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Ein systematischer Trader kann die Massen nicht begeistern

Analyst und Trader sind zwei verschiedene Berufe, die auch unterschiedliche Merkmale haben. Doch warum ist die Analyse so viel spannender als das Trading?
Die ersten Schritte im Trading sind meistens von haltlosen Versprechungen von Brokern und scheinbaren Trading-Profis begleitet. Viel Gewinn, wenig Aufwand – so lautet die Versprechung. Hohe Hebel, ein paar Linien in einen Chart malen, einen magischen Indikator benutzen und sofort kann das neue Leben ohne Verpflichtungen anderen gegenüber beginnen. Mit der Zeit begreift man erst (so ging es mir auch), dass es so leicht nun auch wieder nicht ist. Hätte man doch nur auf die „alten Hasen“ in der Branche gehört. Doch diese erschienen irgendwie grau und langweilig oder an wusste es in dem Moment besser …

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Warum erscheinen Trader, die mit magischen Indikatoren und Chart-Linien Augenzauber betreiben soviel spannender als die systematischen Trader? Auch diese benutzen ja oft dieselben Tools, nur in einer anderen Weise.

Jeder sollte das tun, was er am besten kann. Der eine ist gut darin, Trader zu coachen, der andere handelt gerne und so gibt es auch Leute, die gerne verkaufen, Meister der Analyse oder Chart-Technik sind und auf der Gegenseite natürlich Menschen, die genau ein Bedürfnis nach dieser Leistung haben. Anfänger sind meist beeindruckt durch äußerliche Dinge und der Umgang mit Werkzeugen, die scheinbar etwas magisches an sich haben, ist beeindruckend. Es ist wie bei einem Maler, der aus einem Stück Leinwand und Farbe ein fotorealistisches Bild erschafft. Doch das Zeichnen an sich hat nichts mit Kunst zu tun. Technik, Wissenschaft und Kunst sind drei unterschiedliche Felder.

Somit steht einem Magier der Chart-Linien und Indikatoren ein Magier des Tradings gegenüber. Wer eine gute Analyse im Nachhinein macht, der ist noch lange kein Trader. Denn zum letzten gehören ganz andere Merkmale als zum erst genannten.

Warum aber ist die Chart-Analyse so viel spannender, zumal man damit kein Geld durch Trading erwirtschaftet? Ich denke, hier spiegeln sich gleich mehrere Faktoren wieder:

  1. Die Chart-Analyse erschafft etwas aktiv und ist der sonstigen Arbeitswelt ähnlicher als das Trading, wo Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis stehen. Der Chart-Analyst analysiert über Stunden oder sogar länger einen Chart, während der systematische Trader innerhalb von wenigen Sekunden eine Entscheidung fällt.
  2. Zum Trading braucht es Mut, während es zur reinen Analyse keinen Mut bedarf und keine Verpflichtung gegenüber dem Ergebnis gibt. Man muss seine eigene Analyse nicht zwangsläufig handeln und dafür auch Verantwortung übernehmen oder die Charaktereigenschaften eines Traders haben.
  3. Chart-Analyse, gerade mit Chartlinien hat etwas faszinierendes, weil es nicht jeder beherrscht. Je komplexer Analyse-Methoden sind, desto weniger Menschen gibt es, die diese beherrschen. Auch Analysten benötigen bestimmte Charakter- und Geistes-Eigenschaften, damit sie mit einer Analyse-Methode vertraut werden. Andere Menschen bewundern dies, weil es ihnen (zu der Zeit) fehlt und das Analysieren so scheinbar einfach geht. Zudem bringen die Linien der Chart-Analyse das sonst chaotisch aussehende Chartbild auf magischer Weise in eine geordnete Struktur, die dem Menschen vertrauter ist.
  4. Menschen haben generell einen Hang zu Magie, Religion und Spiritualität. Dies zeigt unsere Geschichte.

Wie oben schon geschrieben, gibt es für beide Gruppen/Berufe, einen Markt und damit auch eine Berechtigung, weil es Nachfrage nach beidem gibt. Wie Ed Seykota schon einmal weise bemerkte, bekommt jeder das an der Börse, wonach er sucht. Der eine sucht nach Magie, Unterhaltung und Faszination vor Technik, der andere sucht eine geistige Herausforderung und Entwicklung des eigenen Charakters, der andere möchte Geld verdienen usw.

Die Übergänge von der einen Gruppe in die andere können fließend sein und in der Entwicklung eines Traders stattfinden. Doch der Schein, dass Trading genau nur Analyse eines Chart und der richtigen Interpretation besteht, ist weit gefehlt. Warum systematische Trader, die nach festen Regeln handeln, so langweilig erscheinen, aber erfolgreich sind, wird klar, wenn man die obigen 4 Punkte umdreht. Der systematische Trader macht täglich immer das selbe, ohne Unterbrechung und meist sogar jahrelang ohne Anpassung. Es hat nichts magisches oder künstlerisches an sich, sondern eher etwas maschinelles, passives und stumpfes. Doch, wie gesagt: Die Trader verdienen das Geld an der Börse, die Analysten bekommen einen Lohn.

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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