Trading Indikatoren Top 5

Trading Indikatoren: Meine Top 5

Leser, die schon länger meinem Blog folgen, wissen, dass ich nicht viele Trading Indikatoren einsetze. Das war auch mal anders. Wie viele andere Anfänger auch, dachte ich, dass es irgendwo einen Indikator geben muss, der das Trading zum Kinderspiel macht. Doch dem ist nicht so. Der „Heilige Gral“ im Trading liegt an einer anderen Stelle: Bei einem selbst. Doch hierum soll es in diesem Artikel nicht gehen.

Im Laufe der Zeit habe ich die genutzten Trading Indikatoren ausgetauscht und immer weiter reduziert. Bei vielen Trading Indikatoren ist der Mehrwert fraglich.

Auch die Frage nach der Menge der eingesetzten Trading Indikatoren … Mehr lesen

Bollinger Bänder Vorteile/Nachteile

Trading: Bollinger Bänder Vorteile/Nachteile

Es dürfte ja nicht unbekannt sein, dass ich viel mit dem Donchian Kanal arbeite. Hierzu finden sich mittlerweile einige Artikel, Screener und Indikatoren im Blog. Dennoch schaue ich nach wie vor über den Tellerrand und prüfe andere Indikatoren. Im Bereich der Band-Indikatoren finden sich populäre Vertreter wie der bereits angesprochene Donchian Kanal, Keltner Kanäle, Prozent […] Mehr lesen

Trading: 3 Tricks für Trendfolge mit dem Donchian Kanal

Diese Muster im Donchian Kanal wiederholen sich regelmäßig, vor allem in klaren Aufwärts-Märkten.
Wie der ein oder andere Leser im Blog bereits gemerkt hat, nutze ich den Donchian Kanal als Trading-Indikator. Er verbindet viele Eigenschaften, die ich im Trading als erstrebenswert ansehe: Preisbasiert, einfach, flexibel und lässt sich für Screener nutzen (s. Ausbruchs Donchian Kanal Screener).

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Seit nun geraumer Zeit beschäftige ich mit mit diesem Indikator und baue mein Wissen und Praxis aus. Sehr viel Einfluss auf mich hat und hatte Trader Steve aus UK, der ebenfalls mit dem Donchian Kanal arbeitet. Sein eBook enthält u.a. einen Indikator, der aus dem Donchian Kanal die Volatilität ableitet. Wer allerdings sich ein wenig mit Bollinger-Bänder beschäftigt, kann diese Formel auch selber entwickeln. Das eBook ist dennoch eine Investition wert.

Hier will ich nun drei Praktiken oder Tricks mit dem Donchian Kanal vorstellen, die helfen, interessante Trading-Gelegenheiten zu identifizieren. Es sind Muster, die immer wieder im Markt auftauchen, vor allem in klaren Aufwärts-Märkten.

 

Accor - Donchian Kanal - Große Konsolidierung

Mehrmonatige Konsolidierung mit mehrfach bestätigtem Widerstand

Wie man im obigen Chart sehen kann, konsolidiert die Aktie seit ca. 4,5 Monaten. Dabei kam es sogar zu einer heftigeren Korrektur. Die Korrektur wurde sofort wieder scharf gekontert. Ich habe bewusst einmal die Kursstäbe in hellgrau dargestellt, damit der Donchian Kanal deutlich sichtbar wird.

Die 4,5 Monate Konsolidierung wurde mehrfach vor dem Ausbruch bei ca. 38,2 getestet. Somit sieht man einen klaren Widerstand. Ein Ausbruch über das Niveau würde das Verhalten in der Aktie ändern und ggf. neue Käufer anlocken oder Verkäufer eindecken lassen. Eine spannende Situation. Wie man sieht kam es auch zu einem Ausbruch und der Preis zog scharf an.

