Geheimnis großer Trader

Das große Geheimnis der erfolgreichsten Trader

Wie startet eine gewöhnliche Trading-Karriere? Wahrscheinlich hast du es schon selber erlebt. Die meisten kommen irgendwann über Freunde oder Finanzberater mit der Börse in Kontakt. Sie machen Erfahrungen mit Fonds und anderen Wertpapieren. Doch dachten die erfolgreichsten Trader gleich am Anfang daran, Meister-Trader zu werden?

Wenn du Bücher, wie z.B. Magier der Märkte, liest, kommst du schnell mit dem echten Trader-Leben in Berührung. Oftmals sieht man, dass die erfolgreichsten Trader langsam in ihren Bereich hineingerutscht sind. Dann haben sie Wissen und Erfahrung angehäuft und sind über viel Übung zu dem geworden, wofür wir sie bewundern. Doch es gibt noch ein weiteres Geheimnis … Mehr lesen

Magier der Märkte von Jack Schwager

Magier der Märkte von Jack Schwager

Wenn es ein Buch gibt, was jeder Trader gelesen haben sollte, ist es Magier der Märkte von Jack Schwager. Dieses Buch zählt zu meinen Top 3 Büchern. Es spielt dabei keine Rolle, welcher Strömung ein Trader angehört, Techniker wie auch fundamental ausgerichtete Trader finden sich in diesem Buch wieder. Ich weiß nicht, warum ich das Buch bis heute nicht im Blog vorgestellt habe. In den letzten Jahren habe ich es unzählige Male gelesen. Jack Schwager ist mit Magier der Märkte ein zeitloses Meisterwerk gelungen, welches schon bei manchem Trader Falten, Knicke, Eselsohren und Markierungen erhalten […] Mehr lesen

Paul Tudor Jones: 21 Trading Regeln

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Im Blog von TradingwithRayner gibt es einen Artikel, der die 21 Regeln von Paul Tudor Jones zusammengefasst wiedergibt. Paul Tudor Jones ist ein sehr erfolgreicher Trader und Verwalter von Tudor Funds. Sein Vermögen wird auf $4,6 Mrd. geschätzt. In der Doku „The Trader“ kann man ihn erleben und vom ihm lernen, genauso wie im Buch „Magier der Märkte„.

„I look for opportunities with tremendously skewed reward-risk opportunities.“ Paul Tudor Jones

Hier könnt ihr den Artikel lesen: Paul Tudor Jones — 21 Trading Rules That Have Stood the Test of Time

Tägliche Trading-Vorbereitung: Mehr als nur Routine …

Seit Beginn meines Blogs und auch meines Tradings, arbeite ich an meinem täglichen Trading-Ablauf. Tägliche Routine in der Vorbereitung gibt einem Trader Sicherheit und richtet auch den Fokus auf das, was wichtig ist: Seinen Regeln zu folgen. Der Magier der Märkte Marty Schwartz sagte bereits: „My attitude is that I always wa […] Mehr lesen

Marty Schwartz (Magier der Märkte und „PitBull“) im Video-Interview

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Ich habe bereits einiges zu Marty Schwartz hier im Blog gepostet. Wie man im Video hören kann, ist er selbst heute noch als Trader aktiv und er hat schon einige Jahre Erfahrung an der Börse!

Es ist immer wieder faszinierend einen Trader mit solch einer Erfahrung zuzuhören und zu lernen. Seine Worte und Erkenntnisse sind eine Reduktion seiner Erlebnisse und langen Erfahrungen als Trader.

Wie du herausfindest, was du kannst …

Ein Trader benötigt eine große Kenntnis über sich selbst, um dauerhaft erfolgreich sein System oder seine Systeme handeln zu können. Die „Kunst“ im Trading besteht nicht darin, die mechanischen Schritte des Trading-Plans auszuführen, sondern in der Beherrschung seiner Emotionen, die drohen bei fehlender Kontrolle, das Trading-System zu […] Mehr lesen

Trendfolge: 5 Dinge, die ich als Trendfolger akzeptieren muss …

Trading ist eine Kombination aus Mindset und Technik. Das Mindset bildet die Grundlage für das Trading.
Das schöne am Trading ist, dass es keine allgemein gültige Wahrheit gibt, wie Trading funktioniert. Jeder, der die verschiedenen Interviews mit erfolgreichen Tradern in „Magier der Märkte“ gelesen hat, weiss, dass es verschiedene Trading-Stile gibt, die alle funktionieren. Trading ist eher eine Kombination aus Mindset und Technik, die miteinander eine Einheit werden. Am Ende beherrscht der Trader genau dieses Handwerk perfekt.

