Trading: 3 Tricks für Trendfolge mit dem Donchian Kanal

Diese Muster im Donchian Kanal wiederholen sich regelmäßig, vor allem in klaren Aufwärts-Märkten.
Wie der ein oder andere Leser im Blog bereits gemerkt hat, nutze ich den Donchian Kanal als Trading-Indikator. Er verbindet viele Eigenschaften, die ich im Trading als erstrebenswert ansehe: Preisbasiert, einfach, flexibel und lässt sich für Screener nutzen (s. Ausbruchs Donchian Kanal Screener).

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Seit nun geraumer Zeit beschäftige ich mit mit diesem Indikator und baue mein Wissen und Praxis aus. Sehr viel Einfluss auf mich hat und hatte Trader Steve aus UK, der ebenfalls mit dem Donchian Kanal arbeitet. Sein eBook enthält u.a. einen Indikator, der aus dem Donchian Kanal die Volatilität ableitet. Wer allerdings sich ein wenig mit Bollinger-Bänder beschäftigt, kann diese Formel auch selber entwickeln. Das eBook ist dennoch eine Investition wert.

Hier will ich nun drei Praktiken oder Tricks mit dem Donchian Kanal vorstellen, die helfen, interessante Trading-Gelegenheiten zu identifizieren. Es sind Muster, die immer wieder im Markt auftauchen, vor allem in klaren Aufwärts-Märkten.

 

Accor - Donchian Kanal - Große Konsolidierung

Mehrmonatige Konsolidierung mit mehrfach bestätigtem Widerstand

Wie man im obigen Chart sehen kann, konsolidiert die Aktie seit ca. 4,5 Monaten. Dabei kam es sogar zu einer heftigeren Korrektur. Die Korrektur wurde sofort wieder scharf gekontert. Ich habe bewusst einmal die Kursstäbe in hellgrau dargestellt, damit der Donchian Kanal deutlich sichtbar wird.

Die 4,5 Monate Konsolidierung wurde mehrfach vor dem Ausbruch bei ca. 38,2 getestet. Somit sieht man einen klaren Widerstand. Ein Ausbruch über das Niveau würde das Verhalten in der Aktie ändern und ggf. neue Käufer anlocken oder Verkäufer eindecken lassen. Eine spannende Situation. Wie man sieht kam es auch zu einem Ausbruch und der Preis zog scharf an.

 

Accor - Donchian Kanal - Kleine Konsolidierung

Kleine Konsolidierung innerhalb einer großen Konsolidierung

Innerhalb der großen Konsolidierung kam es nun zu einer 1,5 Monate langen kleineren Konsolidierung. So etwas ist noch spannender, wenn die Märkte zeitgleich eher in die entgegengesetzte Richtung (also abwärts) zeigen, da dann die Aktie Stärke zeigt. Was ebenfalls positiv auffällt ist, dass innerhalb der Konsolidierung ein höheres Tief gebildet wurde. Dies zeigt einen zunehmenden Druck von unten und bedeutet, dass Käufer bereit waren zu höheren Kursen zu Kaufen und die Kraft hatten, den Kurs zu drehen. Diese kurzen Konsolidierungen sind noch spannender, wenn die Volatilität stark abnimmt und der Kurs richtig zusammengepresst wird (nicht im obigen Chart sichtbar).

 

Accor - Donchian Kanal - Stetig ansteigende Donchian-Kanäle

Stetig ansteigende Donchian Kanäle

Dies ist ebenfalls ein Merkmal, welches vielversprechend ist. Beide Donchian Kanäle sind stetig in Richtung des großen Widerstandes ansteigend und verletzen die Begrenzungen nicht. Dies zeigt eine klare Dominanz der Käufer in der Aktie und zudem, dass die Rücksetzer nur kurz sind. Sobald der untere Kanal verletzt wird, bedeutet dies, dass die Kraft der Verkäufer ausreichte, ein neues x-Tage Tief (im oberen Chart 20 Tage Tief) durchzusetzen. Natürlich muss man hier auch den Einzelfall betrachten, da es sich auch um einen Fehlausbruch handeln kann, aber dennoch ist dies ein Zeichen. Je stetiger die Kanäle nach oben zum großen Widerstand verlaufen, desto besser.