 

Accor - Donchian Kanal - Kleine Konsolidierung

Kleine Konsolidierung innerhalb einer großen Konsolidierung

Innerhalb der großen Konsolidierung kam es nun zu einer 1,5 Monate langen kleineren Konsolidierung. So etwas ist noch spannender, wenn die Märkte zeitgleich eher in die entgegengesetzte Richtung (also abwärts) zeigen, da dann die Aktie Stärke zeigt. Was ebenfalls positiv auffällt ist, dass innerhalb der Konsolidierung ein höheres Tief gebildet wurde. Dies zeigt einen zunehmenden Druck von unten und bedeutet, dass Käufer bereit waren zu höheren Kursen zu Kaufen und die Kraft hatten, den Kurs zu drehen. Diese kurzen Konsolidierungen sind noch spannender, wenn die Volatilität stark abnimmt und der Kurs richtig zusammengepresst wird (nicht im obigen Chart sichtbar).

 

Accor - Donchian Kanal - Stetig ansteigende Donchian-Kanäle

Stetig ansteigende Donchian Kanäle

Dies ist ebenfalls ein Merkmal, welches vielversprechend ist. Beide Donchian Kanäle sind stetig in Richtung des großen Widerstandes ansteigend und verletzen die Begrenzungen nicht. Dies zeigt eine klare Dominanz der Käufer in der Aktie und zudem, dass die Rücksetzer nur kurz sind. Sobald der untere Kanal verletzt wird, bedeutet dies, dass die Kraft der Verkäufer ausreichte, ein neues x-Tage Tief (im oberen Chart 20 Tage Tief) durchzusetzen. Natürlich muss man hier auch den Einzelfall betrachten, da es sich auch um einen Fehlausbruch handeln kann, aber dennoch ist dies ein Zeichen. Je stetiger die Kanäle nach oben zum großen Widerstand verlaufen, desto besser.

Wie man in den drei obigen Charts sehen kann, findet man alle diese drei Muster zusammen in einem Chart und dies bildet sozusagen ein Teil eines Setups. Gerade momentan im europäischen Markt, der Stärke zeigt, kann man solche Situationen beobachten. Meistens sind es Aktien, die schon sich in langfristigen Aufwärtstrends befinden, korrigieren und ihre Handelsrichtung wieder aufnehmen.

Aber es ist natürlich Vorsicht geboten. Solche Muster wiederholen sich zwar in den Märkten, aber funktionieren nicht immer. Es gibt Zeiten, in denen diese Ausbrüche besser funktionieren und andere Zeiten, in denen sie schlechter funktionieren. Ein entsprechendes Risikomanagement ist wichtig. Wer jedoch solche Muster längere Zeit verfolgt, kann Erfahrung damit gewinnen und profitieren.

 

Donchian Kanal Indikator - 10 Vorteile und Nachteile

Donchian Kanal Indikator: 10 Vor- und Nachteile

Leser dieses Blogs wissen, dass ich sehr gerne den Donchian Kanal nutze und ihn auch für mein Trading verwende. Der Donchian Kanal (oder auch Donchian Channel) wurde von Richard Donchian erfunden, der wirklich Pionierarbeit auf dem Gebiet der technischen Analyse geleistet hat.

Der Indikator wird von vielen Tradern eingesetzt, da er einige Vorteile bietet, die sich sonst bei anderen Indikatoren nicht finden lassen. Der Donchian Kanal gehört in die Kategorie der Band-Indikatoren. Diese bestehen immer aus zwei Begrenzungen, in denen sich der Kurs hin und her bewegt. Ähnliche Indikatoren wie der Donchian Kanal … Mehr lesen

Russell 2000 im Wochenchart

Trading: 6 Märkte in der Analyse. DAX, NASDAQ, S&P 500, Russell 2000, Stoxx600, FTSE Allshare

Viele Aktienmärkte haben neue Abwärtstrends begonnen und damit wochenlange Seitwärtsranges aufgelöst.
Letzte Woche war endlich der Tag, auf den ich schon so lange gewartet habe! Die Aktienmärkte haben sich vorerst für eine neue Richtung entschieden. Das Jahr 2014 war bisher relativ trendlos verlaufen. Einige engere Indizes haben neue Höchststände und klare Aufwärtstrends gezeigt, jedoch de breite Masse der Aktien ist gefallen oder seitwärts gelaufen.