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Auch im Bereich der Trendfolger gibt es viele Unterschiedlichkeiten: Zeiteinheit, eingesetzte Tools, vollautomatisch/disktretionär usw. Doch innerhalb der Trendfolger-Gruppe finden sich Gemeinsamkeiten im Mindset, welche ihnen helfen, ihr Trading ausführen und erfolgreich zu machen.

5 Dinge, die ich als Trendfolger akzeptieren muss …

Neben diesen 5 gibt es noch viele weitere. Dies ist lediglich ein Anfang.

  1. Preisbewegungen verlaufen in Trends: Preistrends gibt es, seitdem gehandelt wird. Da Menschen nicht perfekt sind, werden Informationen in den Märkten nur langsam oder sogar irrational verarbeitet. Diese Anpassungen der Preise über einen langen Zeitraum bilden die Grundlage für Trends. Trends kommen zwar seltener vor, jedoch sind die Bewegungen um eines größer als Seitwärtsbewegungen. Hiervon lässt sich profitieren. Das Problem: Man kann nicht wissen, ob ein neuer Trend beginnt und nachhaltig ist.
  2. Die Zukunft ist nicht vorhersehbar: Dies ist sicherlich die wichtigste Grundlage und beinhaltet viele Aspekte der Trendfolge. Ich kann nicht wissen, wie sich morgen der Kurs einer Aktie entwickeln wird, da er auf Transaktionen beruht, die noch nicht stattgefunden haben. Aus diesem Grund kann ich auch keine Preisziele festlegen oder mich auf fundamentale Daten stützen. Beides würde bedeutet, dass ich weiß, wie sich der Preis, aufgrund einer Information, in der Zukunft entwickeln wird. Dies ist jedoch nicht möglich. Zudem ist es nicht möglich zu wissen, wann ein Trend nachhaltig dreht.
  3. Gewinne müssen Verluste übersteigen: Ein Trendfolgeansatz hat in der Regel eine geringe Trefferquote. Dies kommt daher, dass Signale ständig wahrgenommen werden müssen, da man davon ausgeht, dass nun ein signifikanter Trend einsetzt. Stellt sich das Signal als falsch heraus, werden geringe Verluste verbucht und es beim nächsten Signal erneut versucht. Dies geschieht so lange, bis tatsächlich ein Signal sich als richtig herausstellt und ein signifikanter Trend beginnt. Der Gewinn dieses einen Trends gleicht alle kleinen Verluste aus. Aus diesem Grund müssen die Verluste so gering wie möglich gehalten werden, da ansonsten der Rückgang des Kapitals zu groß ist, um von den wenigen Gewinnern ausgeglichen zu werden. Die Gewinner müssen jedoch so lange wie möglich laufen gelassen werden, um genug Gewinn anzusammeln, um die kleinen Verluste auszugleichen.
  4. Die meiste Zeit in einem Drawdown: Wie bereits unter 3. erklärt, haben Trendfolgesysteme oft eine geringe Trefferquote. Dies ist jedoch nebensächlich, solange der Erwartungswert positiv ist. Doch psychologisch hat dies große Konsequenzen. Der Trader hat das Gefühl eigentlich nur zu verlieren. Wenn jedoch ein großer Trend erwischt wird, ist das Gefühl umso schöner. Mit diesen Verluststrecken umzugehen und die Risiken hieraus zu managen ist die Herausforderung in der Trendfolge.
  5. Lange an der Seite stehen: Trendfolger können nur handeln, wenn die Märkte in einem Trend sind. Eine Schwierigkeit ist, dass in trendlosen Phasen oft nur weniger oder gar keine Signale gegeben werden. Je nach dem, ob man auch die Short-Seite handelt, kann man sogar oft ein ganzes Jahr keinen Trade durchführen, weil sich die Märkte in einem Abwärtstrend befinden. Wer beispielsweise auf dem Tageschart nach Signalen sucht, kann manchmal wochenlang an der Seite stehen, bis ein handelbares Signal entsteht. Dies kann einen Trader psychologisch herausfordern, da hier die Angst entsteht, etwas zu verpassen. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Man verpasst höchstens ein paar Fehlsignale.

