Trader bei Facebook und Twitter den man folgen sollte

Diese 25 Trader bei Facebook und Twitter solltest du kennen

Trading und Social-Media gehört mittlerweile fest zusammen. Wie groß sind deine Follower-Listen bei Twitter und Facebook? Bei einigen können es schon einige hundert sein. Doch immer wieder trifft man auf dieselben Accounts, die die Social Media Welt kontinuierlich mit ihren Posts & Tweets befeuern. Zurecht? Ich meine: Ja.

Was alle haben wollen, muss auch gut sein. Das stimmt zwar nicht immer, aber meistens. Daher habe ich auf dieser Seite die Facebook- und Twitter-Accounts zusammengestellt, denen man umbedingt folgen sollte … Mehr lesen

Meinung: Kritik an Trading und Social Network

Seit einiger Zeit beobachte ich über Facebook Aktivitäten von Tradern und Trading-Gruppen. Das soziale Web eignet sich hervorragend für Gedankenaustausch, auch zum Thema Trading. Ich selbst bin auch mehr oder weniger in einer Gruppe aktiv und tausche mich mit anderen Gleichgesinnten über Themen oder interessante Trading-Gelegenheiten aus. Zudem nutzte ich Facebook als Informationsquelle, die mir die Informationen in einem Stream so aufbereitet, dass ich diese bequem an jedem Ort lesen kann.

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Viele Gruppen die sich mit dem Thema Trading befassen, haben heute weit über hundert oder sogar tausend Mitglieder und werden aktiv geführt. Es gibt Administratoren und Organisatoren, die die Communities betreuen und für Abläufe und „Unterhaltung“ sorgen. Meist ist dies nur ein bestimmter Teil der Gruppe, der Großteil ist eher passiv und liest die Meldungen und Kommentare. Doch was ist der Sinn hinter den Gruppen? Ist dies für das eigene Trading sinnvoll und vor allem für angehende Trader, die Kontakt zu Gleichgesinnten suchen?

In vielen Gruppen dreht es sich weniger um Hilfe, Tipps und Strategien als mehr um Entries und Exits. Das kenne ich gut, denn auch ich habe hier im Blog und auch in Facebook manchmal Beiträge gepostet, die mehr nach Entry als wirklich gutem Beitrag aussehen. Doch achte stets darauf keine zu genauen Angaben zu machen, die einem richtigen Tradingplan gleichkommen und so direkt nachgeahmt werden können.
Oft werden in Facebook auch Charts mit kleinen Kommentaren gepostet. In meinen Augen ist dies oft nicht zielführend und könnte negative Auswirkungen auf gerade unerfahrene Trader haben. Einen Entry in eine Position zu posten ist leicht und ohne weitere Konsequenz für den Schreiber. Macht er sich auch Gedanken, dass gerade Anfänger diesen Entry umsetzen könnten und evtl. keine Risikokontrolle haben? Ist dem Schreiber bewusst, dass er auch eine gewisse Verantwortung hat? Evtl. weiß der Leser des Posts nicht, dass ein Abstand von 3 Punkten wenig ist und oft die Bewegung schon gelaufen ist, wenn er einsteigt.
Sicherlich ist jeder Mensch für sein eigenes Handeln verantwortlich, aber gerade in der Anfangszeit sind Trader noch unerfahren und wissen wenig über Folgen und kontrolliertes Handeln. Der erfahrene und erfolgreiche Trader ist oft nicht derjenige der einen Entry einfach postet. Jedenfalls zeigt dies meine Erfahrung.
In den Gruppen sieht man auch, dass innerhalb von wenigen Minuten einige Kommentare oder weitere Meldungen einlaufen. Dies erzeugt Druck beim Leser. Die Schreiber erzeugen den Druck natürlich nicht mit Absicht. Sie wollen ihre Erlebnisse mit der Community teilen. Doch wer glaubt wirklich, dass man anhand von Facebook posts erfolgreich Traden lernen kann? Beim Trading ist doch nicht der Entry das entscheidende, sondern der Exit und auch die weiteren Komponenten der Strategie. Über letztere habe ich bis heute in fast keinem Beitrag ein Wörtchen gelesen …

Auch ist eine fast unglaubhafte Vergötterung einiger Facebook Gruppenmitglieder zu sehen. Die Community benötigt ihre Helden und Vorbilder. Vorbilder sind wichtig, kein Zweifel. Aber was für Vorbilder und in welchem Zusammenhang? Ein Vorbild kann doch nicht jemand sein, der nur in einer Facebook Gruppe seine Entries und aus der Luft gegriffene Pläne für den Tag veröffentlicht, die nur er oder sie in diesem Zusammenhang versteht. Ist das ein Vorbild für einen Trader? Wo bleibt der Rest und auch der Beweis, dass diese Person wirklich ein Vorbild sein sollte? Bitte bedenkt, dass im Internet alles gefälscht und scheinbar gut dargestellt werden kann. Hat die Person den Trade wirklich gemacht? Ist die Person vielleicht doch ein paar Punkte anders in den Trade gekommen und hat einfach nur eine andere Zahl hingeschrieben, weil der Post vor oder kurz nach dem wirklichen Entry erzeugt wurde? Schließlich kann man nicht beides simultan machen. Ich weiß es nicht und kann dies auch niemals kontrollieren. Gerüchte besagen sogar, dass in einigen Gruppen strikte Regeln gelten und Abweichler nicht geduldet werden. Schließlich will man den Glanz der Gruppe nicht verändern und im Hintergrund durch Partnerprogramme mit Brokern ein wenig Geld verdienen. Manchmal heißt es sogar schon „… musste mich von einem Geschäftspartner trennen ..“. Geschäftspartner in einer Facebook Gruppe? Wie ist denn das zu verstehen? Welche Geschäfte? Man sollte doch schon öfter man genauer hinschauen.

