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Aktien Trading Vorteile und Nachteile

Aktien Trading: Vorteile und Nachteile für Trader und was man beachten sollte

Gibt es einen Unterschied, ob man Aktien, Währungen oder Indizes tradet? Ja. Die Vor- und Nachteile beim Aktien Trading lernt ihr in diesem Artikel kennen.
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Oftmals ist das Aktien Trading ein erster Einstieg in den aktiven Börsenhandel. Aktien sind einfach zu verstehen, zu handeln und die Broker-Kosten sind günstig. Kein Wunder, dass viele Trader beim Aktien Trading bleiben. Doch viele Wechseln im Laufe der Zeit zu anderen Handelsinstrumenten, z.B. CFD, Knock-Outs oder andere Zertifikate, um die Hebelwirkung zu nutzen. In diesem Artikel zeige ich einmal, wie man Aktien für das Trading nutzen kann und welche Vorteile/Nachteile des bietet.

Was man unter Aktien Trading versteht und wie es funktioniert

Die meisten erfolgreichen Handelsstrategien können auf verschiedene Handelsintrumente angewendet werden. Viele gute Handelsstrategien sind universell, denn sie bauen auf den Grundlagen der Börse auf: Trendbewegungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man kurzfristig oder langfristig handelt. Um Gewinne an der Börse zu machen, benötigt man eine Kursbewegung.

Unter Aktien Trading versteht man das Anwenden einer Börsenstrategie auf Aktien. Dies bedeutet, dass man nach einer festgelegten Strategie Aktien kauft und verkauft. Dadurch, dass der Verkaufspreis höher ist, als der Kaufpreis, verdient man Geld. Natürlich ist es in der Praxis nicht so einfach. Der Trader muss einen Vorteil (sog. Edge) mit seiner Handelsstrategie haben, der es ihm erlaubt, langfristig Geld an der Börse zu verdienen. Dieser Vorteil kann in vielfältiger Weise existieren, z.B. in der Handelsstrategie selber, im Risiko-Management, bei der Auswahl der Trades oder in der Psychologie des Traders. Ohne Vorteil und das man seinen Vorteil genauestens kennt, wird man kein Geld verdienen.

Hat ein Trader erst einmal eine Handelsstrategie mit einem Vorteil entwickelt und beherrscht sie, kann er dies auf sein Aktien Trading anwenden. Hierbei nutzt er einen Aktien-Broker, um weltweit Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Dabei spielt es eine große Rolle, dass man sein Risiko- und Money-Management auf den Aktienmarkt anpasst. Einfach eine Handelsstrategie von einem Gebiet ins nächste zu übertragen, wird nicht funktionieren. Jedes Handelsintrument bringt bestimmte Eigenschaften mit, die man kennen muss.

Vorteile beim beim Trading mit Aktien

Jedes Handelsinstrument, welches man an der Börse einsetzt, hat Vor- und Nachteile. Ich selber betreibe seit Jahren vor allem Aktien Trading. Vielleicht hat es auch damit zu tun, an was man sich gewöhnt. Man sollte jedoch nicht ständig seine Handelsinstrumente wechseln, da man ansonsten keine Erfahrung aufbaut.

  • Große Vielfalt: Ein Trader kann an allen Börsen auf der Welt handeln. Das einzige, was ihn abhalten kann, sind die verschiedenen Zeitzonen. Es stehen weltweit Millionen an Aktien zum Traden bereit.
  • Starke Trends: Gerade bei Aktien mit geringerem Handelsvolumen kommt es oft zu starken Trends. Dies kann man gezielt nutzen, da gerade private Trader über kleinere Trading-Konten verfügen. Natürlich kann eine starke Bewegung auch gegen den Trader verlaufen. Daher ist Risiko-Management ein wichtiger Bestandteil beim Aktien Trading.
  • Günstige Broker-Kosten: Die Handelskosten sind oftmals sehr gering. So kann man bereits schon ab wenigen Euro Aktien kaufen/verkaufen. In den USA sind die Handelskosten sogar noch geringer.
  • Handel mit Hebel möglich: Es gibt unzählige Arten, wie man Aktien mit einem Hebel handeln kann. CFDs sind eine gute Möglichkeit, da sie den Aktienkurs 1:1 abbilden. Daneben lassen sich Zertifikate einsetzen oder man kann viele Aktien auch direkt mit Margin handeln. Voraussetzung ist natürlich das richtige Wissen und ein entsprechender Broker.
  • Steigende und fallende Kurse: Es ist möglich, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen. Dies ist auch möglich, wenn man nicht CFD-Handel betreibt oder Zertifikate einsetzt.
  • Diversifikation möglich: Es gibt Aktien aus allen möglichen Branchen. Somit ist es z.B. möglich, von einem steigenden oder fallenden Goldpreis zu profitieren, in dem man Aktien aus dieser Branche handelt.
  • Aktienscanner einsetzen: Wenn man Millionen Aktien traden kann, muss man natürlich die zur Handelsstrategie passenden finden. Hier kann man z.B. einen Aktienscanner einsetzen. Dieser filtert nach vorgegebenen Kriterien die passenden Kandidaten heraus. Hier im Blog gibt es einige Beispiele, z.B. für einen ProRealtime Screener.
  • Unzählige Handelsstrategien: Da Aktien unter Tradern so beliebt sind, gibt es unzählige Börsenstrategien. Egal, ob Daytrading, Swingtrading oder Trendfolge, es gibt für alles eine Handelsstrategie. Viele Trader veröffentlichen ihre Strategien kostenlos und man kann sich das ein oder andere abschauen. Aber Vorsicht: Die Handelsstrategie muss zum Trader passen. Wer einfach eine Strategie kopiert, wird am Ende unglücklich oder kann sie nicht vernünftig ausführen.
  • Feste Handelszeiten: Während Forex und Indizes meist 24 Stunden am Tag gehandelt werden, haben Aktien feste Handelszeiten. Natürlich ist auch außerbörslicher Handel möglich, aber dieser ist oftmals unattraktiv, da nur weniger Trader daran teilnehmen. Die festen Handelszeiten, geben dem Trader einen festen Rhytmus. So ist es problemlos möglich, sich vor einer Handelssitzung vorzubereiten.
  • Kurse oft kostenlos verfügbar: Da Aktien Trading so beliebt ist und viele Trades durchgeführt werden, sind die Kursdaten oft kostenlos erhältlich. Gerade in den USA gibt es sogar realtime Kurse kostenlos. Das spart Geld.

