Mothercare im Tageschart

Extrem geringe ATR und außergewöhnliche Trading Chancen

Eine extrem geringe Volatilität bietet für Trader gute Chancen. Ereignisse, die nur sehr selten vorkommen, haben meist große Auswirkung und sagen etwas über die Beschaffenheit eines Marktes aus. Ein Crash beispielsweise ist eine klare Aussage von Marktteilnehmern, die nur selten vorkommt, aber große Auswirkung hat. Dasselbe gilt auch für Werte aus Indikatoren, die sich vom Preis ableiten.

Eine Average True Range gibt die Volatilität eines Wertes wieder und zeigt, wie sehr der Wert von einem Tag zum […] Mehr lesen

Trading: Rundschau – T-BOND, Dow Jones, S&P 500, Gold, Stoxx 600, EUR/USD

Die Märkte zeigten sich letzte Woche von einer schwachen Seite. Die europäischen Märkte, die sich insgesamt stark zeigen, gaben letzte Woche mit dem US-Markt nach und bildeten im Tageschart starke Verkaufssignale (meist durch Bearisch-Engulfings). Doch noch ist nichts verloren und in Europa sieht die Lage immer noch gut aus. Während z.B. der S&P 500 mehr als 7% seit dem Hoch abgab, waren es beim Stoxx 600 nur 3%. Beim letzten wurde gerade mal die Seitwärtsrange von unten angekratzt, während der S&P 500 bereits mehrere Unterstützungen zerbrach. Das Vertrauen in Europa scheint stärker zu sein als in die USA.
Gewinner in der letzten Woche waren Gold und Bond-Märkte. Diese konnten mittelfristige Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Daneben zeigt sich der EUR/USD schwächer, welches eine Stärkung des USD bedeutet.

  • T-BOND: Wie bereits von mir in einem Artikel angekündigt, konnte der T-BOND nach oben hin ausbrechen und steuert nun auf höhere Ziele zu. Dies ist ein ganz klarer mittelfristiger Long-Markt.
  • Gold: Gold konsolidierte bis zum 50 Wochen EMA, welcher sich in letzter Zeit als gute Unterstützung herausgebildet hat. Von hier prallte der Gold-Preis nach oben ab und konnte im Future diese Woche ein Bullish-Engulfing-Pattern entwickeln. Hier sollte nun der Aufwärtstrend allgemein wieder aufgenommen werden und der Preis in Richtung 1900 USD klettern.
  • Dow Jones Industrial: Der Index ist nun an einer ersten wichtigen Cluster-Marke bei 12.750 Punkte angekommen. Diese könnte das Potential haben, den Kurs nach oben drehen zu lassen. Doch muss dies noch abgewartet werden. Sollte 12.750 Punkte nachhaltig nach unten gebrochen werden, könnte es schnell um einiges tiefer gehen. Bei ~13.000 Punkte liegt ein kräftiger Wiederstand. Dieser muss erst einmal überwunden werden, um das bullische Szenario aufrecht zu erhalten.
  • S&P 500: Die Situation ist ähnlich wie beim Dow Jones. Jedoch hat der S&P 500 bereits einen mittelfristigen Aufwärtstrend nach unten hin verlassen. Ob sich dies nur als Fehlausbruch erweist, wird sich in dieser Woche zeigen müssen. Auch hier gilt, wenn die 1.370 Punkte nachhaltig nach unten durchbrochen werden, kann es schnell tiefer gehen. Also ergibt sich auch hier eher ein abzuwartendes Chartbild.
  • Stoxx 600: Die Stärke zeigt sich hier im Vergleich zu den US-Märkten. Der Index hält sich seit Wochen in einer engen Range. Hier gibt es klare Regeln: Ausbruch nach oben = Long, Ausbruch nach unten = Short. Ansonsten gilt es auch hier die Füße stillzuhalten und sich defensiver zu verhalten. Sollten z.B. die US-Märkte weiter abfallen, könnte ein Durchbrechen der Range schnell zu einer stärkeren Bewegung führen.
  • EUR/USD: Wie bereits von mir angekündigt, lag bei 1.275 eine Schlüsselmarke. Für einen Short-Einstieg sollte ein Schluss unterhalb der Marke auf Wochenbasis abgewartet werden. Es ist nun soweit. Das Währungspaar schloss bei 1,271. Somit könnte man im Wochenchart auf eine Abwärtsbewegung spekulieren. Man kann aber auch anders von einem fallenden EUR profitieren. Z.B. wäre eine Position in Gold oder US-Bonds, die ebenfalls in USD notieren eine Wette auf einen fallenden Euro.
Werbung