Für mich ist ein Vorbild eine Person, von der ich etwas lernen kann. Eine Person, die in meinen Augen ein „Bild vor mir“ sein kann und die mir hilft meinem Ziel ein Stückchen näher zu kommen. Direkt oder indirekt. Oftmals ist sie nämlich bereits das Stückchen weiter, welches noch vor mir liegt. Und dies sollte alle Teilbereiche des Tradings abdecken.

Gibt es Vorbilder im Trading? Ja, sicherlich. Es gibt viele Trader, die ihren eigenen Stil herausgebildet haben und diesen erfolgreich leben. Trader, die es geschafft haben, ein System zu erschaffen, dass kontinuierlich Gewinne erwirtschaftet und vor allem zu ihnen als Charakter passt. Trader, die sich anpassen konnten und viele verschiedene Zeiten durchlebt haben. Denn das ist es, was das Ziel ist: Seinen Charakter zu formen und ein System zu erschaffen, welches zu den eigenen menschlichen Charakterzügen passt und sich zu einer Einheit mit dem eigenen Denken verbindet. Nur so erlangt man einen „Flow“, ein Fließen des eigenen Tuns, welches wiederum zu Höchstleistung führt. In Facebook habe ich von einem großen deutschen Trader gelesen, der sich selber darüber freute, dass er seinen Drawdown von 37% aufgeholt hatte. Also knapp +60%! In einem Kommentar zu dem Post war zu lesen, warum er sich denn freue, es sei schließlich eine schlechte Leistung einen Drawdown von 37% zu erwirtschaften. Ist es das wirklich? Der große deutsche Trader zählt eher zu den ruhigen und erfolgreichen Persönlichkeiten in Deutschland. Man ließt nicht oft von ihm und auch hier ist es mal wieder festzustellen: Von den wirklichen Vorbildern hört man wenig in der Öffentlichkeit. Sie wissen, dass es nicht darauf ankommt, sich aufzublasen und im Scheinwerferlicht zu stehen. Dies haben sie für sich selbst nicht nötig. Sie konzentrieren sich lieber auf etwas anderes und wichtigeres. Nämlich ihrer Leidenschaft nachzugehen und evtl. angehenden Tradern direkt zu helfen. Sie wissen worauf es ankommt, wenn man eine Tradingkarriere aufbauen möchte. Sie besteht nämlich nicht daraus, hier und da ein paar schnelle Zockereien zu machen, sondern kontinuierlich an sich und seiner Methode zu arbeiten. Ein Tradingsystem verdient Geld von alleine und ohne Mühe. Genau deshalb ist es eine Leistung einen Drawdown von 37% aufzuholen. Es ist keine Leistung, weil es Anstrengung in der Ausführung erfordert, sondern weil es Anstrengung erfordert sich an sein System bei einem vorherigen Drawdown von 37% zu halten.

Auch wenn ich mir mit diesem Artikel vielleicht ein paar Feinde oder böse Kommentare einbrocke, möchte ich euch um etwas bitten: Schaut hin und denkt kritisch nach. Auch Facebook oder andere soziale Netzwerke ziehen Menschen einer ganz bestimmten Kategorie an. Es ist hier viel leichter eine Fangemeinde aufzubauen, weil man nicht über alles Rechenschaft ablegen musst. Es ist einfacher, weil man sich hier leicht verstellen kann und sich niemals im echten Leben sehen muss. Es ist oft keine Bösartigkeit, sondern gehört zum Charakter und Menschsein dazu. Doch fragt euch, was die wirklichen Ziele beim Trading und der eigenen Tradingkarriere sind und ob genau dies bei Facebook gelingen kann.

Ein positives Wort muss ich aber noch zu den Gruppen schreiben. Sie fördern das Trading, deren Akzeptanz und bauen Netzwerke auf (manchmal sogar in der realen Welt). Doch ich würde mir wünschen, dass nicht nicht nur um das schnelle Zocken geht, sondern ein wenig mehr Tiefe in die Gruppen hineinkommt und somit vielleicht daran gearbeitet wird, dass nicht mehr als 90% aller Trader ein negatives Ergebnis erwirtschaften und mit dem Traden aufhören. Auch wenn die negativen Ergebnisse vielleicht mein Gewinn sind, bringt dies die weltweite Traderschaft nicht weiter und fördert im Gegenteil das negative Bild in der Öffentlichkeit.

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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