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5 Wege seinen Emotionen im Trading bewusst zu werden

Emotionen im Trading: 5 Wege sich Emotionen bewusst zu werden

Es gibt nicht den kühlen, emotionslosen Trader! Es gibt nur Trader, die gelernt haben, mit ihren Emotionen umzugehen …
Die Emotionen der Menschen sind ein dauerhaftes Thema, bereits seit Jahrtausenden. Sie sind auch ein stetiges Thema in Büchern, Filmen oder Theaterstücke. Emotionen und die Beschäftigung mit Emotionen haben  auch eine ganze Industrie erschaffen: Magazine, Seminare, Berater usw. gehören heute zu unserem Alltag. Der Mensch wird sich Emotionen bewusster, aber er kann nach wie vor nicht mit ihnen umgehen.

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Das große Problem ist, dass in Emotionen etwas hineininterpretiert wird, was Emotionen nicht sind. Emotionen sind keine Handlungen; Emotionen haben keine unmittelbaren Konsequenzen. Zwischen der Emotion und der folgenden Handlung liegen zwar oft keine Sekunden, jedoch eine große Strecke, die der Impuls in unserem Gehirn zurücklegt. Die entscheidende Frage lautet: Welche Strecke nimmt der Impuls im Gehirn? Dieses ist entscheidend für die Verarbeitung von Emotionen und den Umgang mit diesen.

Der Mensch wird sich Emotionen bewusster, aber er kann nach wie vor nicht mit ihnen umgehen.

Im Trading spielen Emotionen eine große Rolle. Sie sind ständiger Begleiter eines Traders. Mir wird immer mehr bewusst: Den kühlen, emotionslosen Trader gibt es nicht! Es gibt nur einen Trader, der mit seinen Emotionen umgehen kann. Seine Gefühle und Emotionen zu ignorieren oder wegzuwünschen ist nicht der richtige Weg. Wenn man etwas unterdrückt, was ein fester Bestandteil der eigenen Persönlichkeit ist, wird es irgendwann wieder durchkommen und zwar mit der aufgestauten Kraft. Man muss sich mit seinen Gefühlen und Emotionen auseinandersetzen und lernen, wie man sie wahrnimmt, verändert und sogar nutzt.

5 Wege seinen Emotionen im Trading bewusst zu werden

Die nachfolgenden 5 Wege sind inspiriert durch das Buch „TraderMind: Get a Mindful Edge in the Markets“ von Steve Ward, welches ich gerade lese. Ich kann es nur jedem ans Herz legen!

1. Gebe Emotionen einen konkreten und anderen Namen

Zu oft werden Gefühle und Emotionen gar nicht oder falsch betitelt. Es gibt nicht die eine Angst, sondern es gibt viele, verschiedene Ängste. Es ist ein unterschied, ob man Angst hat, als Trader etwas zu verpassen oder ob man Angst vor einem Verlust hat. Das Gefühl und die Intensität sind anders. Genauso wichtig ist es, sich der Emotionen bewusst zu werden und dies schafft man durch Sprache und konkrete Ausdrücke. Wir kennen oft hunderte von Chart-Formationen, aber nur einen Ausdruck für Angst.

2. Emotionen aufschreiben

Emotionen zu verschriftlichen hilft, sich ihrer bewusst zu werden. Sie werden dadurch „echt“ und somit aus der inneren Welt der Gedanken in die reale Welt übertragen. Ein Schriftstück kann man wie ein Objekt behandeln, es ist jedoch eng mit den notierten Emotionen verbunden. Das gezielte notieren seiner Gefühle und Emotionen, z.B. in einem Trading Tagebuch, hilft, Bewusstsein für Emotionen zu schaffen und diese zu verarbeiten. Es ist ein befreiendes Gefühl!

3. Emotionen als das Wahrnehmen was sie sind

Eine Emotion ist keine Handlung und hat keine Konsequenz. Nur, weil ein Gefühl im Körper hochkommt, verändert sich die Umwelt nicht. Ein Gedanke erzeugt keine Tat. Wer diese Denkweise verinnerlicht hat, der wird sich Emotionen bewusster sein. Dieses Bewusstsein schwächt automatisch jede Wahrnehmen eines Gefühls. Es verhält sich wie die Angst vor einem Ereignis. Das Ereignis ist noch nicht einmal eingetreten, wir verspüren jedoch die gleiche Angst als wäre es bereits eingetreten. Doch das Bewusstsein, dass das Ereignis (noch) nicht stattgefunden hat, was man leicht an der Umwelt überprüfen kann, beruhigt uns wieder. Hieran sollte man das nächste Mal denken, wenn man Angst bekommt, etwas zu verpassen, was noch nicht da ist.

