Mothercare im Tageschart

Extrem geringe ATR und außergewöhnliche Trading Chancen

Eine extrem geringe Volatilität bietet für Trader gute Chancen. Ereignisse, die nur sehr selten vorkommen, haben meist große Auswirkung und sagen etwas über die Beschaffenheit eines Marktes aus. Ein Crash beispielsweise ist eine klare Aussage von Marktteilnehmern, die nur selten vorkommt, aber große Auswirkung hat. Dasselbe gilt auch für Werte aus Indikatoren, die sich vom Preis ableiten.

Eine Average True Range gibt die Volatilität eines Wertes wieder und zeigt, wie sehr der Wert von einem Tag zum […] Mehr lesen

Nanoco im Tageschart

Trading: Nanoco – Tradingbeispiel

Trades können von einem zum anderen Tag drehen. Man muss einen Plan für dies haben.
Ich poste gerne Trades in meinem Blog, von dem meine Leser etwas lernen oder sehen können, wozu Regeln im Trading da sind. Dies sind meist Trades mit negativem Ausgang, da diese nunmal in der Überzahl sind. Das Entscheidende: Mann muss groß gewinnen, wenn man richtig liegt und klein Verlieren, wenn man falsch liegt (frei übersetzt von Jesse Livermore).

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Nanoco hatte ich über ein paar Wochen bereits auf meiner Watchlist und wartete nur auf den richtigen Einstieg. Die Aktie hatte meine Aufmerksamkeit, da sich im September und Oktober eine starke Preis-Action ereignet hatte. Die Aktie zog unter hohem Volumen sehr stark an. Danach konsolidierte sie, füllte das Gap und bewegte sich seitwärts. Das Volumen trocknete aus. Dies zeigt, dass zuerst ein sehr großes Interesse besteht und vielleicht weiterhin besteht, das Angebot  „verknappt“ wurde und Nachfrage nachlässt. Die erste Kaufwelle ist somit durch und die Aktie konsolidiert. Das Verhalten in der Konsolidierung ist für mich sehr entscheidend. Wird weiterhin um die verfügbare, knappere Menge gerungen oder lösen die vorherigen Käufer ihre Positionen auf und wird verkauft?

Das heißt, dass das Volumen den Preis bewegt.

In der Konsolidierung kam es immer wieder zu mehrtätigen Aufwärtswellen in denen das Volumen anzog. Das heißt, dass das Volumen den Preis bewegt. Auch einige Aufwärtsgaps waren darunter. Das zeigt mir, dass die Käufer weiter in der Mehrheit sind und weiter kaufen, aber noch nicht die Kraft haben eine wirkliche Rallye auszulösen. Im Zusammenhang mit dem Wochenchart kann man dann entscheidende Muster finden, die eine neue Rallye auslösen können. Im Wochenchart konnte man sehen, dass jede positive Woche durch eine negative gekontert wurde. Der Preis erreichte immer minimale neuen Hochs, aber wurde immer wieder nach unten getrieben. Kein gutes Zeichen. Es braucht also ein wenig mehr Konsolidierung. Dieses Muster wurde zwischen dem 5.12.-24.12. unterbrochen und es bildeten sich Wochenkerzen mit tieferen Tiefs/Hochs. Das war eine ideale kleine Konsolidierung.

Nach dieser kleinen Konsolidierung im Wochenchart hatte sich auch ein gutes Muster im Tageschart herausgebildet. Die Aktie konsolidierte ohne neue Hochs für drei Wochen, der untere Donchian-Kanal war ansteigend, wärend der obere flach war. Am 23.12. gab es einen Inside-Day und am 24.12. ein Aufwärtsgap mit höherem Volumen, welches geschlossen wurde. Die Käufer kauften also zu immer höheren Kursen, direkt unterhalb des Dochian-Kanals. Der Druck steigt also.

Fehlausbruch! Der Verlust für mich war sehr gering, da ich radikal meine Verluste begrenz hatte.

Am 29.12. kaufte ich eine Position, die am 30.12. sofort eng unter der Ausbruchsstelle abgesichert wurde. Der Trade lief gut in den Gewinn. Am 05.01. gab es einen ersten Konter, noch unter geringem Volumen. Am 06.01. brachen alle Dämme und der Preis fiel zurück in die Range. Fehlausbruch! Der Verlust für mich war sehr gering, da ich radikal meine Verluste begrenz hatte.

