Was die besten und erfolgreichsten Trader machen

Trading: Finde heraus, was die Besten tun …

Alle erfolgreichen Trader haben Gemeinsamkeiten. Man kann von ihnen lernen, in dem man studiert, was die Besten tun.
Wie wird man erfolgreich? Was muss man dafür tun und was muss man lassen? Liest man Geschichten von Menschen, die auf der Suche nach Erfolg sind, hat man das Gefühl, als suchen sie nach einem Rezept oder einer Formel. Gibt es eine Formel für den Erfolg? Ich glaube: Ja und nein.

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Meiner Einschätzung nach basiert Erfolg, egal in welchem Bereich, auf zwei Dingen: Einem bestimmten Set an Verhaltensregeln und Glück. Mit Verhaltensregeln sind persönliche Eigenschaften gemeint, die alle erfolgreichen Menschen gemeinsam haben und Erfolg begünstigen, z.B. Disziplin, Durchaltevermögen, Offenheit, Selbstbewusstsein und einige mehr. Mit Glück meine ich, dass man die Zukunft nicht voraussehen kann. Jede Entscheidung, die wir treffen, führt uns auf einen neuen Weg in Richtung Zukunft. Jedes Mal, wenn wir vor einer Entscheidung stehen, können wir nach links oder rechts gehen. Diese Entscheidung wird tausende neue Entscheidungen und Wege nach sich ziehen. Einige werden sich im Nachhinein als gut herausstellen und andere nicht. Die Kunst liegt darin, das Risiko einer Entscheidung gering zu halten und erkennbaren Gefahren aus dem Weg zu gehen.

Gibt es eine Abkürzung für den Erfolg?

Doch gibt es eine Abkürzung als nur Versuch und Irrtum? Ich glaube, es kann einem gelingen sich selber darin zu trainieren und zwar in dem wir schauen, was die Erfolgreichen oder die Besten tun oder getan haben. Dies gilt in allen Bereichen und daher natürlich auch im Trading.

Meiner Meinung nach ist ein Buch, welches Erfahrungen eines Traders enthält, wesentlich wertvoller als ein weiteres Technikbuch mit der angeblichen „Börsenformel“. Die Erfahrungen, die ein erfolgreicher Trader bereits gemacht hat, kann mir selber helfen, bestimmte Fehler nicht zu wiederholen oder schneller aus einem Fehlerkreislauf auszubrechen. Ebenso kann ein Trader, den ich bewundere, als Vorbild dienen und so mir Weisheiten mit auf den Weg geben. Es kommt nur darauf an, ob ich es zulasse und dafür offen bin.

Man kann nicht die Resultate kopieren. Was man jedoch „kopieren“ kann, ist die Art, wie jemand handelt.

Van Tharp sagte beispielsweise in „Magier der Märkte„: „…wenn man die Art kopiert, in der die besten Trader diese drei Faktoren für jeden Aspekt der Trading-Aufgabe anwenden, so kann man auch Ihre Resultate kopieren.“ Dies ist die Sicht eines NLP-Anwenders. Dieser Meinung bin ich nicht. Man kann nicht die Resultate kopieren. Was man jedoch „kopieren“ kann, ist die Art, wie jemand handelt. Ob dies gut oder schlecht ist, will ich hier nicht bewerten. Ich glaube aber, dass man erlernen kann, erfolgreich im Trading zu sein. Hierzu gehört es auch, von anderen zu lernen.

In anderen Disziplinen wird ebenfalls durch Zuschauen, Hören oder Lesen gelernt. Jeder Sportler schaut tausende Stunden von Live-Sportereignissen und lernt hinzu. Ebenso Musiker. Ein Musiker analysiert Musikstücke auf CD, schreibt Noten heraus und spielt die Stücke nach (und wenn auch nur im Kopf oder mit Luftgitarre). Dies kann genauso im Trading geschehen. Man kann sich vorstellen, wie beispielsweise ein Paul Tudor Jones handelt, wie er sich verhält, welche Denkmuster er anwendet und so ein inneres Bild von ihm entstehen lassen. Ob dieses Bild der Realität entspricht, ist nicht wichtig. Entscheidend ist nur, dass dieses Bild positiv ist und somit Einfluss auf das eigene Trading nimmt.

