Trading: Gedanken zu aggressivem Trading mit hohem Risiko und Gewinn

Gewinne können sich schnell verflüchtigen. Deshalb ist es wichtig auf den Verlust zu schauen.
Wikifolio und Trading-Contests sind dieser Tage wieder in aller Munde. Ob es die Trading Masters sind oder das neue Wikifolio, welches bereits 400% im Plus ist. Es geht immer nur um Rendite, Rendite und nochmals Rendite! Natürlich geht es an der Börse ums Geld verdienen und dies ist sicherlich auch das Ziel am Ende, aber gerade unerfahrene Anleger schauen bloß auf die Zahlen. Ich möchte keinen Trader mit meinen Worten auf die Füße treten oder in ein schlechtes Licht rücken. Es gibt viele gute und auch erfahrene Trader bei den Contests oder auch bei Wikifolio. Da ich selber kein öffentliches Wikifolio betreibe, darf ich sicherlich auch den Munde nicht zu voll nehmen, aber ich betreibe aus mehreren Gründen kein öffentliches Trading.

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Warum ich kein öffentliches Trading betreibe:

  • Zuallererst bin ich meiner Meinung noch nicht „gut“ genug zu sein, um die Verantwortung zu tragen, fremdes Kapital zu verwalten. Ich persönlich möchte erst einen gewissen Trackrecord aufbauen und mir selber Beweisen, dass mein Trading auch in verschiedensten Marktsituationen über lange Zeit funktioniert. Ein Backtest gibt mir hier nur begrenzt Vertrauen, denn meine psychologische Komponente kann er nicht abbilden.
  • Ich bin der festen Meinung, dass jeder Trader seine eigene Strategie benötigt, die zu einem passt. Daher halte ich nichts davon, einen Signaldienst o.ä. anzubieten. Die Follower würden dennoch am Ende verlieren. Nicht weil die Signale nicht gut wären, sondern weil sie vielleicht nicht die psychologische Einstellung haben und Signalen nicht folgen.
  • Mir ist Aufmerksamkeit nicht wichtig. Im Gegenteil: Je mehr Aufmerksamkeit man erhält, desto mehr setzt einen die Öffentlichkeit unter Druck. Ich will auch nicht in einem Konkurrenzdenken verfallen, die größten Gewinne zu produzieren. Das geht am Ende nach Hinten los.
  • Ich bin der Meinung, dass die meisten Investoren bei z.B. Wikifolio das Risiko im Produkt nicht erkennen und damit auch das öffentliche Bild des Tradings getrübt wird.

Es gibt sicherlich Menschen, die ein eigenes Wikifolio oder öffentliches Trading als Herausforderung verstehen und sogar Bestleistung bringen. Ich gehöre sicherlich nicht dazu.

Auffällig an der Renditeschlacht eines öffentlichen Accounts ist der oft hohe Verlust. Sortiert man die Wikifolios nach höchster Rendite seit Beginn, trifft man auf wundervolle Zahlen, die man sonst nur von EAs für Metatrader kennt. Doch der Unterschied hier ist, dass die Handelssysteme nicht an die Vergangenheit angepasst sind, sondern real gehandelt werden. Viele Wikifolios weisen einen maximalen Verlust >50% auf. Dies bedeutet, dass der größte Kapitalrückgang in der Vergangenheit bei mehr als 50% lag. Jetzt kann man meinen, dass es ja toll ist, denn schließlich weist das Wikifolio immer noch mehr als x-hundert Prozent Gewinn auf, aber hierbei vernachlässigt man zwei Komponenten.

Zwei Komponenten für die Betrachtung von maximalen Verlusten:

  1. Der schlimmste Verlust steht noch bevor: Der angegebene maximale Verlust bezieht sich immer auf die Vergangenheit. Dies bedeutet aber nicht, dass er in Zukunft nicht höher ausfallen kann. So kann z.B. der maximale Verlust vom Portfoliohoch in Zukunft 90% statt 50% betragen. Oder sogar einen Totalverlust. Wer 90% seines Kapitals verliert, muss 900% Rendite erzielen, um wieder auf break-even zu gelangen. Das geht nur mit hohen Einsätzen, die wiederum ein noch höheres Risiko bringen. Für mich ist die hieraus abgeleitete Lehre, konservativ vorzugehen und jederzeit mit dem schlimmsten zu rechnen. Es ist schließlich das Ziel im Spiel zu bleiben und nicht irgendwann zuzuschauen.
  2. Psychologisch muss man damit leben können: Es gibt Trader, die erstaunlich gefestigt mit großen Verlusten umgehen können. Verluste von 50% oder mehr? Kein Problem. Ein oder zwei Trades und die Verlust sind aufgeholt. Doch was die Kunst dahinter? Sehr, sehr wenig zu traden und eine sehr sehr hohe Trefferzahl zu haben. Dies setzt eine starke mentale Verfassung voraus, wie sie eigentlich nur „Magier der Märkte“ besitzen. Ansonsten wird man mit großem Risiko bankrott gehen. Wer nachts gut schlafen kann, wenn er 5 mal in Folge 10% des Kontos verloren hat, kann diese Art des Tradings betreiben. Die meisten dürften schlaflose Nächste haben oder eine merkwürdige Einstellung gegenüber ihrer Verantwortung gegenüber der Investoren.

Wer möchte, kann ein wenig mit dem Tool zur Berechnung des „Risk of Ruin“ (Risiko für Totalverlust) spielen. Es ist ein wenig schwierig zu bedienen, aber zeigt einem, wie schnell der Ruin erreicht werden kann. Man muss aber hier beachten, dass es sich dennoch um eine fiktive Betrachtung handelt. Selbst, wenn der „Risk of Ruin“ Wert am Ende nur 20% beträgt, schließt das einen Totalverlust nicht aus. Wie gesagt: Die Zukunft ist ungewiss.

Neben der Risiko-Betrachtung muss man auch die Performance ein wenig genauer verstehen. Zahlen wie z.B. +800% sehen für den Moment sehr gut aus. Nun muss man innehalten und einen Schritt zurücktreten: +800% bedeutet aber auch, dass sich die Kapitalkurve irgendwo oben befindet und man ein Portfolio erwischt hat, was für den Moment einen hohen Gewinn aufweist. Schließlich ist man über alle Portfolios hinweggegangen, die einen Totalverlust erlitten haben. Waren diese vielleicht noch vor wenigen Monaten auch bei +800%? Ein Portfolio, welches 70% von +800% verliert ist nur noch bei +240%. Das ist zwar auch immer noch erstaunlich hoch, aber die Schwankung ist riesig. Ein weiterer Verlust und man ist sehr schnell bei geringeren Beträgen. Also zeigen sich auch hier wieder die beiden obigen Komponenten.

