Russell 2000 im Wochenchart

Trading: 6 Märkte in der Analyse. DAX, NASDAQ, S&P 500, Russell 2000, Stoxx600, FTSE Allshare

Viele Aktienmärkte haben neue Abwärtstrends begonnen und damit wochenlange Seitwärtsranges aufgelöst.
Letzte Woche war endlich der Tag, auf den ich schon so lange gewartet habe! Die Aktienmärkte haben sich vorerst für eine neue Richtung entschieden. Das Jahr 2014 war bisher relativ trendlos verlaufen. Einige engere Indizes haben neue Höchststände und klare Aufwärtstrends gezeigt, jedoch de breite Masse der Aktien ist gefallen oder seitwärts gelaufen.

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Jetzt kann man natürlich sagen „Dann hätte man halt andere Aktien zum Traden auswählen müssen!“, doch so läuft das Spiel leider nicht. In der Nachbetrachtung ist es immer einfach zu sagen, was funktioniert hätte und was nicht. Doch Trading ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten. Wenn also die Masse der Aktien sich seitwärts bewegt oder fällt, stehen meine Chancen relativ schlecht, einen Gewinner aus der Masse herauszuziehen. Hier hilft also nur an der Seite zu stehen und auf eine klare Richtung der breiten Masse zu warten. Dies ist auch ein Punkt, an dem ich noch arbeiten muss. Ein gutes Risikomanagement schützt aber vor großen Verlusten.

6 Märkte in der Analyse

Hier einmal 6 Aktienmärkte in der Analyse. Die Betrachtung bezieht sich immer auf den Wochenchart. Ich versuche so objektiv wie möglich zu sein. Kursziele oder zukünftiges Verhalten kann ich nicht bestimmen, da ich leider nicht in die Zukunft schauen kann. Es kann stark abwärts gehen, weiter seitwärts, es kann ein Fehlausbruch sein oder ein Crash. Wer weiß das schon?

  • DAX: Seit Anfang 2014 ist Pause im DAX. Die 10.000 Punkte Marke wurde noch erreicht, jedoch seit dem folgten schnelle und stärkere Abwärtsschübe. Die große Seitwärtsrange und Volatilität ließen keine Trendfolge-Trades zu. Nun wurde diese Seitwärtsphase nach unten verlassen. Der Wochenverlauf zeigt, dass am Tief geschlossen wurde. Damit liegt ein Wochenschluss unterhalb der Range vor. Chart-Techniker könnten hier noch eine SKS-Formation sehen. Das Muster spielt aber keine Rolle. Fakt und wichtigstes Kriterium ist: Neues 20 Wochentief und Range nach unten verlassen. Somit ist die Richtung für diesen Markt für mich: Abwärts. Weiterer interessanter Artikel zum DAX: Trading: Small Caps deutlich schwächer. DAX und SDAX im Vergleich.
  • NASDAQ (Composite): Ein sehr starker Markt in 2013 und auch 2014. Neue Hochs wurde mühelos erreicht, auch 2014 ging es nach einer kleinen Pause weiter aufwärts. Doch mit dem Nachgeben der anderen Märkte zieht es auch den NASDAQ nach unten. Das vorherige Hoch, welches als Unterstützung hielt, wurde nun durchbrochen. Dennoch liegt noch kein neues 20 Wochentief vor. Da jedoch das letzte Verlaufstief gebrochen wurde, ist der Markt auch erst mal vorsichtig abwärts zu sehen.
  • S&P 500 (abgebildet durch den ETF $SPY): Ich habe hier bewusst den ETF genommen, um einmal das Volumen mit abzubilden. Der S&P 500 hat ebenfalls noch keine neuen 20 Wochentiefs erreicht, aber der Aufwärtstrend wurde auf Wochenschlussbasis verletzt. Dennoch hält erst einmal die Unterstützung. Das Volumen im SPY zog aber deutlich an und nahm zu. Dies könnte ein Indiz für Verkäufe sein. Lass dich aber vom Volumen nicht täuschen. Volumen in solch einem hochliquiden ETF hat meiner Erfahrung nach nur eine geringere Aussagekraft, da es von so vielen Faktoren beeinfluss wird.
  • Russel 2000 (abgebildet durch den ETF $IWM): Ein Markt, auf den ich verstärkt achte. Der Russell 2000 bildet die Small-Caps in den USA ab. Da der Index sehr breit ist (er umfasst 2000 Aktien), zeigt er ein besseres Bild als die Large-Cap Indizes Dow Jones 30 oder S&P 500 (mehr zu der Thematik hier). Der Russell bildete eine große Seitwärtsrange aus, die nun auch auf Wochenschlussbasis nach unten verlassen wurde. Der Aufwärtstrend ist damit erst einmal erledigt. Ebenfalls interessant ist das erhöhte Volumen im ETF, welches sich auch schon in der Seitwärtsrange gezeigt hat. Diesen Markt kann man aufgrund des neuen 20 Wochentiefs und des Bruchs der Seitwärtsrange definitiv als abwärts einstufen.
  • Stoxx 600: Dieser Index umfasst 600 Aktien quer durch Europa und zeigt somit ganz gut die allgemeine europäische Lage. Viel gibt es zu diesem Index nicht zu sagen. Der Aufwärtstrend verlief volatil und die Volaitlität nahm sogar noch zu. Nun erreicht der Index ein neues 20 Wochentief und ist damit als abwärts einzustufen.
  • FTSE Allshare: Dies ist der bereite britische Index. Für mich bietet dieser Index das interessanteste Bild von allen. Es zeigt sich eine Seitwärtsrange, die bereits im Oktober letzten Jahres begonnen hat. Der britische Small-Cap Index FTSE AIM Allshare dagegen war noch im Aufwärtstrend und drehte erst im April diesen Jahres. Seit dem hat dieser bereits über 20% verloren. Beim FTSE Allshare war lange Zeit nicht klar, ob er nach oben oder unten ausbrechen würde. Nun haben die Märkte entschieden und es zeigt sich ein klares Signal: Abwärts.

