2015

Trading: 2015 kann kommen!

Ich freue mich schon auf 2015! Ich habe einige Arbeitsfelder und auch im Blog wird es sicherlich spannend.
Dies ist nun mein letzter Blogbeitrag für dieses Jahr! Über die Feiertage werde ich es ruhiger angehen lassen und mir eine zweiwöchige Pause gönnen. Ab 5.1.2015 wird es dann hier im Blog weitergehen.

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Doch was nehme ich mir im neuen Jahr vor? Ich bin nicht zufrieden damit, wie es dieses Jahr gelaufen ist. Ich habe zwar viel hinzugelernt und darauf bin ich stolz, aber ich habe auch Fehler gemacht. Diese möchte ich im nächsten Jahr nicht wiederholen und härter an mir arbeiten.

Meine Top 5 Arbeitsfelder für nächstes Jahr

Wie ihr gleich sehen werdet, hängen alle 5 Themen hauptsächlich mit Psychologie zusammen. Die Einstellung des Traders entscheidet über den Erfolg, nicht die Details der Strategie! Ziele sollten den SMART-Kriterien entsprechen.

  • Mehr Disziplin bei der Auswahl meiner Trading-Kandidaten („Qualität vor Quantität“): Dieses Ziel bin ich auch bereits 2013 angegangen und habe gute Fortschritte gemacht. Aber hier kann ich definitiv noch mehr herausholen. Hierfür werde ich meine Kriterienliste noch schärfen und meinen Prozess zur Auswahl so anpassen, dass er noch schärfer greift.
    Beispiel SMART Ziele: Bis zum 31.12.2015 weisen 95% meiner Trades eine 100% Übereinstimmung mit meinen Setup-Kriterien nach dem Schließen eines Trades auf. So kann ich meine Profitabilität und mein Selbstwertgefühl steigern. Dies kontrolliere ich wöchentlich.
    S = Ich nehme nur Trades war, die 100% meinen Kriterien entsprechen. Keine Ausnahme! M = Anzahl Kandidaten, die nach Schließen des Trades nicht mit der Kriterienliste übereinstimmten <5% bis 31.12.2015. Wöchentliche Kontrolle. A = Ich kann so meine Profitabilität steigern und mein Selbstwertgefühl. R = Eine 5% Fehlerquote ist herausfordernd, aber realistisch. T = 31.12.2015.
  • Radikales Risikomanagement: Dies habe ich 2013 auch durchgeführt, wird aber weiterhin auch mein Ziel für 2015 sein. Trades werden, wenn sie nicht im Profit sind, innerhalb von 24h geschlossen. Das gleiche gilt, wenn ein Ausbruch fehlschlägt. Somit soll mein durchschnittlicher Verlust weiterhin <0,4R bleiben. Daneben werde ich meine Maximalwerte im Risikomanagement noch etwas senken und auch die Anzahl der Trades pro Woche anpassen. Mein Ziel ist es, dass ich nur noch die besten Trades wahrnehme und behalte.
  • Trading Chancen ergreifen: Wenn sich eine gute Chance bietet, muss man sie ergreifen. Oft brechen Aktien bereits vor einer großen Marktbewegung aus. Hierauf will ich 2015 stärker achten. Zudem schaue ich mich mehr in weiteren Märkten (z.B. Rohstoffe, Forex) um und lasse meine Kandidaten länger auf der Watchlist. Somit will ich sicherstellen, dass mir weniger gute Trading-Kandidaten durchrutschen.
  • Mehr Ruhe und Gelassenheit: Wenn man unter Druck gerät, soll man einen Schritt zurückgehen. Das will ich 2015 mehr machen. Wenn ich einige Verluste in Reihe habe, mache ich Pause. Ich will mehr in Cash gehen und zuschauen, wenn die Märkte keine Trends bieten. Einfach noch ruhiger und gelassener werden. Unter Druck kann man keine guten Entscheidungen treffen, sondern nur, wenn man im Fluss und Einklang mit Märkten und Setups ist. Wer kenn nicht dieses gute Gefühl, wenn man im Fluss ist und alles klappt?