Zwei Komponenten für die Betrachtung von Gewinnen:

  1. Verluste sind größer, wenn das Konto steigt: Der Zinseszinseffekt ist die größte Waffe des Traders. Aus diesem Grund ist es ja so wichtig, die Drawdowns gering zu halten. Eine einfache Rechnung belegt aber: 100 € * 800% = 800%. D.h. man benötigt 800% um sein Konto zu verachtfachen. Man benötigt aber nur 50% Verlust, um sein Konto auf eine Vervierfachung zu reduzieren. Dies zeigt, dass Drawdowns um jeden Preis zu vermeiden sind. Nun benötigt man nämlich 100% um wieder zurück auf die Verachtfachung zu kommen. Die Schwankung im Depot dürfte sehr groß sein und damit nimmt auch das Risiko des Totalverlustes zu. Denn: Der größte Verlust steht noch bevor.
  2. Verkraftet man psychologisch diese Schwankungen? Natürlich kann man die Beträge in Geld relativieren und das sollte man auch tun, aber irgendwann holt einen die Realität wieder ein. Wenn man sein Konto erst einmal von 150.000 € auf 75.000 € reduziert hat, dürfte man ziemlich angeschlagen sein. Kann man sich dann noch an sein System halten?

Ich bin der festen Meinung, dass es Trader gibt, die auch nach einem 96% Verlust das Geld wieder aus dem Markt herausholen und neue Höchststände erreicht. Hier muss man natürlich sehr genau prüfen, wie das gemacht wurde, aber es ist durchaus möglich. Viele schaffen das aber nicht mehr. Daher ist es wichtig den Gewinn immer nur als Moment zu begreifen und eher auf die Verlust zu schauen. Die Gewinne können sehr schnell schwinden, wenn man hohe Verluste hat.

Was will ich mit diesem Artikel ausdrücken? Ich möchte hier nur Gedanken platzieren. Es geht mir nicht darum, Contests, Trader oder Wikifolio anzugreifen. Im Gegenteil: Ich finde beispielsweise Wikifolio eine großartige Möglichkeit, Trading in die Öffentlichkeit zu rücken und Menschen die Möglichkeit zu geben an aktivem Trading zu verdienen. Es geht mir vielmehr darum aufzuzeigen, dass hohe Gewinne versteckte Risiken bergen, die nicht immer sofort offensichtlich sind. Leider ist es auch meistens so, dass die Trader, die beispielsweise immer 10% bei jedem Trade riskieren, das kleinste Konto handeln. Große Trader dagegen riskieren meist nur einen sehr geringen Teil … Reich ist halt noch niemand schnell und risikolos geworden. Ich möchte dafür werben, risikobewusst zu handeln und sich als Trader aus der Renditeschlacht herauszuhalten. Seinen eigenen Stil zu finden und über längere Zeit im Spiel zu bleiben ist wesentlich besser als zu versuchen schnell sein Konto nach oben zu „pimpen“. Die Frustration wird schlimmer, wenn man große Verlust einfährt und am Ende dem Trading fernbleibt. Sein Risiko erhöhen, kann man immer noch, wenn man sich und seinen Stil gefunden hat. Bei einem Risiko von 1% oder 2% des Kontos ist es ein langer Weg bis man ganz unten angekommen ist.

Bild: Unter der Verwendung von Wikifolio. Die Zahl ist frei erfunden. Sollte sie zufällig einem Wikifolio ähnelnd, ist dies nicht beabsichtig.

„… ’scale in‘ to a new market move.“

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Gestern las ich im Blog von Trader Steve einen interessanten Artikel über die Kontrolle des Portfolio-Risikos in unsicheren Märkten. Er benutzte einen wunderbaren Satz, der das Risiko-Management auf den Punkt bringt: „The way I like to approach this is to ’scale in‘ to a new market move. I don’t want to see my portfolio heat (overall exposure) jump from nothing to say 30% (the maximum level I have set myself) in one or two sessions. Any increase in heat needs to be controlled.“ (Trader Steve, Controlling portfolio heat when market conditions change, 06.01.2014)

Genau das ist es, was Risikomanagement leisten soll und muss. Sich langsam in die Märkte vorzuwagen und gleichzeitig eine Absicherung zu haben, nicht zu viel zu riskieren. Wenn die Märkte dann das Vorgehen bestätigen, baut man das Risiko aus. Mein Ansatz mit der Markt-Matrix beinhaltet genau diese Methode zur Steuerung des Risikos.

Link zum Artikel: Controlling portfolio heat when market conditions change von Trader Steve.

Trading: Mal pausieren. Cash ist auch eine Position …

Man sollte die Zeiten herauspicken, die am besten zum eigenen Handelsstil passen …
Als ich meinen letzten Artikel zum Thema Verlieren geschrieben habe, wollte ich auch das Thema „Cash ist auch eine Position“ in den Artikel mit aufnehmen. Schnell merkte ich jedoch, dass dies insgesamt zu viel wird und das ich hierfür einen eigenen Artikel schreiben muss.

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Das Statement, welches ich in der Headline verwende, ist nicht neu und stammt auch nicht von mir. Ich möchte nur verdeutlichen, wie wichtig das Thema ist. Es gibt viele Trader, die ständig aktiv im Markt sind. Wenn man z.B. einen festen Basket an Werten handelt, kommt es oft vor, dass man ständig Positionen im Markt hat und streng seinem Trading-System folgt. Je diskretionärer die Handelssysteme werden, desto mehr Entscheidungsspielraum hat man, auch fern vom Markt zu bleiben.

Um die Entscheidung zu treffen, braucht man klare Regeln, die einem die Markteinschätzung erlauben. In meinem Tradingtagebuch gibt es die Frage, ob die aktuelle Marktsituation Trades erlaubt oder nicht. Diese Frage ist streng mit Ja oder Nein zu beantworten. Ein Jein gibt es nicht. Wenn man sich ehrlich diese Frage stellt, kann es kein Jein geben. Was soll man denn mit der Antwort „Ja, der Markt erlaubt Trades, aber nur wenn …“? Ein Trader muss Entscheidungen treffen und nicht interpretieren … Und dies kann nur mit klaren Antworten gehen.

Wie ich den Markt einschätze …

Für mich hat sich eine Methode bewährt den Aktienmarkt einzuschätzen und zu bewerten. Diese ist für mich leitend und gehört fest in mein Risikomanagement-Konzept:

  1. Ich habe eine Markt-Matrix, die die wichtigsten europäischen und amerikanischen Aktienindizes in einer Tabelle auflistet. Diese repräsentieren für mich den Aktienmarkt. In dieser gibt es drei Spalten: Name des Indizes, Trend und Signal. Die Bewertung läuft folgendermaßen:
    • Bildet der Index einen Trend mit höheren Hochs und Tiefs oder bricht der aus einer Range aus (z.B. neues 20 Tagehoch, messbar mit einem Donchian Channel) liegt ein Trend vor. Hier kommt natürlich auch das Auge ein wenig ins Spiel. Wenn der Index über eine längere Zeit einen klaren Seitwärtstrend ausbildet, wandert der Status auf „Neutral“.
    • Ist der aktuelle Preis über die letzten Tage steigend, wird der Status (long oder short) entsprechend in der Spalte „Signal“ vermerkt. Liegt z.B. ein Fehlausbruch im Index vor oder die Situation ist unklar, da sich der Index in einer Seitwärtszone befindet, wandert der Status auf „Abwarten“. Somit kann es durchaus sein, dass ein Index vom Trend her long ist, aber auf „Abwarten“ steht.
  2. Ist die Mehrheit der Indizes z.B. long, suche ich vermehrt nach Long-Trades. Bei short muss es andersherum sein. Liegt ein neutrales Bild vor, sieht man innerhalb der Tabelle meistens die Einordnungen neutral, abwarten oder einige Märkte stehen auf long und andere auf short. Erst wenn die Mehrheit der Indizes in eine Richtung zeigt, suche ich aktiv nach Trades und richte entsprechend mein Risiko aus.
  3. Den großen Indizes wie S&P 500, Russel 2000 und Stoxx 600 kommt dabei eine höhere Gewichtung zu.