Dieses Beispiel zeigt einen zuerst erfolgreichen Trade. Er bricht mit höherem Volumen aus, zieht sofort scharf an. Doch man muss wissen, dass auch solch ein Trade sofort drehen kann. Von einem Tag zum anderen ist aus einem gewinnbringenden Trade ein verlustbringender geworden. Genau aus diesem Grund muss man seine Verluste so schnell wie möglich begrenzen. Mann kann nie wissen, was der nächste Tag bringen wird.

 

Trading: Zwei Beispieltrades für rigoroses Risikomanagement

Ich muss akzeptieren, dass man die Zukunft nicht kennt. Morgen kann der Kurs explodieren oder sich gegen einen Wenden. Am Ende muss man seine Regeln befolgen.
Trades müssen von Anfang an in die richtige Richtung laufen, davon bin ich überzeugt. Ich möchte nicht lange in einem Trade investiert sein, der keinen Gewinn aufweist oder sich nur seitwärts bewegt. Das ist schlecht und risikoreich investiertes Kapital. Zudem will ich mein offenes Risiko so gering wie möglich halten. Genau aus diesen Gründen löse ich einen Trade auf, sobald er, nach einem Ausbruch, zurück unter die Ausbruchskante fällt.

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Doch natürlich ist nicht jeder Trade, der auf diese Weise ausgestoppt wird, auch weiterhin ein Verlierer. Manchmal kommt es vor, dass schon am nächsten Tag die Position dreht und ich einer großen Rallye zuschauen muss. Dies muss ich nunmal akzeptieren, denn ich denke immer an genau das Gegenteil: Was passiert, wenn der Trade am nächsten Tag ein weiter verliert?

Somit ist mir bewusst, dass ich öfter den ein oder anderen großen Gewinner verpassen werde.

Die zwei Beispiel-Charts von oben sind genau solche Kandidaten. Einen Tag, nachdem ich die Position geschlossen habe, explodierte der Kurs. Doch habe ich richtig gehandelt? Ich meine ja. Schließlich hätte der Kurs genau entgegengesetzt weiter verlieren und somit mein Verlust anwachsen können. Ich habe lieber einen geringen Verlust als einen großen. Somit ist mir bewusst, dass ich öfter den ein oder anderen großen Gewinner verpassen werde.

Nun kann man sich fragen, ob man dem Kurs mehr „Schwankungsbreite“ zugesteht. Dies ist jedoch eine Betrachtung, die man im Rahmen des Erwartungswerts des eigenen Tradings stellen muss. Wenn ich meinen Trades mehr „Schwankungsbreite“ bis zum Stop-Loss gewähre, dann sind meine Verlierer größer. Sicherlich wäre meine Trefferquote besser, jedoch wäre das Verhältnis vom durchschnittlichen Gewinner zu durchschnittlichen Verlier größer. Wie sich dieses positiv/negativ auswirkt, kann man entsprechend berechnen.

Kann ich damit leben, dass meine Positionen mehrere Tage im Verlust sind?

Es ist aber auch ein psychologisches Thema. Kann ich damit leben, dass meine Positionen mehrere Tage im Verlust sind? Oder lebe ich lieber damit, häufiger ausgestoppt zu werden? Diese Frage kann nur jeder selber beantworten.

Natürlich tut es ein wenig weh, wenn man sieht, dass Avanir Pharma bis heute 180% und Cubist Pharma 30% angestiegen ist. Solche Trades machen oft einen großen Teil des Gewinns für ein Jahr aus, aber letztendlich ist es mehr Zufall, dass genau diese News diese Aktien so bewegt haben. Das eigene Trading sollte nicht von solchen Ereignissen ausgehen, sondern auf gewöhnlichen Marktaktivitäten beruhen. Diese Marktaktivitäten haben zum Tag des Ausstoppens dazu beigetragen, dass der Trade unter die Ausbruchskante fiel und damit beendet wurde. Das kann ich nur akzeptieren und mich freuen, dass ich meinen Regeln gefolgt bin. Denn eines weiß ich genau: Am Ende werde ich gewinnen, wenn ich meine Regeln befolge.

 

Trading: $HCP Long Trade. Schneller Fehlausbruch.

