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Bärenmarkt

5 Tipps für einen Bärenmarkt

Viele Trader haben noch keinen wirklichen Bärenmarkt miterlebt. Wie vergangene Beispiele zeigen, überleben viele Trader ihren ersten Bärenmarkt auch nicht. Doch es gibt einige Regeln, die sich bewährt haben …
Die meisten Trader beginnen mit dem Trading, wenn in den Märkten starke Aufwärtstrends herrschen. Sie werden von Situationen angezogen, in denen sich scheinbar mühelos Geld verdienen lässt. Oftmals halten diese Aufwärtstrends mehrere Jahre, bevor sich der Zustand ändert.

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Spätestens wenn die Märkte volatiler werden, merken die verwöhnten Trader, dass die Stimmung sich geändert hat. Die Trading-Methoden, die man verwendet hat, wollen nicht mehr so richtig funktionieren. Oftmals entwickeln beginnende Trader in starken Aufwärtstrends kein vollständiges Trading-Konzept, sondern kaufen nur das, was gerade angesagt ist. Das funktioniert auch, so lange die Märkte sich gleich verhalten.

Mit zunehmender Volatilität und einbrechenden Aktienkursen geben die meisten Trader auf. Die Verluste zerren die Gewinne der letzen Jahre auf. Ein Teil der Trader kommt zu der Einsicht, dass Trading nicht funktioniert, ein anderer Teil merkt, dass die eine falsche Strategie haben.

Ich selber habe noch keinen wirklichen Bärenmarkt mitgemacht. 2011 war eher ein schneller Crash als ein längerer Bärenmarkt. Im vorletzten großen Bärenmarkt 2008 war ich als Fondsanleger unterwegs und natürlich schlecht beraten. Ich besaß einen Rohstoff-Fond, der sehr gut performt hatte. Jedoch ging ich damals davon aus, dass dieser aktiv gemanagt wurde. Das war ein Trugschluss. Die Gewinne waren schnell wieder weg.

Es gibt jedoch Trader, die bereits alle Bärenmärkte überlebt haben und heute noch aktiv sind. Betrachtet man Ihre Regeln, merkt man, dass sie etwas anders machen. Diese Regeln kann man sich zu Herzen nehmen und daraus lernen.

Bärenmärkte überleben: 5 Regeln & Tipps

Folgende Regeln habe ich aus verschiedensten Artikeln anderer Trader zusammengestellt. Ich will nicht sagen, dass wir einen Bärenmarkt haben oder bekommen, dieses lässt sich nicht vorhersehen. Man sollte jedoch gewappnet sein, wenn man in einen Abwärtstrend gerät.

1. 90% der Aktien fallen mit dem Markt

Aktien sind eine Assetklasse für sich. Sie besitzen meist eine hohe Korrelation mit ihrem jeweiligen Index und ihrer Branche. Doch während eines Bärenmarktes strömen alle Verkäufer nur in eine Richtung. Es müssen Positionen liquidiert werden und somit wird verkauft, egal, was Fundamental- oder Technikdaten sagen. Natürlich gibt es Branchen die es härter trifft oder welche, die besser darstehen. Wenn jedoch der Markt in einen Abwärtstrend übergeht, sollte man verkaufen oder sich an die Seite stellen.

Hier ein paar Zahlen aus 2008: Apple -45%, Google -60%, Priceline -70%. Auch die angesagtesten Werte fallen mit dem Markt! Hier sollte man auch niemals versuchen „günstig“ zu kaufen. Viele Trader haben bei solchen Aktionen bereits große Verlust eingefahren.

2. Cash ist auch eine Position

Viele Trader denken, dass sie immer am Marktgeschehen teilnehmen müssen. Es ist doch schließlich Aufgabe eines Traders zu handeln, oder? Doch damit liegt man falsch. Aufgabe eines Traders ist es, den höchstmöglichen Gewinn mit dem geringsten Risiko zu erzeugen. Zur Not bedeutet dies, dass man keine Position eingeht, wenn das Risiko zu hoch ist. Findet man keine gute Trading-Gelegenheit, sollte man sich an die Seite stellen und abwarten. Bärenmärkte dauern meist nicht so lange und es werden sich weiterhin gute Chancen ergeben. Siehe hierzu auch: Mal pausieren. Cash ist auch eine Position …

DAX im Monatschart - Bärenmarkt
Im Monatschart des DAX sieht man gut die Bärenmärkte. Im Bild nehmen die Längen der Bärenmärkte ab. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es in Zukunft auch so sein wird.

3. Volatilität ist ein Killer für Trendfolgestrategien

Die meisten Trendfolgestrategien funktionieren wunderbar in ruhigen Märkten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Aufwärts- oder Abwärtstrend ist. Es gibt auch viele, ruhige Abwärtstrends, den man folgen kann. Ist jedoch die Volatilität höher, sollte man keine Trendfolgestrategie anwenden. Innerhalb eines Bärenmarktes kommt es oft zu starken, kurzen Gegenbewegungen. Hierbei werden Positionen ausgestoppt, bevor der Trend wieder aufgenommen wird. Es gibt nur zwei Strategien, die sich in solch einer Situation bewährt haben: Vom Markt fern halten oder Stop-Loss Distanz erweitern. Letzteres führt zu einem schlechteren Chance-Risiko-Verhältnis bei den Trades. Hier sollte man sich wirklich fragen, ob man dieses in Kauf nehmen will.

4. Auf fallende Kurse setzen

Ein Trader sollte möglichst beide Seiten handeln können: Long und Short. Jedoch sieht man bei den meisten Tradern eine Tendenz. Die einen können besser Long-Positionen handeln, die anderen besser Short-Positionen. Es hängt sehr stark von der inneren Einstellung und dem verwendeten Trading-System ab. Dennoch sollte man sich als Trader mit dem Konzept des Short-Tradings auseinandersetzen. Auch innerhalb eines Bärenmarktes gibt es immer wieder gute Gelegenheiten, um auf fallende Kurse zu setzen. Diese Chancen kann man nutzen. Siehe hierzu auch: Short oder Long?

5. Andere Trading-Systeme oder Zeiteinheiten nutzen

Im Laufe ihrer Trading-Karriere entwickeln viele Trader meist mehrere Systeme. Dies entsteht aus der Situation heraus, dass nicht immer jedes Trading-System in der vorherrschenden Marktsituation funktioniert. Trendfolgestrategien funktionieren wunderbar in ruhigeren Trendmärkten, während kurzfristige Trading-Strategien (z.B. Swing- oder Daytrading) gut in volatilen kurzfristigen Märkten funktionieren. Ich bin zwar der Meinung, dass man lieber eine Trading-Strategie exzellent beherrschen sollte als mehrere nur mittelmäßig, aber man sollte auch versuchen sich weiterzuentwickeln. Daher kann es nicht schaden, wenn man in einem Bärenmarkt eine andere Trading-Strategie ausprobiert oder entwickelt. Auch kann man zu einem kürzeren Zeithorizont wechseln, um z.B. Schwankungen innerhalb eines Tages mitzunehmen. Ich selber experimentiere immer wieder mit neuen Ideen. Man kann sie zuerst im Paper-Trading oder mit einem kleinen Trading-Konto ausprobieren.


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Hier eine kleine Auswahl empfehlenswerter Literatur zum Thema. Wer weitere Bücher sucht, findet diese hier: Trading-Bücher.

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Bild: Pixabay

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