Aus diesem obigen Vorgehen ergibt sich auch meine Handlungsweise und mein Risiko, welches ich im Markt eingehen möchte. Sicherlich ist hier noch einiger Ermessensspielraum für den Trader und es handelt sich dabei nicht um ein starres System, aber es bietet ein systematisches Vorgehen. Ich arbeite weiterhin an der Verbesserung.

Aktuell zeigt sich in meiner Markt-Matrix ein gemischtes Bild und daher wähle ich den niedrigsten Risikograd und eröffne momentan keine neuen Positionen (sprich: Ich bin in der Position Cash). Ich weiß, dass diese Marktphasen für mein Trading sehr schädlich sind, da ich als Trendfolger nach Trends in den Märkten suche. Es gibt keinen klaren Trend auf meiner Zeiteinheit und neue Positionen enden meist mit einem Fehlausbruch und damit mit einem Verlust. Das schwierigste ist, sich selber an diese Vorgeben zu halten und nicht trotzdem dem Handlungszwang zu verfallen. Hier hilft z.B. die oben erwähnte Frage in einem Tradingtagebuch.

Cash ist eine Position und dies muss ich auch immer wieder bedenken und lernen. Schließlich hat jeder das Bild eines hyperaktiven Traders vor Augen, der am Computer klebt und wie wild in die Tastatur haut. Doch eigentlich sind es die Zeiten wo man vom Markt fernbleibt und dem Treiben zuschaut, die einen erfolgreich machen. Es sind genau die Platos in der Equity Kurve, die dann den nächsten Anstieg beginnen lassen. Am Ende muss man sich als Trader die Zeiten herauspicken, die einem die besten Chancen für seinen Handel bieten. Den Rest der Zeit kann man in Ruhe zuschauen und andere Dinge erledigen.

Trading: Risikomanagement und Selbstkenntnis

Welcher Trader-Typ bist du? Ängstlich oder gierig?
Auch wenn viele immer denken, dass Setups und das Handelssystem (Einstiegs- und Ausstiegsregeln) der zentrale Bestandteil des Erfolgs beim Trading sind, ist es letztendlich das Risikomanagement, welches entscheidend zum langfristigen Gewinnen beiträgt. Auch ich muss diese Erfahrung immer wieder machen. Wenn mein Risikomanagement schlecht ist oder ich Fehler mache, wirkt sich dies auf meine Kapitalkurve und mein Trading aus.

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Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien von Menschen im Trading:

  • Ängstliche Trader: Sie neigen dazu zu wenig Trades einzugehen und sich im Nachhinein über die verpassten Chancen zu ärgern. Also: Wenig Gewinn, wenig Verlust.
  • Gierige Trader: Sie neigen zu Overtrading und gehen zu viele Trades ein. Sie ärgern sich im Nachhinein über zu starke Drawdowns: Also viel Gewinn und viel Verlust.

Nun könnte man meinen, dass der erste Trader besser dran sein. Das mag sein, aber letztendlich wird er immer enttäuscht sein, weil er seine Ziele nicht erreicht. Der gierige Trader wird irgendwann bankrott gehen, wenn er es nicht schafft seine Gewinne laufen zu lassen. Also beide haben für und wieder …

Ich persönlich gehöre eher zu den gierigen Tradern. Vor einiger Zeit habe ich noch gar nicht so viel darüber nachgedacht, was dies für Konsequenzen hat.

Man muss sich mit seiner Psyche auseinandersetzen und aus seinem Handeln ableiten was für ein Trader-Typ man ist. Dies ist wichtig, damit man ein entsprechendes Risikomanagement erstellen und vor allem einstellen kann. Ich glaube nicht, dass es entscheidend ist, dass man sich selber verändert und sozusagen seiner Natur nicht mehr entspricht. Es ist vielmehr wichtig, dass man diese Seite an sich selbst kennt und entsprechende Regeln einführt, um sich selber zu kontrollieren und sein Verhalten zu begrenzen oder auch zu erweitern (ähnlich wie bei Jekyll und Hyde).

Ich persönlich ertappe mich auch immer wieder, wie mein Kopf versucht, meine Regeln zu brechen. Doch genauso merke ich, wie ich Fortschritte mache und ich mein Verhalten kontrolliere. Ich werde also immer besser …

Risikomanagement und wichtige Komponenten

Das Risikomanagement für Trader besteht aus vier sehr entscheidenden Bestandteilen:

  1. Einzelpositionsrisiko: Der geplante Verlust im Verlustfall für einen einzelnen Trade.
  2. Gesamtpositionsrisiko: Die Summe aller Einzelpositionsrisiken und damit der maximale geplante Verlust, sollten alle Positionen gleichzeitig im Verlustfall geschlossen werden.
  3. Einzelpositionsgröße: AnzahlxEinstiegspreis; also die Größe der einzelnen Position in Geld.
  4. Gesamtpositionsgröße: Die Summe aller einzelnen Positionsgrößen. Hieraus lässt sich auch der Hebel berechnen.

Zusätzlich gibt es noch weitere Risiken. Darauf möchte ich aber weniger eingehen.

Alle diese vier Komponenten sind entscheidend für das Fortbestehen eines Traders an den Märkten und die Drawdowns, die ein Trader erleidet.

Für jede dieser drei Komponenten sollte man sich Limits setzen, um sein Risiko unter Kontrolle zu halten. Eine Kombination wäre z.B. max. 1% Einzelpositionsrisiko und 5% Gesamtpositionsrisiko. In diesem Fall kann der Trader 1% seines Kapitals pro Trade riskieren und gleichzeitig maximal 5 offene Risikopositionen haben. Ebenso wichtig ist ein Limit bei Einzel- und Gesamtpositionsgröße. Wenn eine einzelne Position maximal 20% des vorhandenen Kapitals ausmachen darf, begrenzt man bei einem Gap den Verlust. Genauso begrenzt man bei einer Gesamtpositionsgröße von Hebel 2 (alle Positionen dürfen max. so groß sein wie 2x das vorhandene Kapital) den Verlust im Falle eines unerwarteten Ereignissen, sollten alle Positionen mit einem Gap eröffnen.