Neben den obigen 5 habe ich noch ein oder zwei weitere Felder auf denen ich mich verbessern möchte. Wundert ihr euch, dass „Gewinne laufen lassen“ nicht dazu gehört? Damit habe ich ehrlich gesagt noch nie ein Problem gehabt. Meine Probleme liegen eher im Overtrading und in der Disziplin und Geduld. Hierin will ich 2015 bedeutende Fortschritte machen. Und jeder sollte sich auch dafür belohnen, wenn er seine Ziele erreicht hat!

Wie geht es 2015 im Blog weiter? Der Blog hat gute Fortschritte gemacht, was Leserzahl, Fans und E-Mail Abonnenten angeht. Gerade letzteres ist noch mal ordentlich gestiegen. Vielen Dank dafür. Im nächsten Jahr werde ich versuchen noch mehr zu den Themen Trading-Setups und -Systeme zu schreiben, sowie ein paar Videos zu machen. Die Zeit geht leider immer sehr schnell rum und ist kostbar. Aber ich freue mich weiterhin, dass meine Artikel so fleißig gelesen werde.

Ich wünsche allen ein paar besinnliche und ruhige Tage und einen guten Rutsch!

Beste Grüße,

euer Julian

 

 

Foto: animatedheaven

 

Trading: „The One Trading Drill That Can Most Improve Your Trading Performance“

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Ein spannender Artikel von Dr. Brett Steenbarger zum Thema Fähigkeiten im Trading. Wie kann ich Fähigkeiten entwickeln, die ich benötige und vor allem wie kann ich negative Fähigkeiten beseitigen?

Hier könnt ihr den Artikel lesen: The One Trading Drill That Can Most Improve Your Trading Performance

 

Trading: „Dan Zanger – 10 Keys I Use to Recognize Market Reversals“

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Dan Zanger ist einer meiner Vorbilder im Trading. Von ihm kann man lernen das Preisverhalten in einer Aktie zu lesen und nach großartigen Kandidaten Ausschau zu halten. Hier ein spannender Artikel über das Erkennen von einer Marktumkehr. Jedoch muss ich zugeben, dass ich für das Beenden einer Position feste Regeln habe und hier nicht auf das Preisverhalten schaue. Ich finde jedoch auch die verlinkten Artikel sehr gut.

Hier könnt ihr den Artikel lesen: http://www.traderslog.com/market-reversals/

 

2014

Trading: Was ich 2014 gelernt habe …

2014 habe ich vieles gelernt! Ich freue mich schon auf 2015.
Mir ist bewusst, dass man nicht von heute auf morgen ein erfolgreicher Trader wird. Schaut man sich die Vergangenheit bekannter Trader an, kann man sehen, dass sich ihr Trading über Jahre entwickelt hat. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die bekanntesten Trader die ersten 5 oder sogar 10 Jahre keinen großen Erfolg hatten. Sie mussten erst lernen ihre Emotionen zu beherrschen, die Märkte studieren und ein erfolgreiches System erfinden. Doch eines haben sie nie aufgegeben: Das Lernen.

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Ich weiß, dass ich ebenfalls einige Zeit benötigen werde, um ein dauerhaft erfolgreicher Trader zu werden. Am Ende hilft das gesamte Wissen anderer Trader nichts, wenn man bestimmte Erfahrungen nicht selbst macht und dies benötigt halt Zeit.

Aus meiner Sicht war 2014 ein wirklich schwieriges Jahr. Die Aktienmärkte waren sehr volatil und es gab kaum nachhaltige Trends. Die Märkte bewegten sich übergeordnet seitwärts und eher mit großen Schwüngen, was es mittelfristigen Trend-Tradern schwer macht. Große Trends gab es: Im Öl, Gold/Silber, USD … Hier war ich jedoch nicht schnell genug zur Stelle und zu sehr auf Aktien konzentriert. Eine gute Situation zum Lernen.

