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Fünf Trading Praktiken

5 Trading-Praktiken, die sich bewährt haben

Diese 5 Trading-Praktiken werden seit Jahrzehnten oder sogar länger erfolgreich von Tradern eingesetzt. Etwas, was so lange überlebt, muss sich bewährt haben!
Trader sind immer gut darin, neue Dinge auszuprobieren. Das gehört zum Trader-Sein dazu und ist auch wichtig. Da die Märkte sich immer wieder wandeln und Trading-Strategien in einigen Zeiten besser funktionieren als in anderen, ist die Anpassung ein ständiger Begleiter des Traders.

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Wie auch in der Natur und dem Leben selbst, bleiben die Methoden und Praktiken, die sich als robust herausstellen übrig. Sie haben sozusagen „überlebt“. Das ist im Trading nicht anders als im restlichen Leben und anderen Bereichen: Das, was sich bewährt, bleibt erhalten und wird weiter angewendet.

Die Ignoranz dieser Praktiken ist risikoreich, birgt aber auch Chancen. Ohne Verlierer gäbe es keine Gewinner und ohne neue Praktiken gäbe es keine, die überleben.

5 Praktiken im Trading, die sich bis heute bewähren

Diese Praktiken sind universal und lassen sich in der Geschichte des Tradings lange zurückverfolgen. Viele Trader wenden sie erfolgreich an und wenn man sich näher mit ihnen und den dahinter stehenden Gedanken befasst, merkt man schnell, wie genial einfach einige dieser Praktiken sind.

1. Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen

Dies ist das Grundprinzip jeder Trading-Strategie. Ohne, dass die Gewinne größer sind als die Verluste, gäbe es keinen Gewinn, der am Ende übrig bleibt. Warum aber die Gewinne laufen lassen? Ein Trade ist nur gut, wenn er sich im Gewinn befindet. Das ist letztendlich wie in der realen Geschäftswelt: Ein Geschäft, welches keinen Gewinn erwirtschaftet, muss geschlossen werden. Alles andere wäre irrational.

Im Trading wechseln sich Gewinn- und Verlustperioden ab. Wer sein Risiko bei Trading-Geschäften konsequent begrenzt, der findet sich irgendwann in einer Verlustperiode, in der mehrere kleine Verluste hintereinander auftreten. Dies ist nicht schlimm und man sollte diese kleinen Verluste als Geschäftskosten betrachten. Oftmals reicht schon ein größerer Gewinn-Trade aus, um alle Verluste auszugleichen und Gewinn übrig zu lassen.

Würde man sein Risiko bei einem Trade nicht begrenzen, läuft man Gefahr, dass ein Trade zu einem großen Verlust führt. Dieser große Verlust kann nicht mehr durch einen großen Gewinn-Trade ausgeglichen werden.

Man kann sich dieses bildlich vorstellen: Trinkt man immer kleine Schlücke aus einer Wasserflasche, reichen wenige Sekunden bei der Befüllung aus, um das getrunkene Wasser auszugleichen und die Flasche zum Überlaufen zu bringen. Nimmt man sehr große Schlücke aus der Flasche, dann braucht man sehr viel Zeit zum Ausgleichen. Oftmals reicht dies nicht aus, denn man bekommt wieder Durst und trinkt erneut einen Schluck …

Trading Praktiken: Gehe mit dem Trend

2. Gehe mit dem Trend

Das große Sprichwort bei der Trendfolge heißt: „The Trend ist your friend!“Doch nur wenige wissen, was es damit auf sich hat. Betrachtet man einen Chart merkt man oft, dass es mal größere Bewegungen gibt, mal kleine und mal eher Bewegungen, die aussehen, als verlaufe der Chart seitwärts. Doch eines fällt auf: Wenn der Kurs einmal in Bewegung ist, verläuft er länger in diese Richtung. Das der Preis plötzlich umkehrt und in die entgegengesetzte Richtung verläuft ist seltener. Dies ist genau die Wahrscheinlichkeit, die Trendfolge ermöglicht. Kurz gesagt: Die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass, wenn erstmal ein Trend eingesetzt hat, er auch in die Richtung weiter verläuft.