Hier ein paar Beispiele:

  1. Ist das Einzelpositionsrisiko zu hoch (z.B. 3% oder sogar 5% des Kapitals), kann man nur sehr wenige Positionen gleichzeitig eingehen, da das Gesamtpositionsrisiko hier ein Limit setzt. Somit droht die Gefahr zu wenig Chancen wahrnehmen zu können, da man nicht weiß, wie die Gewinner verteilt sind. Zudem steigt durch ein hohes Einzelpositionsrisiko die Einzelpositionsgröße, was wiederum die Gefahr bei Gaps steigen lässt.
  2. Ist das Gesamtpositionsrisiko zu hoch, steigt die Gefahr von starken Drawdowns. Durch ein hohes Limit kann man sehr viele Positionen gleichzeitig eingehen, was wiederum die Gesamtpositionsgröße steigen lässt und gleichzeitig die Drawdowns steigert, da bei einer niedrigen Trefferquote viele Positionen ausgestoppt werden. Ein zu geringes Risiko wiederum erhöht die Gefahr, dass man zu wenig Chancen wahrnimmt und das Kapital nicht vorankommt.
  3. Eine zu hohe Einzelpositionsgröße kann bei einem Gap in die Gegenrichtung des Trades gefährlich werden. Bei einer Positiongröße von z.B. 5000 EUR würde ein Gap von 10% ein Verlust von 500 EUR bedeuten? Wie viel macht dies im Tradingaccount aus?
  4. Ist das Gesamtpositionsrisiko zu hoch, nehmen die Schwankungen im Account sehr stark zu. Dies kann sich nicht nur auf die Psyche des Traders auswirken, sondern natürlich auch auf das Kapital. Gerade im Fall von unerwarteten Ereignissen (ein Staat macht pleite oder ein Krieg bricht aus) eröffnen die Märkte oft mit Gaps und hinterlassen große Schäden in der Kapitalkurve.

Wie man an den Beispielen sieht, hängen alle einzelne Risikoparameter miteinander zusammen. Man muss sich gut kennen, um eine optimale Umgebung für sich selber zu schaffen, um hierin zu handeln. Bei mir z.B. sind es eher geringere Limits, da ich dazu neige ein zu „gieriger Trader“ zu sein und in Gefahr laufe zu over-traden. Wenn du ein zu „ängstlicher Trader“ bist, können die Limits dir helfen, mehr Positionen einzugehen.

Letztendlich hängt das Wohlbefinden aus Vertrauen in das System und die Fähigkeiten und die Selbstkenntnis ab. Wer sich wohler damit fühlt, kann die einzelnen Parameter auch dynamisch betrachten und steuern. Auch ist es natürlich machbar klein Anzufangen und diese langsam auszubauen, wenn man mehr Vertrauen in sich hat.

Mir persönlich hilft das Tradingtragebuch und die Dokumentations der Trades sehr gut. Wenn ich eine Position eröffne, halte ich detailliert fest, was mich zum Einstieg bewegt und warum ich diesen Trade eingehe. Im Rahmen dieser Dokumentation fülle ich auch immer ein Feld aus: „Ist es ein 100%tiger Trade?“. Dies soll mir noch mal alle Gegenargumente vor Augen führen. Wenn ich die Frage nur mit „zu 99,9%“ beantworten kann, gehe ich den Trade nicht ein. Hierzu gehört natürlich auch die Risikobetrachtung. Ist mein Gesamtpositionsrisiko bereits ausgeschöpft, kann ich den Trade nicht eingehen. Mag das Setup auch noch so „schön“ sein. Denn ich weiß genau: Verletze ich meine Regeln, führt dies zu Problemen und Drawdowns. So lange ich dies im Griff habe, bin ich erfolgreich.

Trading: Solarworld – Ein Musterbeispiel des Tradings. Brandgefährlich, aber auch eine gute Chance.

Die letzten Wochen wurden Solarwerte stark gekauft. Einige Werte verdoppelt sich und stiegen massiv an. Man darf allerdings nicht vergessen, dass diese Werte über langfristige Zeit nur fallen und immer wieder massiv an Wert verlieren. Einige Aktien sind aufgrund des niedrigen Kursen nicht mehr wirklich handelbar.

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Das Beispiel Solarworld zeigt, wie gefährlich es sein kann, mit solchen Pennystocks zu handeln. Man darf nie vergessen, dass es fundamentale Gründe gibt, warum die Solar-Aktien so billig sind. Technische Analyse ist schließlich nur ein Werkzeug und keine Bewertung!

Im Beispiel Solarworld sieht man, wie jedes Unterschreiten der 1 EUR Marke gekauft wurde. Dies kann verschiedene Gründe haben, z.B. Gewinnmitnahmen bei Short-Positionen oder auch Investoren, die wieder an Solar-Aktien glauben. Am 11. Dezember gelangt der Rebreak über 1 EUR per Tagesschlusskurs unter hohem Volumen. Nach einer kurzen Konsolidierung kam es zu einer Rallye, die wahrscheinlich durch Auflösung von Short-Positionen vorangetrieben wurde. Dies ist aber nur eine Mutmaßung … Es trägt allerdings typische Muster. Das Volumen steigt stark an, da große Short-Positionen liquidiert werden. Am Ende kommt es zu einem Hanging-Man. Dies stellt die Spitze des Kursverlaufes da. Die Käufe werden so stark, dass sie große Gaps ins Orderbuch reißen. Auf einmal versiegen die Käufe und das Gap wird geschlossen. Zu dieser Zeit kann man sicher sein, dass die großen Käufer bereits alle gekauft haben. Meist aber nicht, um längerfristig in der Aktie zu verweilen, sondern nur, um Short-Positionen zu schließen. Nun kommen kleinere Händler in den Markt, die den Kurs erneut nach oben treiben, der Kurs schließt in der Nähe des Hochs. Es gibt nun aber keinerlei weitere Käufer mehr. Schließlich gibt es kein begründetes Interesse an der Aktie. Einige kurzfristige Trader nehmen Gewinne mit und fangen an zu Verkaufen, der Kurs fällt. Nach einem Rückgang versuchen es die Käufer erneut, es kommen wieder kleinere Trader in den Markt hinein. Das Volumen bleibt aus … Am 25.1. kommt eine Bad-News über Nacht und die restlichen Marktteilnehmer steigen massiv aus – die Aktie eröffnet ca. 40% tiefer. Wehe dem, der hier noch investiert ist. Leider sind dies meist unerfahrene und private Trader.

Einen weiteren Aspekt, den man hier nicht vergessen darf ist, dass viele auch nur darauf warten aus bestehenden Long-Positionen auf Solarworld auszusteigen. Dies kann man während eines Short-Squeezes natürlich super machen. Hohe Volumen an Aktienbestände wechseln den Besitzer.

Vier fiktive Beispiele von Handelsszenarien

Ich habe mal vier mögliche Sichten auf den Kursverlauf von Solarworld aufgestellt. Diese sind natürlich frei erfunden.