Die Mehrheit bei Trendfolge-Trades sind Verluste. Wichtig ist hierbei seine Verluste gering zu halten.
Heute poste ich mal wieder einen echten Trade. Normalerweise tue ich dies eher selten, da ich lieber aus meinen Erfahrungen meiner Tradingentwicklung berichte als von den immer wieder gleich aussehenden Trades.

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Doch den Trade auf $HCP finde ich ein gelungenes Beispiel für viele Trades, die ein Trendfolger handelt. Bei mir sind weit mehr als die Hälfte aller Trades Verluste. Doch diese sind sehr gering (Durchschnittsverlust bei Verlusstrades momentan 0,45R). Handelt man Aktien als Trendolger ist man bei kurzfristiger Trendfolge abhängiger von den kurzfristigen Gesamtmarktbedinungen. Diese richtig einzuschätzen und hieraus Rückschlüsse auf das Risikomanagement und die eigenen Trades zu ziehen, ist eines meiner größten Arbeitsfelder. Es ist der „qualitative Teil des Tradings“, wie Nick Radge sagt.

Die Firma, die hinter dem Kürzel $HCP steckt, spielt keine Rolle.

Die Firma, die hinter dem Kürzel $HCP steckt, spielt keine Rolle. Für mich zählen hier nur: Die Marktbedingungen, das Setup und ein paar Risikoparameter (z.B. aktuelle Portfoliozusammensetzung, nächste Veröffentlichungen vom Unternehmen).

Der Trade auf $HCP

  • Stil: Trendfolge mit Donchian Chanal.
  • Setup: Ausbruch auf neues 20 Tage Hoch aus einer mehrwöchigen Range, sehr geringe Volatilität.
  • Intialer Stop: 2fache Average True Range.
  • Trailingstop: 10 Tage Donchian Kanal.
  • Marktbedingungen: Neutral bis long. US Märkte sind long, wobei der Russel 2000 als breiter Markt eher übergeordnet neutral ist. Märkte wiesen am 28.8 eher rückläufige Kurse auf, waren aber grundsätzlich in einer Aufwärtsbewegung.

Wochenchart

  • Starke Korrektur von HCP über 4 Monate.
  • Bodenbildung mit Doppelboden im Wochenchart.
  • Ausbruch über den Doppelboden und anschließender Test.
  • Mehrwöchige Konsolidierung.

Ich suche gezielt nach solchen Muster. Während einer starken Korrektur werden die aktuellen Besitzer der $HCP Aktien, die verkaufen wollen, aus ihren Positionen gedrückt und die Aktien gehen in neue Hände über. Die neuen Besitzer denken anders über $HCP. Die „Uhr“ wird sozusagen zurückgesetzt und mit der Meinung der Besitzer ändert sich auch der Kurs der Aktie.

Tageschart

  • Die Range aus dem Wochenchart über 3,5 Monate ist deutlich sichtbar und abgegrenzt.
  • Es gibt mehrere Fehlausbrüche aus dem Donchian Kanal nach unten. Diese kleinen Korrektur verjagen die Verkäufer aus der Aktie.
  • Die Aufwärtsbewegungen innerhalb der Range und auch vor der Rangebildung zeigen Momentum in der Aktie. Sie sind konstant und ohne große Rücksetzer oder Unsicherheiten.

Der Trade

  • Einstieg findet über dem kleinen Fehlausbruch bei $43 + Spread = $43,02 statt.
  • Der initiale Stop wird bei der zweifachen Average True Range gesetzt. Die ist am 27.8. bei $0,46, d.h. der SL wird bei $43,02-(2*$0,46) = $42,1 gesetzt. Die Positionsgröße wird anhand des initialen Stops berechnet. Riskiert werden 1% vom Kapital, z.B. bei $10.000 = $100. Von diesen $100 werden die Gebühren abgezogen, z.B. $10 = $90. Im Regelfall verlieren wird somit maximal $90, wenn der Trade nicht funktioniert.
    Positionsgröße = $90/(2*$0.46) = 97 Stück. D.h. wird können 97 Aktien handeln, wenn der Stop-Loss bei der zweifachen Average True Range liegt. Die Positionsgröße in USD beträgt dann $4172,94, was wiederum ca. 42% des gesamten Kapitals sind. Hier sollte man sich die Frage stellen, ob das evtl. zu viel ist. Die Gefahr von Gaps sollte berücksichtigt werden.
  • Bereits am ersten Tag läuft die Position ins den Gewinn, was ein gutes Zeichen ist. Nach 24h kann der Stop-Loss unter die Ausbruchskante nachgezogen werden. Sollte der Trade in die Range zurückfallen, ist das Setup nicht mehr gültig und der Trade wird sofort geschlossen. Ich will nur Positionen handeln, die sofort von Anfang an ein gewünschtes Verhalten zeigen. Meine Aufzeichnungen ergeben, dass sich alle Gewinner so verhalten.
  • Die nächsten Tage zeigt sich die Position stark und läuft weiter in den Gewinn.
  • Am 10.9. fällt die Position unter die Ausbruchslinie und wird sofort ausgestoppt.
  • Der Verlust beträgt $30,07, was ca. 0,3R ist. Also ein sehr guter Trade und geringer Verlust.

