Werbung

Meinung: Ich bin ein Anti-Anti-Mensch

Gegen etwas zu sein ist nicht mit Kritik gleichzusetzen …
Seit geraumer Zeit verfolge ich die Aktivitäten der Anti-Fraktion in sozialen Netzwerk und Medien. Leider muss ich auch feststellen, dass viele der Menschen dazugehören, die meine Leidenschaft teilen: Das Trading. In sozialen Netzwerken, die einen gewissen Schutz gegen die echte verbale Auseinandersetzung und ein Herdenverhalten bieten, kann ich beobachten, wie Anti-Inhalte geteilt werden: Anti-EU, Anti-Politik, Anti-Griechenland, Anti-Euro, Anti-TTIP, Anti-Reiche, Anti-USA usw.

Werbung

Wer glaubt, dass Anti-sein gleichzusetzen mit Kritik ist, der ist auf dem falschen Weg. Kritik beinhaltet, wenn sie richtig ausgestaltet ist, immer etwas progressives. Kritik üben ja, aber immer in Verbindung mit einer Lösung und Fortschritt als Ziel. Immer nur dagegen zu sein, ist ein zu einfaches Denken.

In der Welt des Tradings gibt es keine Grenzen und der Trader profitiert von weniger Beschränkung als von mehr.

Die Geschichte des Tradings und des Handels ist eine Geschichte der Freiheit, des Liberalismus, des Internationalismus und dem Abbau von Grenzen. Jeder Trader, der an den Börsen handeln, handelt weltweit mit Menschen jeder Hautfarbe, Geschlechts, Nationalität, Religion und politischer Gesinnun. In der Welt des Tradings gibt es keine Grenzen und der Trader profitiert von weniger Beschränkung als von mehr. Wie kann also ein Mensch mit Leidenschaft für das Trading nach Grenzen rufen? Wahrscheinlich hat es wenig mit dem Trading zu tun als mehr mit der Unzufriedenheit oder dem Unwissen auf anderen Gebieten. Es ist leicht, plakativen Parolen hinterherzulaufen, die im eigenen sozialen Umfeld populär sind anstatt sich intensiv mit den Themen auseinanderzusetzen.

Bei einigen Trading-Interessenten konnte ich sogar beobachten, dass diese offen mit Themen der Partei die Linken sympathisierten. Diese Partei würde wahrscheinlich am liebsten die Börse ganz abschaffen oder zumindest weitestgehend stark regulieren. Wie kann ein Trader daran interessiert sein? Hier zeigt sich offen die Unwissenheit. Doch auch die Sympathie für die Regulierung der Banken, wie sie die Linke fordert, kann ich nicht nachvollziehen. Sicherlich ist das Bankensystem, gerade in Haftungsfragen, stark reformbedürftig, aber trotzdem gehört es nicht verstaatlicht und „entmachtet“. Banken sind nach wie vor Grundsteine auch des Fortschritts und der Innovation. Ohne ein funktionierendes Bankenwesen gäbe es heutzutage nicht diesen Wohlstand und Vielfalt in der Wirtschaft.

Abgrenzung, Feindschaft und Ausschluss entstehen in der Regel aus Angst.

Abgrenzung, Feindschaft und Ausschluss entstehen in der Regel aus Angst. Sei es die Angst vor Veränderung, die Angst vor dem Neuen oder die Angst, die daraus resultiert, dass man etwas nicht versteht. Hieraus erwächst der Populismus, den Anti-Strömungen nutzen. Das beste Gegenmittel hierzu heißt Wissen. Doch leider erkennen die meisten nicht von selbst, dass sie in diese Falle tappen und wie sie hier wieder hinaus kommen. Denn was muss dazu zuerst da sein: Das Wissen oder das Interesse an dem Wissen?

Ein Trader muss frei sein, um erfolgreich zu sein. Frei von negativen Emotionen und Gedanken, da diese einen nur selber behindern. Damit meine ich keine Gleichgültigkeit gegenüber allem, aber eine positive Grundeinstellung gegenüber mir selber, der Gesellschaft, meinen Mitmenschen und Vertrauen in diese. Wenn ich mit etwas unzufrieden bin, muss ich dies für mich, im Rahmen der möglichen Mittel lösen. Man darf auch nicht vergessen, dass der Staat, in dem ich lebe, von Menschen geschaffen und geformt wird. Der Ursprung, auch unserer Demokratie, liegt in der Freiheit und nicht in der Begrenzung.

Wer sich unter erfolgreichen Menschen umschaut sieht, dass diese weltoffen, liberal und international sind.

Ist ein Trader nicht frei in seinen Überzeugungen, egal auf welchem Gebiet und hat keine positive Einstellung, wird er diese in das Trading übernehmen. Ein Mensch mit einer negativen Anti-Einstellung wird bald merken, dass er dies auch in sein Trading übernimmt. Dies wird negative Auswirkungen haben. Wer sich unter erfolgreichen Menschen umschaut sieht, dass diese weltoffen, liberal und international sind.

Ich kann nur hoffen, dass die zu beobachtende Anti-Haltung eine Modeerscheinung ist, die mit der Zeit verschwindet, wie es alle Modeerscheinungen tun, die keinen breiten Rückhalt in der Gesellschaft finden. Auch die sogenannten Wut-Bürger sind keine Massenbewegung! Es war nur ein Ausflug der Menschen, die normalerweise kein politisches Interesse haben. Vielleicht war der Fernseher kaputt, die Bild-Zeitung zu schwierig zu lesen oder einfach die Langeweile zu groß. Der Mehrheit der Deutschen entsprach dies jedenfalls nicht.

Wie das Wort Anti schon in sich beinhaltet ist es ein „Gegen“ und nicht ein „Hinzu“. Es ist von Grund auf etwas negatives. Man sollte statt Anti lieber definieren wo man hin will. Dieser Positivismus würde zu mehr führen als ein Negativismus. Wenn das die Anti-Menschen erkennen würden, würden sie wahrscheinlich am Ende dort ankommen, wo viele Anti-Anti-Menschen heute sind.

 

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
* Diese Seite enthält Affiliate-Links. Hierdurch unterstützt du meine Arbeit!