  • Ein Trader hat im Bereich um 1 EUR Solarworld gekauft und spekuliert auf einen Anstieg in Richtung 2 EUR. Es kommt großes Kaufinteresse und die Buchgewinne steigen. An jedem Tag, der in seine Richtung steigt, verkauft er Teile der Position an Trader, die ihre Short-Positionen eindecken müssen. Als der Kurs 1,8 EUR erreicht, ist die Position aufgelöst.
  • Ein großer Fond ist im Bereich um 10 EUR in Solarworld eingestiegen und sitzt auf Verlusten von 88%. Es gelang ihm bereits mehrfach Aktien zwischenzeitlich zu verkaufen. Während jeder Kursrallye verkauft er Teile der Position. So auch im Bereich 1-1,8 EUR. Er verkauft massiv Stücke an Trader, die ihre Short-Position auflösen müssen und an Trader, die auf einen kurzfristigen Anstieg spekulieren.
  • Ein Hedge-Fond ist stark short in Solarworld und es gelang ihm immer wieder bei jedem Bruch des letzten Tiefs die Short-Position auszubauen. Nun läuft der Wert seit 6 Monaten seitwärts und er beschließt die Position immer wieder abzubauen, um Gewinne zu sichern. Im Bereich um 1 EUR werden Teile zurückgekauft. Als der Wert schließlich über den 50er EMA steigt, wird die Reißleine gerissen und der Rest der Position zurückgekauft. Ähnliche Verhalten sind in den USA bei gleichen Aktien bereits beobachten worden und zwingen den Fond zum Handeln. Der Hedge-Fond kauft die Aktien von kurzfristigen Tradern, die ihre Gewinne sichern. Bei 1,88 EUR sind alle Käufe durchgeführt.
  • Insider, die bereits von der Bad-News wissen oder Gerüchte wahrnehmen, beginnen ihre Long-Positionen abzubauen und verkaufen massiv an die Trader, die ihre Short-Positionen auflösen. Sie freuen sich immer noch, als der Kurs nach 1,8 EUR bereits wieder fällt und kleinere Trader trotzdem kaufen. Zwei Tage vor der Bad-News ist die Long-Position abgebaut.

Wie schützt man sich?

Einen grundsätzlichen Schutz vor Kurslücken gibt es nicht. Sie treten auch bei Aktien auf, die hunderte von EUR kosten und wirken sich negativ oder positiv auf die Marktteilnehmer aus (je nach Handelsrichtung). Ich beobachte allerdings, dass Kurslücken bei Aktien geringer sind, bei denen auch ein begründetes Interesse besteht, diese zu kaufen. Das Kaufinteresse überwiegt hier meistens die schlechte Nachricht und größere Marktteilnehmer nutzen die Kurslücke zum Positionsausbau.

Es gibt aber Maßnahmen die man ergreifen kann:

  • Handele nicht gegen den Trend. Bei Solarworld ist der übergeordnete Trend im Tages- und Wochenchart stark negativ. Für Trader, die diese Maxime leben, würde hier nun die Short-Seite in Frage kommen. So auch für mich.
  • Handele angemessene Größen. Die Positionsgröße bei sehr spekulativen Trades gering halten. Wer bei solchen Trades zu viel Kapital bindet oder riskiert, kann enorm verlieren. Man könnte z.B. max. 0,5% seines Kapitals riskieren oder die Positionsgröße bei 5-10% des Kapitals deckeln.
  • Kenne die Gegenseite. Was ist das Interesse der Gegenseite und der weiteren Marktteilnehmer? Wie werden sie sich verhalten?
  • Handele gar nicht. Man sollte sich überlegen, ob man solche Aktien überhaupt handelt oder über Nacht hält. Es gibt fundamentale Gründe, warum die Aktie niemand haben möchte. Ich persönlich handele keine Aktien unterhalb von 1 EUR bzw. 3 EUR.
  • Nutze einen geeigneten Handelsstil. Daytrading könnte als Handelsstil besser passen. Entdeckt man solch eine Rallye und kann sich hier einklinken, verkauft man zum Handelsschluss einfach die Position wieder.
  • Behandele den Trade so, wie er ist: Kurzfristig. Arbeite mit einem kurzfristigen System (z.B. einem Swingtrading System) und ziehe den Stopp sehr eng an den Kurs heran. Verkaufe evtl. Teile der Position.
  • Erkenne den Markt. Ein Hanging Man unter hohem Volumen ist ein wichtiges Zeichen. Verkaufe Teile der Position und sichere den Rest unterhalb des Tagestiefs und des vorletzten Tagestief ab.
  • Nutze Handelsinstrumente mit eingebauten Schutz. Zum Beispiel Zertifikate mit engen Knock-Out. Hier kann man nicht mehr als den Preis des Zertifikates verlieren. Wenn das Knock-Out-Level richtig gewählt ist, schützt dies vor zu großen Verlusten. Auch ein garantierter Stopp-Loss bei CFDs, der von einigen Anbietern angeboten wird, kann helfen die Verluste zu begrenzen.

Wie man sieht, gibt es keinen kompletten Schutz gegen solche Kurslücken. Risikomanagement ist das einzige, was hier hilft. Schließlich ist dies einer der Hauptaufgaben eines Traders: Das Risiko zu verwalten und zu steuern.

Trading: Continental Trade aus meinem Tradingjournal

Heute möchte ich mal einen realen Trade vorstellen den ich in letzter Zeit durchgeführt habe. Es ist ein negativer Trade – also ein Trade mit negativen Ergebnis. Dennoch ist dieser spannend vorzustellen, da dieser sich völlig anders entwickelt hat, als geplant. Wer die Aktie von Continental die letzten Tage beobachtet hat, konnte sehen wie ein Ereignis eine großes Gap erzeugte, welches vorher nicht erahnt werden konnte. Dieses bestätigt mich wieder in meiner Auffassung, dass man sich gegen unerwartete Ereignisse schützen muss.

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Das Setup

Conti war am 12.9. dabei eine bullische Flagge nach oben hin aufzulösen. Der Kurs hatte bis auf das letzte Hoch konsolidiert und hier kam es wieder zu deutlichen Käufen. Ich wollte einen Flaggenausbruch zum Aufbau einer Position nutzen und erwartete danach steigende Kurse in Richtung 100 EUR, wo ein Widerstand aus dem Wochenchart lauerte. Mein erstes Ziel war jedoch Break-even wo ich die Hälfte der Position bereits verkaufen wollte. Ich legte also ein Stopp-Buy-Order bei 83,32 EUR in den Markt und platzierte meinen Stopp-Loss bei 78,2 EUR. Dies sind in etwa 7% bis zum Stopp-Loss. Mein Stopp war bewusst konservativ gewählt, da ich damit rechnen musst, dass der Flaggenausbruch in einem überhitzten Marktumfeld evtl. noch mal korrigiert werden könnte. Somit lag mein Stopp unterhalb des letzten Verlaufstiefs. Allerdings wäre bereits der Rückfall in die Flagge ein negatives Zeichen gewesen und ich hätte dort noch mal meine Position geprüft und evtl. verkauft.

Setup: Conti im Wochenchart
Setup: Conti im Wochenchart
Setup: Conti im Tageschart
Setup: Conti im Tageschart

 

Tag 1

Der Trade wurde nicht sofort eröffnet, da die Stopp-Order nicht aufgeführt wurde. Ich ließ jedoch die Order weiter im Markt, da der Plan noch gültig war.

Tag 2

Der Trade wurde eröffnet. Durch ein Gap kam ich nicht zu dem Kurs. zu dem ich kaufen wollte. in die Position. Jedoch war alles in Ordnung. Das Gap hatte auch etwas bullisches an sich und wurde zudem nicht geschlossen, sondern weiter gekauft!  Dies bedeutet, dass die Käufer selbst zu diesen Preisen in die Aktie wollten. Der Ausbruch war also bestätigt.
Ich zog den Stopp-Loss etwas an. Der Trade sollte nicht mehr zurück in die Flagge fallen, dies wäre ein sehr negatives Zeichen gewesen.