4. Die Sprache ist wichtig für den Umgang mit Emotionen

Im Buch „TraderMind: Get a Mindful Edge in the Markets“ beschreibt Steve Ward ein einfaches Experiment mit einem Trader. Durch simples Hinzufügen von Satzteilen und Umdeutung des Satzes „Ich habe Angst“, gelingt es ihm, das Gefühl der Angst massiv zu schwächen. Die Sprache ist sehr entscheidend für unser Denken. Es gibt einen Unterschied zwischen den Sätzen „Ich habe Angst“ und „Ich nehme wahr, dass mein Geist mir signalisiert, dass ich Angst habe“. Der erste Satz ist fast schon eine Aufforderung. Wir können uns dieses bildhaft vorstellen. Der zweite Satz ist der Blick von außen. Der Blick eines neutralen Beobachters, der einfach nüchtern die Situation analysiert und sie auch weg von der eigenen Person schiebt. Nicht du bist es, der Angst hat, sondern dein Geist oder Gehirn sendet dir eine Botschaft. Was du damit machst, ist eine andere Sache …

5. Unterdrückung bei Emotionen hilft nichts

Wie ja schon bereits im Buch „Die Macht der Disziplin: Wie wir unseren Willen trainieren können“ (Rezension hier im Blog) beschrieben wurde, ist Unterdrückung vor allem eines: Ein enormer Energieverbrauch! Wer seine Emotionen unterdrückt, der verbraucht enorme Mengen an Energie und irgendwann sind diese Vorräte erschöpft. Was passiert dann? Die Emotionen haben freien Lauf und brechen auf einmal mit großer Kraft durch. Ein klassisches Beispiel im Trading: Rachetrading! Wer stundenlang gegrübelt und seinen Broker verflucht, den Markt beschimpft und andere Marktteilnehmer beleidigt hat, der findet sich auf einmal in einem Rausch wieder. Das einzige was hilft ist, sich seinen Gefühlen und Emotionen bewusst zu werden und zu lernen damit umzugehen.

Emotionen werden Menschen auch noch die nächsten tausend Jahre beschäftigen

Der Mensch ist das einzige Wesen, was sich selber seinen Emotionen bewusst sein und diese regulieren kann. Doch es gelingt nicht vielen Menschen, dass zeigt die Geschichte tausender Jahre. Die Menschen, die sich Emotionen bewusst geworden sind, waren geschichtlich Schamanen, Philosophen, Heilige oder manchmal sogar Krieger und Herrscher. Da wir heutzutage nur wenige von ihnen kennen, ist es klar, dass das Thema für die meisten Menschen schwierig ist. Wie viele Millionen von Menschen sind uns heute nicht bekannt und wie viele Philosophen, Krieger oder Herrscher?

Viele Menschen beschäftigen sich nicht gerne mit sich selbst und schon gar nicht mit ihren Empfindungen und Emotionen. Sie akzeptieren sie als etwas unbeherrschbares. Das sind sie aber auf keinen Fall. Die Wahrnehmung und das Bewusstsein an Emotionen sind ein Schlüssel zu Erfolg, Ruhm und Macht oder auch Glück. Das zeigt die Geschichte und auch die Gegenwart. Für Trader ist somit das Thema Emotionen ein wichtiger Teil zum Erfolg.


Weiterführende und empfehlenswerte Bücher zum Thema Emotionen

TraderMind: Get a Mindful Edge in the Markets (Wiley Trading)
 TraderMind: Get a Mindful Edge in the Markets (Wiley Trading)

von Steve Ward

Successful trading is 80% psychological and 20% methodological. Emotion is the enemy of successful trades. That’s why, even with a modest knowledge of fundamental and technical information, the trader who is in psychological control will be the winner in the trading environement.

Die Macht der Disziplin: Wie wir unseren Willen trainieren können

von Roy Baumeister und John Tierney

Millionen Motivationstrainer haben uns gesagt: Erfolg zu haben ist ganz einfach. Wir müssen nur an uns glauben. Aber warum sind dann immer noch so viele Menschen erfolglos und unzufrieden? Roy Baumeister und John Tierney kennen die Antwort. Auf der Grundlage neuer, bahnbrechender Forschungsergebnisse zeigen sie: Nicht positives Denken ist der Schlüssel zum Erfolg, sondern Disziplin. Die gute Nachricht: Disziplin beruht auf Willenskraft und lässt sich wie ein Muskel trainieren. Sie entscheidet über Glück und Zufriedenheit, über Karriere, Gesundheit und finanzielle Sicherheit. Erst daraus folgen Zuversicht und Selbstvertrauen. Sie brauchen also nur zwei Dinge, um erfolgreich zu sein: Disziplin und dieses Buch.

Hier findet ihr eine Rezension im Blog.

Trading in the Zone: Master the Market with Confidence, Discipline, and a Winning Attitude
Trading in the Zone: Master the Market with Confidence, Discipline, and a Winning Attitude

von Mark Douglas

Douglas uncovers the underlying reasons for lack of consistency and helps traders overcome the ingrained mental habits that cost them money.  He takes on the myths of the market and exposes them one by one teaching traders to look beyond random outcomes, to understand the true realities of risk, and to be comfortable with the „probabilities“ of market movement that governs all market speculation.

Foto: eltpics

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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