Bärenmarkt

5 Tipps für einen Bärenmarkt

Die meisten Trader beginnen mit dem Trading, wenn in den Märkten starke Aufwärtstrends herrschen. Sie werden von Situationen angezogen, in denen sich scheinbar mühelos Geld verdienen lässt. Oftmals halten diese Aufwärtstrends mehrere Jahre, bevor sich der Zustand ändert.

Spätestens wenn die Märkte volatiler werden, merken die verwöhnten Trader, dass die Stimmung sich geändert hat. Die Trading-Methoden, die man verwendet hat, wollen nicht mehr so richtig funktionieren. Oftmals entwickeln beginnende Trader in starken Aufwärtstrends kein vollständiges Trading-Konzept, sondern kaufen … Mehr lesen

VW Krise – Was Trader und Investoren lernen können

In den letzten Wochen hat das Thema VW Krise die Nachrichten bestimmt. Volkswagen galt immer als deutscher Vorzeigekonzern: Stark, guter Arbeitgeber, beliebt und vertrauensvoll. Doch mit dem Bekanntwerden der Manipulationen der Dieselautos änderte sich das Bild von VW in der Öffentlichkeit über Nacht. Auf einmal galt der Konzern als Betrüger, die Manager als Gauner und dies führte letztendlich zu einem Austausch eines Großteils der Führungsmannschaft.

In diesem Artikel soll jedoch weniger auf die Hintergründe der Manipulationen […] Mehr lesen

Japanischer Trader macht $34 Millionen während der Abwärtsbewegung

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Ob die Angaben im Artikel stimmen oder nicht, kann ich nicht bestätigen. Ebenso weiß ich nicht, ob es sich wirklich um einen Daytrader handeln und was der Zweck der Veröffentlichung seiner Story ist. Die Angaben im Artikel lassen nicht darauf schließen. Auch ist wirklich fragwürdig, ob ein richtiges Risikomanagement hinter seinem Trading steckt. Ein Satz wie „With 1,500 contracts at a notional value of about $160,000 each, his bet against the Nikkei was about $240 million.“ lässt daran zweifeln. Wie groß müsste das Konto sein, damit man eine so große Position an Future-Kontrakten über Nacht hält? Denn, wie im Artikel zu lesen ist, wurden die Kontrakte über mehrere Tage aufgebaut und somit über Nacht gehalten. Bein einem Gap wäre schnell ein Konto ruiniert.

Es gibt aber zwei interessante Aussagen im Artikel, die ich hier gerne wiedergeben möchte:

  • “’Of course I’m happy about today, but you win some and you lose a lot, too,‘ he said, explaining the Greek financial crisis had cost him about $6 million.“ Das Trading-Geschäft hat immer zwei Seiten und Trader sind sich beiden Seiten bewusst. Kleine Verluste sind die Kosten der Gewinne.
  • „When he trades, he tracks volumes and price moves to follow the momentum. For him the basic rule is: ‚Buy stocks that are being bought, and sell stocks that are being sold.'“ Trader halten sich an Fakten, nicht subjektiven Meinungen. Preis und Volumen sind Daten, die unveränderlich sind. Sie achten auf die Bewegungen dieser Daten und benutzen nicht eine Meinung über eine unvorhersehbare Zukunft.

Hier könnt ihr den Artikel in voller Länge lesen: While Many Panicked, Japanese Day Trader Made $34 Million

"Beim Dax erwarte ich eine fast 20-prozentige Steigerung in den nächsten 18 Monaten." - David Folkerts-Landau, Deutsche Bank

„Beim Dax erwarte ich eine fast 20-prozentige Steigerung in den nächsten 18 Monaten.“ – David Folkerts-Landau, Deutsche Bank

Die Schlagzeilen der Artikel in diesen Tagen sind amüsant. Selbst bei Journalisten, deren Artikel ich gerne gelesen habe, muss ich mich fragen, ob sie nicht nach der ein oder anderen Top-Platzierung aus sind, wenn sie auf einmal reißerische Schlagzeilen präsentieren. Man liest „Der Kapitalismus ist tot“, „Das System funktioniert nicht mehr“, „Der Kapitalismus enttäuscht seine Jünger“, „Der Börsen-Crash entspricht nicht den fundamentalen Bewertungen“ usw. Was soll das aussagen?