Ich betrachte täglich und wöchentlich die meisten Aktienmärkte und ordne sie nach ihrem Verhalten her ein: Aufwärts, abwärts oder neutral. Dies hilft mir eine Bias in meinem Trading zu bestimmen, um in die Richtung der größten Wahrscheinlichkeit zu handeln. Nachrichten, fundamentale Daten oder eine Meinung betrachte ich nicht. Für mich zählt alleine nur, was der Preis macht. Wenn er abwärts zeigt, wird sich die Masse der Marktteilnehmer entschieden haben zu verkaufen. Meine eigene bescheidene Meinung zu einem Preis spielt da keine Rolle.

Der Donchian Kanal hilft mir dabei, die Märkte objektiver zu betrachten und die Richtung festzulegen. Niemand kann sagen, wohin die Reise gehen wird. Die Märkte können von einem auf den anderen Moment ihre Richtung neu festlegen. Das Einzige, was man bestimmt sagen kann ist, dass der Preis sich aufwärts, abwärts oder seitwärts bewegt. Für alle diese drei Richtungen muss man eine Strategie haben. Eine Strategie kann es auch sein, keine Trading-Position einzunehmen und auf ein klareres Bild zu warten. Das gleiche gilt, wenn man sich beim Short-Trading (s. Artikel „Trading: Short oder Long?„) nicht wohl fühlt.

 

SDAX im Tageschart

Trading: Small Caps deutlich schwächer. DAX und SDAX im Vergleich.

Breite Indizes und Small Indizes zeigen sich deutlich schwächer als die Large Cap Indizes. Wer Nebenwerte handelt, sollte also immer den gesamten Markt im Auge behalten und nicht nur auf die Large Cap Indizes schauen.
Die Märkte sind 2014 ein wirklich schwieriger Ort, um als Trendfolger erfolgreiche Trades zu machen. Sicherlich ist es vom Zeithorizont und Tradingsystem abhängig, längerfristige Trendfolger können kurzfristige Schwankungen anders vertragen als kurzfristige Trendfolger, aber es fehlt einfach ein deutlicher Trend in den breiten Aktienmärkten. 2013 war dies anders …

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Gut beobachten kann man dies, wenn man Small Cap Indizes mit Large Cap Indizes vergleicht. Während sich die Indizes der höher kapitalisierten Werte, wie DAX, Dow, S&P 500, gut hielten, geben die breiteren Indizes der kleineren Werte deutlich nach oder bewegen sich stark seitwärts. Jeder sollte mal einen Blick auf Russell 2000, FTSE Aim oder SDAX werfen. Da ich persönlich auch viele Nebenwerte handele, gestaltet sich das Trading hier schwieriger.

Lt. Finviz.com befinden sich nur 28,2% alle Aktien über ihrem 50er gleitenden Durchschnitt.

Oft trügt das Bild in den engeren Indizes, die weniger Aktien enthalten, weil diese nur von wenigen Aktien mit hohem Anteil am Index getrieben werden. Beim Dow Jones oder NASDAQ kann man durchaus den Eindruck erhalten, dass die Märkte stark aufwärts gerichtet sind. Dabei fällt die Mehrheit der US Aktien: Lt. Finviz.com befinden sich nur 28,2% alle Aktien über ihrem 50er gleitenden Durchschnitt. Dies zeigt die kurzfristige Markttendenz gut.