Tag 2
Tag 2

 

Tag 3

Die obere Flaggenbegrenzung wurde getestet und das noch offene Gap geschlossen. Der Inside-Day, der sich gebildet hatte war an sich bullisch und besaß einen längeren Doch nach unten. Insgesamt ein Tag der Konsolidierung des Ausbruchs und eine Doji Kerze. Dojis stehen zwar für Unsicherheit, jedoch in diesem Zusammenhang habe ich dies als Bestätigung der Flaggenobergrenze gesehen. Sollte der Inside-Day morgen nach oben ausgelöst werden, dürfte es direkt weiter gehen.
Der Stopp-Loss wurde wieder ein bisschen angepasst, da der Kurs die Kurslücke geschlossen hatte und die Flaggenbegrenzung bestätigt hatte. Nun sollte er wieder nach oben abprallen und die Bewegung wieder aufnehmen.

Tag 3
Tag 3

 

Tag 4

Rückfall in die Range! Oh Schreck! Das sollte genau nicht passieren. Der Stopp bleibt unverändert. Entweder kontern die Bullen nun oder es geht wieder abwäts in Richtung 77,5 EUR und der Trade ist damit hinfällig! Der Markt soll es entscheiden.
Im Nachhinein gesehen unterlag mir hier auch ein Interpretationsfehler. Ich hatte nicht gesehen, dass zwar die Flagge nach oben aufgelöst wurde, jedoch aus dem Flaggenausbruch mittlerweile eine Seitwärtsrange hervorgegangen ist. Dies bemerkte ich erst einige Tage später.

Tag 4
Tag 4

 

Tag 5

Der Stopp wurde nicht erreicht. Es bildet sich ein weiterer Doji. Der Trade liegt bereits im Minus. Wir geben ihm noch ein wenig Zeit nach oben zu drehen. Durch das Anziehen des Stopps ist das Risiko bereits reduziert.

Tag 5
Tag 5

 

Tag 6

Sehr knapp! Der Stopp wurde um einige Cents verfehlt und genau hier dreht die Aktie wieder. Es bildet sich ein vorbildlicher Hammer unter höherem Volumen als gestern. Die Hoffnung keimt wieder auf.
Im Nachhinein sieht man, dass der Stopp-Kurs evtl. etwas unglücklich gewählt war. Jedoch war mein Plan einen starken Rückfall in die Range zu vermeiden und als Scheitern des Trade-Plans zu sehen. Somit ist auch der Stopp-Kurs in Ordnung. Es gab keinerlei Anzeichen (z.B. eine Unterstützung), dass genau hier der Kurs wieder drehen könnte.

Tag 6
Tag 6

 

Tag 7

Bitte in diesem Chart das Volumen nicht falsch interpretieren. An diesem Tag war Verfallstag und somit das Volumen natürlich höher. Dennoch: Der Kurs stieg kräftig an und die obere Range wurde wieder erreicht. Der Hammer zeigte also Wirkung.  Der Stopp bleibt unverändert. Im Wochenchart hatte sich an diesem Freitag eine Hammerkerze gebildet, die für steigende Kurse in der nächsten Woche sorgen sollte. Ich rechnete aber noch mit ein paar Tagen Seitwärtsbewegung bis die Range nach oben hin verlassen wird.

Tag 7
Tag 7

 

Tag 8

Wie erwartet bewegt sich die Aktie weiter seitwärts, aber die letzten Käufe zeigen, dass Interesse an der Aktie besteht. Zwar ist es kein gutes Zeichen, wenn nach einem Verfallstag die Aktie wieder verkauft wird, aber da das Risiko bereits stark reduziert wurde, lasse ich den Trade weiter laufen.
Im Nachhinein kann hier ein erster Fehler gesehen werden. Der Kurs prallt zum dritten Mal kräftig an der oberen Range ab. Dies hätte man auch als negatives Zeichen interpretieren und den Trade sofort glattstellen können. Dies habe ich jedoch nicht bemerkt, da ich so stark auf den Ausbruch fixiert war und nicht genug an die Gegenseite gedacht habe. Aber allgemein schützt mich mein Stopp auch vor solchen Denkfehlern, sollte es zu einem Ausstoppen kommen. Zudem arbeite ich lieber damit den Stopp enger zu ziehen als einen Trade sofort glattzustellen. Eine sofortige Glattstellung ist mehr beeinflusst durch Emotionen. Wer weiß, vielleicht eröffnet die Aktie morgen höher und der Kurs zieht wieder an?

Tag 8
Tag 8

 

Tag 9

Am Abend zuvor bemerkte ich bereits bei dem Blick au die Kurse auf meinem Handy, dass der Kurs von Continental stark nachbörslich gefallen war. Grund dafür war eine Platzierung von Großaktionären, die ca. 20 Mio. Aktien zu einem tieferen Preis platzieren wollen. Da ich CFDs handele bin ich an die XETRA Börsenzeiten gebunden und kann meine Position nicht nachbörslich auflösen. Ich erwartete ein großes Gap an nächsten Tag. Was also tun?

  1. Sofort am nächsten Morgen egal zu welchem Kurs den Trade glattstellen?
  2. Stopp-Loss versetzen und auf ein Drehen des Kurses hoffen?
  3. Stopp-Loss komplett aus dem Markt nehmen und in einer kleineren Zeiteinheit, z.B. 15 Minuten Chart mit Trailing-Stopps die Position zum besten Preis ausstoppen lassen?
Mein aktueller Stopp-Loss würde bei Markteröffnung sofort erreicht werden und die Position wäre ausgestoppt. Der Eröffnungskurse lag ungefähr in der Nähe meines ursprünglichen intialen Stopps nahe einer Unterstützung.
Ich entschied mich für Option 2, da der mögliche Zugewinn größer wäre als der Verlust (der ja initial sowieso geplant war). Dreht die Aktie, komme ich zu einem besseren Kurse raus. Dreht sie nicht, besteht kaum ein Unterschied zwischen Option 1 und 2. Die Vergrößerung des Risikos aufgrund des neuens Stopps war nur gering (0,15R).
Der Kurs fiel direkt bis zur Unterstützung wurde zeitweise auf wieder hochgekauft. Am Abend blieb eine Doji Kerze. Diese ist in diesem Fall schwierig zu interpretieren. Man sah, dass der Kurs bis zur 50er EMA gestiegen und dort abgeprallt war. Was also tun? Am Abend glattstellen oder noch mal über Nacht halten? Da immerhin der Schlusskurs über der Eröffnung lag, entschied ich mich noch mal für Halten.
Tag 9
Tag 9

 

Tag 10

Die Aktie wurde am Morgen sofort ausgestoppt. Sie fiel direkt auf ein neues Tief. Der Verlust dieses Trades betrug am Ende -1,25R inkl. Kosten.

