Werbung

Gedanken: Worin unterscheiden sich Preise? Sind Hauspreise anders als Aktienpreise?

Werbung

Das heiße Wetter heute lädt nicht gerade zum Nachdenken ein … Wenn die Sonne schon so auf den Kopf scheint, sollte er nicht auch noch vor Gedanken rauchen 😉 Aber manches lässt sich leider nicht abstellen.

Seit einigen Tagen denke ich über den Vergleich von Hauspreisen zu Aktienpreisen nach. Allgemein werden, so meine Erfahrung, Hauspreise als gegeben hingenommen. Der normale Bürger akzeptiert, dass Häuserpreise steigen und fallen. Natürlich denken die Menschen, dass Häuserpreise hoch oder tief sind, aber denken sie jemals daran, dass sie zu hoch sind? Bei Aktien ist die gängige Meinung anders: Der Kurs ist zu hoch, die Aktie ist zu teuer; der Kurs ist zu tief, die Aktie ist billig! Angeblich ziehen die meisten Menschen ihre Meinung zu einer Aktie aus der Analyse der Fundamentalwerte des Unternehmens.

Was ist bei Häusern der Fundamentalwert? Das lässt sich schnell analysieren: Steine, Holz, Zement, Erde usw. Das sind die einzigen objektiven Werte, die man feststellen kann. Der Wert des Grundstücks ist wiederum subjektiv. In der Regel verfallen Häuser über die Zeit, da sie verwittern (wenn nichts nachgebessert wird). Also müssten Häuser, nach ihren fundamental Daten beurteilt, über die Zeit immer billiger werden. Nur ist das oft nicht der Fall. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Ist die Lage und Typ des Hauses gefragt, steigen die Preise bzw. fallen, wenn genau der Typ Häuser nicht gefragt ist. D.h. der Wert des Hauses bezieht sich nicht auf die dahinter liegenden realen Werte, sondern auf den aktuellen Wert, den Käufer und Verkäufer beimessen.

Warum sollte das bei Aktien anders sein? Warum denken viele, dass genau dieses Verhalten bei Unternehmen anders ist und sein sollte? Viele Investoren versuchen mit großen Rechenkünsten herauszufinden, was ein Unternehmen wert ist, wert sein müsste und wert sein wird. Doch eigentlich ist es wie bei Häusern. Die Firma wird durch Angebot und Nachfrage bewertet und nicht nach den „inneren“ realen Werten. Natürlich kann man argumentieren, dass Firmen ja wachsen und auch ständige „renoviert“ werden, aber auch diese Tatsache scheint nur untergeordnet zur Preisbildung beizutragen. Der Markt kann dies durch Angebot und Nachfrage wiederum total anders bewerten. Allgemein wird dies jedoch bei Aktien nicht akzeptiert.

Die Frage ist, was wir hieraus für Schlüsse ziehen. Wenn Preise also nichts mit dem inneren oder realen Wert zu tun haben, warum sollte man versuchen den inneren Wert dann überhaupt zu bestimmen? Die Transaktion die zwischen Käufer und Verkäufer zustande kommt, ist ja bereits Ausdruck einer Bewertung beider. Das heißt: Preis ist die einzig wichtige Information.

Mehr zum Thema könnt ihr auch diesem Blog-Post entnehmen: It’s all in the price …

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
* Diese Seite enthält Affiliate-Links. Hierdurch unterstützt du meine Arbeit!