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5 Tipps für Trading mit CFDs

Trading mit CFDs – 5 Besonderheiten, die man kennen sollte

CFDs sind wunderbare Handelsinstrumente, auch für Aktien. Man muss jedoch einige Besonderheiten beachten, damit der Handel nicht frustrierend verläuft.
Seit bereits mehreren Jahren gibt es CFDs (Contract For Difference) für den Handel mit Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen. Es ist klassische Hebelprodukte, die direkt mit dem Herausgeber (Broker) gehandelt werden. Alle Versuche, CFDs über eine Börse zu handeln, scheiterten bisher.

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CFDs sind auch für den Aktienhandel gut geeignet. Ich selber setze CFDs mittlerweile seit einigen Jahren ein. Im Laufe der Zeit habe ich auch verschiedene Erfahrungen mit den unterschiedlichen Brokern gemacht.

Für Trader sind CFDs vor allem wegen ihrer Hebelwirkung interessant. Somit lässt sich das Eigenkapital wesentlich besser ausnutzen. Ein Beispiel:

Möchte ich 50 Aktien zu 100 EUR handeln, so muss ich an der Börse ein Kapital von 5.000 EUR aufbringen. Würde ich denselben Trade mit CFDs eingehen, muss ich nur einen Bruchteil des Kapitals hinterlegen, z.B. 10%. In diesem Fall wären es 500 EUR. Der Rest steht mir für weitere Trades zur Verfügung.
Das vorher kalkulierte Risiko, z.B. 1% des zur Verfügung stehenden Kapitals (bei 20.000 EUR = 200 EUR) bleibt dabei gleich. Es spielt nämlich keine Rolle, ob ich 500 EUR oder 5.000 EUR hinterlegen muss. Wenn ich 1% meines Kapitals riskiere, bleibt es 1%, egal wie groß die Position ist.

Man sieht also, dass generell Hebelprodukte die Ausnutzung des Eigenkapitals verbessern. Dennoch muss man natürlich bedenken, dass ggf. Finanzierungskosten hinzukommen. Je nach Größe der Position können diese erheblich ausfallen.

5 Punkte, die man bei CFDs beachten sollte

Im Laufe der Zeit habe ich verschiedene Erfahrungen mit CFD-Brokern gemacht. Wenn man einige Eigenheiten bei CFDs beachtet, kann man prima mit ihnen handeln. Sie eigenen sich auch für mittelfristige Positionen (einige Wochen bis Monate).

1. CFDs haben immer zwei Kurse

Während man bei Aktien es gewohnt ist, immer nur einen Kurs im Chart zu sehen (den sog. Last-Kurs: Der Kurs zu dem zuletzt ein Trade ausgeführt wurde), hat man bei CFDs grundsätzlich nur zwei Kurse (Bid und Ask). Der Chart, den man bei einem CFD-Broker betrachtet ist meistens ein Mittelwert aus Bid/Ask. Er kann somit anders aussehen als ein echter Chart von der Börse. Alle Kalkulationen und die Trade-Planung sollte man umbedingt im Chart vom Broker machen.

2. Spreads können stark variieren

Die Kurse bei CFDs werden vom Broker direkt gestellt. Oft nutzen diese einen Daten-Feed (z.B. Thomson Reuters), der die direkten Börsenkurse widerspiegelt. Einige Broker stellen aber auch eigene Kurs-Feeds (sog. Market-Maker Broker). Letztere haben oft sehr große Spreads (Unterschied zwischen Bid/Ask). Gerade bei der Börseneröffnung am Morgen sind die Spreads bei Aktien-CFDs am höchsten. Dies muss man in seine Positionsgröße und Stopp-Platzierung miteinbeziehen.

3. Stopps müssen richtig platziert sein

Trader, die nicht wissen, dass sie den Spread in die Stop-Loss-Platzierung mit einbeziehen müssen, erwartet eine Überraschung. Man wird ausgestoppt, obwohl der Preis anscheinend nie die Marke erreicht hat. Dies liegt u.a. an der Darstellung des Mittelpreises bei CFD-Charts. Wenn man eine Stop-Loss-Order platziert, muss man immer den Spread abziehen/hinzurechnen (bei Charts mit Mittelprisen zumindest den halben Spread).

4. Chart auf Kurslücken untersuchen

Ich habe festgestellt, dass die Datenqualität bei den Brokern sehr unterschiedlich ist. Möchte man einen Trade platzieren, sollte man zuerst in den Chart der Broker-Plattform schauen. Zeigt dieser viele Kurslücken oder „merkwürdige“ Kursdaten (z.B. extreme Spikes oder Gap), sollte man diesen Wert meiden. Der Chart kann in einer Chartsoftware (z.B. ProRealtime) noch so gut aussehen. Wenn er in der Broker-Plattform nicht korrekt aussieht, sollte man diesen Wert nicht als CFD handeln.

5. Nicht alle Werte als CFD handelbar

Wenn man Aktien-CFDs handeln möchte, sollte man sich die Liste der handelbaren Werte genau anschauen. Nicht alle Broker bieten viele verschiedene Werte an. Einige bieten nur 100 oder 200 Aktien-CFDs an, andere bis zu 10.000 oder mehr. Auch sollte man prüfen, ob man wirklich alle vorhandenen Aktien-CFDs handeln kann. Hat der Broker z.B. einen Schwerpunkt in Asien und er bietet hier mehrere tausend CFDs an, ist dies vielleicht für Europäer nicht attraktiv.

Jeder Trader muss seine eigenen Erfahrungen machen. Doch es ist ärgerlich, wenn z.B. ein profitabler Trade ausgestoppt wird, weil man den Spread beim setzen der Stop-Loss-Order vergessen hat. So etwas lässt sich verhindern.

Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass es ab und zu einen Fehlkurs bei einem Aktien-CFD gibt. Hierdurch wird man ausgestoppt, obwohl der Kurs nicht im Referenz-Chart der Börse oder des Brokers auftaucht. In diesem Fall ist meist der Datenlieferant schuld. Hat man solch ein Problem vorliegen, sollte man sich sofort an seinen CFD-Broker wenden. Ich habe dies bis heute schätzungsweise 5 Mal gehabt und konnte jeden Fall klären. In diesen Fällen wurde die Position vom CFD-Broker erneut zu denselben Kursdaten eröffnet und konnte weiterlaufen.


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