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Meinung: Bankenskandal mit LIBOR! Warum ist das nur eine Randzeile?

Seit einiger Zeit ist es bekannt und dennoch scheint es niemanden zu interessieren. Wahrscheinlich würde es auch, wenn alle es wirklich verstehen würden, eine große Entrüstung geben. Jedoch ist die Materie zu schwer und auch schwer nachzuweisen. Führende Banken sollen/haben bei der Meldung der Verleihsätze zwischen Banken systematisch betrogen um die Gewinne zu steigern. Die „London Interbank Offered Rate“ (kurz LIBOR) ist ein täglich festgesetzter Zinssatz zu dem sich Banken Geld gegenseitig verleihen. Der Satz wird von der „British Bankers‘ Association“ und deren Mitgliedern festgelegt, indem die Mitglieder der Organisation ihre Werte übermitteln. Wird der Zins künstlich nach oben getrieben erhalten somit die Banken von den Produkten, die sich an dem Zinssatz orientieren, höhere Einnahmen. Dies sind z.B. Kredite und Derivate (Zertifikate, CFDs). Spätestens jetzt müssten alle Trader aufschreiben. Viele Broker orientieren sich an diesem Zinssatz, sowie Emittenten von Zertifikaten. Neben dem LIBOR gibt es natürlich noch andere Zinssätze an denen sich Broker orientieren (z.B. EONIA).

Es ist ein Verbrechen und alle Beteiligten sind Verbrecher. Aus und Punkt! Es ist eine Schande für die Finanzwelt und zeigt wieder einmal, dass es freier Märkte bedarf, die solche Aufgaben übernehmen. Z.B. geregelte Futures-Märkte oder andere überwachte freie Handelsplattformen könnten dies übernehmen. Natürlich kann auch auf diesen betrogen werden. Doch wenn sich genug Teilnehmer finden, sollte der Markt nicht mehr so schnell manipulierbar sein.
Der Skandal zeigt aber auch, dass die Banken nicht genug Verantwortung übernehmen. Ich meine hier keine moralische, sondern Verantwortung gegenüber den Aktionären und Anlegern. Der Bank muss es selber schaden, wenn es solche Betrügereien anwendet. Hoffen wir, dass die Märkte diese Banken abstrafen werden.
Auch das Interesse der Bevölkerung lässt zu wünschen übrig. Es betrifft schließlich jeden. Auch wenn der Privatkunde nicht der machtvollste Marktteilnehmer ist (vielleicht bei Girokonten oder Sparbücher ;)), ist u.a. er es, der letztendlich sein Geld über Anlagen direkt oder indirekt zum Großteil den Banken zur Verfügung stellt. Vielleicht ist es aber auch von Interesse der Politik oder der Lobby, dass das Image der Banken gerade jetzt in Zeiten massiver Hilfsgelder nicht noch weiter „bankrott“ geht.
Am Ende bleibt nur mal wieder die Erkenntnis: Freie Märkte mit ausreichend Teilnehmern hätten sicher einiges verhindert und Banken müssen Konsequenzen spüren. Schließlich ist jeder Vermögensverwalter, ob Hedgefond, Trader oder Fondmanager, immer direkt an der Verantwortung und damit im direkten Auswirkungsbereich seines Handeln.


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