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Swingtrading: Timing – Das A und O!

Eine der wichtigsten Handelssytem-Komponenten beim kurzfristigen Trading (Swingtrading) ist das Timing. Als Timing bezeichne ich das Erkennen der Rahmenbedingungen, unter denen das eigene Handelssystem am besten funktioniert und ein risikoarmer Einstieg möglich ist. Als Swingtrader handele ich mit den Märkten und mit dem Trend. Ich weiß, dass Einzelwerte mit dem Markt steigen und fallen. Es ist eher die Ausnahme, dass sich eine Aktie gegen den aktuellen Markttrend stellt. Wenn sie dies doch tut, dann ist das Potential meist nicht so hoch. Ich suche bewusst Situationen in denen neue Käufer/Verkäufer in den Markt kommen und damit Momentum hineinbringen. Nur frisches Kapital oder frischer Kapitalabzug bringen entsprechende Bewegungen auf die ich aus bin.

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Doch wie erkennt man die Situationen und bekommt ein gutes Timing hin? Natürlich muss man sagen, dass ein fehlerloses Timing nie und nimmer möglich ist. Man wird sich täuschen und gerade in volatilen Zeiten wird das Timing zunehmend schlechter. Doch auch hier gibt es eine Möglichkeit: Dem Markt fernbleiben. Auch das zählt als Timing. Man muss wissen, wann man lieber aus dem Markt fernbleiben sollte.

Um risikoarme Einstiege zu finden sollte man sich zuerst den Gesamtmarkt anschauen. Also werden Aktien z.Zt. mehr gekauft oder verkauft? Wer amerikanische Einzelwerte handelt wird sich sicher den S&P 500 anschauen, wer europäische Werte handelt, kann sich den Stoxx 600 nehmen. Ist man als Trader z.B. auf deutsche Aktien spezialisiert sollte man sich den DAX oder alle drei Indizes (DAX, MDAX, TECDAX) anschauen.

Zuerst bestimme ich den kurzfristigen Trend. Dies mache ich mit zwei gleitenden Durchschnitten (z.B. 10er und 30er). Somit kann ich auf den ersten Blick erkennen, in welche Richtung der Markt kurzfristig tendiert. Wenn der kurze Durchschnitt über dem längeren liegt, werden hauptsächlich Long-Positionen eingegangen. Liegt der kurze Durchschnitt unter dem langen, werden hauptsächlich Short-Positionen gehandelt. Nur sollte man sich nicht täuschen. Auch dies ist nicht der heilige Gral, sondern dient nur zum Filtern der Trades und damit zur Beschränkung des eigenen Handelswillen. Sicherlich wird man auch in einem Long-Markt Short-Einstiege finden. Doch ist es nicht selten, dass diese nur kurz anlaufen und dann mit dem allgemeinen Markttrend drehen.

Als zweites wichtiges Werkzeug setze ich den Williams-Percent-Range-Indikator ein. Dieser Indikator hilft mir sehr kurzfristige Rücksetzer einzuschätzen und erlaubt eine kurzfristige technische Betrachtung, ob ein Markt als überkauft oder überverkauft anzusehen ist. So wird z.B. in einem Long-Markt erst über neue Long-Positionen nachgedacht, wenn der Indikator in den überverkauften Bereich eindringt und aus diesem wieder hervorkommt. Aber auch dieser Indikator ist nicht perfekt. Gerade in starken Momentum-Märkten liefert er keine guten Signale. Das muss man wissen und entsprechend berücksichtigen.

Das dritte ist eigentlich das wichtigste: Charttechnische Analyse. Was macht charttechnische Analyse eigentlich? Sie identifiziert Preisniveaus im Chart bei denen die Möglichkeit besteht, dass erneut das Angebot die Nachfrage übersteigt bzw. die Nachfrage das Angebot. Warum ist das so? Weil es schon immer so war 😉 Als Analyst gehe ich davon aus, dass sich die Vergangenheit und damit Muster, die von den Marktteilnehmern im Preisverlauf erzeugt werden, wiederholt. Wurde schon oft auf dem Niveau von z.B. 5000 Punkte gekauft, werden auch zukünftig Marktteilnehmer diese Marke beachten. Käufer werden sich wieder dafür interessieren hier zu kaufen, Verkäufer werden hier nicht mehr verkaufen. Dies ist natürlich eine individuelle Interpretation. Jeder Analyst interpretiert einen Chart anders. Daher muss man eine Bestätigung abwarten. Wird eine Trendlinie wirklich gebrochen? Prallt der Kurs tatsächlich von diesem Niveau ab? Wird eine SKS-Formation wirklich getriggert? Ohne eine Bestätigung bringt die Prognose nichts und ist nur eine individuelle Interpretation einer Datenreihe. Es ist viel zu gefährlich nicht die Bestätigung abzuwarten, weil einem das eigene Gehirn zu viele Streiche spielt.
Aber kurz zusammengefasst: Charttechnische Analyse ist die direkte Interpretation von Angebot und Nachfrage. Wir reduzieren alle Gedanken und Kauf-/Verkaufsgründe aller Marktteilnehmer in einem Chart und suchen hier nach Anhaltspunkten für das Verhältnis von Angebot zu Nachfrage.

Zusätzlich zur Analyse des Hauptmarktes sollte man sich Einzelwerte aus diesem Anschauen. Die meisten Indizes sind gewichtet und daher haben einzelne Werte mehr Einfluss auf diesen. Ich schaue mir täglich ca. 250 Einzeltwerte (in meinen Scannern) an und bekomme hierdurch einen guten Eindruck wie sich Angebot und Nachfrage verhalten. Was wird gekauft und was verkauft? Gibt es mehr Aktien in den Long-Scannern oder in den Short-Scannern? Werden aktuell nur Shorts in den schwächsten Aktien aufgelöst oder werden Trendaktien gekauft? Bilden sich heute bestimmte Kursmuster in vielen Aktien? Oder beeinfluss einige Schwergewichte den Index mit starken Bewegungen und die Masse bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung?
Zur Einschätzung kann auch eine zusätzliche Sektoranalyse der Stoxx 600 Sektor-Indizes und eine weitere Marktbetrachtung der größeren Weltmärkte (USA, Asien, Öl, EUR/USD, Gold, Anleihen) helfen. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass man die Sache nicht verkompliziert. Eine Intermarketanalyse hilft, aber eher im großen Rahmen. D.h. eine wöchentliche Intermarketanalyse reicht aus.

Also diese vier Aspekte: Kurzfristiger Trend, überkauft/überverkauft, charttechnische Analyse und Betrachtung von Einzelwerten/Sektoren lassen mich eine Einschätzung treffen, ob es an der Zeit ist, Positionen in den Markt zu geben oder nicht. Gerade dieses „nicht“ ist auch ein wichtiger Aspekt. Wann man „auf seinen Händen sitzen“ sollte und nicht sich die Hände am Markt verbrennt muss man erkennen. Es ist aber auch Erfahrung die hier eine Rolle spielt. Das Fernbleiben aus dem Märkt hilft einem den Kopf wieder klar zu bekommen und das Kapital zu schützen. Denn ich will nur in den Situationen im Markt sein, wo meine Strategie am besten funktioniert und ich die Rückendeckung des allgemeinem Trends habe.

Mehr Informationen und Herkunft des Modells: http://www.swing-trade-stocks.com (eine wirklich empfehlenswerte Seite!)

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