Ich bin Fest der Meinung, dass man Erfolg studieren kann, in dem man schaut, was die Besten und Erfolgreichsten tun.

Ich bin Fest der Meinung, dass man Erfolg studieren kann, in dem man schaut, was die Besten und Erfolgreichsten tun. Genug Literatur, Filme und Gelegenheiten gibt es. Man muss nicht immer alles neu erfinden, denn es gibt Gemeinsamkeiten erfolgreicher Trader. Man muss sie identifizieren und lernen. Das dauert und es kann auch frustrierend sein, aber diesen Weg sind alle erfolgreichen Trader gegangen.


Trading Bücher zum Thema

Hier eine kleine Auswahl empfehlenswerter Literatur zum Thema. Wer weitere Bücher sucht, findet diese hier: Trading-Bücher.

Magier der Märkte: Interviews mit Top-Tradern der Finanzwelt Magier der Märkte: Interviews mit Top-Tradern der Finanzwelt
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Jack D. Schwager
"Das Buch gehört ebenfalls meinen Top-3 Trading-Büchern! Es beinhaltet viele spannender Interview mit den erfolgreichsten Tradern aller Zeiten."
Hier gibt einen ausführlicheren Artikel zum Buch Magier der Märkte.
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Clever Traden mit System Clever traden mit System: Erfolgreich an der Börse mit Money Management und Risikokontrolle
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Van K. Tharp
"Das Buch gehört zu meinen Top-3 Trading Büchern! Es beinhaltet alles, was ein Einsteiger braucht und so manche Erkenntnis für Fortgeschrittene. Unter anderem geht es auch viel um das Thema Trading-Systeme und die Hintergründe."
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Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Michael Covel
"Für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich lese es noch oft und es ist das fundamentale Werk zum Thema Trendfolge!"
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Foto: Nacho

 

Was ist die Motivation zum Trading?

Tradingpsychologie: Motivation zum Trading

Was motiviert mich zum Trading? Glaube ich, dass das Leben erst anfängt, wenn ich mithilfe von Trading mein Ziel erreicht hat?
Heute habe ich in einem spannenden Podcast etwas zum Thema Motivation zum Trading aufgeschnappt. Der Trader im Podcast brachte als eigene Motivation u.a. den Grund „… weil Trading die einzige freie Bastion des Kapitalismus ist …“ vor. Spannend!

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Für viele Leser wird es nicht neu sein, dass Geld nicht der Haupt-Motivationsfaktor zum Trading sein sollte. Geld ist kein ausreichender Antrieb, da …

  • … eine Fixierung auf Geld zu gefährlichen Trades oder Sabotage des eigenen Tradingsystems führen kann,
  • … qualitative Faktoren eine positive Emotion auslösen und stark motivierend wirken.
Es geht im Trading m.E. darum, ein höheres Ziel als Motivation auszuwählen und einen Prozess zu gestalten, der dazu dient, dieses Ziel zu erreichen.

Der bekannte Spruch Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer. (Antoine de Saint-Exupéry zugeschrieben)“ verkörpert dies gut. Es geht im Trading m.E. darum, ein höheres Ziel als Motivation auszuwählen und einen Prozess zu gestalten, der dazu dient, dieses Ziel zu erreichen.

Die individuellen Ziele weichen von Trader zu Trader ab. Der eine möchte „frei“ sein, der nächste von jedem Ort der Welt aus arbeiten, ein weiterer möchte traden um später Menschen als Mentor zu dienen. Die Ziele können auch kombiniert werden.

Der Weg dorthin muss genauso viel Spaß machen, wie als wenn man das Ziel erreicht hat.