Ich könnte noch viele weitere Stichpunkte aufführen, jedoch muss ich persönlich sagen, dass diese 5 Punkte für mich die wichtigsten sind. Gerade die letzten beiden Punkte bringen immer wieder eine Herausforderung für mich in das Trading. Am Ende muss man einen Weg finden, mit ihnen umzugehen oder die Probleme lösen.

Jeder muss für sich selber entscheiden, ob Trendfolge die beste Methode für einen ist. Auch ich habe Probleme mit der ein oder anderen Seite der Trendfolge, doch ich mache ständig Fortschritte und finde Lösungen für die Probleme. So schneidere ich meine persönliche Trendfolge-Methodik, die zu mir passt und mit der ich leben kann.

 

Trading-System: Passend wie ein Maßanzug

Nur, wenn das Trading-System um die eigene Persönlichkeit herum aufgebaut ist und zu den eigenen Überzeugungen passt, wird man in der Lage sein ihm zu folgen.
Wer handelt schon gerne gegen seine Natur? Fragt man eine Person, wird sie wahrscheinlich sofort mit „Nein, ich nicht“ antworten. Doch im Trading und bei finanziellen Entscheidungen findet man in der Realität genau das. Wer das Buch von Daniel Kahneman „Schnelles denken, langsames denken“ gelesen hat, weiß wovon ich spreche.

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Ein Trading-System soll helfen Trading-Entscheidungen den individuellen Spielraum zu nehmen, um „bessere“ Entscheidungen zu treffen. Der Anfänger mag denken, dass ein Trading-System die Antwort auf alles ist und man damit den persönlichen Faktor und dessen Unzulänglichkeiten komplett ausschalten kann. Doch dem ist nicht so …

Bei Interviews mit Tradern, die ein vollautomatisches Trading-System einsetzen, höre ich immer wieder, dass es sogar schwerer sein kann, solch ein Trading-System einzusetzen.

Selbst Trader die ein vollmechanisches Trading-System einsetzen, dass vollautomatisch von einem Computer ausgeführt wird, können das Trading-System und damit den Erfolg sabotieren. Bei Interviews mit Tradern, die ein vollautomatisches Trading-System einsetzen, höre ich immer wieder, dass es sogar schwerer sein kann, solch ein Trading-System einzusetzen. Man muss nicht nur sich selber trauen, sondern einem „Fremdkörper“: Dem System.

Doch wie viel Spielraum lässt man sich selbst bei seinem Trading-System? Jack Schwager betont bei seinen Studien erfolgreicher Trader (Buch: Magier der Märkte) immer wieder, dass die Trader ein Trading-System geschaffen haben, was ihrer Persönlichkeit entspricht. Dieses macht mich immer wieder nachdenklich und es klingt logisch. Erfolgreiche Trader bauen ein System um ihre Persönlichkeit herum und nicht zuerst das System und passen ihre Persönlichkeit darauf an. Dieser Grundgedanke folgt dem Grundsatz, dass man persönliche Stärken stärken soll und nicht Schwächen ändern.

Tharp schlägt vor, dass man min. 100, besser sogar 200 oder 300 Überzeugungen sammeln soll, die man auf den Prüfstand stellt.

Auch das Buch „Super Trader“ von Van Tharp beschäftigt sich damit, wie man ein Trading-System zu seiner Persönlichkeit entwickelt. Tharp schlägt vor, dass man min. 100, besser sogar 200 oder 300 Überzeugungen sammeln soll, die man auf den Prüfstand stellt. So findet man heraus, was man mag, was einem liegt und was nicht. Ein Beispiel:

  • Eine Überzeugung könnte z.B. sein: „Ich mag Aktien, die sich schnell bewegen, weil diese sofort von Anfang an zeigen, dass ich mit dem Trade auf der richtigen Seite stehe“. Ist diese Überzeugung richtig? Was sagt sie über dein Trading-System aus und findet diese Überzeugung in deinem jetzigen Trading-System Platz?
  • Eine widersprüchliche Überzeugung könnte sein: „Nur Aktien, die niedrige KGV-Bewertung haben, sind gute Kaufkandidaten“. Wie passt solch eine Überzeugung in dein Trading-System, wenn es rein technisch aufgebaut ist? Ist diese Überzeugung wertvoll oder hindert sie dich?
  • Eine Überzeugung könnte auch sein: „Ich weiß nicht, welches Trading-System in der jetzigen Situation am besten abschneidet. Niemand kann das wissen. Aus diesem Grund habe ich mehr als ein Trading-System im Einsatz, die alle gleichzeitig im Markt aktiv sind.“
  • Ich persönlich bin z.B. der Überzeugung, dass der Markt auf meiner Seite sein muss. So verringere ich das Risiko und erhöhe meine Chancen. Zudem bin ich überzeugt, dass der Preis alle relevanten Informationen enthält und dieser in der jetzigen Sekunde Ausdruck der Bewertung aller Marktteilnehmer ist. Deshalb ist Preis die wichtigste Information, die ich benötige. Mein Trading-System ist um diese Information herum aufgebaut.
Weil man nur dann in der Lage sein wird, sein Trading-System in allen Zeiten auszuführen und zu folgen.