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Jetzt kann man natürlich sagen „Dann hätte man halt andere Aktien zum Traden auswählen müssen!“, doch so läuft das Spiel leider nicht. In der Nachbetrachtung ist es immer einfach zu sagen, was funktioniert hätte und was nicht. Doch Trading ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten. Wenn also die Masse der Aktien sich seitwärts bewegt oder fällt, stehen meine Chancen relativ schlecht, einen Gewinner aus der Masse herauszuziehen. Hier hilft also nur an der Seite zu stehen und auf eine klare Richtung der breiten Masse zu warten. Dies ist auch ein Punkt, an dem ich noch arbeiten muss. Ein gutes Risikomanagement schützt aber vor großen Verlusten.

6 Märkte in der Analyse

Hier einmal 6 Aktienmärkte in der Analyse. Die Betrachtung bezieht sich immer auf den Wochenchart. Ich versuche so objektiv wie möglich zu sein. Kursziele oder zukünftiges Verhalten kann ich nicht bestimmen, da ich leider nicht in die Zukunft schauen kann. Es kann stark abwärts gehen, weiter seitwärts, es kann ein Fehlausbruch sein oder ein Crash. Wer weiß das schon?

  • DAX: Seit Anfang 2014 ist Pause im DAX. Die 10.000 Punkte Marke wurde noch erreicht, jedoch seit dem folgten schnelle und stärkere Abwärtsschübe. Die große Seitwärtsrange und Volatilität ließen keine Trendfolge-Trades zu. Nun wurde diese Seitwärtsphase nach unten verlassen. Der Wochenverlauf zeigt, dass am Tief geschlossen wurde. Damit liegt ein Wochenschluss unterhalb der Range vor. Chart-Techniker könnten hier noch eine SKS-Formation sehen. Das Muster spielt aber keine Rolle. Fakt und wichtigstes Kriterium ist: Neues 20 Wochentief und Range nach unten verlassen. Somit ist die Richtung für diesen Markt für mich: Abwärts. Weiterer interessanter Artikel zum DAX: Trading: Small Caps deutlich schwächer. DAX und SDAX im Vergleich.
  • NASDAQ (Composite): Ein sehr starker Markt in 2013 und auch 2014. Neue Hochs wurde mühelos erreicht, auch 2014 ging es nach einer kleinen Pause weiter aufwärts. Doch mit dem Nachgeben der anderen Märkte zieht es auch den NASDAQ nach unten. Das vorherige Hoch, welches als Unterstützung hielt, wurde nun durchbrochen. Dennoch liegt noch kein neues 20 Wochentief vor. Da jedoch das letzte Verlaufstief gebrochen wurde, ist der Markt auch erst mal vorsichtig abwärts zu sehen.
  • S&P 500 (abgebildet durch den ETF $SPY): Ich habe hier bewusst den ETF genommen, um einmal das Volumen mit abzubilden. Der S&P 500 hat ebenfalls noch keine neuen 20 Wochentiefs erreicht, aber der Aufwärtstrend wurde auf Wochenschlussbasis verletzt. Dennoch hält erst einmal die Unterstützung. Das Volumen im SPY zog aber deutlich an und nahm zu. Dies könnte ein Indiz für Verkäufe sein. Lass dich aber vom Volumen nicht täuschen. Volumen in solch einem hochliquiden ETF hat meiner Erfahrung nach nur eine geringere Aussagekraft, da es von so vielen Faktoren beeinfluss wird.
  • Russel 2000 (abgebildet durch den ETF $IWM): Ein Markt, auf den ich verstärkt achte. Der Russell 2000 bildet die Small-Caps in den USA ab. Da der Index sehr breit ist (er umfasst 2000 Aktien), zeigt er ein besseres Bild als die Large-Cap Indizes Dow Jones 30 oder S&P 500 (mehr zu der Thematik hier). Der Russell bildete eine große Seitwärtsrange aus, die nun auch auf Wochenschlussbasis nach unten verlassen wurde. Der Aufwärtstrend ist damit erst einmal erledigt. Ebenfalls interessant ist das erhöhte Volumen im ETF, welches sich auch schon in der Seitwärtsrange gezeigt hat. Diesen Markt kann man aufgrund des neuen 20 Wochentiefs und des Bruchs der Seitwärtsrange definitiv als abwärts einstufen.
  • Stoxx 600: Dieser Index umfasst 600 Aktien quer durch Europa und zeigt somit ganz gut die allgemeine europäische Lage. Viel gibt es zu diesem Index nicht zu sagen. Der Aufwärtstrend verlief volatil und die Volaitlität nahm sogar noch zu. Nun erreicht der Index ein neues 20 Wochentief und ist damit als abwärts einzustufen.
  • FTSE Allshare: Dies ist der bereite britische Index. Für mich bietet dieser Index das interessanteste Bild von allen. Es zeigt sich eine Seitwärtsrange, die bereits im Oktober letzten Jahres begonnen hat. Der britische Small-Cap Index FTSE AIM Allshare dagegen war noch im Aufwärtstrend und drehte erst im April diesen Jahres. Seit dem hat dieser bereits über 20% verloren. Beim FTSE Allshare war lange Zeit nicht klar, ob er nach oben oder unten ausbrechen würde. Nun haben die Märkte entschieden und es zeigt sich ein klares Signal: Abwärts.