Meine größten Learnings 2014

  1. Märkte sind unberechenbar: Dies war mir auch bereits 2013 klar, jedoch zeigt dieses Jahr gut, was damit gemeint ist. Märkte können schnell drehen und mehrere hundert Punkte korrigieren, um anschließend wieder dieselbe Strecke aufzuholen. Wer kann so etwas prognostizieren?
  2. Risikomanagement ist das Wichtigste: Halt die Verluste so gering wie möglich! Durch die volatilen Zeiten in 2014 war es am wichtigsten, seine Verluste so gering wie möglich zu halten. Damit konnte man den Kapitalrückgang effektiv kontrollieren.
  3. Weniger Trades: Es geht nicht darum, so viele Trades wie möglich zu machen, sondern die besten Trades. Mit „besten Trades“ meine ich Trades, wo alle drei Dimensionen im Einklang stehen: Setup, Marktsituation und Trader. Nur dort, wo das Chance-Risiko-Verhältnis am höchsten ist, lohnt es sich Kapital zu riskieren.
  4. Cash ist eine klare Alternative: Man muss nicht immer am Markt teilnehmen. Cash ist genauso eine Position wie Long/Short. Ist die Marktsituation nicht vielversprechend und gibt es keine guten Setups, so bleibe ich an der Seite und schaue zu. Dies habe ich 2014 oft für einige Wochen getan.
  5. Über den Tellerrand schauen: Ich konzentriere mein Trading auf Aktien. Die Trends in diesem Jahr lagen jedoch in Währungen und Rohstoffe. Nachdem ich gemerkt habe, dass ich hier große Trends verpasst habe, begann ich aktiv auch diese Märkte zu verfolgen.
  6. Laufe keinem Trade hinterher: Trades zu verpassen tut weh, ist aber auch kein Weltuntergang. Gerade, wenn man auf Aktien konzentriert ist, gibt es oft viel Kandidaten gleichzeitig. Wenn ein Entry nicht optimal ist oder ich ihn aufgrund eines Gaps verpasse, dann laufe ich ihm nicht hinterher. Ich warte auf die nächste Gelegenheit.
  7. Wenn es anfängt weh zu tun, hör auf: Wenn man mehrere Verlusttrades in Folge hat, sollte man kleiner handeln oder einfach abwarten. Es bringt nichts gegen die Märkte anzukämpfen und vor allem gegen sich selber. Wenn es einmal nicht gut läuft, kann man getrost eine kurze Pause einlegen, um dann, wenn man einen freien Kopf hat, das Trading wieder aufzunehmen.
  8. Verfolge gute Chancen so lange es geht: Dieses Jahr habe ich einen großen Trade verpasst! Wochenlang habe ich ihn auf meiner Watchlist verfolgt und dann irgendwann, als er nicht mehr alle Kriterien aufwies, entfernt. Vom Prozess her ist dies in Ordnung. Zukünftig werde ich jedoch die Kriterien hier ein wenig ändern. Chancen, die übergeordnet (z.B. im Wochenchart) alle Kriterien erfüllen, bleiben länger in der Watchlist.
  9. Marktführer brechen früher aus: Viele Aktien brechen bereits vor einer großen Marktbewegung aus. Das gilt sowohl für die Marktführer bei steigenden als auch bei fallenden Kursen. Oft lohnt es sich, diese Aktien zu finden und zu beobachten. Sie weisen eine extreme Nachfrage oder Angebot auf, welches zu großartigen Chancen führt. Dies war auch 2014 der Fall. Man sollte also Aktien beobachten, die sich nicht mit dem Markt bewegen und Stärke/Schwäche aufweisen.
  10. Frische Trends sind besser: In einen Trend einzusteigen, der bereits seit einiger Zeit läuft ist wesentlich schwieriger als in einen frischen Trend (1. oder 2. Ausbruch). Je weiter ein Trend fortgeschritten ist, desto volatiler wird er, weil das Verhältnis von Angebot/Nachfrage sich immer mehr ausgleicht bis es umkehrt. So sind Fehlausbrüche weit häufiger zu sehen. Dies hängt aber sehr davon ab, wie das Momentum in der Aktie ist und wie das eigene Tradingsystem gestrickt ist. Wer längerfristig handelt und einem Stop-Loss mehr Raum gibt, für den sind auch Trends interessant, die bereits länger gelaufen sind. Für mich gilt jedoch: Frische Trends sind interessanter. Hier gibt es noch mehr Käufer/Verkäufer, die hinter mir stehen.