Wie man in den drei obigen Charts sehen kann, findet man alle diese drei Muster zusammen in einem Chart und dies bildet sozusagen ein Teil eines Setups. Gerade momentan im europäischen Markt, der Stärke zeigt, kann man solche Situationen beobachten. Meistens sind es Aktien, die schon sich in langfristigen Aufwärtstrends befinden, korrigieren und ihre Handelsrichtung wieder aufnehmen.

Aber es ist natürlich Vorsicht geboten. Solche Muster wiederholen sich zwar in den Märkten, aber funktionieren nicht immer. Es gibt Zeiten, in denen diese Ausbrüche besser funktionieren und andere Zeiten, in denen sie schlechter funktionieren. Ein entsprechendes Risikomanagement ist wichtig. Wer jedoch solche Muster längere Zeit verfolgt, kann Erfahrung damit gewinnen und profitieren.

 

Trading: „6 Questions To Ask Yourself Whether To Quit Trading“

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Hier ein Artikel von Tradeciety, der fragt, ob man lieber mit dem Trading aufhören sollte. Erst, wenn mann alle 6 Fragen mit „Ja“ beantwortet, sollte man wirklich darüber nachdenken, ob Trading das Richtige für einen ist. Ich weiß jedenfalls, dass ich lt. dieses Tests nicht mit Trading aufhören sollte.

Hier könnt ihr alle 6 Fragen beantworten und die wirklich coolen Grafiken von Tradeciety bewundern: 6 Questions To Ask Yourself Whether To Quit Trading

 

Trading: Interview mit Ed Seykota

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Ey Seykota gilt als der beste Trader, der jemals gelebt hat. Es umgibt ihn ein Kult, da er u.a. zu den Pionieren des System-Tradings gehört und als erster ein Computerprogramm für Trendfolge entwarf. Interviews mit ihm sind sehr selten. Eines findet man im Buch „Magier der Märkte„. Hier ist nun ein neues aufgetaucht: http://www.seykota.com/tribe/faq/2006_Dec/11/interview.pdf

 

Trader sind Praktiker

Gedanken: Trader sind Praktiker

Handwerk, Wissenschaft oder Kunst. Was ist Trading?
Wer sucht oder suchte nicht bereits nach dem „Heiligen Gral“ im Trading? Der einen Formel, bei der er immer gewinnt, nie ausgestoppt wird und eine perfekt ansteigende Gewinnkurve entsteht? Diese eine Formel, es muss sie doch geben!? Oder doch nicht?

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Sind Trader Wissenschaftler, Künstler oder Handwerker? Oder von allem ein bisschen? Vielleicht. Trader zu sein, ist ein normaler Job, wie jeder andere auch. Genauso wie ein Gemüsehändler auf einem Großmarkt oder ein Teilnehmer einer Fischauktion in Japan, handelt der Trader mit einer Ware, die er er einkauft und zu einem späteren Zeitpunkt teurer Verkauft (oder andersherum). Den Trader oder auch Spekulant genannt, gibt es schon sehr lange. Genau aus diesem Grund konnte sich auch bereits eine Historie an überliefertem Wissen aufbauen, welches bis heute bestand hat. Die Märkte haben sich im Großen und Ganzen bis heute nicht geändert, deshalb ist dieses Wissen auch heute noch auf die Märkte anwendbar. Erfahrene Trader geben dieses Wissen von einer Trader-Generation an die nächste weiter, genauso wie es Handwerker tun. Bei der Überlieferung (durch Bücher, Seminare, Webinare, Erzählungen) wird dieses Wissen auch immer ein kleines bisschen an die heutige Zeit angepasst.

Trading wird in manchen Büros der Hedge-Funds „erforscht“.