In den oben abgebildeten Charts sieht man den SDAX und DAX. Der SDAX ist der Index, der die 50 Nebenwerte abbildet, während der DAX 30 stark kapitalisierte Unternehmen abbildet. Neben den Fehlausbrüche, die beide Charts zeigen, zeigt sich deutlich, dass der SDAX schwächer ist. Er hat sogar ein signifikantes tieferes Hoch ausgebildet, was einen Abwärtstrend andeutet. Auch das letzte Verlaufstief wurde gebrochen. Zudem weisen die Abwärtsbewegungen ein starkes Momentum auf. Die monatelange Range seit Anfang 2014 erinnert sehr stark an eine Top-Bildung. Ob jedoch der Ausbruch aus der Range nach oben oder unten stattfinden, kann man nicht sagen, so lange es nicht passiert ist. Das starke Abwärtsmomentum der letzten Wochen zeigt jedoch, dass viele Marktteilnehmer vor allem kleine Werte verkaufen.

Weisen die Märkte keinen klaren Trend auf, gibt es für einen Trendfolger eigentlich nur eins: Zuschauen.

Ich will hier nicht eine Prognose abgeben, was passieren wird. Die Beobachtungen sind reine Fakten, die sich aus dem Chart ablesen lassen. Weisen die Märkte keinen klaren Trend auf, gibt es für einen Trendfolger eigentlich nur eins: Zuschauen. Doch diese Position einzunehmen, ist nicht immer einfach – Stichwort: Overtrading.

Einen lesenswerten Artikel zum Thema Small Caps/Large Caps findet ihr auch bei Trader Steve im Blog: http://www.thetrendfollower.com/2014/09/further-disconnect.html

 

Silber im Tageschart

Trading: Silber setzt Abwärtstrend fort

Große Trends beginnen oft, wenn mehrmonatige Unterstützungen gebrochen werden.
Über 700% ist Silber seit Januar 2003 gestiegen und danach wieder in sich zusammengesackt. Es ist mal wieder eines der schönen Beispiele, dass Buy&Hold keine Strategie für den Ausstieg hat. Ich kann mich noch gut an Diskussionen über den Silberpreis im Jahre 2012 erinnern, wo Bekannte mich fragten, ob sie nun Silber kaufen sollten. Sie gingen davon aus, der Preis würde ja aufgrund der „Krise“ weiter steigen. Doch seit dem Hoch bei ~$50 hat der Preis bereit über die Hälfte verloren und verliert weiter. Dies zeigt mir, dass nur jemand an der Börse gewinnen kann, der auch weiß, wann er wieder verkaufen muss. Eine Strategie mit Regeln für Kauf, Verkauf, Positionsgröße, Anzahl der Positionen usw. ist also Grundlage für den Tradingerfolg. Jeder, der Werte im Monatschart betrachtet, sollte dies sofort erkennen können …

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Silber in der Analyse

Monatschart

  • Seit 2003 hat der Silberpreis über 700% zugelegt und ist danach volatil in sich zusammengesackt.
  • Gut zu sehen sind die Preiskonsolidierungen 2012 und 2013, sowie 2013-2014.
  • Der Chart zeigt aber auch, dass es einige starke Aufwärtsmonate gab, von denen sich mit kurzfristigen Strategien profitieren lässt.
  • Im Monatschart ist aber übergeordnet ein Abwärtstrend erkennbar. Wann der Preis wieder zum stehen kommt, kann nicht vorhergesehen werden.

Wochenchart

  • Ebenfalls ein klarer Abwärtstrend. Die Verlaufshochs sind fallen. Dies zeigt, dass Verkäufer bereit sind bei tieferen Kursen zu verkaufen und sich das Marktgleichgewicht entsprechend verschiebt.
  • Sehr gut ausgeprägt ist die Unterstützung im Bereich $18,44, welche nun schon seit über einem Jahr hält. Innerhalb der Konsolidierung kommt es zu tieferen Hochs, was wiederum die Schwäche der Käufer und stärke der Verkäufer zeigt.
  • Im Wochenchart zeigt sich somit ein sehr gutes Setup, um bei einem Bruch der Unterstützung Silber zu verkaufen, also eine Short-Position aufzubauen. Die Konsolidierung weißt eine sehr geringe Volatilität auf.

Tageschart

  • Man sieht, dass Silber über das kleine Doppeltief im Juni ausgebrochen war, jedoch später zurückfiel. Dies zeigt, dass sich keine Unterstützung herausbilden konnte, sondern die Verkäufe fortgesetzt wurden.
  • Am Donnerstag bzw. Freitag brach Silber dann deutlich das Juni 2013 Tief und schloss mit -3,63%.
  • Beim Bruch der Unterstützung hätte man eine Short-Position aufbauen können, jedoch ist der Trend im Tageschart bereits fortgeschritten. Ich warte hier lieber auf eine Konsolidierung. Das CRV ist hier schlechter und die Volatilität höher.

Hätte man sofort eine Position aufbauen sollen? Dies hängt von der eigenen Strategie ab. Der Trend im Tageschart ist bereits weiter fortgeschritten und somit droht die Gefahr einer Konsolidierung oder Rücksetzer im Trend. Ich warte lieber, bis sich eine Konsolidierung herausgebildet hat und der Trend danach wieder aufgenommen wird. Sicherlich droht hier die Gefahr, den gesamten Trend zu verpassen. Jedoch ist bei einem fortgeschrittenem Trend das Chance-Risiko-Verhältnis schlechter. Durch die erhöhte Volatilität ist die Positionsgröße, berechnet mit der Average True Range, schlechter. Ich präferiere eher neue, frische Trends.