Mir macht Trading Spaß. Es ist eines der einzigen Gebiete, auf dem man die vielfältigsten Berührungspunkte mit anderen Gebieten hat und dauerhaft an sich arbeitet. Daher ist für mich ein erfolgreiches Jahr, wenn ich am Ende gemerkt habe, dass ich Fortschritte gemacht habe. Dies war auch 2014 so. Natürlich wäre ich gerne noch ein Stückchen weiter vorangekommen, aber dafür fehlten mir einfach die Erfahrungen, die ich 2014 gemacht habe. Ich fand sogar, dass es ein Jahr war, wo ich am meisten hinzugelernt habe! Ich bin schon sehr gespannt auf 2015, wo ich viel von meinem neuen Wissen anwenden werde.

Foto: geralt

 

Trading: Zwei Beispieltrades für rigoroses Risikomanagement

Ich muss akzeptieren, dass man die Zukunft nicht kennt. Morgen kann der Kurs explodieren oder sich gegen einen Wenden. Am Ende muss man seine Regeln befolgen.
Trades müssen von Anfang an in die richtige Richtung laufen, davon bin ich überzeugt. Ich möchte nicht lange in einem Trade investiert sein, der keinen Gewinn aufweist oder sich nur seitwärts bewegt. Das ist schlecht und risikoreich investiertes Kapital. Zudem will ich mein offenes Risiko so gering wie möglich halten. Genau aus diesen Gründen löse ich einen Trade auf, sobald er, nach einem Ausbruch, zurück unter die Ausbruchskante fällt.

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Doch natürlich ist nicht jeder Trade, der auf diese Weise ausgestoppt wird, auch weiterhin ein Verlierer. Manchmal kommt es vor, dass schon am nächsten Tag die Position dreht und ich einer großen Rallye zuschauen muss. Dies muss ich nunmal akzeptieren, denn ich denke immer an genau das Gegenteil: Was passiert, wenn der Trade am nächsten Tag ein weiter verliert?

Somit ist mir bewusst, dass ich öfter den ein oder anderen großen Gewinner verpassen werde.

Die zwei Beispiel-Charts von oben sind genau solche Kandidaten. Einen Tag, nachdem ich die Position geschlossen habe, explodierte der Kurs. Doch habe ich richtig gehandelt? Ich meine ja. Schließlich hätte der Kurs genau entgegengesetzt weiter verlieren und somit mein Verlust anwachsen können. Ich habe lieber einen geringen Verlust als einen großen. Somit ist mir bewusst, dass ich öfter den ein oder anderen großen Gewinner verpassen werde.

Nun kann man sich fragen, ob man dem Kurs mehr „Schwankungsbreite“ zugesteht. Dies ist jedoch eine Betrachtung, die man im Rahmen des Erwartungswerts des eigenen Tradings stellen muss. Wenn ich meinen Trades mehr „Schwankungsbreite“ bis zum Stop-Loss gewähre, dann sind meine Verlierer größer. Sicherlich wäre meine Trefferquote besser, jedoch wäre das Verhältnis vom durchschnittlichen Gewinner zu durchschnittlichen Verlier größer. Wie sich dieses positiv/negativ auswirkt, kann man entsprechend berechnen.

Kann ich damit leben, dass meine Positionen mehrere Tage im Verlust sind?

Es ist aber auch ein psychologisches Thema. Kann ich damit leben, dass meine Positionen mehrere Tage im Verlust sind? Oder lebe ich lieber damit, häufiger ausgestoppt zu werden? Diese Frage kann nur jeder selber beantworten.

