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Indikatoren und Komplexität reduzieren

Je mehr Indikatoren und Kriterien, desto mehr Komplexität. Dies kann zu Verwirrung und Fehlern führen …
Manchmal kann einem schon recht schwindelig werden, wenn man in die Charts eines anderen Traders schaut … Die Anzahl der Werkzeuge, die einem beim Trading zur Verfügung stehen ist nahezu unendlich. Neben den zahlreichen Indikatoren, die man in einem Chartprogramm findet, gibt es noch unterschiedlichste Interpretationsarten (Fibonacci oder Elliott-Wellen oder Horoskope). Dazu gibt es auch noch die Möglichkeit, sich selber Indikatoren zu programmieren oder aus dem Internet herunterzuladen (z.B. hier: Kategorie Screener/Indikatoren)

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Ich habe mit der Zeit dazugelernt und genau die gegenteilige Richtung eingeschlagen. Je weniger Indikatoren, desto besser! Keep it simple stupid (KISS), so sollte das Prinzip lauten. Gerade am Anfang einer Trading-Laufbahn verwirrt jedes zusätzliche Kriterium, da man selber die Kriterien auswerten, gewichten und hieraus eine Entscheidung bilden muss. Wenn man als Trader Unsicherheit bei einer Vielzahl seiner Entscheidungen verspürt, sollte man prüfen, ob man zu viele Kriterien betrachtet. Es gibt sogar Trader, die nur ein einziges Kriterium betrachten: Den Preis. Und dieser ist schon komplex genug …

Die meisten Indikatoren sind sich sogar so ähnlich, dass man eine Münze werfen kann, welchen man einsetzt.

Gerade widersprüchliche und doppelte Kriterien gilt es zu vermeiden. Man braucht in einem Chart nicht mehrere Trendfolge- oder Momentum-Indikatoren, sondern vielleicht nur einen oder zwei. Man sollte daran denken, dass auch der Preis an sich eine Information ist, die verarbeitet und interpretiert werden muss. Wer mehrere Indikatoren desselben Typs einsetzt, wird immer wieder widersprüchliche Informationen erhalten. Die meisten Indikatoren sind sich sogar so ähnlich, dass man eine Münze werfen kann, welchen man einsetzt.

Wie viele Indikatoren und Kriterien sind die richtige Anzahl? Dies kann man nicht direkt festlegen. Es gibt Menschen, vor allem mit längerer Erfahrung, die mehr Kriterien verarbeiten können und welche die weniger Kriterien verarbeiten können. Zudem hängt es davon ab, wie viele Kriterien automatisiert sind. Ein Aktienscanner kann beispielsweise 5 oder sogar 10 Kriterien enthalten, die automatisch ausgewertet werden. Die Arbeit des Computers reduziert die Komplexität in der Auswertung durch den Trader. Doch auch hier gibt es ein Problem: Je komplexer und vielfältiger die Kriterien im Aktienscanner, desto weniger Ergebnisse.

Der Trader sollte nur Kriterien selber auswerten, die er nicht durch einen Computer auswerten lassen will oder kann.

Neben den automatisierten Kriterien, die durch einen Aktienscanner ausgewertet werden, kann es noch weitere geben, die der Trader auswerten muss. Diese teilen sich nochmal auf in technische, visuelle und fundamentale Kriterien (mit fundamental muss hier nicht zwangsläufig Unternehmensdaten gemeint sein). Der Trader sollte nur Kriterien selber auswerten, die er nicht durch einen Computer auswerten lassen will oder kann. Hierzu zählen vor allem Kriterien, die man durch eigene Erfahrung interpretieren muss (z.B. visuelle Kriterien) oder die Recherche bedürfen (z.B. Datum für nächste Quartalszahlen, Spread). Je mehr Kriterien der Trader auswerten muss, desto komplexer wird es. Genau aus diesem Grund gibt es Checklisten und ggf. sogar Gewichtungen innerhalb der Kriterien. Zudem muss man beachten, ob Kriterien abhängig oder unabhängig voneinander sind.

Wie man sieht, ist das Thema Kriterien an sich schon komplex genug. Die Interpretation ist noch viel komplexer und hier überschätzen sich die meisten. 5-6 Kriterien, die ein Trader interpretieren muss, sind m.E. schon genug. Am liebsten sogar weniger. Hinzu können noch 4-5 weitere Kriterien kommen, die unabhängig sind. Dann hat man 10 Kriterien, wobei die Hälfte der Kriterien keine oder nur sehr wenig Interpretation bedürfen sollten.

Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich nur empfehlen, die Komplexität so gering wie möglich zu halten. Ansonsten droht Unzufriedenheit und schlaflose Nächte. Wer sich nicht entscheiden kann, trägt die Entscheidung weiterhin mit im Kopf herum und wird auch viele Fehler in der Entscheidungsfindung machen.

  • Sehe ich auch so. Das Problem ist die Entscheidungsfindung, wenn
    widersprüchliche Signale vorliegen. Die Unsicherheit ist im Trading auch
    so schon groß genug…

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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