Fazit: Für mich sind Gold, Bonds und ein stärkerer Dollar gute Gelegenheiten zum mittelfristigen Positionsaufbau. In allen drei Werten stimmen die Trends und an den präferierten Stellen nehmen die Werte ihre Trends wieder auf. Bei den Aktien sollte man vorsichtig sein und klarere Signale abwarten. Wer möchte und kann, könnte mit kurzfristigen Swings ein wenig die kurzfristige Richtung des Marktes mitnehmen. Mittelfristige Positionen bieten sich nur in Aktien an, die ganz klar Ausbrechen (Lonza, DSM, Arkema …). Doch oft muss man hier den Stopp ein wenig weiter entfernt setzten. Beim Trading sollte man, so wie in den letzten Woche, eher beide Richtungen favorisieren. Wenn der Markt sich dann für eine Richtung entscheidet, können die Positionen auf der Seite ausgebaut werden. Auch ein Verringerung des Einsatzes wäre ein Mittel zur Kontrolle des Risikos in solch einem Markt. Aber grundsätzlich bleibt festzustellen: Was stark ist, bleibt stark; was schwach ist, bleibt schwach. Relative Stärke und Schwäche ist ein Schlüssen zum erfolgreichen Trading.

Trading: EUR/USD wieder mit Verkaufssignal

Der Dollar wird wieder stärker. Im Wochenchart droht ein Verkaufssignal für den EUR, was mittelfristig für die nächsten Wochen und Monate fallende Kurse bringen könnte. Bei einem Wochenschluss unterhalb von 1,275 (Bestätigung abwarten!) sollten die Kurse in Richtung des letzten Tiefs im Juli 2012 abfallen. Momentan ist der Preis zwischen dem EMA 50 auf Wochenbasis, dem 38,2% Retracement und der oberen Trendkanalbegrenzung eingeklemmt. Hier kommt es nun vermehrt zu Verkäufen von EUR und dies bedeutet ein steigenden USD.

Werbung

Trotz dem drohenden Kursverfall des EUR sollte man nebenher einen Blick in den Monatschart werfen. Hier sieht die Lage nämlich anders aus. Der EUR gewinnt über die Jahre gesehen gegenüber dem USD an Wert! Wer hätte das gedacht? Also langfristig dürften auch weiterhin steigende Kurse erwartet werden. Nur auf Sicht der nächsten Wochen/Monate sollten fallende Kurse folgen, wenn es unter 1,275 geht.

Wer von diesem Szenario profitieren möchte kann z.B. über ein FX-Konto dieses Währungspaar leerverkaufen. Auch eignen sich Zertifikate, CFDs oder sogar ETFs hierfür. Eine Alternative wären auch Futures oder eine Long-Position im USD-Index-Future.

Meinung: Hat der GIPFEL denn jetzt etwas gebracht?