Für mich spielt es keine Rolle, warum der Trade nicht funktioniert hat. Es ist nur einer von vielen Trades und er hat einfach nicht funktioniert. So lange ich mich an meine Regeln halte und nichts übersehen habe, ist es ein guter Trade. Er ist sogar deshalb sehr gut, weil ich den Verlust auf 0,3R begrenzen konnte.

Doch in diesem Moment habe ich nach meiner Meinung her genau das Richtige getan: Den Verlust zu begrenzen.

Natürlich kann es sein, dass der Wert wieder dreht und zurück über die Ausbruchslinie zurückläuft. Sollte dies passieren, kann ich mir immer noch überlegen, ob ich neu einsteige. Doch in diesem Moment habe ich nach meiner Meinung her genau das Richtige getan: Den Verlust zu begrenzen. Hier muss ich anders denken: Das Setup ist nicht mehr gültig, meine Idee hat sich als falsch herausgestellt. Zudem möchte ich meinen durchschnittlichen Verlust gering halten, somit begrenze ich ihn konsequent.

Trades dieser Art gibt es viele und können auch hintereinander auftreten. Treten mehrere Verlusttrades hintereinander auf, stimmen evtl. die Marktbedingungen nicht und man sollte sich vom Markt fernhalten und abwarten.

 

Trading: Long Trade auf Valero Energy

Trades mit solch einem Ergebnis können viele kleine Verluste wett machen …
Ab und zu poste ich im Blog Trades aus meinem Tradingjournal, die sich als gute Beispiele erweisen. Man muss jedoch beachten, dass dies immer herausragende Beispiele sind. In der Regel liegt meine Trefferquote deutlich unterhalb von 50%! Nur die wenigsten Trades weißen so gute Gewinne aus und laufen so perfekt wie dieser …

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Trade „Valero Energy“

  1. System: Donchian Channel 20/10. Ein robustes und simples System für Trendfolge. Preiskanäle bieten eine gute Möglichkeit objektive Entscheidungen zu treffen.
  2. Setup: Vola-Ausbruch mit neuem 20 Tage Hoch. D.h. der Einstieg erfolgt, wenn der Preis ein neues 20 Tage Hoch ist.
  3. Entry: Per Stop-Buy-Order bei USD 37,81. Mit der Stop-Buy-Order wurde sogleich die Stop-Sell-Order für die Verlustbegrenzung mitgegeben.
  4. Risiko: 1% von der Closed-Equity. Es wurde also 1% vom Kontostand riskiert.
  5. Stop-Loss: 2x Average True Range. Später Trailing-Stopp per 10 Tage Tief.
  6. Auffälligkeiten im Chart: Bildung einer 3 Monate andauernden Trading-Range nach einem Abwärtstrend (also Bodenbildung), Fehlausbruch unter das letzte Verlaufstief, Volumen zieht deutlich an, Aktie steigt mit Gap-Up schnell an, kurze Pause vor dem Ausbruch.
  7. Tradeverlauf: Der Trade bracht stark nach oben aus und lief sofort in den Gewinn. Der Stopp konnte bereits nach Tag 1 unter die Tageskerze gesetzt werden. Damit war der Trade sehr risikoarm. Nach einer kurzen Konsolidierung, bei der ich nicht ausgestoppt wurde, setze die Aktie ihre Aufwärtsbewegung weiter fort. Die Volatilität war dabei sehr gering. Nach ca. 3 Monaten wurde der Trailing-Stop ausgelöst und die Position aufgelöst.
  8. Gewinn: 4,8R

Dieser Trade lief perfekt und zeigte gleich von Anfang an Stärke. Das möchte ich bei einer erfolgreichen Position sehen. Alle Gewinner haben dies gemeinsam. Ich gehe nur Wetten am Markt ein, wenn ich sehr schnell sehen kann, ob die Position ein Gewinner oder Verlierer ist. Wenn die Aktie kurz vor dem Ausbruch aus einer einer Range eine kurze Pause unterhalb des Widerstandes einlegt, steigen die Chancen, dass ich schnell Feedback bekomme. Würde die Aktie dann zurückfallen oder sich ein Fehlausbruch ereignen, würde die Position sehr schnell geschlossen werden.