Funktioniert der Kapitalismus wirklich nicht mehr? Die Frage kann ich nicht beantworten, aber von einem Zusammenbruch spüre ich jedenfalls nichts. Es mag Zeiten geben […] Mehr lesen

Ich habe keine Angst vor einem Crash

Ich habe keine Angst vor einem Crash

Heute gab es starke Bewegungen an den Märkten. Was die Ursache für die Bewegungen war, ist mir nicht wichtig und hat auch keinen Einfluss auf mein Trading. Zudem spielt es keine Rolle für mich, ob man die Bewegung kommen sah oder nicht. Jeder kann im Nachhinein eine Bewegung in den Märkten erklären. Es ist nicht Aufgabe eines Traders eine Bewegung in den Märkten kommen zu sehen, sie zu erklären oder Hellseherei zu betreiben. Wer in der Zukunft lebt, der wird auch dort bleiben. Ich persönlich versuche im Hier und Jetzt zu leben und auf […] Mehr lesen

Euro Bund Future mit starker Abwärtsbewegung

Euro Bund Future mit starker Abwärtsbewegung

Fragt man Anlageberater oder Trading-Anfänger nach einem vermeintlich sicheren Anlageinstrument, wird immer wieder „Anleihen“ genannt. Staatsverschuldungspapiere gelten als sicher, wenn sie von einem gut benotetem Staat, wie der Bundesrepublik, stammen. Viele Mischfonds oder Renten-Strategien basieren auf der Umschichtung zwischen Aktien und Anleihen. Doch jeder, der sich länger mit der Börse […] Mehr lesen

Trading: „3 Things To Learn From Yesterday’s Market Shock“

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Tradeciety veröffentlichte kurz nach dem EUR/CHF-Absturz einen Artikel über mögliche Konsequenzen für Trader. Auch ich habe im Blog immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig das Risikomanagement ist. Gerade die Positionsgröße spielt bei unvorhersehbaren Ereignissen eine wichtige Rolle. Ich persönlich versuche bei Aktien-Trades immer einzukalkulieren, was passiert, wenn eine Aktie über Nacht ein 50% Gap ausweist. Wie viel Verluste habe ich dann zu beklagen? Man muss immer davon ausgehen, dass einem der größte Verlust noch bevorsteht …

Hier könnt ihr den Artikel nachlesen: 3 Things To Learn From Yesterday’s Market Shock

 

EUR/CHF

Trading: Absturz EUR/CHF

Solch ein Ereignis verändert Märkte und Marktteilnehmer …
Ein Blogeintrag zu diesem Thema darf wahrscheinlich in keinem Trading- oder Börsen-Blog fehlen. Es sind diese Ereignisse, über die die Börsen-Community noch lange sprechen wird. „Weißt du noch damals der EUR gegen CHF … -30%!?“ wird es wieder heißen. Diese „schwarzen Schwäne“ kommen zwar nicht häufig vor, haben aber eine große Wirkung, sowohl monetär gemessen als auch psychologisch. Ein Trader, der bei solch einem Trade auf der falschen Seite positioniert war, wird sich sein Leben lang daran erinnern. Dann kommt es darauf an: Lernt man daraus oder hört man ganz mit dem Trading auf?

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Auch in meinem Trading-Umfeld wird heftig darüber diskutiert. Ist solch ein Trade eher Glück oder einfach ein Teil der statistischen Verteilung? Trendfolger profitieren von solchen Ereignissen. Es sind genau die Ereignisse, die die Gewinne am Jahresende bringen werden. Im Einzelfall kann man sicherlich von Glück sprechen, doch über einen langen Track-Record ist dies ein Teil der positiven Erwartung.

Das Währungspaar war ebenfalls auf meiner Watchlist, aber ich habe mich frühzeitig gegen diesen Trade entschieden. Das Risiko war zu hoch.

Hätte ich den EUR/CHF Trade gemacht? Der Preis war definitiv in einem Abwärtstrend und erfüllte auch größtenteils meine Kriterien. Das Währungspaar war ebenfalls auf meiner Watchlist, aber ich habe mich frühzeitig gegen diesen Trade entschieden. Das Risiko war zu hoch. Warum?