Natürlich tut es ein wenig weh, wenn man sieht, dass Avanir Pharma bis heute 180% und Cubist Pharma 30% angestiegen ist. Solche Trades machen oft einen großen Teil des Gewinns für ein Jahr aus, aber letztendlich ist es mehr Zufall, dass genau diese News diese Aktien so bewegt haben. Das eigene Trading sollte nicht von solchen Ereignissen ausgehen, sondern auf gewöhnlichen Marktaktivitäten beruhen. Diese Marktaktivitäten haben zum Tag des Ausstoppens dazu beigetragen, dass der Trade unter die Ausbruchskante fiel und damit beendet wurde. Das kann ich nur akzeptieren und mich freuen, dass ich meinen Regeln gefolgt bin. Denn eines weiß ich genau: Am Ende werde ich gewinnen, wenn ich meine Regeln befolge.

 

Trading: „You are always a student in this game“

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Sehr guter Beitrag von Trader Steve aus UK. Was haben alle erfolgreichen Menschen gemeinsam? Sie sind ständig dabei an sich zu arbeiten und zu lernen. Wer das Lernen aufgibt, wie nie Fortschritte machen und stehen bleiben.

Hier könnt ihr den Beitrag lesen: You are always a student in this game

 

Trading: Interview mit Jon Boorman

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Ich glaube ich habe schon einige Interviews mit Jon Boorman hier im Blog gepostet. Er betreibt den Blog Alpha Capture und hat 25 Jahre Erfahrung im Trading. Somit ist er immer wieder ein geeigneter Kandidat für spannende Interviews …

Hier könnt ihr das Interview hören: ZIP 46: Jon Boorman – Trend Following on Equities! Yes IT WORKS!

 

Gedanken: Die Zukunft des Tradings

Jede Branche wird sich irgendwann weiter entwickeln. Neue Einflüsse und Veränderungen führen zu einem stetigen Wandel, auch im Trading.
Inspiration für neue Gedanken finde ich mittlerweile nicht mehr in der allgemeinen Trading-Literatur. Die Themen dort sind leider immer wieder die gleichen und drehen sich meist um dieselben Fragen. Die meisten meiner Gedanken beziehe ich aus Interviews mit erfolgreichen Tradern oder anderen Personen, Büchern zum Thema Psychologie oder auch Physik. Momentan interessiere ich mich stark für die Themen Denken, Quantentheorie und Realtivitätstheorie. Ich habe nicht vor in diesen Themen jemals ein Profi zu werden, jedoch finde ich sie spannend und sie geben mir neue Inspiration.

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In diesem Themenbereich liegt auch das Buch „Die Physik des Bewusstseins“ von Dr. Michio Kaku, welches aktuelle ein Bestseller ist. Es ist wirklich sehr gut geschrieben und erzählt lebendige Beispiele und Gedanken zu den Themen Denken, Gehirn und Zukunft. Da mein Denken sehr stark mit dem Thema Trading verbunden ist, finde ich immer wieder parallelen zu Trading und bekomme neue Ideen, wie sich Entwicklungen auf das Trading auswirken können.

Ich will in diesem Artikel nicht eine Vision zum Thema „Zukunft des Tradings“ schreiben, sondern viel mehr euch mitgeben, euch eine eigene Vorstellung darüber zu machen und sich mit diesem Feld zu beschäftigen.

4 Gedanken zu zukünftigen Trends im Trading

Dies sind meine persönlichen Gedanken, die ich mir zur Zukunft des Tradings mache.