Warum ist es so wichtig ein Trading-System um seine Überzeugungen herum zu bauen? Weil man nur dann in der Lage sein wird, sein Trading-System in allen Zeiten auszuführen und zu folgen. Doch mit dem Entwurf eines Trading-Systems ist es noch lange nicht getan. Man muss das Trading-System testen, ggf. anpassen und auch eine entsprechende Geisteshaltung entwickeln. Nur so kann man mit einem Trading-System Erfolg haben, so meine Überzeugung. Es ist ein langer Weg dorthin und es Bedarf sicherlich Jahre bis man dort angekommen ist. Auch ich spüre dies immer wieder. Trading ist ein Weg und eine Profession. Man kann auch nicht erwarten mit ein bisschen Joggen am Wochenende Usain Bolt zu schlagen …


Trading Bücher zum Thema

Hier eine kleine Auswahl empfehlenswerter Literatur zum Thema. Wer weitere Bücher sucht, findet diese hier: Trading-Bücher.

Magier der Märkte: Interviews mit Top-Tradern der Finanzwelt Magier der Märkte: Interviews mit Top-Tradern der Finanzwelt
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Jack D. Schwager
"Das Buch gehört ebenfalls meinen Top-3 Trading-Büchern! Es beinhaltet viele spannender Interview mit den erfolgreichsten Tradern aller Zeiten."
Hier gibt einen ausführlicheren Artikel zum Buch Magier der Märkte.
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Clever Traden mit System Clever traden mit System: Erfolgreich an der Börse mit Money Management und Risikokontrolle
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Van K. Tharp
"Das Buch gehört zu meinen Top-3 Trading Büchern! Es beinhaltet alles, was ein Einsteiger braucht und so manche Erkenntnis für Fortgeschrittene. Unter anderem geht es auch viel um das Thema Trading-Systeme und die Hintergründe."
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Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Michael Covel
"Für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich lese es noch oft und es ist das fundamentale Werk zum Thema Trendfolge!"
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Trading: Mark Minervinis Vergleich zwischen Trading und Poker

Mark Minervini Vergleich zwischen Poker und Trading stammt aus seiner eigenen Lebensgeschichte. Die Betrachtung aus einer anderen Perspektive ist wirklich spannend und hilfreich.
In den letzten Tagen habe ich erneut einige der Interviews aus der Magier der Märkte Reihe gelesen. Im dritten Buch „Stock Market Wizzards“ gefallen mir vor allem die Interviews mit Steve Cohen, Dr. Ari Kiev und Mark Minervini.

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Jedes Mal, wenn man die Interviews erneut liest, fallen einem anderen Kleinigkeiten auf. Daran merkt man, dass man sich selber weiterentwickelt hat, da man nun auf andere Dinge achtet.

Bei dem Interview mit Mark Minervini (weiteres Interview in meinem Youtube Kanal) fiel mir die großartige Analogie zwischen Trading und Poker auf, die ich auch im Blog schon mehrmals beschrieben habe. Minervini bringt viele Dinge auf den Punkt, worum es beim Trading geht und wie man es aus einer anderen Perspektive betrachten kann. Gerade die Betrachtung der asymmetrischen Wette (Gewinne um ein vielfaches höher als der Verlust) finde ich sehr gut. Anbei ein Auszug aus dem Interview …

Dies ist ein Auszug aus dem Interview mit Mark Minervini aus „Stock Market Wizzards“ von Jack Schwager. Eine Rezension des Buches findet ihr auch hier im Blog.

 

Was hat Ihnen sonst noch dabei geholfen, ein erfolgreicher Börsentrader zu werden?

Das Pokerspiel. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder, der ein Trader werden will, das Pokern lernen sollte.

Können Sie mir das genauer erklären?

