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Gedanke: Selbstbewusste Trader

Geht es euch auch so, dass ihr immer wieder in Situationen bemerkt, wie euer Selbstbewusstsein als Trader verloren geht? Nach einer Serie von Verlusten oder in einer Phase wo das System nicht so richtig zum Markt passen will? In einer Situation wo euer gegenüber nicht damit klarkommt, dass ihr an der Börse aktiv seit oder ihr nicht gerne nach außen zeigt, dass ihr Trader seit?

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Die Situationen sind vielfältig und gehören zu einer Entwicklung als Trader dazu. Gerade wir sind ständig in Situationen verwickelt, wo der Geist Selbstbewusstsein benötigt, um die nächsten Schritte zu erledigen. Wenn wir aufgrund mangelndem Selbstbewusstsein Trades auslassen oder durch Emotionen getriebene Trades tätigen, trifft uns die „Hand des Marktes“ meist mehr als uns lieb ist. Sich immer wieder zu motivieren und selber aus den Löchern, die das Trading hinterlässt, herauszuziehen macht einen guten Trader aus. Die Selbstbeobachtung ist eines der wichtigsten Fähigkeiten.
Immer wieder hört man, dass Emotionen an den Märkten nichts zu suchen haben, aber man muss sich klar machen, dass die Marktteilnehmer nun mal emotional sind. Aus dem Fehlern, die andere aufgrund ihrer Emotionen machen, schlagen wir Profit. Natürlich darf man unter emotionalem Einfluss sich nicht verleiten lassen. Man benötigt einen eigenen „Coach“ zur Selbstbeobachtung. Eine Sichtweise in seinem Denken, dass alle Handlungen blitzschnell noch mal prüft und schaut, ob man emotional reagiert. Die Prüfung wird schwieriger, je kleiner die Zeiteinheit ist, in der man handelt. Ich als Swingtrader im Tageschart habe den Vorteil, dass ich meine geplanten Trades notieren und dann vor der Eingabe in die Handelsplattform noch mal durchgehen kann. Somit habe ich mehr Zeit als andere und mehr Chancen der Überprüfung. Man muss sich Prozesse zu recht legen, die es einem erlauben diese einstudierten Abläufe immer wieder auszuführen ohne das diese emotional beeinflusst sind. Wie ist euer Ablauf? An welchen Stellen merkt ihr, dass ihr emotional handelt? Und wieder einmal fällt mir ein, was man immer wieder in Tradingbüchern liest: Trading ist eine Reise, in der man sich selber kennenlern. Nur dieses kennenlernen dauert lange … Man muss Strategien entwickeln sein Selbstbewusstsein immer wieder herzustellen und seinem Emotionen zu kennen. Abhängigkeit vom verdienten Geld ist Gift für das Selbstbewusstsein (Geld ist nur ein Abfallprodukt einer guten Strategie).
Selbstverständlich gilt das oben geschrieben auch gegenüber Mitmenschen. Menschen in der Umgebung dürfen nicht zum Blitzableiter werden, sonst steht man schnell alleine da.

Gerade in Zeiten der Bankenkrise erlebt man es immer wieder. Man ist an einem Gespräch beteiligt und wird darauf angesprochen, dass man an der Börse aktiv ist. Der Blick der Gesprächspartner verändert sich in dem Moment. Man gilt gleich als Exot, Zocker oder Angeber. Fragen nach Millionen an Euros, Gewinnen/Verlusten, Zockerbanken oder hungernden Kindern in Afrika werden gestellt. Ernst genommen wird man selten (ohne dass man einen Porsche vor der Tür hat und einen Armani-Anzug). Immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich diesen Fragen aus dem Weg gehe und lieber nicht mit anderen darüber reden möchte. Meistens aus dem Grund, da das Image des Traders in der heutigen Gesellschaft nicht gut weg kommt. Es ist halt ein Berufszweig, den die wenigsten Menschen verstehen und somit lieber die Bilder der Medien übernehmen. Der Beruf passt nicht in das Bild eines normalen Angestellten. Bei den meisten Jobs werden „fassbare“ Resultate erzeugt – beim Trading wird Geld „erzeugt“. Verständlich jedoch ist nicht, dass Geld nur das Abfallprodukt ist und wir in Wirklichkeit andere Dinge „erzeugen“. Ein Makler baut auch schließlich keine Häuser, sondern erhält Geld dafür, dass er ein Haus vermittelt. Genauso „erzeugt“ ein Trader kein Geld, sondern erhält seinen Lohn aufgrund anderer Tatsachen: Wir sorgen für liquide Märkte und vermitteln Wertpapiere, wir verteilen das Geld zu den Marktteilnehmern (Firmen, Staaten …) die am erfolgreichsten sind und sorgen für faire Preise. Nun könnte jemand ketzerisch rufen: „Hast du der Technik abgeschwört und bis nun Fundi geworden?“ Nein! Die technische Analyse ist nur eine Sicht auf die Märkte. Es ist eine Sprache die Preisbewegungen zu vereinfachen und zu beschreiben. Die Erklärung für die Bewegungen des Marktes erklärt sie nicht und soll sie auch nicht erklären, da sie nur im Nachhinein erklärt werden können. Man könnte auch Trader mit einem Gemüsehändler auf einem Großmarkt gleichen. Statt Aktien oder Währungen könnte man auch Bananen oder Äpfel handeln. Es wäre das gleiche …
Aber es wichtig zu sich als Trader zu stehen. Wenn man seine Arbeit verleugnet hat dies Einfluss auf diese. Wenn man sich versteckt wird man nicht gut handeln können. Man soll natürlich nicht stattdessen mit praller Brust herumlaufen. Trader zu sein ist nicht besser oder schlechter als ein anderer Beruf oder Sport. Wenn man es für sich entdeckt hat gehört es zu einem – wie z.B. Golf zu einem Golfer gehört. Und dieser muss sich auch nicht verstecken.

Also: Trader seit selbstbewusst und bleibt es auch. Es ist ein Teil eures Kapitals und erfolgsentscheidend!

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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