Das Setup hätte man jedoch auf einer höheren Zeitebene im Wochenchart handeln können. Hier war die Volatilität geringer und die Range „enger“.

 

Tradingsystem: Wo Trends entstehen (können). Beispiel: Britvic

In den höheren Zeiteinheiten findet man gute Einstiegspunkte, an denen größere Trends beginnen können.
Die Chartanalyse in mehreren Zeiteinheiten ist nicht neu und auch kein Hexenwerk. Viele wenden diese an und versuchen über mehrere Zeiteinheiten hinweg Bestätigung für die eigenen Trades zu erlangen oder interessante Einstiegsmöglichkeiten zu finden.

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Starke Trends entstehen, wenn noch viele Käufer/Verkäufer hinter einem stehen, die Kaufen oder Verkaufen möchten. Man muss also prüfen, an welchen Stellen dies der Fall sein könnte und sich hier positionieren. Das Entscheidende im letzten Satz ist das Wort „können“, denn es gibt keine Garantie dafür. Das Einzige, was ein Trader machen kann, ist, sich zu positionieren und abzuwarten, ob der Trade die Erwartungen erfüllt oder nicht.

Egal, wie gut die Chartsituation für einen persönlich aussieht, man weiß nie was der nächste Tag bringen wird.

In Zeiten, in denen ein bestimmter Tradingstil nicht so gut funktioniert, können sich viele Verlusttrades ergeben. Egal, wie gut die Chartsituation für einen persönlich aussieht, man weiß nie was der nächste Tag bringen wird. Daher kann man nur abwarten und sich gegen die Situation schützen, wenn sich die eigene Erwartung nicht erfüllt.

Um lukrative Einstiegsmöglichkeiten zu finden, nutze ich die höheren Zeiteinheiten, um mir ein grobes Bild der Lange zu verschaffen.

Wie ich höhere Zeiteinheiten zum Überblick der Lage nutze

  1. Meistens habe ich drei Charts gleichzeitig auf meinem Monitor geöffnet: Monats-, Wochen und Tageschart. Somit bekomme ich auf einen Blick bei einer Aktie einen Überblick über die Lage (von sehr grob nach klein).
  2. Im Monatschart prüfe ich das große langfristige Bild: Wo sind langfristige Widerstände und Unterstützungen? Wie stark ist eine Aktie gestiegen oder gefallen? Dies hilft mir auf einen schnellen Blick zu erkennen, wo mögliche interessante Einstiege sind.
  3. Im Wochenchart sehe ich die Lage der letzten Monate. Dies ist für mich der wichtigste Chart. Hier sehe ich konkreter wie oft Unterstützungen oder Widerstände erreicht wurden. Gab es stärkere Verkäufe/Käufe? Gab es Fehlausbrüche? Für mich sind mehrmonatige Unterstützungen oder Widerstände interessant, um mich bei einem Bruch dieser zu positionieren.
  4. Im Tageschart findet bei mir der eigentliche Einstieg statt. Ich nutze hierfür jedoch nicht den „nackten“ Chart, sondern nutze den Donchian Kanal, um mich zu positionieren (nicht im Chart abgebildet). Im Tageschart halte ich dann Ausschau nach Bewegungen, Fehlausbrüchen, Trends (höhere/tiefere Hochs/Tiefs), Unterstützungen/Widerstände. Wo wird eine interessante Marke gebrochen?

Diese ganze Arbeit erledigen meine Augen und mein Gehirn in wenigen Sekunden. Die Chartlinien habe ich nur zur Visualisierung eingezeichnet. Die Analyse der drei Zeiteinheiten stehen in enger Verbindung zur generellen Marktlage, also ob Aktienmärkte gerade überwiegend steigen oder fallen. Ich suche nach Situationen, in denen Ausbrüche erfolgen, wo in höheren Zeiteinheiten Verkäufer/Käufer hinzukommen. Dies funktioniert natürlich nur, wenn auch die Märkte allgemein in diese Richtung zeigen.

Beispiel: Analyse der Aktie Britvic

Im Nachhinein ist alles natürlich leichter zu sehen und zu betrachten. Deshalb dient dies nur als Beispiel und zur Visualisierung. Dies ist keine Aufforderung oder Anleitung zu einem Trade!

