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Gedanken: Das Ende ist nicht absehbar …

You cannot see the end! Es gibt viele mögliche Zukünfte …
In letzter Zeit schreibe ich viele Artikel, die mit dem Schlagwort „Gedanken“ beginnen. Das mag daran liegen, dass mein Interesse an der Philosophie des Tradings und der Philosophie des Erfolgs nicht ablässt und ich mich noch intensiver als vorher damit beschäftige. Ich persönlich denke, dass hier der Schlüssel zu konsistenten Gewinnen und Trading-Erfolg liegt. Hat man erst einmal ein System gefunden, welches zu einem passt und einen positiven Erwartungswert besitzt, liegt es an einem selbst, dieses System zu steuern und Gewinn aus den Märkten zu holen. Zudem denke ich, dass die Beschäftigung mit einem selbst auch im Alltag nützlich ist und das Leben positiv beeinflusst.

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„Das Ende ist nicht absehbar …“ Irgendwo habe ich den Satz „You cannot see the end!“ aufgeschnappt und dieser hat mich nachdenklich gemacht. Dieser Satz bezieht sich darauf, dass die Zukunft ungewiss ist und nicht vorhergesehen werden kann. Man muss dies als Tatsache akzeptieren. Auch wenn man sich noch so um die Zukunft Gedanken macht und sich verschiedene Szenarien im Kopf ausmalt: Man wird es nicht schaffen die Zukunft vorherzusehen. Änderungen können abrupt geschehen und eine Wendung in den Verlauf der Dinge bringen, den man nicht im Kopf hat. Wer hätte vor Monaten gesehen, dass die USA und Russland sich so stark gegenüberstehen und nur wenige Funken fehlen, die Krise zu einem militärischen Konflikt auszuweiten, der auch Deutschland mit hineinziehen könnte? Vielleicht ist es aber auch anders und morgen liegen sich Putin und Obama in den Armen und trinken gemeinsam einen Cocktail an den Stränden der Krim? Ich weiß es nicht … Ich muss es akzeptieren, dieses nicht zu wissen. Das einzige, was ich weiß ist, dass beide Szenarien eine Wahrscheinlichkeit besitzen, dass diese eintreffen und die Wahrscheinlichkeit von einem der beiden Szenarien höher ist als die der anderen (in Abhängigkeit von verschiedenen Variablen).

Warum ist dieses Denken in Wahrscheinlichkeiten und die Ungewissheit über die Zukunft wichtig? Wie hängt dies mit Trading zusammen?

Je mehr ich als Trader über die Zukunft nachdenke, desto mehr Zeit muss ich dafür aufbringen. Was wird morgen mit dem DAX passieren? Wird er steigen oder fallen? Kommt es gar zu einem Crash oder bricht er aus? Wie spielen die Arbeitsmarktdaten in den USA oder die Wirtschaftsdaten in China eine Rolle? Mir fallen noch viele Fragen ein, die hier passen würden. Das Problem dieser Fragen ist nur, wir können nur Szenarien über die Zukunft entwerfen, die eine Wahrscheinlichkeit haben, einzutreten. Wir wissen es nicht mit Bestimmtheit! Wir können nicht wissen, welches Szenario eintreten wird. Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit ist mehr als komplex und wahrscheinlich auch fehlerhaft, wenn nur das kleinste Detail vergessen wird. Also warum nicht auf die andere Seite schauen und akzeptieren, dass man die Zukunft nicht kennt? Warum kann man nicht einfach denken: Morgen = schwarzes Bild! Ich weiß nicht, was morgen ist. Ich weiß nicht was übermorgen ist und ich weiß auch nicht was in zwei Minuten ist! Ich muss nur zwei Dinge dabei beachten: Ich muss akzeptieren, dass das Jetzt sich erst einmal fortsetzt und ich muss einen Plan B haben, falls das Jetzt sich umkehrt. Bildlich gesprochen heiß dies: Steigt der Kurs des DAX, gehe ich davon aus, dass sich dies fortsetzen wird und falls der Kurs umkehrt, habe ich einen Plan B (z.B. Verkauf der Position oder Umkehr der Position). Diese Art des Denkens halte ich für die Grundlage des Trendfolgens.