Heute morgen gegen 5 Uhr schoss der EUR gegenüber dem USD in die Höhe. Von 1,245 auf 1,26! Wow … Was war passiert? Es gab Neuigkeiten vom EU-Gipfel bzgl. Hilfen für Italien und Spanien. Neben dem schon beschlossenen Wachstumspaket von 120 Mrd. EUR wurde sich darauf geeinigt, dass zukünftig Staaten (oder Banken) aus dem ESM/EFSF Geld erhalten können ohne Sparauflagen fürchten zu müssen. Natürlich nur Staaten mit „guter Haushaltsführung“. Waaasss? Geld ohne Gegenleistung für gute Buchhalter? Jeder Unternehmer oder Manager würde davon träumen, wenn seine Firma nur Verluste macht und er kostenlos Geld ohne Gegenleistung erhalten würde (staatl. Firmenrettung gab es auch schon dann und wann …). Aber wir wissen ja: Die Finanzmärkte sind Schuld an den hohen Zinsen und damit ja auch an der schlechten Wirtschaftsleistung in Italien und Spanien 😉 Naja, ohne Gegenleistung soll es ja nicht sein. Zukünftig können Auflagen gegen Banken oder den Finanzsektor des Landes beschlossen werden und jeder Antrag muss ja noch durch eine Prüfung. Um es kurz zu machen: Erster Schritt in Richtung Schuldengemeinschaft und Faß ohne Boden. Man fragt sich: Was ist ein Staat mit guter Haushaltsführung, wenn der Staat bankrott ist und keine Einnahmesteigerung oder Ausgabensenkung zu erwarten hat? Zudem: Lokale Banken bedienen sich bei einem gemeinsamen Topf und haften gegenüber dieser Topf-Gemeinschaft und nicht gegenüber dem Land! Wir haften für eine spanische Bank! Dieses Konstrukt wird nur dauerhaft sauber funktionieren, wenn diese Gemeinschaft diese Banken auch überwachen kann/darf und die Töpfe noch mal größer werden. Das erste soll ja kommen … Aber wir kennen es ja: Bis dahin ist noch ein langer steiniger Weg. Schnellschüsse sollten nicht erwünscht sein (obwohl geplant).

Werbung

Ein kleines Wort noch zu geplanten EZB-Anleihenkäufe: Die EZB dürfte jetzt schon bereits die größte Bad-Bank sein, zukünftig wird sie dann einfach nur noch dicker. Wer zum Teufel soll den die Anleihen später wieder zurücknehmen/kaufen? Jeder Bürger sollte sich mal fragen, ob er die Steuergelder die er zahlt diesem Wahnsinn zur Verfügung stellen möchte. Leider haben wir keine Wahl.

An den Märkten wird dies kurzfristig (Tage bis Wochen) für Ruhe sorgen. Ein längerfristiger Ausblick wurde gegeben, der zumindest das beste Übel ist. Das sowieso schon alle short waren und die Zinsen so niedrig sind, greifen nun einige zu und lösen Shorts auf bzw. kaufen sich ein. Man sieht es heute morgen an den Aktien: Was wird gekauft? Die Verlierer! Worauf lässt das schließen? Kurzfristige Trades und vor allem Short-Auflösungen. Langfristig wird es aber unruhig bleiben. Denn technisch hat sich an den Märkten (außer USA) nichts geändert: Bärenland in Europa!

 

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
* Diese Seite enthält Affiliate-Links. Hierdurch unterstützt du meine Arbeit!

GEFÄLLT DIR DIESER ARTIKEL?
Dann jetzt anmelden und kostenlos neueste Artikel per E-Mail erhalten!
    Was dich erwartet:
  • Denkanstöße für dein Trading
  • Mehr Wissen zum Thema Trading-Systeme
  • Risiko- und Moneymanagement Beiträge
  • Buchempfehlungen & Trading-Videos
  • Erfolg, Motivation und Selbstverbesserung
* natürlich gebe ich deine E-Mail niemals an Dritte weiter!
GEFÄLLT DIR DIESER ARTIKEL?
Bekomme zukünftig alle Neuigkeiten über meine Facebook Seite:
GEFÄLLT DIR DIESER BLOG?
Dann jetzt anmelden und kostenlos neueste Artikel per E-Mail erhalten!
    Was dich erwartet:
  • Denkanstöße für dein Trading
  • Mehr Wissen zum Thema Trading-Systeme
  • Risiko- und Moneymanagement Beiträge
  • Buchempfehlungen & Trading-Videos
  • Erfolg, Motivation und Selbstverbesserung
* natürlich gebe ich deine E-Mail niemals an Dritte weiter!