Im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte erhielt auch die Wissenschaft Einzug in das Trading. Heute werden die größten Theorien über Trading-Systeme, -Nischen und Algorhytmen entwickelt, die auch zur Anwendung kommen. Trading wird in manchen Büros der Hedge-Funds „erforscht“. Doch, wie wir auch schon gesehen haben, sind die Ergebnisse manchmal nicht robust genug, um über lange Zeit am Markt zu überleben (s. LTM-Pleite).

Neben dem Handwerk und der Wissenschaft, gibt es auch die Trading-Kunst. Diese reicht von der Elliot-Wellen-Theorie über Fibonacci bis hin zur Mondphasen-Kunde. Vielleicht kann man es nicht als Kunst im bildlichen Sinn verstehen, aber es ist eine Kunst, damit umzugehen und daraus Profit zu machen. Die Charts sehen zumindest oft sehr künstlerisch aus …

Es ist die praktische Anwendung der Gedanken, die diese drei Trader-Richtungen verbindet.

Doch was haben diese drei Richtungen im Trading gemeinsam? Sie entstehen aus Versuch-und-Irrtum! Es sind Menschen, die tagelang und wochenlang an ihren Schreibtischen sitzen und an Trading-Konzepten arbeiten, sie am Markt ausprobieren, verwerfen, verbessern oder anwenden. Man kann es mit dem Tüftler vergleichen, der ein Problem lösen will und alles daran setzt, seiner Lösung näher zu kommen. Vielleicht klappt es, nach mehr als tausend Versuchen – vielleicht funktioniert es nie! Es ist die praktische Anwendung der Gedanken, die diese drei Trader-Richtungen verbindet. Trader sind Praktiker!

Doch es gibt auch (wie immer) eine Gegenseite. Trading kann auch theoretisiert werden. Natürlich gibt es den Menschen, der unter Trading nur Backtesting versteht, Systemoptimierung oder alle Chartformationen aus dem Lexikon auswendig kennt. Doch im engeren Sinne ist diese Person kein Trader, den es fehlt ein wesentlicher Punkt: Das Trading! Nur durch die reale Marktteilnahme, kann man Lernen. Durch jeden Fehler, Verlust, Gewinn, nicht wahrgenommene Chance, gewinnt man an Wissen hinzu. Dieses fließt dann wieder ein in das eigene Tradingkonzept. Der „Tüftler“ wird wieder aktiv.

Schaut man sich die Geschichten der erfolgreichsten Trader der Welt an, wird man keinen darunter finden, der kein Praktiker ist. Theorie entsteht meist erst hinterher.

Foto: Benjamin Lehman

 

Tradingpsychologie: Interview mit Dr. Brett Steenbarger

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Ich habe schon viele Artikel von Dr. Brett Steenbarger, Autor des Blogs TraderFeed, in meinem Blog gepostet. Er beschäftigt sich ununterbrochen mit dem Thema Trading, speziell Tradingpsychologie. Michael Covel hatte ihn als Gast in seinem Podcast.

Hier könnt ihr den Postcast noch hören:

 

Trading: „Typical Character Traits Of Strong Stocks“

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Olivier Tischendorf hat in seinem Blog Tischendorf Letter Kriterien starker Aktien zusammengestellt.

Ich persönlich bin der Überzeugung, dass man lukrative Trading-Chancen von weniger lukrativen Trading-Chancen durch das Verhalten der Käufer und Verkäufer in einer Aktie bestimmen kann. Jede Kauf-/Verkaufsentscheidung drückt sich im Kurs der Aktie und in den Preisverläufen aus. Daher ist es möglich die dominante Seite in einem Preisverlauf zu bestimmen und darauf Wetten abzuschließen. Die Aktien, die ein klares Akkumulations-/Distributionsverhalten zeigen, sind gut geeignete Tradingkandidaten. Sie verhalten sich „richtig“. Dies ist auch die Überzeugung von Olivier Tischendorf.