Trades mit solch einem CRV sind für Trendfolger unterlässlich. Wenn man bedenkt, dass mein momentaner durchschnittlicher Verlusttrade bei ca. 0,4R liegt, würde solch ein Trade mehr als 10 Verlusttrades ausgleichen. Wer diese Trades verpasst oder seine Gewinne einschränkt, kann sein Ergebnis ruinieren.

Trading: Long Trade auf Valneva

Die Zukunft kann man nicht vorausahnen. Aus diesem Grund muss man den Gewinnen freien Lauf lassen …
In diesem Artikel möchte ich euch einmal einen von mir ausgeführten Long-Trade auf die Aktie Valneva vorstellen. Ich habe diese Aktie in einer Trendfolgestrategie gehandelt. Mein Ziel war es  so lange wie möglich im Trade zu bleiben, bis mir der Kurs selber mitteilt, dass es Zeit ist den Trade zu verlassen.

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Trade „Valneva“

  1. System: Donchian Channel 20/10. Ein simples und gutes System für Trendfolge, welches auch die Turtles in abgewandelter Form eingesetzt haben.
  2. Setup: Vola-Ausbruch mit neuem 20 Tage Hoch. D.h. der Einstieg erfolgt, wenn der Preis ein neues 20 Tage Hoch ist.
  3. Entry: Per Stop-Buy-Order bei 3,38 EUR. Wurde durch ein Gap ein wenig höher ausgeführt, was aber noch in meiner Toleranzgrenze war. Mit der Stop-Buy-Order wurde sogleich die Stop-Sell-Order für die Verlustbegrenzung mitgegeben.
  4. Risiko: 1% von der Closed-Equity. Es wurde also 1% vom Kontostand riskiert.
  5. Stop-Loss: 2x Average True Range. Später Trailing-Stopp per 10 Tage Tief.
  6. Auffälligkeiten im Chart: Fehlausbruch, Volumenzunahme.
  7. Tradeverlauf: Der Trade lief sofort in den Gewinn und somit konnte der SL am ersten Tag direkt in den break-even vor Kosten nachgezogen werden. Das Volumen zog stark an, so dass man davon ausgehen kann, dass hohes Interesse an der Aktie herrscht. Am 25.9. erreichte der Kurs sein vorläufiges Hoch mit einem Volumenspike und konsolidierte einige Tage. Am 16.10. wurde ein neues 10 Tage Tief erreicht, jedoch wurde der Trade nicht beendet, da meine SL Order nicht ausgeführt wurde. Ich platziere diese immer ein wenig unterhalb des 10er Donchian Channels. Der Trade lief wieder gut an und das Volumen zog ebenfalls mit. Am 30.10. erreichte die Aktie ihr absolutes Hoch, einen Tag später gab es ein Gap-Down unter hohem Volumen. Dies ist ein erstes Anzeichen, dass große Massen an Aktien verkauft werden und der Trade endet/pausiert. Als Trendfolger steige ich jedoch hier noch nicht aus. Ich warte auf mein Signal und meine Ausführung der Stop-Order. Dies geschah am 6.11.
  8. Gewinn: 2,9R

Wie man an diesem Beispiel sehen kann, ist Trendfolge immer ein zweigleisiges Schwert. In der Spitze lag der Trade mit 9R im Gewinn. Am Ende blieben 2,9R „übrig“. Das ist natürlich trotzdem ein guter Gewinn, jedoch fehlen zur Spitze hin 6R. Warum muss man dennoch im Trade bleiben und sein System ausführen? Man kann nie wissen, ob die Aktie nicht dennoch zurückkommt. Valneva hätte sich auch sofort erholen und den Gewinn ausbauen können. Somit hätten aus 9R schnell auch 20R werden können. Dies ist der Grund, warum man seinem System als Trendfolger treu bleiben muss. Da man die Zukunft nicht vorausahnen kann, muss man ihr und den Gewinnen freien Lauf lassen. Der nächste Trade kann schon ein viel größerer Gewinner werden …

Man hätte natürlich Gewinne mitnehmen können. Jedoch beschneidet man hiermit seine großen Gewinner, was sich auf Dauer auch nicht umbedingt positiv auswirkt. Das beste Mittel ist einfach nicht auf die offenen Gewinne zu schauen, sondern auf die bereits gesicherten. Letztendlich sind es diese, die später auf das Konto wandern.

