Werbung
Asymmetrische Trades

Trading: Groß gewinnen, klein verlieren. Asymmetrische Trades.

Asymmetrische Trades sind der Kern der Trendfolge!
Es ist dieser Grundsatz, die im Titel des Artikels zu lesen ist, die mich in Richtung Trendfolge trieb. Vor allem, nach dem ich das Buch „Trend Following“ von Michael Covel gelesen hatte, war ich überzeugter den je von dieser Idee. Asymmetrische Wetten oder auch asymmetrische Trades sind der Kern von Trendfolge-Trading: Gewinne groß und verliere klein.

Werbung

Paul Tudor Jones geht keinen Trade ein, wenn er nicht mindestens das Potential eines 5:1 CRV hat. Was bedeutet dies? Jede Wette/Trade, die er abschließt, muss mindestens das Potential haben, das 5-fache seines Wett-Einsatzes als Gewinn zu ermöglichen. Dies bedeutet natürlich nicht, dass jeder Gewinn-Trade immer 5R bringt, aber über eine lange Serie an Trades wird dieses als Durchschnitt erreicht. Dies hat den charmanten Vorteil, dass man nicht so so oft gewinnen muss (nur in 20% der Fälle), da die Gewinne die Verluste um ein vielfaches übersteigen. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass man sehr oft verliert und dies kann sich auf die Psyche des Traders auswirken.

Asymmetrische Trades sind Trades, die eine „Schiefe“ zwischen dem potentiellen Verlust und dem potentiellen Gewinn aufweisen.

Asymmetrische Trades sind Trades, die eine „Schiefe“ zwischen dem potentiellen Verlust und dem potentiellen Gewinn aufweisen. Beispielsweise wäre es ein asymmetrischer Trade, wenn ich 100 EUR riskiere um 500 EUR zu gewinnen. Also ich setze einen kleinen Betrag, um einen vielfach größeren Betrag zu gewinnen. Ein symmetrischer Trade ist genau das Gegenteil: Ich setzte 100 EUR, um 100 EUR zu gewinnen. Das Problem hierbei ist nur, dass ich dem Risiko ausgesetzt bin, dass ich falsch liege. Dieses Risiko möchte ich normalerweise durch ein höheren Gewinn kompensieren. Dies ist einleuchtend, aber es gibt auch Strategien, die mit negativen asymmetrischen Wetten Geld verdienen. In diesem Fall würde ich z.B. 100 EUR einsetzen, um 75 EUR zu gewinnen. Auf den ersten Blick leuchtet dies nicht ein, aber am Ende ist das Verhältnis von Verlust zu Gewinn immer im Verhältnis mit der Trefferquote zu sehen (s. dieser Artikel). Ob das eine oder andere System „besser“ oder „schlechter“ ist, möchte ich in diesem Artikel nicht bewerten. Ich habe jedoch meine Präferenz …

Wie kann man den potentiellen Gewinn ermessen? Es gibt viele Trader, die fixe Kursziele verwenden. Hier lässt sich sehr einfach der potentielle Gewinn anhand des Gewinnziels im Verhältnis zum riskierten Betrag ermitteln. Aber wie verträgt sich diese Idee mit Trendfolge? Bei der Trendfolge kennt man kein Kursziel, weil man dem Preis so lange folgt, bis ein Gegensignal vorliegt und der Preis umkehrt. Rein theoretisch beträgt bei der Trendfolge somit das CRV 1:unendlich (bei Long-Trades; bei Short-Trades immer 1:100, deshalb sind diese theoretisch nicht so attraktiv). In der Praxis erreicht man dies aber wohl kaum. Jedoch lassen sich bei der Trendfolge auch hier lukrative von weniger lukrativen Trades unterscheiden.

Ich beispielsweise setze die Average-True-Range als Indikator zur Festlegung meines initialen Stops ein und kalkuliere hierüber die Positionsgröße. Je geringer die ATR ist, desto größer ist meine Positionsgröße und desto größer mein potentieller Gewinn. Da ich Breakouts handele, die gleichzeitig eine sehr geringe Volatilität aufweisen, ist diese CRV-Optimierung bereits in meine Setups eingearbeitet. Daneben betreibe ich ein rigoroses Risikomanagement und erreiche hierdurch einen deutlich niedrigeren Durchschnittsverlust, was wiederum dem CRV zu Gute kommt. Auf diese Weise lassen sich im Trading-System CRVs von >5R erreichen.

Ich kann sehr oft hintereinander mit meinen Trades falsch liegen, ein einziger Trade macht alle kleinen Verluste wieder wett.

Ich sehe den großen Vorteil von asymmetrischen Trades und Trendfolge darin, dass ich meinen Gewinn nicht begrenze. Ich kann sehr oft hintereinander mit meinen Trades falsch liegen, ein einziger Trade macht alle kleinen Verluste wieder wett. Wer auf andere Tradingsysteme mit höheren Trefferquoten setzt, die sich natürlich besser anfühlen, muss diese Trefferquote über einen langen Zeitraum halten können. Geringe Abweichungen können das System schnell unprofitabel machen. Ich möchte darauf nicht angewiesen sein. Dafür nehme ich dann den größeren Schmerz der Trendfolge in Kauf.

Foto: Julia Manzerova

 

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

GEFÄLLT DIR DIESER ARTIKEL?
Dann jetzt anmelden und kostenlos neueste Artikel per E-Mail erhalten!
    Was dich erwartet:
  • Denkanstöße für dein Trading
  • Mehr Wissen zum Thema Trading-Systeme
  • Risiko- und Moneymanagement Beiträge
  • Buchempfehlungen & Trading-Videos
  • Erfolg, Motivation und Selbstverbesserung
* natürlich gebe ich deine E-Mail niemals an Dritte weiter!
GEFÄLLT DIR DIESER ARTIKEL?
Bekomme zukünftig alle Neuigkeiten über meine Facebook Seite:
GEFÄLLT DIR DIESER BLOG?
Dann jetzt anmelden und kostenlos neueste Artikel per E-Mail erhalten!
    Was dich erwartet:
  • Denkanstöße für dein Trading
  • Mehr Wissen zum Thema Trading-Systeme
  • Risiko- und Moneymanagement Beiträge
  • Buchempfehlungen & Trading-Videos
  • Erfolg, Motivation und Selbstverbesserung
* natürlich gebe ich deine E-Mail niemals an Dritte weiter!