  1. Monatschart: Die für mich wichtigen Marken sind im Chart markiert. Die letzen Verlaufshochs eines Abwärtstrends dienen als Markierungen. Gerade die Bodenformation mit insgesamt drei Auflagepunkten als Widerstand ist interessant. Ebenso die mehrmonatige Konsolidierung aus 2013 bei ca. 450. Solche Punkte sind es, die bei einem Bruch neue Käufer anlocken. Ab 2013 erfolgte ein starker Aufwärtstrend ohne große Konsolidierungen. Die Aktienmärkte waren allgemein in einem starken Trend.
  2. Wochenchart: In dieser Zeiteinheit sind die Konsolidierungen noch deutlicher zu erkennen. Über mehrere Wochen kommen die Kurse den Widerständen näher und schließlich werden diese auch gebrochen. Wenn der Trend im Wochenchart deutlich in eine Richtung zeigt, heißt es aber noch lange nicht, dass man sich nicht auch auf der Gegenseite positionieren könnte. Wie man seit November 2013 sieht, bildet Britvic ein Top aus, welches eine deutliche Unterstützung unterhalb 700 zeigt. Bei einem Bruch könnte man sich short positionieren und auf einen Abwärtstrend spekulieren. Viele Käufer dürften hier noch investiert sein und verkaufen. Hierbei muss man aber auch die Lage der Aktienmärkte allgemein miteinbeziehen.
  3. Tageschart: Hier findet man die „feineren“ Signale. Einen kräftigen Fehlausbruch und einen aktuell intakten Abwärtstrend innerhalb der großen Range. Die Unterstützung ist ebenfalls deutlich zu sehen, wo man sich bei einem Bruch positionieren könnte.

Diese Analyse ist nur eine individuelle Interpretation. Wie schon oben geschrieben handele ich nicht den nackten Chart und auch nicht mit dieser Interpretation im Hinterkopf. Dies dient nur dazu, damit ich meine Gedanken, die bei mir automatisch ablaufen, besser erklären kann. Früher habe ich viel individuelle Charttechnik genutzt, wie man auch im Blog sehen kann. Heute habe ein festes System mit Regeln für Marktrichtung, Entry, Exit, Trademanagement, Position-Sizing usw.

Hier ist die Chance erhöht, dass sich die aktuellen Kräfte und Meinungen im Markt verändern.

Was man jedoch bei der Analyse von Chart immer wieder sehen kann ist, dass große Trends nicht in der kleinen Zeiteinheit entstehen, sondern in den höheren. Das größere Bild zeigt einem klare Einstiegspunkte, an denen es zu größeren Trends kommen könnte. Hier ist die Chance erhöht, dass sich die aktuellen Kräfte und Meinungen im Markt verändern. Diese Punkte zu finden und mit einem trendfolgenen System zu handeln ist das Ziel.

 

Trading: Was mir die Märkte erzählen … Kurze Analyse diverser Aktienmärkte.

Ein Blick auf die Märkte genügt, um die Richtung zu sehen …
Die oberen Charts sind bewusst „clean“ gehalten. Ich habe keine Chart-Analyse mit Linien etc. vorgenommen und habe auch alle Indikatoren entfernt. Einfach nur der Preis und ein paar markante Markierungen. Vor einiger Zeit habe ich auch noch Charts vollgemalt und über die Zukunft gerätselt. Doch letztendlich hat mich das nie weitergebracht, sondern nur Stunden an Zeit gekostet …

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Der Preisverlauf erzählt bereits alles was man wissen muss: Ist der Preis eher steigend oder fallen? Laufen die Märkte seitwärts? Wo sind markante Punkte, woran ich erkenne, dass der Trend wechselt? Die Basis-Theorie hierzu ist: Steigende Hochpunkte und Tiefpunkte = Aufwärtstrend, fallende Hochpunkte und fallende Tiefpunkte = Abwärtstrend. Unklarer Verlauf = Seitwärts. Jedes Kind könnte dies erkennen … Und doch machen wir uns das Leben extrem schwer, in dem wir immer versuchen zu raten, was morgen ist und wie der Preis die nächsten Monate laufen wird. Wo wird er anhalten und wo umkehren? Doch diese Art von Denken bringt einen nicht weiter. Zukunft bleibt nunmal unvorhersehbar und daher bringt es auch sehr wenig sich damit zu beschäftigen. Das einzige was ich für meine Richtungsentscheidung benötige, ist eine klare Lage des Marktes: Aufwärts, abwärts oder seitwärts. Hieraus lege ich meine Haupthandelsrichtung fest, halte die Richtung in einer Tabelle über die meisten Märkte fest und halte mich bei einem unklaren Bild vom Markt fern. Es geht darum, nur bei einer klaren Situation zu handeln und die Wahrscheinlichkeit für positive Trades zu erhöhen.

Keep it simple … Wer nun denkt: Mit Einfachheit verdient man kein Geld, ist genau auf dem falschen Weg. Einfachheit bringt Robustheit und Zeitlosigkeit. Trendfolger sind seit Jahrzehnten erfolgreich an den Märkten und die Dow-Theorie fast 100 Jahre alt! Man muss sich auch mal in die Zeit zurückversetzen, wo es noch keine Computer gab und Charts von Hand gezeichnet wurden. Gab es damals keine erfolgreichen Trader? NATÜRLICH und sogar einige der besten überhaupt … Haben sich die Märkte seitdem groß geändert? NEIN. Damals hing ein Chart an der Wand, man ging ein paar Schritte zurück und konnte sofort erkennen, welche Niveaus einen Trendwechsel hervorrufen und welcher Trend aktuell herrschte.