Nachteile beim Trading mit Aktien

  • Erhöhtes Risiko durch Kurslücken: Da der Aktienhandel nicht 24 Stunden läuft, kann es über Nacht zu erheblichen Kurslücken kommen. Dies ist vor allem dann möglich, wenn das Unternehmen Nachrichten über Nacht veröffentlicht. Durch die richtige Positionsgröße wird jedoch ein Ruin über Nacht vermieden.
  • Hohe Korrelation: Viele Werte steigen und fallen mit dem Gesamtmarkt. Innerhalb der Assetklasse herrscht eine hohe Korrelation. Wer also nur Aktien tradet, der muss aufpassen, dass das Risiko gering bleibt. ansonsten sollte man mit weiteren Assetklassen diversifizieren.
  • Kapitalmaßnahmen, Dividende und Splits: Der Chart kann sich durch Kapitalmaßnahmen verfremden. Ab und zu kann es vorkommen, dass ein Teil des Unternehmens ausgegliedert wird. Dieses sog. Spin-Off führt zu einer großen Kurslücke im Chart. Dies ist auch bei der Dividende der Fall. Zudem können Unternehmen ihre Aktien zusammenlegen oder splitten, was wiederum den Chart verzerrt.
  • Handel kann ausgesetzt werden: Das Unternehmen kann an der Börse beantragen, dass der Handel mit der Aktie ausgesetzt wird. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es zu größeren Neuigkeiten kommt. In diesen Fällen kann man nicht verkaufen oder kaufen. Somit ist der Trader in seinen Wahlmöglichkeiten beschränkt.
  • Große Trading-Konten: Viele Werte werden nur in geringer Stückzahl gehandelt. Dies sind vor allem die Werte, die große Möglichkeiten bringen. Je größer das eigene Trading-Konto ist, desto weniger Aktien kann man handeln, ohne den Preis zu beeinflussen. Hier muss man Strategien finden, dies es erlauben, die Order über mehrere Tage zu verteilen. Natürlich ist auch das Aktien Trading mit einem großen Konto möglich, aber es wird schwieriger.
  • Nicht immer Short-Handel möglich: Viele Werte können nicht leerverkauft werden. Es gibt manchmal keine Verleiher oder einfach kein Angebot an CFDs oder Zertifikaten. Zudem gibt es große Unterschiede bei den Aktien-Brokern, ob sie den Short-Handel ermöglichen oder nicht.
  • Daytrading nur begrenzt möglich: Nur wenige Aktien bietet sehr hohes Volumen, so dass man Daytrading mit den Aktien betreiben kann.
Aktien kaufen und verkaufen: Ohne Probleme mit einem Onlinebroker möglich

Der Schritt zu einem ersten Aktien Trade ist oft nicht weit. Es gibt mittlerweile viele Onlinebroker, die den Einstieg in den Aktienhandel für alle einfach machen. Die Gebühren sind sehr gering, es gibt leistungsstarke Chart- und Trading-Software und auch Schulungen sind kostenlos erhältlich. Doch man sollte nicht gleich bei jedem Aktienbroker ein Depot eröffnen. Hier gibt es einige Dinge zu beachten. Vor allem sollte man sich fragen, wie viel Support man benötigt. Oft sind Discount-Broker vollkommen ausreichend. Wer jedoch mehr Support und Schulungen benötigt, der sollte einen anderen Depot-Anbieter wählen. Hier zahlt man jedoch meist mehr für den Handel.

Zudem gibt es bei einigen Börsen Steuern und Gebühren, die man beachten muss. Während man in den USA bereits sehr günstig handeln kann (z.B. ab USD 2 pro Trade), muss man in einigen europäischen Ländern wesentlich mehr bezahlen. Dennoch sind die Gebühren wesentlich günstiger als noch vor einigen Jahren. Auch gibt es große Unterschiede bei den Onlinebrokern, was den Auslandshandel betrifft. Hier lohnt es sich, Preise zu vergleichen.

Plattformen und Software für das Aktien Trading

Wie oben bereits geschrieben, ist vieles kostenlos verfügbar. Websites, wie z.B. Tradingview und Software wie z.B. ProRealtime stehen gratis für den Trader zur Verfügung. Daneben gibt es das große Portal FinViz, welches man als Aktienscanner benutzen kann. Wer dagegen geringe Kosten nicht scheut, kann sich die Software TraderFox anschauen. Sie bietet sehr viele Trading-Strategien und Aktienfilter an.


Trading-Bücher zum Thema

Hier eine kleine Auswahl empfehlenswerter Literatur zum Thema. Wer weitere Bücher sucht, findet diese hier: Trading-Bücher.

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Fotos: Pixabay

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