Ich betrachte täglich und wöchentlich die meisten Aktienmärkte und ordne sie nach ihrem Verhalten her ein: Aufwärts, abwärts oder neutral. Dies hilft mir eine Bias in meinem Trading zu bestimmen, um in die Richtung der größten Wahrscheinlichkeit zu handeln. Nachrichten, fundamentale Daten oder eine Meinung betrachte ich nicht. Für mich zählt alleine nur, was der Preis macht. Wenn er abwärts zeigt, wird sich die Masse der Marktteilnehmer entschieden haben zu verkaufen. Meine eigene bescheidene Meinung zu einem Preis spielt da keine Rolle.

Der Donchian Kanal hilft mir dabei, die Märkte objektiver zu betrachten und die Richtung festzulegen. Niemand kann sagen, wohin die Reise gehen wird. Die Märkte können von einem auf den anderen Moment ihre Richtung neu festlegen. Das Einzige, was man bestimmt sagen kann ist, dass der Preis sich aufwärts, abwärts oder seitwärts bewegt. Für alle diese drei Richtungen muss man eine Strategie haben. Eine Strategie kann es auch sein, keine Trading-Position einzunehmen und auf ein klareres Bild zu warten. Das gleiche gilt, wenn man sich beim Short-Trading (s. Artikel „Trading: Short oder Long?„) nicht wohl fühlt.

 

Trading: S&P 500 im Trendmodus! Wie kann man den Chart objektiv betrachten?

Regeln und Reduzierung der wahrgenommenen Information helfen die individuelle Interpretation auf ein Minimum zu reduzieren.
Oben abgebildet ist der S&P 500 Index. Wie man deutlich erkennen kann, befindet er sich in einem Aufwärtstrend. Ich habe den Chart als Balkenchart dargestellt, weil man sich hiermit besser auf den Kursverlauf konzentrieren kann. Bei Candlestick Charts kann man wieder zu schnell in eine Interpretation der Kerzen zurückfallen, welche für mich nicht wichtig sind. Mein Ziel ist es, die auf mich einströmende Information immer auf das Wesentliche zu reduzieren. Am liebsten würde ich sogar noch die Information Open und Close entfernen. Dies lässt aber Pro-Realtime nicht zu.

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Wie im Blog ja deutlich zu lesen ist, bin ich Trendfolger. Ich trade also nur, wenn ein Trend im Markt vorliegt. Allerdings trade ich nicht den „Markt“ an sich, sondern suche mir einzelne Aktien aus. Dennoch benötige ich eine Richtung für mein Trading: Long, Short oder Cash?

Wichtig ist, dass man die Information, die ein Chart liefert, objektiv wahrnimmt. Das ist leichter gesagt, als getan … Mit einigen Tricks kann man sich jedoch der Objektivität nähern.

Objektivität in der Chartbetrachtung

Das Gehirn ist der größte Feind! Es beinhaltet viele Filter, die uns hindern, Informationen objektiv wahrzunehmen. Daniel Kahneman beschreibt dieses wunderbar in seinem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“.