Sehr lesenwerter Artikel: Typical Character Traits Of Strong Stocks

 

EZB Bazooka

Gedanken: Die EZB „Bazooka“

Pille statt Selbstreparatur! Das passt in unsere Zeit. Wer will denn schon Nichtstun?
Lange tat sich die EZB damit schwer, den Geldhahn richtig weit aufzudrehen und direkt Staatsanleihen im großen Stil zu kaufen. Die Zeit ist nun vorbei! Die EZB braucht auch nicht mehr Wege und Mittel zu finden, um solche Pläne hinten rum doch zu machen und vorne rum nicht. Wenn das erste Mal rum ist, fällt das zweite Mal nicht mehr schwer.

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Für mich war es auch nur eine Frage der Zeit, bis die EZB die „Bazooka“ herausholt. Bisher haben ihre Interventionen in die Wirtschaft nicht so sichtbare Erfolge gehabt und dies ist nun das letzte Pulver, was verschossen werden kann. Die Amerikaner haben es bereits vor gemacht. Alle Welt fragt sich: Wo ist die EZB? Die können das doch auch, das wissen wir …

Wie verkauft man diese ganzen Anleihen nur wieder?

In dieser ganzen Orgie des Gelddruckens, groß einkaufen und Wirtschaft-Pushen frage ich mich nur: Wie verkauft man diese ganzen Anleihen nur wieder? Wer kauft, muss auch wieder verkaufen. Wenn nun also die nationalen Notenbanken ihren Staaten die Anleihen abkaufen dürfen (wofür übrigens am Ende der Steuerzahler haftet), müssen diese ja auch irgendwann wieder verkauft werden. Wer kauft denn gerne Anleihen, wenn die Zinsen künstlich nach unten gesenkt werden? Wo ist dieser Flohmarkt für Anleinen? Aber nun gut, dafür haben die Herren ja bestimmt einen Plan. Ich denke aber nicht, dass diese bis zur Fälligkeit gehalten werden, denn das könnte ja ein paar Jahre dauern … Obwohl … Guter Plan, müssen sich die Nachfolger drum kümmern.

Immer wieder, wenn ich in den Medien höre oder lese, dass wir die „Krise“ überstanden haben, kann ich nur Schmunzeln. Welche Krise eigentlich? Krise ist ein regelmäßiges Phänomen, welches eine natürliche Eigenschaft unseres Wirtschaftssystems ist und sozusagen als „Entschlackungskur“ dazugehört. Doch heutzutage läuft alles ja anders. Wie eine Erkältung mit Antibiotika aufgehalten wird, wird auch eine lahmende Wirtschaft mit einer „Pille“ wieder kuriert. Das es dem Patienten danach oft gar nicht besser geht, wird die nächste Pille schon wieder verhindern. Wie wäre es mal mit ein paar Änderungen im Lebensablauf, lieber europäischer Staat? So etwas nennt man Reform. Doch, wenn der Glaube an die Pille größer ist, als an die Reform, dann macht eine Reform auch nicht mehr so viel Spaß. Eine Pille ist schnell und wirkt (kurzzeitig) und passt einfach in die heutige Zeit. Es gibt sie für alles: Die Pille davor, die Pille zwischendurch und auch danach.

Wer nichts tut, der tut ja auch nichts. Und da könnte man ja auch den Eindruck erhalten, dass nichts getan wird.

Ich habe gar keinen großen Zweifel daran, dass die EZB Intervention etwas bewirken wird. Das wird sie irgendwie bestimmt. Aber oft sind die Kopfschmerzen nach einem Rausch viel schlimmer als einfach mal eine zeitlang nichts zu tun und sich die Systeme selbst entwickeln zu lassen. Also das Nichtstun! Doch, dass passt auch nicht in unserer heutige Zeit. Wer nichts tut, der tut ja auch nichts. Und da könnte man ja auch den Eindruck erhalten, dass nichts getan wird. Das wäre ja schlimm.