Trading: Mein Artikel im TRADERS‘ Magazin ab 28.2. am Kiosk

„Trendfolge mit Aktienscannern – Julian Komar zeigt, wie Sie mithilfe von Aktienscannern die besten Trading-Chancen finden. (TRADERS‘ März 2013)“
Ab morgen ist es soweit … Mein Artikel erscheint im aktuellen TRADERS‘ Magazin und hat es sogar aufs Titelcover geschafft. Es geht um Trendfolge mit Aktienscannern. Ich gebe einen Einblick wie man einen Aktienscanner erstellt und diesen für Positionstrading einsetzt. Also los und das Magazin kaufen 😉 Neben meinem gibt es natürlich noch weitere spannende Artikel! Ich freue mich schon die Reaktionen der Leser 🙂

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Wer noch nicht den RSL Indikator hat, findet ihn in diesem Beitrag.

Mehr Infos und aktuelles Inhaltsverzeichnis: http://www.traders-mag.com/index.php/traders/aktuelle-ausgabe

Trading: Britvic Swingtrade – Harte Stopps sind so wichtig!

„Ein harter Stopp ist wichtig. Von Hand kann man nicht schnell genug reagieren. Ich nutze deshalb If-Done-Order.“
Am 6. Februar erreichte die Aktie von Britvic den 10er EMA. Es bildete sich ein sehr kleiner Hammer/Doji. Die ATR zeigte an, dass die Volatilität sehr niedrig ist und der ADX zeigte an, dass ein sehr starker Trend vorlag. Ideale Bedingungen für einen schnellen Momentum-Swingtrade. Hierbei gehe ich davon aus, dass die Volatilität wieder stark zunimmt und der Preis sich mit dem Trend weiter in die Trendrichtung bewegt.

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Ich legte also am 6.2. eine Stop-Buy-Order in den Markt und wurde am nächsten Tag eingestoppt. Am 7.2. entwickelt sich der Trade nicht wie gewünscht, aber es wurde kein tieferes Tief gebildet. Am 8.2. nahm die Volatilität wieder zu und die Aktie brach nach oben aus der Konsolidierung aus. Am 11.2. und 12.2. ging es weiter nach oben, auch wenn das Momentum nachließ. Ich zog den Stopp enger an den Preis heran, achtete aber darauf, dass der Stopp weiterhin unterhalb des 10er EMA lag. Ich hatte bereits das Risiko um ca. die Hälfte reduziert. Am 13.2. kam dann eine Bad-News: Eine geplante Fusion von Britvic mit einem anderen Unternehmen hat nicht funktioniert. Der Preis brach um 8% bzw. in der Spitze um 13% ein. Meine Stopp-Order wurde perfekt ausgeführt und konnte meine Long-Position zum angegebenen Preis schließen. Hier zeigt es sich wie wichtig es ist, eine Stopp-Order hart im Markt zu haben. In der Regel kann man kaum schnell genug von Hand reagieren, wenn solch ein Ereignis auftritt. Ich gebe meine Stopp-Order immer mit der ursprünglichen Kauf- oder Verkaufsorder gleichzeitig auf. Damit gehe ich sofort auf Nummer sicher. Natürlich ist man nicht davor geschützt, sollte solch ein Einbruch über Nacht stattfinden. Dagegen helfen nur andere Sicherheitsmaßnahmen.

Ein paar Tipps zusammengestellt:

  1. Benutze If-Done-Order und gebe damit den initialen Stopp (Stopp-Loss) immer gleichzeitig mit der Kauf-/Verkaufsorder auf.
  2. Kalkuliere das Risiko im Vorhinein vernünftig und handele nur Positionsgrößen die passend sind (evtl. reduziertes Risiko bei sehr risikoreichen Trades).
  3. Reduziere das Risiko so schnell wie möglich. Durch einen Trailing-Stopp mit festen Regeln gelingt dies am besten.
  4. Verhält sich der Trade nicht wie erwartet, ziehe den Stopp nach und reduziere damit das Risiko.