Wir müssen also versuchen, diese Filter so gut es geht zu umgehen und unser „Brain 2“ (das rationale Gehirn) zu nutzen. Die Grundlage, um das zweite Gehirn zu aktivieren sind Regeln. Im Trading sind Regeln enorm wichtig. Zudem ist es wichtig die Informationen, die man selber wahrnimmt auf ein sehr kleines Maß zu reduzieren, damit unser Gehirn nicht weitere Filter daraus baut.

Folgende Erfahrungen habe ich gemacht:

  1. Lösche deine Finanz Bookmarks: Sorry, aber dies ist ein wichtiger Teil. Finanz- und Tradingwebsites verfolgen meist einen eigenen Zweck, nämlich Geld zu verdienen. Sie tun alles, um Leser zu halten und Werbung zu verkaufen. Die Mehrheit der Leser sind interessiert an irgendwelchen Chartanalysen und -prognosen. Doch diese bringen einen nicht weiter. Ganz im Gegenteil, sie nehmen Einfluss auf deine Objektivität. Ich habe schon seit Monaten keine Finanzwebsite mehr besucht oder irgendwelche Chartinterpretationen gelesen …
  2. Bekommst du eine Börsenzeitschrift geschenkt? Schmeiss sie weg! Das ist natürlich hart, aber wahr. Die Ablenkung muss auf ein Minimum reduziert werden. Mich interessieren andere Meinungen zum Markt nicht. Sie können mir nicht helfen Entscheidungen zu treffen. Daher sind Zeitschriften, die Aktien oder Märkte analysieren nichts anderes als Klatschblätter. Eine Ausnahme mache ich: TRADERS‘ 😉 Hier handelt sich aber um ein Fachmagazin und nicht um ein Klatschblatt.
  3. Behalte deine Meinung für dich und hör bei anderen weg. Wie schon gesagt: Mich interessieren andere Meinungen zu Aktien oder Märkten nicht! Wenn mich jemand fragt „Was ist denn zur Zeit sinnvoll?“ kann ich nur sagen: „Ich weiß es nicht!“. Das ist die ehrlichste Antwort. Ich folge nur meinem System. Genauso kann ich nur sagen „Wenn du meinst …“, wenn mir jemand versucht etwas über seine Ansicht über die Märkte zu erzählen. Jeder tradet seine Meinung über die Märkte …

Natürlich tausche ich mich auch mit anderen Tradern, vor allem Trendfolger, aus. Dies passiert aber in einem geordneten Rahmen und geht eher in Richtung Mentoring als Austausch über eine bestimmte Aktie oder Meinung.

Die oberen Regeln helfen ein wenig, die einströmende Information auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem beschäftige ich mich nicht viel mit Chartinterpretation oder neuen Tradingtechniken. Ich versuche meinen Kopf so klar wie möglich zu halten, gerade was Börse und Finanzen angeht.

Auch wenn es noch so viel Spaß macht Linien in einen Chart einzuzeichnen und sich zu freuen, dass man die Situation im Nachhinein (!) richtig interpretiert hat: Die Zukunft lässt sich nicht voraussehen.

Betrachten man einen Chart, kann man viele Informationen darin lesen. Das Problem ist nur, dass unser Gehirn oft mehr Dinge sieht, als da sind. Bei jeder Information muss man sich fragen, ob diese auch von anderen so gesehen wird. Ist es ein Fakt oder doch eher ein Wunschgedanke? Was Fakt ist, kann ich in Regeln ausdrücken. Alles, was eine größere Interpretation bedarf gehört in die Welt des Individuellen. Hierzu gehört leider auch der Großteil der technischen Analyse. Auch wenn es noch so viel Spaß macht Linien in einen Chart einzuzeichnen und sich zu freuen, dass man die Situation im Nachhinein (!) richtig interpretiert hat: Die Zukunft lässt sich nicht voraussehen. Jeder Trader zeichnet individuelle Chartlinien und jeder Trader kommt zu einem anderen Preisziel. Daher kann nur das zählen, was sich messen lässt.

