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Meinung: Zwangsabgabe für Reiche? Enteignung und Reichenhass?

Es ist eigentlich ungeheuerlich, wie die Gesellschaft mit ihren Mitbürgern umgeht. Ja, auch Reiche sind Mitbürger. Oftmals hat man den Eindruck, dass es nicht Mitbürger erster Klasse sind, sondern eher dritter Klasse. Ich spreche nicht über die RTL2-Reichen, die in Lederhaut in Mallorca ihren Schampus schlürfen und eine Nackedei-Bude besitzen. Diese Reichen gibt es genauso wie es Hartz-Vier Empfänger gibt, die das Kindergeld zur Trinkhalle schleppen. Ich spreche über Reiche mit Verantwortungsbewusstsein und Engagement zu ihren Gemeinden und Staaten. Die gibt es in Deutschland und Europa. Woher kommen sonst die ganzen Schirmherrschaften und Sponsoring von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen? Wir dürfen nicht vergessen, dass reich zu sein keine Schande ist. In der Regel wurde Reichtum über lange Zeit von Menschen angehäuft, erwirtschaftet und wieder reinvestiert. Natürlich lebt ein Unternehmer oder Investor nicht in einem Reihenhaus mit 85qm. Aber wie oft ist er in seiner 300qm Villa zu Hause? Wie oft sitzen die sog. „Reichen“ noch bis spät in die Nacht im Büro oder fliegen im Auftrag von Firmen durch die ganze Welt? Die Entschädigung dafür ist ein entsprechender Lohn. Aber so muss es auch sein. Wer viel Verantwortung übernimmt und viel zum allgemeinen Wohlstand beiträgt, soll entsprechend entlohnt werden.
In der letzten Zeit haben sich aber reichere Mitbürger nicht gerade hervorgetan in der Öffentlichkeit. Einige von ihnen (meist Menschen mit einem gewissen Hang zur Selbstüberschätzung) haben die Gier der Medien nach Nachrichten bedient, sind aber meist auch daran gescheitert. Dieses Image darf aber nicht für alle bessergestellten Mitbürger gelten. Denn die meisten von ihnen spielen nicht den Hampelmann oder -frau in den Medien. Die Aktionäre der Unternehmen sollten auch darüber Nachdenken, ob sie solche Skandal für ihre Unternehmen gut finden oder ob sie den Personen die Tür zeigen. Genauso sollten sie dreimal auf die Gehaltsliste schauen und dann die Leistung mit dem Betrag vergleichen.

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Wir dürfen dieser leichten Verführung des Neids, des Hasses nicht verfallen. Genauso wenig wie wir dies bei Menschen mit geringem Einkommen dürfen, müssen wir es bei Menschen mit großem Einkommen machen. Diese Zahlen in der Regel mehr Steuern und tragen durch ihre Investitionen bereits zu einer starken Wirtschaft bei. Ob es nun Firmen sind, die sie besitzen oder die Guthaben bei Banken die in Anleihen bereits investiert sind. Sie tragen einen großen Teil zur Wirtschaftskraft bei und dies müssen wir anerkennen. Den Steuerflüchtlingen müssen wir natürlich weiterhin die rote Karte zeigen, genauso wie den Betrügern. Aber schwarzer Schafe gibt es in jeder Schicht.

Linke Spinnereien (auch von querdenkenden Ökonomen) dürfen keine Platz in unserer Demokratie haben. Zwang ist nicht menschenwürdig und falsch. Jeder Mensch muss frei entscheiden können wie er mit seinem Geld umgeht – ob arm oder reich. Wir können Anreize schaffen das Geld möglichst gut für die Gesellschaft zu verwenden. Wo jeder sein Geld investieren will (Staat, Firmen oder Vereine) muss man aber frei entscheiden dürfen. Freiheit und Brüderlichkeit – dafür hat Deutschland sich verschrieben und genau das droht durch solche beschränkten Gedanken zu brechen. Deshalb lehne ich dies ab. Das Verfassungsgericht dürfte es ähnlich sehen.

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