Und wer denkt an die armen Sparer und Touristen? Ist der EZB eigentlich klar, dass die Sparer so mickrige Zinsen bekommen und der Tourist im Ausland für seine Currywurst bald noch viel mehr Zahlen muss? Aber die Politik hatte hier ja auch einen guten Vorschlag gemacht: Die Banken sollen freiwillig mehr Zinsen zahlen; als Wiedergutmachung für die Krise. Zudem ist es zu Hause ja auch sehr schön oder man fährt in ein Land, welches noch billiger ist. Es finden sich immer Länder, bei denen die Währung noch schlechter da steht als unsere. Simbabwe?

Und was wäre schlimmer, als sich selber überflüssig zu machen und die Notwendigkeit zu akzeptieren, dass es Krisen gibt?

Nun wirkt das alles hier schon wieder so negativ. Die Herren geben sich doch Mühe … Ja, dass ist mir bewusst und ich glaube auch daran, dass jeder SEIN Bestes gibt. Halt alles im Rahmen des eigenen Wissens, Sehens, Hörens und Dunstkreis. Doch manchmal lohnt es sich über den Tellerrand zu schauen und weiter zu denken. Doch das müssen die Herren gar nicht. So wie die Politiker alle paar Jahre wechseln, wechseln auch die Notenbanker. Und was wäre schlimmer, als sich selber überflüssig zu machen und die Notwendigkeit zu akzeptieren, dass es Krisen gibt? Und das Beste: Bisher ist jede Krise überstanden worden. Ob mit Intervention oder ohne. Anscheinend haben die Systeme einen Selbstreparaturmechanismus. Dieser passt natürlich nicht in die heutige Zeit und es ist viel anstrengender Rahmenbedingungen zu schaffen, um diese Selbstreparatur zu unterstützen, da wirft man lieber mal ne Pille ein.

Foto: Andrew Becraft

 

Asymmetrische Trades

Trading: Groß gewinnen, klein verlieren. Asymmetrische Trades.

Asymmetrische Trades sind der Kern der Trendfolge!
Es ist dieser Grundsatz, die im Titel des Artikels zu lesen ist, die mich in Richtung Trendfolge trieb. Vor allem, nach dem ich das Buch „Trend Following“ von Michael Covel gelesen hatte, war ich überzeugter den je von dieser Idee. Asymmetrische Wetten oder auch asymmetrische Trades sind der Kern von Trendfolge-Trading: Gewinne groß und verliere klein.

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Paul Tudor Jones geht keinen Trade ein, wenn er nicht mindestens das Potential eines 5:1 CRV hat. Was bedeutet dies? Jede Wette/Trade, die er abschließt, muss mindestens das Potential haben, das 5-fache seines Wett-Einsatzes als Gewinn zu ermöglichen. Dies bedeutet natürlich nicht, dass jeder Gewinn-Trade immer 5R bringt, aber über eine lange Serie an Trades wird dieses als Durchschnitt erreicht. Dies hat den charmanten Vorteil, dass man nicht so so oft gewinnen muss (nur in 20% der Fälle), da die Gewinne die Verluste um ein vielfaches übersteigen. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass man sehr oft verliert und dies kann sich auf die Psyche des Traders auswirken.

Asymmetrische Trades sind Trades, die eine „Schiefe“ zwischen dem potentiellen Verlust und dem potentiellen Gewinn aufweisen.