Was mir der obige S&P 500 Chart erzählt

  • Der Preis verläuft aufwärts: Würde man den tiefsten Punkt und den höchsten Punkt vom 3.7. verbinden, hätte man eine steigende Linie. Ich interpretiere nicht, wie steigend die Linie ist, sondern nur, dass sie steigt. Dies sieht man auch auf den ersten Blick. Es ist also ein mittelfristiger Aufwärtstrend.
  • Im April gab es einen Fehlausbruch: Der Kurs erreichte neue 20 Tage Tiefs (blaue untere Linie) und zog danach wieder deutlich an. Er kam dabei wieder zurück über das vorherige 20 Tage Tief vom 8.4. Somit liegt ein Fehlausbruch vor. Dies kann man nur im Nachhinein erkennen.
  • Ein neues 20 Tage Hoch: Dies gab es am 13.5. Der Kurs erreichte ein neues 20 Tage Hoch. Dies bedeutet, dass ab da wieder auf der Long-Seite geschaut werden konnte.
  • Steigende Kanalbegrenzungen: Mit dem Dochian Kanal kann man es deutlich sehen. Die obere und untere Kanalbegrenzung ist ansteigend. Wir haben also einen Aufwärtstrend.

Es dauert immer bis sich diese Anzeichen herauslesen lassen. Die Entwicklung eines Trends bedarf ein wenig Zeit, aber er dauert meistens länger, als man denkt. Wer weiß, vielleicht kehr er auch morgen wieder um? Ich bin Trendfolger und kein Hellseher.

Diese Betrachtungsweise hilf ein wenig dabei einen Chart möglichst objektiv zu sehen. Wie ihr seht, benutze ich keinerlei Ziele oder Interpretationen zum aktuellen Kursgeschehen. Ich sage weder, ob der Kurs weit gelaufen ist, noch ob er schwach oder stark ist. Das einzige was ich sehe ist der Preis und ob neue Hochs vorliegen oder nicht. Diese Information nutze ich, um eine Richtung über die verschiedenen Märkte der Welt festzulegen und zu schauen, in welche Richtung man handelt.

 

Trading: Was mir die Märkte erzählen … Kurze Analyse diverser Aktienmärkte.

Ein Blick auf die Märkte genügt, um die Richtung zu sehen …
Die oberen Charts sind bewusst „clean“ gehalten. Ich habe keine Chart-Analyse mit Linien etc. vorgenommen und habe auch alle Indikatoren entfernt. Einfach nur der Preis und ein paar markante Markierungen. Vor einiger Zeit habe ich auch noch Charts vollgemalt und über die Zukunft gerätselt. Doch letztendlich hat mich das nie weitergebracht, sondern nur Stunden an Zeit gekostet …

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Der Preisverlauf erzählt bereits alles was man wissen muss: Ist der Preis eher steigend oder fallen? Laufen die Märkte seitwärts? Wo sind markante Punkte, woran ich erkenne, dass der Trend wechselt? Die Basis-Theorie hierzu ist: Steigende Hochpunkte und Tiefpunkte = Aufwärtstrend, fallende Hochpunkte und fallende Tiefpunkte = Abwärtstrend. Unklarer Verlauf = Seitwärts. Jedes Kind könnte dies erkennen … Und doch machen wir uns das Leben extrem schwer, in dem wir immer versuchen zu raten, was morgen ist und wie der Preis die nächsten Monate laufen wird. Wo wird er anhalten und wo umkehren? Doch diese Art von Denken bringt einen nicht weiter. Zukunft bleibt nunmal unvorhersehbar und daher bringt es auch sehr wenig sich damit zu beschäftigen. Das einzige was ich für meine Richtungsentscheidung benötige, ist eine klare Lage des Marktes: Aufwärts, abwärts oder seitwärts. Hieraus lege ich meine Haupthandelsrichtung fest, halte die Richtung in einer Tabelle über die meisten Märkte fest und halte mich bei einem unklaren Bild vom Markt fern. Es geht darum, nur bei einer klaren Situation zu handeln und die Wahrscheinlichkeit für positive Trades zu erhöhen.