Beim ersten Pokerspiel, das ich in einem Kasino beobachtet habe, fiel mir auf, dass der durchschnittliche Gewinn bei 50 Dollar lag, es aber nur 50 Cents gekostet hatte, die ersten drei Karten zu sehen. Ich konnte kaum glauben, dass man für einen halben Dollar eine ziemlich gute Vorstellung der eigenen Chancen auf einen Gewinn bekommen konnte, der das Hundertfache betrug. Wenn man also fünfzig Mal passen würde und nur ein Spiel gewinnt, hätte man immer noch doppelt so viel Gewinn wie Verlust gemacht. Diese Chancenverteilung erschien mir wunderbar. Darum habe ich auch mit dem Pokern angefangen. Dabei war es immer meine Strategie, nur ein Blatt mit einer sehr hohen Gewinnwahrscheinlichkeit auszureizen.

Haben dann nicht einfach alle anderen Mitspieler gepasst, sobald Sie Ihre Karten ausreizen wollten?

Nein, und wissen Sie was? Weil die anderen Spieler einfach nicht die nötige Disziplin besaßen und selbst spielen wollten. Es ist immer am wichtigsten, genau zu wissen, wann man nichts unternehmen sollte. Die meisten Menschen können diesen Ratschlag nicht umsetzen, weil ihnen die nötige Disziplin fehlt, selbst wenn ihre Gewinnstrategie in allen anderen Bereichen funktioniert. Alle Menschen wissen beispielsweise genau, wie man sein Gewicht reduziert: Man isst weniger Fett und treibt Sport. Warum haben dann aber die meisten Menschen Übergewicht (wenn wir einmal annehmen, dass es keine medizinischen Gründe dafür gibt)? Weil ihnen ganz einfach die nötige Disziplin fehlt.

Die analoge Situation an der Börse wäre dann wahrscheinlich, dass man bei einem neuen Trade eine Zeit lang bei geringen Risiko beobachten kann, wie alles läuft. Wenn der Trade nicht funktioniert, macht man einen kleinen Verlust, und wenn er in die richtige Richtung läuft, besteht ein hohes Gewinnpotential.

Genau. Ich habe einen Leitspruch: „Es ist zwar akzeptabel, sich einmal zu irren, aber sich ständig zu irren, ist nicht zu rechtfertigen.“ Wenn man einen einzelnen Fehler macht, hat man keine andere Wahl gehabt, aber wenn man ständig falsch liegt, dann hat man sich das selbst ausgesucht. In jedem Spiel braucht man ein gewisses Maß an Können oder einen Wettbewerbsvorteil für den Sieg, aber bei allem anderen kommt es auf das Risikomanagement an. Das gilt genauso für das Pokerspiel wie für die Börseninvestition. In beiden Fällen geht es um die Verlustbegrenzung. Gute Trader können ihre Verluste minimieren und müssen sich weniger Sorgen um ihre Gewinne machen.
Wenn man eine gute Verteidigung hat, ist man kaum zu schlagen. Ich würde lieber einer Fußballmannschaft beitreten, die großartige Verteidiger hat, als einer, die großartige Angriffsspieler hat. Wenn ein Trade nicht gleich funktioniert, mache ich eben einen kleinen Verlust, und es kann natürlich passieren, dass ich öfter geringfügige Verluste mache.

Was passiert, wenn Sie bei einem Trade fünf Mal ausgestoppt werden? Wird es dann nicht langsam schwierig für Sie, ein sechstes Mal einzusteigen?

Nicht wenn der Trade meine Kriterien erfüllt. Wieder kann uns das Pokerspiel eine gute Analogie liefern. Die Karten, die man in den vorhergehenden Runden gehalten hat, haben keine Bedeutung mehr. Man muss bei seinen Entscheidungen immer nur die aktuellen Informationen berücksichtigen. Ob man das vorherige Spiel gewonnen oder verloren hat, ist völlig irrelevant. Darum bereitet es mir auch keine Probleme, denselben Trade mehrmals durchzuführen. […]“

Auszug aus: „Stock Market Wizzards“, Jack D. Schwager, Finanzbuch Verlag, 2. Auflage 2008. S. 218-220.

Ist das nicht gut? Jeder bekommt eine Vorstellung davon, warum es beim Trading um Wahrscheinlichkeiten geht und warum Gewinne höher sein sollten als Verluste.

Das ganze Interview ist natürlich ebenfalls sehr lesenswert!

 

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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