie man sich an die Checkliste hält und sich nicht selber betrügt.)

Dies kann nur durch ein bewusstes Denken geschehen, nicht durch ein unbewusstes und emotionales Denken.

Das Entscheidende ist, Prozesse zu entwerfen, die bewusst das langsame Gehirn aktivieren. Eine Entscheidung aus dem Bauch heraus zu treffen, kann gut gehen, aber wie lange? Im Trading kommt es darauf an, duplizierbare Trades über einen langen Zeitraum zu erzeugen. Zudem müssen bewusste Regeln für Risiko- und Moneymanagement gelebt werden. Dies kann nur durch ein bewusstes Denken geschehen, nicht durch ein unbewusstes und emotionales Denken.

Das Buch von Kahneman liegt immer noch bei mir auf dem Nachttisch und ich lese mich hindurch. Wahrscheinlich nicht nur einmal. Aber es ist nicht die einzige Quelle, bei der man beobachten kann, wie Regeln zum Erfolg führen. Wer Magier der Märkte oder andere Traderbücher liest weiß, dass alle erfolgreichen Trader feste Regelwerke haben, um das schnelle Gehirn unter Kontrolle zu bringen.

 

Trading: „Richard Branson on Knowing When to Quit Your Day Job“ – Artikel im Entrepreneur

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Ein sehr interessanter Artikel, in dem Richard Branson (Gründer von Virgin) einer Frage eines Leser nachgeht: Soll ich meinen täglichen Job aufgeben und meinem Business folgen? Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

Jeder, der sich damit beschäftigt, ein Business aufzubauen und sich diesem widmet, wird sich der Frage stellen müssen. Es spielt dabei keine Rolle, um was für Business es sich handelt: Ein Cafe oder Trading. Ebenfalls ist es unwichtig, ob man das Business für sich betreibt oder für andere. Wirft das Geschäft genug Geld ab, um davon leben zu können, kommt man früher oder später bei dieser Frage an …

Was mir im Artikel auch gefällt ist, dass Branson darauf hinweist, sein Risiko zu kontrollieren. Dieses ist ebenfalls eine Parallele zum Trading.

Link zum Artikel: http://www.entrepreneur.com/article/229965

 

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