Keep it simple … Wer nun denkt: Mit Einfachheit verdient man kein Geld, ist genau auf dem falschen Weg. Einfachheit bringt Robustheit und Zeitlosigkeit. Trendfolger sind seit Jahrzehnten erfolgreich an den Märkten und die Dow-Theorie fast 100 Jahre alt! Man muss sich auch mal in die Zeit zurückversetzen, wo es noch keine Computer gab und Charts von Hand gezeichnet wurden. Gab es damals keine erfolgreichen Trader? NATÜRLICH und sogar einige der besten überhaupt … Haben sich die Märkte seitdem groß geändert? NEIN. Damals hing ein Chart an der Wand, man ging ein paar Schritte zurück und konnte sofort erkennen, welche Niveaus einen Trendwechsel hervorrufen und welcher Trend aktuell herrschte.

Ich selber nutze allerdings zusätzlich noch den Donchian Kanal zur Analyse der Indizes. Hiermit kann ich selber sehr einfach sehen, ob ein Trend vorliegt und er ermöglicht mir klare Entscheidungen. Doch oft entferne ich diesen auf dem Chart und schaue noch stärker „clean“ auf das Chartbild und dann erkenne ich noch klarer, wenn eine Seitwärtszone vorliegt.


Spannende und empfehlenswerte Bücher zum Thema

Es gibt kein direktes Buch zum Thema Donchian Kanal. Daher kann ich hier nur allgemeine Bücher empfehlen, die ich für lesenswert halte.

Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Michael Covel
"Für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich lese es noch oft und es ist das fundamentale Werk zum Thema Trendfolge!"
Jetzt bei Amazon kaufen

 

Technische Analyse der Finanzmärkte: Grundlagen, Strategien, Methoden, Anwendungen. Inkl. Workbook
Meine Bewertung: starstarstarstar
von John J. Murphy
"Ein großartiges Nachschlagewerk. Es werden sehr viele Indikatoren und Techniken erklärt. Ein absoluter Klassiker und Bestseller!"
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Handelssysteme die wirklich funktionieren: Erfolgreich automatisiert handeln
Meine Bewertung: starstarstarstar
von Thomas Stridsman
"Sehr viel zum Thema Backtesting. Wer wissen will, wie man erfolgreiche Trading-Systeme baut und testet, sollte sich dieses Buch genauer anschauen! Mehr für erfahrene Trader geeignet. Rezension gibt es hier im Blog."
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Trading-Video: Donchian Kanal Ausbruch Screener – Installation und Anwendung

Installation und Anwendung des Donchian Kanal Ausbruch Screeners für den Donchian Kanal …
Dies ist nun das Folgevideo zu meinem Donchian %d Indikators. Diesen habe ich ja bereits in einem Artikel erklärt und in einem Video gezeigt.

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In diesem Video geht es nun darum, den Donchian Kanal Ausbruch Screener (oder auch Aktienfilter), der auf dem %d Indikator basiert, in ProRealtime zu installieren und anzuwenden. Im Video werden sowohl die Hintergründe (Code) als auch ein paar Anwendungsbeispiele erklärt. Nach dem du das Video geschaut hast, solltest du den Donchian Kanal Ausbruch Screener verstehen und möglicherweise in dein Handelssystem aufnehmen können.

Wichtig: Ein Screener ist kein Handelssystem für sich. Er kann nur ein kleiner Bestandteil eines Handelssystems sein.

ProRealtime Screener Donchian Kanal

ProRealtime Screener Donchian Kanal für Ausbruchskandidaten

Dieser Artikel stellt eine Fortführung meines bereits vorgestellten „Donchian %d“ Indikators dar. Der Ansatz ist nicht neu und wird auch von anderen Indikatoren abgedeckt, doch ich finde ihn großartig zu verwenden, da er mir hilft Ausbruchskandidaten rechtzeitig zu finden.

Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Es gibt viele, großartige Entwickler, die bereits alle möglichen Indikatoren entworfen haben. Diese kann man weiterentwickeln und an seine Bedürfnisse anpassen. Letztendlich kann man selbst mit zufälligen Einsteigen Geld verdienen, so dass der Einstieg auch nicht das wichtigste an einem Trading-System darstellt … Mehr lesen

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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