Tag 10
Tag 10

 

Fazit:

  • Sicherlich hätte man den Trade bereits früher glattstellen können, als ich bemerkte, dass er an der oberen Range zum dritten mal scheitert. Dies hatte ich aber leider nicht so wahrgenommen. Ein Fehler, der einem unterlaufen kann, wenn man zu stark auf ein anderes Ereignis (hier der Breakout) schaut. Man verliert die Sicht der Gegenseite. Warum wird an dem Widerstand verkauft? Aber ich arbeite auch nicht gerne mit sofortiger Glattstellung. Ich lasse lieber den Markt mittels einer Stopp-Order entscheiden, ob der Trade glattgestellt werden soll oder nicht.
  • Der intiale Stopp war gut gewählt. Durch das konservativere Vorgehen war meine Positionsgröße nicht so groß, so dass das Gap mir nur wenig Schaden zufügen konnte. Hier zeigt es sich mal wieder, dass man durchaus auf die Größe der Position achten muss. Die Position machte knapp 14% meines Gesamtkapitals aus.
  • Sich dafür zu entscheiden, die Position nicht direkt nach dem Gap zu schließen war richtig aber risikoreich. Trotz dessen habe ich meine Stopp-Marken eingehalten. Wäre das zusätzliche Risiko größer als 0,25R gewesen, hätte ich die Position sofort zum ersten Kurs geschlossen.
Ich will mit diesem Beitrag ganz bewusst zeigen, dass es gerade die negativen Trades sind, von denen man lernen kann. Es gibt viele Blogs und Foren bei denen die Trader mit ihren großen Erfolgen prahlen und sich im Lob suhlen.  Aber ganz ehrlich: Bringt mich das weiter? Ich glaube nicht. Der Trade bei Conti zeigt mir, wo meine Fehler lagen und auf was ich zukünftig vielleicht mehr achten muss. Er zeigt mir auch, dass es richtig ist, sich konservativer zu verhalten. Hätte ich einen aggressiveren Stopp gewählt, wäre der Schaden viel größer ausgefallen. Natürlich sind dafür die Gewinne auch größer. Aber letztendlich gleich es sich wahrscheinlich wieder aus.
Es ist nur wichtig die Fehler nicht ständig zu wiederholen. Bis ein neues Verhalten gelernt ist, dauert es eine Weile. Ein Tipp wäre: Schreibt euch eine Liste mit diesen neuen Erkenntnissen und geht diese jedes Mal wieder durch, wenn ihr einen neuen Trade eröffnet oder einen bestehenden betrachtet. Damit könnt ihr gezielt prüfen, ob ihr dabei seit einen Fehler zu wiederholen.

Trading: Die Risiken im Blick. Welche Parameter sollte man überwachen?

Der absolute Leitspruch im Trading ist: „Verluste minimieren, Gewinne laufen lassen“. Anders ausgedrückt heißt dies: „Risiken im Blick haben und minimieren, Gewinne vergrößern und ausbauen.“ Der Verlust ist das Risiko beim Trading-Geschäft. Einen Verlust zu verbuchen sollte für einen Trader eine schmerzhafte Erfahrung und zu gleich ein Segen sein. Die schmerzhafte Erfahrung ist wichtig, weil man nur aus Fehlern lernt, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dies liest sich in jeder Biografie eines Traders. Der Prozess von Try-and-Error ist es, der einen Trader reifen und erfolgreich werden lässt. Dabei ist es das Ziel nicht dieselben Fehler dauerhaft zu wiederholen.

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Die Risiken ständig im Blick zu behalten ist heute aufgrund der Computertechnik einfacher, aber psychisch schwer. Jedes Risiko was wir nicht eingehen ist zugleich ein potentiell nicht realisierter Gewinne, weil wir zu dem Zeitpunkt nicht wissen, ob der nicht eingegangene Trade nicht der absolute Gewinner gewesen wäre. Doch dieses Denken ist falsch und führt zu Overtrading. Man muss sich selber beibringen, dass nur Trades in Ordnung sind und eingegangen werden dürften, die im Rahmen des Risikomanagements in Ordnung sind. Trades, die nicht in das Risikobild passen werden gestrichen und ausgelassen. Schließlich ist die wichtigste Aufgabe des Tradings das Kapital zu vermehren und zu schützen. Diese Maxime sollte über allem stehen und erst im zweiten Satz mit „Verluste minimieren, Gewinne laufen lassen“ ergänzt werden. Denn bevor Gewinne laufen muss das Kapital beschützt werden.

Hier die verschiedenen Risiken im Überblick die es zu managen und zu kontrollieren gilt:

  1. Globale Risiken
    Hiermit sind Risiken gemeint, die nicht direkt im Zusammenhang mit dem Trading stehen, sondern das Trading allgemein betreffen. Solche Risiken sollten regelmäßig überprüft und bewertet werden (aber nicht täglich). Für mich sind die wichtigsten:

    1.  Bonitätsrisiko der Depotbank: Wisst ihr genau wie es um die Bonität eures Depotbetreibers bestellt ist? Was passiert, wenn ihr morgen die Schlagzeile liest, dass euer Depotbetreiber pleite ist? Zwar gibt es in Deutschland eine Einlagensicherung, aber bis ihr an das Geld kommt, können Wochen vergehen. Wie ist es dann mit den laufenden Positionen und der Ausführung? Noch entscheidender ist diese Fragestellung bei ausländischen Brokern. Aber auch bei CFD-Brokern, die die Papiere in einer anschlossenen Depotbank lagern, kann eine Pleite der Depotbank zu großen Problem führen.
    2. Emittentenrisiko: Gerade Trader, die mit Derivaten handeln müssen sich auch mit der Bonität der Herausgeber beschäftigen. Denn wenn ein Emittent pleite geht, besteht kein Schutz – nicht mal durch die Einlagensicherung. Derivate unterliegen (bis auf Ausnahmen) dem sog. Emittentenrisiko. Dazu gehören natürlich auch CFDs.
    3. Politische und wirtschaftliche Risiken: Hierzu gehören z.B. Verbot und Regulierung der Märkte oder Währungsreformen etc. Die politische Lage zu verfolgen ist daher auch für technische Trader wichtig.
  2. Risiken auf der Makroebene
    Mit Makroebene bezeichne ich die Risiken die das Depot betreffen und über den einzelnen Positionen stehen. Da ich kurzfristiger Trader bin, ist das klassische Risikomanagement mit der Berechnung von bestimmen (fragwürdigen) Kennziffern aus der Portfolioverwaltung nicht interessant und relevant.