  1. Steigende Leistung der Computer: Computer im Trading haben die gesamte Branche absolut umgekrempelt. Sie haben Trading demokratisiert, so dass heutzutage jeder an allen Finanzplätzen der Welt handeln kann. Zudem haben sie neue Marktnischen geöffnet und weiterentwickelt, die vorher nur von kleinen Gruppen besetzt werden konnten (Thema High-Frequency-Trading). Computer werden auch in Zukunft dazu beitragen, dass neue Trading-Techniken entwickelt und genutzt werden. Durch die steigende Leistungsfähigkeit wird es möglich sein, noch größere Datenmassen für z.B. Backtests und Analysen zu nutzen. Es werden sicherlich nicht nur Preise, sondern auch andere Daten wie Stimmungen, Muster auf Mikroebene und weitere Daten miteinbezogen werden.
  2. Handelsplätze: Wird in Zukunft Trading überhaupt noch möglich sein? Vielleicht wird es dazu kommen, dass Trading strenger reguliert wird. Oder es wird Computersysteme geben, die Preise anhand von bestimmten Daten berechnen und die genutzt werden können. Ich denke jedoch, dass Trading eine Zukunft haben wird. Handel wird seit Jahrtausenden betrieben und erfüllt gesellschaftlich wertvolle Funktionen. Er gibt die Möglichkeit einer bestmöglichen Preisfestlegung, gleicht Angebot/Nachfrage aus und gibt Firmen die Möglichkeit zu Kapitalaufnahme. Banken könnten heutzutage diese Massen an Kapital, die benötigt werden, nicht mehr bereitstellen. Deshalb bedarf es so großen Finanzierungsmöglichkeiten wie der Börse.
    Nichtsdestotrotz wird auch die Zukunft Handelsplätze verändern. Neue alternative Handelsplätze, wie z.B. alternative Börsen oder Darkpools sind bereits Realität. Zudem wird die Börse in Zukunft immer mehr einem Netzwerk gleichen und Technologie bereitstellen, um die Geschäfte abzuwickeln. Spezialisten oder Börsenhändler werden nicht mehr gebraucht. Programme werden diese Arbeit übernehmen und Menschen/Maschinen handeln direkt über ein Netzwerk miteinander. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß ihre Konten sind oder wie viel Erfahrung sie haben.
  3. Leistungssteigerung des Menschen: Der Mensch ist das größte Problem beim Trading, weil er so unvollkommen ist und zugleich Fähigkeiten besitzt, wovon Computer heute nicht mal träumen können. Das Buch „Physik des Bewusstseins“ gibt zahlreiche Beispiele, wie man Unvollkommenheit des Menschen ausgleichen kann. Leistungssteigerung/-erhaltung durch Technik oder Medizin wird sicherlich auch im Trading zukünftig eine Rolle spielen. Der Händler möchte möglichst Entscheidungen treffen können ohne dabei zu sehr vom Unterbewusstsein beeinflusst zu werden.
  4. Private Trader: Früher gab es sicherlich weniger private Trader als heute. Gerade die neue Technik hat es möglich gemacht, dass jeder an den Börsen handeln kann. Dabei wird massiv unterschätzt, was wirklich eine eigene Ausbildung zu einem erfolgreichen Trader kostet (Zeit, Geld). Ich bin der Meinung, dass dies Zukünftig weiterhin der Fall sein wird. Durch die neuen Computertechniken und auch Fortschritte in der Leistungssteigerung des Menschen, wird Trading weiterhin als einfach zu erlernen eingestuft werden. Viele Menschen werden auch zukünftig ihren Wunsch nach schnellem Reichtum an der Börse erfüllen wollen. Wie wir schon seit 100 Jahren wissen, ist dies keine gute Idee.

Dies waren nur vier Trends, die mir gerade in den Kopf kommen. Sicherlich werden weitere, gesellschaftliche Trends wie z.B. Alterung, Globalisierung, technischer Fortschritt das Trading prägen.

Es macht mir Spaß darüber nachzudenken. Wer weiß, vielleicht wird es mir eines Tages auch helfen neue Entwicklungen im Trading zu verstehen und mich darauf vorzubereiten. Aber auch ich weiß, es kann  ganz anders kommen. Die Zukunft kann man sich ausmalen, aber es ist gefährlich davon auszugehen, dass sie wirklich so eintritt.

 

Trading: „How Great Traders Thrive Under Pressure“

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Einen spannenden Artikel zum Thema Druck beim Trading habe ich im Blog von Darvas Trader gefunden. Auch ich beobachte regelmäßig z.B. bei Sportlern, dass sie erfolgreich mit Drucksituationen umgehen und sogar zu besseren Leistungen fähig sind.

Hier könnt ihr den Artikel lesen: How Great Traders Thrive Under Pressure

 

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