Natürlich kann es auch sinnvoll sein, sich im Vorhinein mit der Situation des Unternehmens zu beschäftigen. Es könnte helfen zu schauen, ob das Unternehmen entsprechende News erwartet (z.B. Gerichtsurteile, Fusionen etc.). Ich mache dieses für gewöhnlich nicht. In meinem kurzen Zeitrahmen bei Swingtrades spielt dies nicht so eine große Rolle. In der Regel wird durch die Erwartung der Marktteilnehmer bereits das erwartete Urteil vorweggenommen. Die Überraschung liegt für gewöhnlich auf der Gegenseite. D.h. wenn Marktteilnehmer ein erwartetes Urteil zu gut beurteilen, könnte es schlauer sein, sich auf der Gegenseite zu positionieren. Dies geht aber schon sehr weit in den Bereich Newstrading 😉

Vielleicht noch ein paar Gedanken zum Trade … Warum ist die Situation bei Britvic so spannend gewesen, dass ich den Trade eingegangen bin?

Hier ein paar Argumente:

  • Die Aktie bewegt sich unter großem Momentum in einem intakten Aufwärtstrend: Der Abstand zwischen 10er EMA und 30er EMA ist groß.
  • Am 24. Januar eröffnete die Aktie mit eine Gap nach oben, welches die nächsten Tage stark gekauft wurde. Hier besteht also großes Kaufinteresse.
  • Jeder Rücksetzer wird am 10er EMA aufgefangen. Ideal für meine Strategie. Die Aktie besitzt also eine geringere Rückschlagskraft. Käufer kaufen bereits kleine Rücksetzern wieder.
  • Der starke Anstieg vom 24.1. wurde zwar schnell abverkauft und die Gewinne mitgenommen, aber es bildete sich beim Rücksetzer vom 4.2.-6.2. kein tieferes Tief! Der 10er EMA hielt erneut.

Das einzige was gegen diesen Trade sprach war die Situation im Wochenchart. Hier stieß der Preis in eine Zone vor, in der mehrere Widerstände lagen. Ich spekulierte hier allerdings darauf, dass das Angebot mit dem Durchbruch des vorherigen Widerstandes kräftig anziehen sollte.

Bitte glaubt nicht, dass ich diese Gedanken jedes mal präzise im Kopf durchgehen. Diese Art von Setup hat sich in meinem Kopf bereits so integriert, dass ich diese Dinge auf einen Blick erkenne. Mein Gehirn ist sozusagen auf solche Situationen trainiert 😉

Trading: Arcadis Swingtrade aus meinem Tradingjournal

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In diesem Beispiel eines realen Trades möchte ich zeigen, wie nützlich ein Trailing-Stop sein kann und wie man ein Gefühl dafür bekommt, wie erfolgreiche Trades verlaufen. Gleich vorweg: Dieser kurzfristige Swingtrade erfüllte nicht alle meine Setup-Kriterien perfekt, deshalb wurde er nur mit verminderter Positionsgröße gehandelt. Dies ist einer meiner Risikomaßnahmen, wenn ein Trade nicht alle Kriterien erfüllt, jedoch ein sehr aussichtsreiches Setup vorliegt.

Setup

  • Die Aktie bildet ein größeres Kaufsignal im Wochenchart aus: Eine 5 jährige Seitwärtsphase ist nach oben durchbrochen worden.
  • Es bildet sich eine Konsolidierung im Tageschart, die nach oben verlassen wird.
  • Die Volatilität der letzten 3 Tage (gemessen mit ATR) nimmt ab.
  • Nach dem Ausbruch kommt der Preis zurück und testen den 10er EMA. Es bildet sich eine sehr kleine Kerze. Es kann kein neues Tief innerhalb von drei Tagen gebildet werden. Es liegt also eine Verminderung der Volatilität vor. Bis jetzt unterscheidet sich der Trade kaum von meinen anderen kurzfristigen Swingtrades.