    1. Währungsrisiken: Wenn ich z.B. mein Depot in USD führe oder der Großteil meiner Positionen in USD notieren, sollte ich mir über eine mögliche Abwertung des USD gegenüber meiner Heimatwährung Gedanken machen. Evtl. muss man das eingesetzte Kapital hedgen und gegenüber Währungsschwankungen absichern. Es bringt schließlich nur wenig, wenn ich in USD handele und der USD gegenüber dem EUR immer weniger Wert ist. Damit verliere ich Geld. Ich persönlich handele nur Werte die in EUR notieren (Ausnahmen: Rohstoffe und US-Anleihen). Das macht es für mich einfach und im EUR-Raum gibt es genug Aktien.
    2. Gesamtdepotrisiko: Dies ist die Summe der offenen Risiken der einzelnen Positionen. Wenn ich z.B. 10 Positionen laufen habe und alle beim Stop-Loss 100 EUR verlieren, wäre mein Gesamtdepotrisiko 1.000 EUR. Es beschreibt also den maximalen Betrag den ich verlieren würde, wenn alle meine Positionen ausgestoppt werden würden (Gaps unberücksichtigt). Für mich ist dies einer der wichtigsten Risikoparamter überhaupt. Ich muss genau wissen wie viel ich maximal verlieren möchte. Darüber gehe ich niemals hinaus. Jeder muss diesen Betrag selber bestimmen. Selbst wenn ich offene Gewinne von z.B. 10.000 EUR habe und ein offenes Gesamtdepotrisiko von 5.000 EUR, würde ich beim Ausstoppen aller Positionen insgesamt 5.000 EUR verlieren (plus die 10.000 EUR offenen Gewinne!). Das wichtigste ist, diese Kennziffer in den positiven Bereich zu bringen, also Gewinne zu sichern. Denn wenn ich 10.000 EUR offene Gewinne habe und mein Gesamtdepotrisiko bei -5.000 EUR liegt, habe ich beim Ausstoppen aller Positionen immer noch 5.000 EUR Gewinn!
    3. Eingesetzes Kapital: Dies beschreibt die Summe aller Positionsgrößen. Wenn ich z.B. 10 Positionen habe, wobei jede 5.000 EUR groß ist (100 Aktien zu je 50 EUR), dann Beträgt das eingesetzte Kapital 50.000 EUR. Je nach dem, ob ich einen Hebel einsetze, variiert dieser Wert natürlich. Trotzdem muss auch beim Einsatz von Hebeln dieser Parameter kontrolliert werden. Wenn z.B. morgen eine Atombome in den USA explodiert und die Märkte 15% tiefer eröffnen, was verliere ich dann? 15% von 50.000 EUR sind immerhin 7500 EUR! Dieses wieder aufzuholen dauert lange. Man muss also genauestens kontrollieren, wie viel Risiko insgesamt entstehen kann, wenn ein außergewöhnliches Ereignis eintritt.
    4. Hebel: Dieser ergibt sich zwischen dem Kapital und dem eingesetzten Kapital und ist interessant für Trader die Hebelpapiere wie Knock-Outs oder CFDs einsetzen. Je nachdem wie hoch man sein Depot hebelt, desto schwerer trifft einen ein außergewöhnliches Ereignis. Hat man z.B. ein Kapital von 5.000 EUR und hebelt dieses um den Faktor 5 auf 25.000 EUR, ist ein Verlust von 15% aus dem obigen Beispiel ein Verlust von 3.750 EUR und damit fast das gesamte Kapital! Dies muss man sich immer vor Augen halten, wenn man mit Hebeln arbeitet.
    5. Korrelation im Depot: Dieses Risiko kann man kompliziert messen und ist eher für langfristig agierende Trader interessant. Ich persönlich achte nicht zu stark auf die Korrelation der einzelnen Werte, da ich hauptsächlich Aktien handele und diese zueinander schon eine hohe Korrelation aufweisen. Worauf ich allerdings achte ist, nicht zu viele Positionen im selben Sektor zu besitzen und evtl. Short-Positionen als Ausgleich hinzuzufügen.
  3. Risiken auf Mikroebene
    1.  Einzelpositionsrisiko: Dies ist der Betrag, den ich verliere, wenn meine Position ausgestoppt wird. Je nach Handelssystem ist dies meist ein prozentualer Betrag vom Gesamtkapital. Ob man aber 0,5% oder 2% verwendet, hängt stark vom Handelssystem und anderen Faktoren ab. Ich bevorzuge moderate Einsätze um 1% herum, allerdings oft auch mit weiter entferntem Stopp. Alle Einzelpositionsrisiken zusammen ergeben das Gesamtdepotrisiko. Für mich ist es einer der wichtigsten Ziele das Einzelpositionsrisiko so schnell wie möglich zu senken. D.h. z.B., dass ich versuche zügig den Stop nachzuziehen und Teilpositionen zu verkaufen. Somit senke ich das Einzelpositionsrisiko sehr schnell.
    2. Positionsgröße: Dies ist die Anzahl der Wertpapiere mit dem aktuellen Kurs multipliziert. Also: 10 Aktien zu je 50 EUR ergeben 500 EUR. Die Summe aller Positionsgrößen ergibt wiederum das eingesetzte Kapital. Wichtig ist diese Größe vor allem in Zusammenhang mit auftretenden Gaps bei Positionen die über Nacht gehalten werden. Werden z.B. von einer Firma Geschäftszahlen veröffentlicht und es kommt zu einem Abwärts-Gap von 30%, was verliere ich dann? Dies ist schon oft vorgekommen und ist gerade bei z.B. Technologieaktien im NASDAQ oft zu beobachten.
    3. Risiko bei News: Werden negative oder positive Nachrichten zu einer Firma veröffentlicht, kann es zu heftigen Reaktionen kommen. Je nach dem wie man positioniert ist (long oder short) wirkt sich die Nachricht auf den gehandelten Wert aus. Deshalb sollte man immer einen Stopp im Markt haben. Ich habe schon erlebt, dass ein Wert in einem Tag um 50% gefallen ist, als schlechte Nachrichten veröffentlich wurden. Passiert dies über Nacht, kommt es oft zu einem Gap und hier greift wieder das Management der Positionsgröße. Generell sollte man wichtige anstehende Termine des Wertes den man handelt im Auge behalten. Ist man mit der Position vor einem wichtigen Termin nicht stark im Gewinn sollte man die Position verkaufen oder zu Mindest Gewinne sichern und einen Teil der Position glattstellen.

Das Management dieser Risiken beschäftigt mich am Tag oft und ist zugleich eine Herausforderung. Es ist natürlich mit einem Konto mit einem Hebel verlockend, doch noch die ein oder andere Position zu eröffnen. Was ist schon ein Prozent mehr Risiko … Doch diese Herausforderung muss man meistern. Ein Prozent ist in dem Moment vielleicht nicht viel und vielleicht geht es auch gut, aber evtl. wird auch ein Verlust daraus und da ist es schon ärgerlich. Man sieht also: Risiken beim Trading zu managen ist stark mit der Kontrolle der Emotionen verbunden. Natürlich wird man nie ein perfektes Management von Risiken erreichen und alle Verluste oder Verlustereignisse kontrollieren können. Kontrolle kann man beim Management von Risiken auch nicht erreichen. Unvorhergesehene Ereignisse kann man leider nicht vorhersehen. Das was man erreicht kann ist, dass es einen nicht umhaut, wenn das Ereignis eintritt.

Auch mich kostet es immer noch Überwindung und Disziplin, den Risikoplan genauestens einzuhalten. Auch wenn ich niemals im Trader-Leben von einem schlimmen Ereignis überrascht werde, weiß ich jedoch, dass wenn es kommt, ich überlebe. Ob nun morgen eine Firma aus einer meiner Positionen pleite geht oder ein Krieg ausbricht: Auch danach werde ich noch weiter handeln können.  Was da schon schwieriger zu überwachen ist, sind die globalen Risiken. Frag doch mal bei deinem Broker nach, wie es um die Bonität so bestellt ist. Ein wichtiger Schritt ist da schon ein Broker der entsprechend unter einer Finanzaufsicht arbeitet und offen gegenüber den Kunden ist.

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