Ist diese Art des Denkens vorteilhaft? Das muss jeder für sich entscheiden, doch ich sehe mehrere Vorteile. Zuerst akzeptiere ich, dass ich die Zukunft nicht kenne. Das ist positiv, da es eine Tatsache ist und ich mich nicht selber täusche. Des weiteren akzeptiere ich das hier und jetzt. Ich konzentriere mich auf den Moment und analysiere diesen, denn dieser Moment hat bereits stattgefunden. Es ist ein Stück Wahrheit. Dann beobachtet ich Moment für Moment, wie sich das hier und jetzt verändert, um mich daran anzupassen und gegebenenfalls zu reagieren.

Ich denke, dass diese Art mit der Realität umzugehen zu einer gesunden Entscheidungsfindung beiträgt. Ein Beispiel aus dem täglichen Leben: Du bekommst einen neuen Job angeboten. Dieser Job hat Vorteile gegenüber deinem alten Job: Ein spannenderes Umfeld, tolle Projekte, mehr Gehalt. Alles positive Dinge. Nun beginnt man jedoch sich auszumalen, was passiert wenn … Das ist ein normaler Schutzmechanismus, um verschiedene Szenarien zu entwerfen und Strategien zu entwickeln. Doch auf einmal stehen negative Szenarien gegenüber: Was passiert, wenn ich die Probezeit nicht schaffe? Wenn ich die Herausforderung nicht meistere? Die alten Kollegen mich nicht mehr mögen, weil ich auf einmal für jemanden anders arbeite? Die neue Firma pleite geht? Jedes dieser Szenarien besitzt sicherlich eine Eintrittswahrscheinlichkeit und zugleich auch eine persönliche Gewichtung (Szenario A ist mir wichtiger als B usw.) Doch eines haben sie alle gemeinsam: Es sind Hirngespinste über eine Realität, die noch nicht eingetreten ist und es nicht gewiss ist, ob sie eintritt. Sicherlich wird die Entscheidung für den Job das eigene Leben in eine andere Richtung lenken und es ist wichtig, sich diese Gedanken zu machen, aber es ist umso wichtiger zu wissen, dass es keine Realität ist. Vielmehr ist es sinnvoller von einer anderen Seite dort heranzugehen: Der neue Job ist interessant und hat positive Vorteile, die auf der Hand liegen. Ich nehme den Job an und werde zu gegebener Zeit eine Lösung finden, falls Probleme auftreten. Das ist genau dasselbe wie oben beim DAX beschrieben: Ich gehe davon aus, dass ich weiter Erfolg haben werde, auch im neuen Job und wenn der Erfolg umkehrt, reagiere ich.

Wir stehen oft an Scheidewegen: Links herum oder rechts herum? Eine Entscheidung für die eine Seite bedeutet zugleich den Verlust der Zukunft auf der anderen Seite. Doch diese Zukunft kennen wir nicht und wir wissen auch nicht, ob sie in dieser Form, die wir uns ausgemalt haben, eintreten wird. Daher ist es eigentlich egal, ob man sich für links oder rechts entscheidet. Es kommt eher darauf an, wie man den Weg nach der Entscheidung meistert. Bald darauf kommt schon wieder eine andere Entscheidung und man wird wieder das Leben in eine andere Richtung lenken. Vielleicht war es im Nachhinein betrachtet eine nicht so gute Entscheidung, aber man hat die Chance daraus zu lernen und ggf. zu reagieren.

Ich versuche mir dieses Denken anzugewöhnen und auch damit zu leben, dass ich die Zukunft nicht kenne. Man darf es nicht als einen blinden Weg sehen, sondern vielmehr als einen reaktiven Weg. Ich kann nicht etwas Verhüten, was nicht eingetreten ist. Dazu müsste ich mich gegen alles absichern, was nicht möglich ist und zu einem eingeengten Leben führt. Ich kann positiv denken und mich darauf verlassen, dass ich die Situation erkenne und entsprechend reagiere, um die Situation zu verändern, weil die Zukunft nicht in meiner Hand liegt.

Foto: Lori Greig

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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