Ich selber nutze allerdings zusätzlich noch den Donchian Kanal zur Analyse der Indizes. Hiermit kann ich selber sehr einfach sehen, ob ein Trend vorliegt und er ermöglicht mir klare Entscheidungen. Doch oft entferne ich diesen auf dem Chart und schaue noch stärker „clean“ auf das Chartbild und dann erkenne ich noch klarer, wenn eine Seitwärtszone vorliegt.


Spannende und empfehlenswerte Bücher zum Thema

Es gibt kein direktes Buch zum Thema Donchian Kanal. Daher kann ich hier nur allgemeine Bücher empfehlen, die ich für lesenswert halte.

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Trading: Ausbrüche handeln! Was man über Breakouts wissen muss …

Geduld zahlt sich in einem guten CRV aus!
Einstiege in Trades sind zwar nicht das Entscheidende für den Trading-Erfolg, aber dennoch muss jeder ein Setup finden, welches zu einem persönlich passt. Warum persönlich? Ganz einfach: Man muss den Mut haben in der entsprechenden Situation zu handeln! Das schafft man nur, wenn man Vertrauen in das Setup hat und bereit ist, dass Risiko auf sich zu nehmen.

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Breakouts sind einfach zu beschreiben: Der Kurs schließt über/unter einem definierten Kursbereich. Das kann ein vorheriges Hoch/Tief sein oder z.B. eine Range. Eine Range ist eine Zone in der der Kurs über eine Zeit verweilt und somit seitwärts läuft.

Was man über Breakouts wissen muss …

  • Die meisten Breakouts schlagen fehl! Unterliege nicht der Illusion der schönen Beispiele. In der Regel werden die Ausbrüche nur in etwa 30-50% der Fälle Profit ab. Dies vor allem dann, wenn man ein Trendfolgendes Handelssystem anwendet.
  • Ausbrüche sind deutliche Zeichen. Es ist nicht relevant, warum eine Aktie oder Index ausbricht. Es ist nur relevant, dass sie ausbricht. Ein Ausbruch ist ein deutliches Zeichen, dass Marktteilnehmer bereit sind mehr/weniger zu zahlen.
  • Enge Ranges ziehen meist heftige Ausbrüche hinter sich her. Wer die Geduld hat auf gute Setups zu warten, wird am Ende belohnt werden. Ausbrüche aus sehr engen Ranges bieten meist heftige Kursveränderungen. Als enge Range bezeichnet man eine Seitwärtsbewegung, wo die Volatilität sehr stark abnimmt.
  • Nur das beste CRV traden! Auch hier zahlt sich Geduld aus. Man muss bei Breakouts auf gute Situationen warten, wo das CRV am höchsten ist und der Stopp eng gesetzt werden kann. Beispiele: Enge Ranges, mehrtägige Konsolidierungen oberhalb/unterhalb der Ausbruchskante, kurze Rücksetzer oberhalb/unterhalb der Ausbruchskante. Objektivität bietet hier z.B. der Average True Range Indikator.
  • Vorherige Planung ist entscheidend. Man muss sich rechtzeitig im Markt positionieren, damit man den Ausbruch nicht verpasst. Sobald der Wert einmal ausgebrochen ist, ist das CRV um einiges schlechter und man sollte den Trade streichen. Es ist gut sich vorher mit einer Stop-Order im Markt zu positionieren und auf den Ausbruch zu warten. Wenn er fehlschlägt, wartet man auf die nächste Chance.
  • Auch entgegengesetzt denken. Der vorherrschende Trend in z.B. einer Aktie ist nicht umbedingt so entscheidend, wenn man Ausbrüche handelt. Gerade Bodenbildungsformationen können sehr gute CRVs bringen. Man muss nur sein Risiko zu managen wissen.
  • Der Ausbruch kann in beide Richtungen gehen. Ein Ausbruch aus einer Range kann nach oben oder unten erfolgen. Das kann im Vorhinein kaum vorhergesehen werden. Schaut man sich den Kurs an und den „Druck“ innerhalb der Range, kann man ein Gefühl hierfür bekommen. Nimmt der Druck von unten oder oben zu?
  • Objektivität in das Trading bringen. Trendlinien per Hand zu zeichnen ist subjektiv und man läuft Gefahr sich einen Chart „schön zu malen“. Indikatoren wie z.B. Preisbänder (Bollinger Bänder, Keltner Channel oder Donchian Channel) bringen Objektivität in das Trading. Ein Ausbruch auf z.B. ein neues 20 Tage Hoch ist ein deutliches Signal. Andere Indikatoren wie z.B. die Bollinger Bandbreite geben Aufschluss über die Volatilität. Der Indikator lässt sich aus bestens auf den Donchian Channel berechnen.