Es gibt dennoch viele Trader, die sich gegen den Trend stemmen. Das Prinzip der Trendfolge ist Jahrzehnte oder sogar schon hundert Jahre alt und viele Trader sind damit bis heute erfolgreich. Natürlich funktioniert das Konzept nicht immer und zu jederzeit, doch es gibt genug Phasen, in denen Trendfolge gut funktioniert. Es gibt sicherlich auch erfolgreiche Gegentrend-Strategien, doch die meisten machen damit hauptsächlich eins: Verluste. Denn die Wahrscheinlichkeit ist nicht auf ihrer Seite.

3. Positionsgrößen berechnen

Die Positionsgrößenberechnung ist bei professionellen und erfahrenen Tradern nicht wegzudenken. Viele Trader riskieren oft weniger als 1% ihres Kapitals und sind damit sehr erfolgreich. Ursprünglich kommt das Konzept, seinen Einsatz zu berechnen, aus dem Bereich der professionellen Spieler. Ein Poker-Spieler kennt zu jeder Zeit genau den Betrag, den er bereit ist zu verlieren. Dieses Prinzip macht man sich auch im Trading zu Nutze und kalkuliert zu jedem Trade sozusagen den „Einsatz“.

Auch diese Praktik wird bereits seit Jahrzehnten erfolgreich von Tradern eingesetzt. Sei es die professionelle CTA- und Hedge-Fund-Branche oder die bekannten Spekulanten des 20. Jahrhunderts. Sie alle haben ihre Positionen bestimmt und die möglichen Verluste eingeplant.

Trading Praktiken: Losers average losers

4. Kaufe niemals bei fallenden Kursen nach

Paul Tudor Jones hatte in seinem Büro den treffenden Spruch „Losers average losers“ an der Wand hängen. Er hat bittere Erfahrungen damit gemacht, während fallender Kurse nachzukaufen und somit den durchschnittlichen Kaufpreis zu senken.

Was ist die Problematik hierbei? Die Verluste! Nur, weil man bei tieferen Preisen nachgekauft hat und somit den Durchschnittspreis der Position geschönt hat, ist es trotzdem ein Verlust. Es ist sozusagen reine Kosmetik. Gerade für Trader, die sich an fundamentalen Daten orientieren oder mit einem großen Ego ausgestattet sind, ist dies eine große Falle. Für sie sehen die betrachteten Daten bei fallenden Preises oft besser aus. Trader, die mit einem großen Ego ausgestattet sind und dieses am Markt abreagieren, können sich nicht eingestehen, dass ihr Trade nicht aufgeht. Sie kaufen weiter zu und sehen sich mit größeren Verlusten konfrontiert. Eine Position mit der doppelten Anzahl an Aktien ist nicht automatisch eine bessere Position, nur weil sie größer ist. Sie ist nur eine gute Position, wenn sie Gewinn zeigt.

5. Höre niemals auf Tipps

Viele, die an der Börse handeln geben gerne Tipps und die Gegenseite hört gerne zu. Trading-Tipps sind etwas, mit dem man sich hervortun und sein Wissen zu Schau stellen kann. Ob der Tipp zu einem Erfolg führt, ist nebensächlich. Leider gibt es viele Leute, die auf der Suche nach Tipps sind. Sie wollen nicht entscheiden und vielleicht sogar, wenn der Tipps nicht zum Erfolg führt, jemanden anderen beschuldigen können.

Das Trading aufgrund von Tipps führt niemals zum Erfolg. Oftmals haben die Tipp-Geber eigene Interessen bei der Vergabe von Tipps oder sie wissen gar nicht, was sie tun. Jemand, der auf der Suche nach Tipps ist, sollte sich fragen, ob er wirklich bereit für das Trading ist. Erfolgreiche und erfahrene Trader sind gute Vorbilder: Sie handeln autark und ignorieren jegliche unnütze Information und Tipps.


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Foto: Pixabay

 

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