Trading: Erste Gehversuche mit AmiBroker …

Die Programmiersprache erfordert ein Umdenken und man muss einiges neu lernen …
Die regnerische Zeit gestern Abend und heute Nachmittag habe ich genutzt, um mich ein wenig mit AmiBroker zu beschäftigen. ProRealtime ist immer noch mein erstes Tool für den täglichen Einsatz, aber hiermit ist leider kein vernünftiges Backtesting eines Portfolio möglich. Um dieses Problem zu lösen, gibt es eine Reihe von Tools, z.B. NinjaTrader, WealthLab, TradeStation … Außer NinjaTrader sind die weiteren Tools relativ teuer. Ich suche ein Tool, welches ich in Ruhe ausprobieren kann und nicht am Anfang gleich Geld verschlingt 😉

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Über AmiBroker habe ich bis jetzt viel gutes gehört und gelesen und die Programmiersprache AFL gefiel mit auch auf den ersten Blick. Also Software installiert, mich durch die Menus geklickt und gleich mal mit dem Programmieren durchgestartet …

Die Software sieht auf den ersten Blick einfach aus, ist aber sehr komplex und unterscheidet sich massiv in der Bedienung von z.B. ProRealtime. Dies liegt vor allem daran, dass das Tool keinen angeschlossenen Daten-Feed hat. Dies kannte ich bereits von NinjaTrader. Man muss also Symbole anlegen (oder importieren) und danach die Symbole mit den Daten, von z.B. Yahoo, befüllen. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Datenfeeds. Bis jetzt habe ich allerdings erst einige Aktien importiert und Yahoo als Datenquelle genutzt.

Charting ist natürlich auch möglich, aber hiermit habe ich mich nicht beschäftigt. ProRealtime ist im Charting für mich vollkommen ausreichend und technische Analyse betreibe ich so gut wie gar nicht mehr. Aber die Chart-Tools machten einen guten Eindruck. Nur die Bedienung des Zooms ist ein wenig gewöhnungsbedürftig (kein Mausrad? . Keine senkrechte Skalierungsanpassung?)

Das Management von den verschiedenen Fenstern und die Bedeutung der Fenster ist relativ einfach und nach ein wenig herumgeklicke hat man dies auch durchdrungen. Die Software ist also nach wenigen Minuten Einarbeitung nutzbar und man kann schnell weitere Möglichkeiten entdecken.

Beim Programmieren hat es aber schon eine Weile gedauert, bis ich einen einfachen Indikator, wie den Donchian Kanal programmiert hatte. Die Programmiersprache ist sehr unterschiedlich zu ProRealtime und um einiges komplexer. Einige Beispielprogrammierungen und die Referenz haben mir dennoch geholfen einen Donchian Kanal fertig zu programmieren und zum Laufen zu bringen. Aber es fiel mir nicht leicht, sich in die Art, wie man auf vergangene Daten zurückgreife, hineinzudenken. Die Programmiersprache ist halt nicht für den einfachen Einsatz extra für Trading entworfen, sondern der Kern geht zurück auf richtige Programmierung von Programmen. Daher muss man hier Umdenken und vieles neu lernen … Aber meine ersten Gehversuche habe ich gemacht, auch wenn ich an der ein oder anderen Stelle gescheitert bin. Ich glaube aber, dass ich diese Knoten auch bald lösen kann …

Fazit: Auf den ersten Blick gefällt mir AmiBroker ganz gut. Sobald ich einige Meter weiter laufen kann und mal ein erstes, simples Handelssystem programmiert habe, werde ich für das Backtesting etc. berichten.

Foto: AmiBroker

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