Breakouts können sehr gute Gewinne bringen. Man muss nur Geduld und Disziplin haben. Gerade im Aktienbereich trifft man auf tausende Werte, die oft gut Chancen mit sich bringen. Wer zudem ein Trendfolgesystem auf Ausbrüche anwendet, stellt sicher, dass er das meiste des Profits einsammelt. Aber erneut der Hinweis: Ausbrüche schlagen oft fehlt und es kostet Kraft, dabei zu bleiben.

Vielleicht noch einmal ein paar Gedanken zum Thema Preis. Oft hört man von anderen Tradern, wie man einen bestimmten Wert handeln konnte, ohne etwas über ihn zu wissen. Es ist nicht relevant, welche Firma hinter eine Aktie steckt oder warum der Preis eine Range ausbildet. Das entscheidende für eine Kauf-/Verkaufsentscheidung ist der Preis. Jegliche Information und Gedanken zu fundamentalen Daten einer Firma und deren Auswirkungen auf den Preis sind subjektiv. Die Masse entscheidet am Ende, ob die Aktie gekauft wird oder nicht. Dies drückt sich in der Preisbewegung aus. Daher muss man auf den richtigen Zeitpunkt warten. Wer glaubt, dass er sich vor dem Ausbruch innerhalb der Range positionieren sollte, der wird eine böse Überraschung erleben. Meistens kommt es anders als man denkt 😉

Übrigens, auch wenn es nichts zur Sache tut: Der obige Chart ist der Future auf Lean Hogs (Mageres Schwein). Es ist völlig irrelevant, welcher Wert oder Zeiteinheit dies ist. Ausbrüche treten überall auf.


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Trading: Pause in Amerika – S&P 500 mit neuem Tief

Wenn der Trend wechselt, gehe ich in Deckung!
Der Freitag bescherte den Börsen in Europa und USA zum Teil deutliche Verluste. Der S&P 500 zeigt ein Minus von >2% und ein neues Verlaufstief. Dies bedeutet, dass ein vorheriges Tief gebrochen wurde und somit der kurzfristige Trend erst einmal beendet ist. Für mich ist dies ein Zeichen sich erst einmal an den Rand zu stellen und die neue Situation abzuwarten. Nach wie vor ist der Aktienindex im Wochenchart mit long zu bewerten und somit eine Trendfortsetzung wahrscheinlich. Dennoch ist der Bruch im Tageschart ein deutliches Zeichen und muss wahrgenommen werden.

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Als Aktien-Trendfolger achte ich auf die Indizes, um meine Richtung für Trades festzulegen. Steigt der Index und befindet er sich in einem Trend, entweder long oder short, suche ich vermehrt nach Positionen in diese Richtung. Wechselt der Index seinen Trend oder verharrt seitwärts, gehe ich in Deckung und warte auf bessere Zeiten für mein Trading. In der obigen Situation gleich massiv Short-Positionen zu eröffnen wäre töricht und kann Verluste nach sich ziehen. Ich warte lieber ein wenig ab, bis sich ein neuer Trend etabliert hat.

An solchen Tagen kommt es im Depot zu Verkaufssignalen, die durch meine gesetzten Stopp-Marken sofort umgesetzt werden. In diesem Moment werden verschiedene Postionen, die mit Trailing-Stops versehen waren, verkauft und somit Gewinne/Verluste realisiert. Auch erst kurz laufende Positionen, die noch ein wenig Risiko besitzen, werden durch den automatischen Trailing-Stop verkauft. Lieber einen kleinen als einen großen Verlust realisieren. Wenn einige große Gewinner dabei sind, werden die kleinen Verluste mehr als ausgeglichen. Solche Tage zeigen die wahre Stärke des Trendfolgens: Wenige große Gewinner, viele kleine Verlierer und am Ende bleibt dennoch einiges übrig.

Trading: Wenn das Momentum nachlässt, wird es schwieriger für Trendfolger

Während einer Konsolidierung sollte man nur sehr wenig Risiko eingehen. Es gibt besser Zeiten!
Es gibt Zeiten an der Börse, da fällt das Handeln leichter und es gibt Zeiten, an denen das Handeln sehr schwierig ist. Letzteres sind die Zeiten, die nicht gut zum eigenen System passen. Doch dies ist ein individuelles Problem, denn schließlich gibt es beim Trading auch immer eine Gegenseite und da diese (potentiell) Gewinn macht, muss es in der Zeit auch ein besser funktionierendes System geben.