Entry

  • Am 4.1. wird eine Stop-Buy-Order oberhalb der kleinen Tageskerze platziert.
  • Der Stop-Loss wird sogleich mit der Kauf-Order aufgegeben und befindet sich unterhalb des Tagestiefs. Bei einem Volatilitätsausbruch sollte die Aktie sehr schnell und stark in die präferierte Richtung laufen. Dies ist das typische Verhalten des Swingtrading-Setups. Wenn es ein erfolgreicher Trade werden sollte, setze ich dieses Verhalten voraus.
  • Zielbereich ist ca. 20 EUR.
  • Es wird ein Trailing-Stop genutzt. Der Stop wird unterhalb des 10er EMA geführt, darf jedoch nie höher als das heutige Tief sein.
  • Das berechnete CRV beträgt ca. 6.

Tradeverlauf

  • Wie bei einem perfekten Trade zieht die Aktie stark in die präferierte Richtung an. Das Volumen nimmt stark zu. Ziel bei diesem Setup ist es, sich vor der Masse zu positionieren. D.h. vor dem Volumenschub. Nun erkenne ich, dass dieser Trade sehr erfolgreich verlaufen könnte. Aus meinem Tradingjournal weiß ich, dass die erfolgreichen Trades sofort und stark in die präferierte Richtung laufen.
  • Am 8.1. bildet sich eine Kerze mit hohem Doch nach oben. Die Käufer erschöpfen und erste Vorsicht ist angebracht. Der Stop-Loss (SL) wird nachgezogen.
  • Statt zu korrigieren steigt die Aktie weiter. Dies ist ein sehr bullisches Zeichen. Der SL wird auf break-even nachgezogen.
  • Zwischen 10.1. und 14.1. konsolidiert die Aktie oberhalb des 10er EMA seitwärts. Da die Kerzen klein und alle samt bullisch sind, besteht kein Grund zu Sorge. Der SL wird weiter nachgezogen und die ersten Gewinne sind gesichert.
  • Am 17.1. wird das Ziel bei 20 EUR erreicht. Die Position wird aber noch weiterlaufen gelassen. Ich könnte natürlich auch Teilgewinne sichern, aber aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ich die wirklich erfolgreichen Trades wirklich „fett“ machen muss. D.h. die erfolgreichen Trades müssen lange laufen, um CRVs von >5 zu erreichen.
  • Zwischen 18.1. und 23.1. ergibt sich eine kleine Korrektur, die allerdings wieder am 10er EMA aufgefangen wird.
  • Am 24.1. versuchen es die Bullen erneut und drücken die Preise unter hohem Volumen nach oben. Das erneute erreichen von 20 EUR stoppt jedoch die Aufwärtsbewegung.
  • Am 30.1. durchbricht die Aktie den 10er EMA. Ich platziere sofort meine Stop-Loss-Order dichter unterhalb der Kerze.
  • Am 31.1. kommt es mit einem kleinen Gap zum Stop-Loss. Die Gewinne sind gesichert. Natürlich ist es ärgerlich, dass die Aktie sich am nächsten Tag stark erholt, aber dies ist egal. Schließlich können wir die Zukunft nicht voraussehen und es hätte auch anders kommen können.
  • Es konnte ein CRV von 4 erreicht werden.

Learnings

  • Erfolgreiche Trades verlaufen sofort nach Plan. Bei diesem kurzfristigen Swingtrade bedeutet dies, dass die Aktie nach einem Volatilitätsausbruch sofort stark in die angestrebte Richtung anzieht und das Volumen zunimmt. Diese Bestätigung zeigt mir, dass ich den richtigen Zeitpunkt getroffen habe.
  • Auch nicht perfekte Setups können sehr erfolgreich sein. Indikatoren bilden viele Fehlsignale, doch wenn genügend der Kriterien übereinstimmen, so dass es einem erlaubt ist, den Trade einzugehen, sollte man ihn auch machen. Das Risiko muss aber in jedem Falle reduziert werden.
  • Man darf sich nicht ärgern, wenn ein Trade nach dem Ausstoppen erneut in die vorherige Richtung läuft. Schließlich weiß man dies nicht im Vorhinein und es hätte anders kommen können. Ich mache dies dann immer so: Trade dokumentieren und ins Journal eintragen, Chart schließen und Chart aufräumen. Er ist dann aus den Augen und taucht später vielleicht wieder in meinen Scannern auf. Es gibt nur wenige Trades, die ich noch einige Trage weiter verfolge. Wenn dann nur, wenn ich einen Fehler gemacht habe und schauen möchte, ob ich etwas verbessern könnte.

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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