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Drawdowns entstehen durch Risikobegrenzung

Es kann helfen, Begriffe auseinander zu nehmen und zu prüfen, was der Ursprung und das wahre Gesicht sind …
Jeder Trader wird kurzzeitig mit Perioden konfrontiert, in denen das eigene Trading-System profitabel ist und in denen es weniger profitabel ist. Genauso, wie ein Geschäftsmann nicht sofort sein Geschäft schließt, weil gerade eine Flaute eingesetzt hat, genauso sollte der Trader nicht davon ausgehen, dass sein Trading-System nicht mehr dauerhaft profitabel ist, nur weil es für wenige Wochen oder Monate keinen Profit abwirft. Eine gute Geschäftsidee ist nicht dauerhaft zum scheitern verurteilt, nur weil sie kurzfristig nicht funktioniert.

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Diese Zeiten, in denen ein Trading-System nicht profitabel ist und Kapitalrückgänge auftreten, werden als Drawdown (frei übersetzt ins Deutsche: Absenkung) bezeichnet. Man sollte diese Phasen nicht als „Verlust“ bezeichnen, denn der Begriff „Verlust“ ist gleich negativ besetzt. Es sind einfach Phasen, in denen Kapital aus dem Tradingkonto hinausfließt; genauso gibt es Zeiten, in denen Kapital in das Tradingkonto wieder hineinfließt.

Somit sind Drawdowns eigentlich etwas sehr positives.

Wodurch entstehen Drawdowns überhaupt? Nimmt man den Prozess der Entstehung einmal unter die Lupe, entstehen diese Kapitalrückgänge eigentlich nur, weil der Trader sein Risiko begrenzt. Bei einem Trade wird ein maximales Risiko in Geld definiert, was der Trader bereit ist, zu riskieren, um zu schauen, ob der Trade funktioniert oder nicht. Wenn der Risiko-Punkt erreicht ist, wird die Position aufgelöst und der Risikobetrag eingelöst. Es ist genau das Szenario eingetreten, was der Trader vorher definiert hat. Die Summe des Risikos ist der Einsatz, den es kostet, zu prüfen, ob der Trade erfolgreich ist oder nicht. Mehrfache „Tests“ von Trades in Folge lösen somit einen Kapitalrückgang auf dem Tradingkonto aus und dies ist ein Drawdown.

Somit sind Drawdowns eigentlich etwas sehr positives. Es zeigt, dass Kapitalrückgänge kleingehalten werden, der Trader aktiv nach Chancen sucht und sein Risiko aktiv minimiert.

Trade für Trade wird der Markt getestet, bis ein Trade auftaucht, der der gesamten Kapitalrückgang wieder ausgleicht und sogar Gewinn hinterlässt.

Schaut man sich Trade-Records von aktiven Tradern oder CTAs an, kann man oft Kapitalrückgänge sehen, die Wochen oder Monate dauern. Trade für Trade wird der Markt getestet, bis ein Trade auftaucht, der der gesamten Kapitalrückgang wieder ausgleicht und sogar Gewinn hinterlässt. Man sollte sogar eher skeptisch sein, wenn ein Trade-Record keine Kapitalrückgänge aufweist. Ist das wohlmöglich ein Zeichen, das ein Trader Risiken verschleiert?

Manchmal ist es hilfreich einen fest definierten und mit Gefühlen belegten Begriff auseinanderzunehmen und zu schauen, woher eigentlich etwas kommt und was das wahre Gesicht einer Sache ist. Dies kann helfen Begriffe neu zu definieren und einfach in einem anderen Licht zu sehen.

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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