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Wenn die Märkte nach einer Auf- oder Abwärtsphase ihr Momentum verlieren, wird es schwierig für Trendfolger. Während das allgemeine Marktmodell zur Beobachtung der mittelfristigen Trends noch auf „Grün“ steht, funktionieren die neu eingegangenen Trades nicht mehr. Fehlausbrüche sind an der Tagesordnung. Letztendlich gehört dieses zum Geschäft und man muss dies als akzeptieren, denn man kann nie wissen, ob nicht morgen der Markt sein Momentum zurückgewinnt. Sobald ich beobachte, dass die verschiedenen Indizes aus EU/USA und vor allem die marktbreiten Indizes (Russel, S&P 500, Stoxx600) nicht mehr im Gleichschritt laufen und einige erste Warnzeichen geben, fahre ich konsequent das Risiko zurück. Wer weiterhin mit vollem Risiko in unsicheren Märkten agiert, wird schnell viel Geld verbrennen. Denn die Chancen stehen schlecht, dass ein trendfolgendes System erfolgreich neue Trades platzieren kann, wenn die Märkte anfangen zu konsolidieren und seitwärts zu laufen. Ab diesem Moment kann man sich ein wenig an die Seite stellen und abwarten. Sobald die Märkte wieder anspringen, wird es genug neue Chancen geben, um Gewinne zu machen. Man muss dies ein wenig wie ein Spiel begreifen. Wenn die Chancen für eine Wette schlecht stehen, sollte man sie einfach nicht eingehen.

Natürlich gibt es immer „Ausreißer“. Es gibt immer Aktien die sich entgegengesetzt zum Gesamtmarkt verhalten. Jedoch sind dies Ausnahmen. Wenn 80% der Aktien mit dem Markt laufen, stehen die Chancen schlecht eine der 20% zu erwischen, die entgegengesetzt laufen. Da warte ich lieber auf Zeiten in denen das Chance-Verhältnis andersherum ist 🙂

Als Beispiel kann man die obigen abgebildeten Charts nehmen. Der FTSE100 ist ein deutlicher Underperformer. Seit Mai 2013 gab es kein neues Hoch mehr und die Rallye der anderen Aktienmärkte blieb aus. Ein Fehlausbruch folgte auf dem anderen – ein klassisches Phänomen eines Seitwärtsmarktes. Ganz anders der S&P 500. Hier gab es auch eine längere Konsolidierung, jedoch erreichte der Markt dabei neue Hochs und höhere Tiefs. Also ein Zeichen für einen Aufwärtstrend. Zudem bracht der S&P 500 aus seinem Kanal nach oben aus. Zwischen beiden Märkten ist ein Ungleichgewicht zu beobachten und man sollte sein Augenmerk besser auf amerikanische Aktien legen als auf englische.

Ein Trendfolger wird aber auch im amerikanischen Markt Probleme gehabt haben. Direkt nach dem Ausbruch erfolgte eine Phase der Unsicherheit und der Markt konsolidierte eine weile. Genau während dieser Unsicherheit sollte man sein Risiko absenken. Die Grundrichtung stimmt (Richtung = long), aber die kurzfristige Ausrichtung heißt „Abwarten“. Sobald der Markt wieder anzieht und evtl. ein neues Hoch macht, können neue Long-Positionen gekauft werden. Ich halte es meistens so, dass ich während der Konsolidierung nur sehr wenige Positionen plane und meine Trades sehr schnell schließe, wenn sie in den Verlust laufen. Meine Trades werden immer erst in den Markt eingestoppt, wenn die Aktie einen Breakout vollzieht. Somit habe ich zwei Vorteile: 1. weniger Risiko – nur sehr wenige Trades werden überhaupt eröffnet, 2. Trades werden nur eröffnet, wenn Aktie ausbricht und damit zeit, dass sie stark ist.

Der Handel an den Märkten ist ein dauerhaftes Abschätzen der eigenen Chancen und hier gibt es zwei Ebenen: Mittelfristige Chance, kurzfristige Chance. Die mittelfristige Chance repräsentiert die Grundrichtung, die kurzfristige die Chance, dass ein Trade nach einem Ausbruch weiter in die richtige Richtung läuft. Generell kann man den Ausgang des Trades nicht vorhersehen, aber man kann vermeiden, dass in unsicheren Zeiten zu viele Fehlausbrüche einem das Konto ruinieren. Auch wenn man dafür vielleicht einen super Trade verpasst, hat man am Ende sein Konto noch und kann weiterhin am Tisch sitzen.

Trading: Dow Jones beschleunigt … Auf die Plätze, fertig …

Wenn Widerstände brechen, können sich Trendfolger sich freuen …
Während S&P 500 und NASDAQ sich bereits im vorhandenen Trend nach oben schieben, konsolidierte der Dow Jones eine Weile. Diese Woche war es nun soweit und der Index schob sich über die Widerstandslinie, die eine Flagge nach oben begrenzte. Damit marschiert er wieder im Gleichschritt zu den anderen Indizes.
Oft kann man eine Trendbeschleunigung beobachten, wenn ein Index eine nach oben gerichtete Flagge nach oben durchbricht. Nun heißt es: Trendfolger an den Start und die Welle genießen!

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