Asymmetrische Trades sind Trades, die eine „Schiefe“ zwischen dem potentiellen Verlust und dem potentiellen Gewinn aufweisen. Beispielsweise wäre es ein asymmetrischer Trade, wenn ich 100 EUR riskiere um 500 EUR zu gewinnen. Also ich setze einen kleinen Betrag, um einen vielfach größeren Betrag zu gewinnen. Ein symmetrischer Trade ist genau das Gegenteil: Ich setzte 100 EUR, um 100 EUR zu gewinnen. Das Problem hierbei ist nur, dass ich dem Risiko ausgesetzt bin, dass ich falsch liege. Dieses Risiko möchte ich normalerweise durch ein höheren Gewinn kompensieren. Dies ist einleuchtend, aber es gibt auch Strategien, die mit negativen asymmetrischen Wetten Geld verdienen. In diesem Fall würde ich z.B. 100 EUR einsetzen, um 75 EUR zu gewinnen. Auf den ersten Blick leuchtet dies nicht ein, aber am Ende ist das Verhältnis von Verlust zu Gewinn immer im Verhältnis mit der Trefferquote zu sehen (s. dieser Artikel). Ob das eine oder andere System „besser“ oder „schlechter“ ist, möchte ich in diesem Artikel nicht bewerten. Ich habe jedoch meine Präferenz …

Wie kann man den potentiellen Gewinn ermessen? Es gibt viele Trader, die fixe Kursziele verwenden. Hier lässt sich sehr einfach der potentielle Gewinn anhand des Gewinnziels im Verhältnis zum riskierten Betrag ermitteln. Aber wie verträgt sich diese Idee mit Trendfolge? Bei der Trendfolge kennt man kein Kursziel, weil man dem Preis so lange folgt, bis ein Gegensignal vorliegt und der Preis umkehrt. Rein theoretisch beträgt bei der Trendfolge somit das CRV 1:unendlich (bei Long-Trades; bei Short-Trades immer 1:100, deshalb sind diese theoretisch nicht so attraktiv). In der Praxis erreicht man dies aber wohl kaum. Jedoch lassen sich bei der Trendfolge auch hier lukrative von weniger lukrativen Trades unterscheiden.

Ich beispielsweise setze die Average-True-Range als Indikator zur Festlegung meines initialen Stops ein und kalkuliere hierüber die Positionsgröße. Je geringer die ATR ist, desto größer ist meine Positionsgröße und desto größer mein potentieller Gewinn. Da ich Breakouts handele, die gleichzeitig eine sehr geringe Volatilität aufweisen, ist diese CRV-Optimierung bereits in meine Setups eingearbeitet. Daneben betreibe ich ein rigoroses Risikomanagement und erreiche hierdurch einen deutlich niedrigeren Durchschnittsverlust, was wiederum dem CRV zu Gute kommt. Auf diese Weise lassen sich im Trading-System CRVs von >5R erreichen.

Ich kann sehr oft hintereinander mit meinen Trades falsch liegen, ein einziger Trade macht alle kleinen Verluste wieder wett.

Ich sehe den großen Vorteil von asymmetrischen Trades und Trendfolge darin, dass ich meinen Gewinn nicht begrenze. Ich kann sehr oft hintereinander mit meinen Trades falsch liegen, ein einziger Trade macht alle kleinen Verluste wieder wett. Wer auf andere Tradingsysteme mit höheren Trefferquoten setzt, die sich natürlich besser anfühlen, muss diese Trefferquote über einen langen Zeitraum halten können. Geringe Abweichungen können das System schnell unprofitabel machen. Ich möchte darauf nicht angewiesen sein. Dafür nehme ich dann den größeren Schmerz der Trendfolge in Kauf.

Foto: Julia Manzerova

 

Trading: „3 Things To Learn From Yesterday’s Market Shock“

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Tradeciety veröffentlichte kurz nach dem EUR/CHF-Absturz einen Artikel über mögliche Konsequenzen für Trader. Auch ich habe im Blog immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig das Risikomanagement ist. Gerade die Positionsgröße spielt bei unvorhersehbaren Ereignissen eine wichtige Rolle. Ich persönlich versuche bei Aktien-Trades immer einzukalkulieren, was passiert, wenn eine Aktie über Nacht ein 50% Gap ausweist. Wie viel Verluste habe ich dann zu beklagen? Man muss immer davon ausgehen, dass einem der größte Verlust noch bevorsteht …

Hier könnt ihr den Artikel nachlesen: 3 Things To Learn From Yesterday’s Market Shock

 

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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