  1. Das Währungspaar unterlag einer Kontrolle durch die Schweizer Nationalbank. Sie hatte sich verpflichtet den Kurs bei 1,2 zu stützen. Das Währungspaar kann sich also nicht frei bewegen. Was sich nicht frei bewegen kann, handele ich nicht. Es hätte genauso gut sein können, dass die Nationalbank das Limit erhöht und somit wäre es eine sehr große Verlustposition. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis ist gering, hat aber eine extreme Auswirkung. Ich vergleiche dies mit einer bekannten Firmenübernahme mit einem fixen Preis. In diesem Fall gibt ein offizielles Angebot und der Preis wird sich nicht mehr frei bewegen, da die Trader diesen Preis als gegeben annehmen.
  2. Die Positionsgröße wäre viel zu groß. Da das Währungspaar einer Kontrolle unterlag, ist die Volatilität sehr gering. Da ich meine Positionsgröße anhand der ATR bestimme, wäre sie bei sehr kleiner Volatilität so groß, dass im Falle eines Gaps in die Gegenrichtung der Verlust sehr hoch wäre. Natürlich hätte man die Positionsgröße reduzieren können, aber in diesem Fall wäre der Gewinn unter Normalbedingungen nicht gut. Somit liegt einfach keine attraktive Chance vor.

Diese beiden Kriterien führten dazu, dass ich diesen Trade nicht platziert habe. Ein Fehler? Nein. Ich handele sehr bewusst konservativ. Ich weiß, dass mein größter Verlust mir noch bevorsteht. Irgendwann in der Zukunft.

Wie lange hält eine Nationalbank durch bis ihr das Geld ausgeht?

Würde man als Makro-Trader an diese Situation herangehen, wäre es sicherlich eine interessante Situation. Die Frage wäre: Wie lange hält eine Nationalbank durch bis ihr das Geld ausgeht? Die Stützung des CHF kostet sehr viel Geld. Jedes Mal, wenn EUR/CHF unter 1,2 fällt, muss die Nationalbank Geld aufwenden, um den Kurs zu stützen. Sie muss EUR in großem Stil kaufen. Das Problem: Auch ihre Reserven (Steuergelder!) sind begrenzt. Der Druck aus der Politik wächst und auch der Druck der Märkte. Der EUR steht ebenfalls in anderen Währungen unter Druck, so dass die Nationalbank auf einem riesigen Haufen an Euros sitzt, die immer mehr an Wert verlieren. Wie will die Politik dies ihren Wählern verkaufen? Es handelt sich um Steuergelder. Die Verluste sind sehr groß und die Geduld der Trader, die weiter an einen steigenden Franken glauben, sehr groß.

Wie die letzen Tage gezeigt haben, hat dieses einzige Ereignis die Landschaft der Broker „gesäubert“. Einige Broker sind pleite, andere sehr schwer angeschlagen. Kundenguthaben sind binnen Sekunden umverteilt worden (an die Trader auf der Gegenseite) und somit an andere Broker gegangen. Broker waren nicht richtig gegen die Risiken abgesichert oder ihre Risikokontrolle hat bereits vorher massiv versagt. Teilweise wurde auch der Handel von EUR/CHF eingestellt. Ich habe in den Intraday-Chart geschaut, es gab ein sehr großes Gap intraday. Wer aus seiner Long-Position aussteigen wollte, hatte keine Gelegenheit. Das Gute: Die Broker, die ein gutes Risikomanagement betreiben, nicht so viele schöne Hochglanzanzeigen und -prospekte gedruckt hatten, haben überlebt. Das Antifragile lebt vom fragilen.

Ich bin stolz, dass ich meinen Prinzipien treu bleibe.

Welche Lehre ziehe ich daraus? Ich bin nicht traurig um die „entgangenen“ Gewinne. Ganz im Gegenteil: Ich bin stolz, dass ich meinen Prinzipien treu bleibe. Des Weiteren bin ich froh, dass ich nicht bei einem der Broker mit Hochglanzanzeigen bin, sondern bei einem soliden, kleinen Haus.

 

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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