Spannend fand ich in diesem Zusammenhang auch die Fragestellung: Fängt dein Wunsch-Leben erst an, wenn du ein Meister-Trader bist und Trading z.B. von jedem Ort der Welt aus betreiben kannst oder lässt sich dieses mithilfe von Trading bereits heute in dein Leben integrieren? Oftmals denkt man zu stark an das zu erreichende Ziel und verliert den Weg aus den Augen. Das Leben ist wahrscheinlich zu kurz um erst damit „richtig“ anzufangen, wenn man mithilfe von Trading sein Ziel erreicht hat. Der Weg dorthin muss genauso viel Spaß machen, wie als wenn man das Ziel erreicht hat.

Die Frage der Motivation ist für mich auch noch nicht abschließend beantwortet. Für mich ist Trading eine geistige Herausforderung, die viele unterschiedliche Disziplinen vereint: Strategisches Denken, Selbstentwicklung, Mathematik, Statistik, Kreativität u.v.m. Dies ist es, was Trading täglich spannend für mich macht. Daneben habe ich auch das Ziel für Trading und die Randthemen um Trading herum mehr Zeit zu haben, als es neben dem Hauptberuf möglich ist. Diese noch stärkere Vertiefung in das Thema wird es mir später erlauben auch als Mentor zu arbeiten, um auch anderen angehenden Tradern das Thema näher zu bringen und gleichzeitig das oft schlechte Image eines Traders zu widerlegen. Daneben habe ich noch viele weitere Interessensgebiete die viel Zeit kosten. Trading bietet für mich ein Weg, die Zeit hierfür zu erhalten.

Die eigene Vorstellung ist die stärkste Motivation.

Jeder sollte sich tiefer mit seinen Motivationsgründen beschäftigen, denn dieses sind es, die einem die Kraft geben das Ziel zu erreichen. Man muss sich selber immer wieder das Bild des Zielzustandes in den Kopf rufen, damit man innerlich fühlt, wie es ist, wenn man das Ziel erreicht hat. Die eigene Vorstellung ist die stärkste Motivation.

Foto: Mark Herpel

 

Gedanken: „Stop consuming, start producing!“

Frei übersetzt: Hör auf nur zuzuhören, zuzusehen – tue was, entfalte dich, mach was produktives mit deiner Zeit!
Es hört sich mittlerweile schon ein wenig merkwürdig an, wie oft ich Michael Covel und seine Podcasts erwähne. Ich bekomme weder Geld von ihm, noch finde ich jede seiner Folgen gut. Aber ich finde es spannend, anderen Menschen zuzuhören und sich inspirieren zu lassen. Heute hörte ich die Folge 152, ein Interview mit Dan Andrews. Noch nie etwas gehört von dem Typen … Betreibt die Website tropicalmba.com und beschäftigt sich mit „Location Independent Entrepreneurship“. Bis heute habe ich mir schon ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht und auch einiges aufgeschnappt, aber noch nicht so tief. Sehr spannend! Aber darum soll es hier nicht gehen.

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Michael Covel oder Dan Andrews haben sich über den Satz „Stop consuming, start producing!“ unterhalten. Frei übersetzt: „Höre auf zu konsumieren – mach was!“ oder einfach „Hör auf nur zuzuhören, zuzusehen – tue was, entfalte dich, mach was produktives mit deiner Zeit!“ Vielleicht liegt es an mir, dass ich manchmal solche „Gedankenschubser“ brauche, aber es war mal wieder ein Schlüsselelement, was viele Gedanken in meinem Kopf zusammengefügt hat.

Was hat solch ein kleiner Satz für eine Aussage und kann etwas bewegen. Er weckt Gedanken in einem und verbindet vorhandene Gedanken miteinander. Dabei war es nur eine kleine Unterhaltung von zwei Menschen. Doch es ist mein Gehirn, was genau nach diesem Satz gesucht hat. In dem Moment wacht es auf und wird aktiv.

Die letzten drei Jahre, seit dem ich mich wirklich intensiver mit dem Themen Trading und technische Analyse auseinandergesetzt habe, waren einer der produktivsten Jahre meines bisherigen Lebens.

Es passt sehr gut mit diesem Satz mir selber noch mal aufzuzeigen, was ich eigentlich in den letzten drei Jahren gemacht habe. Es läuft sofort ein Film mit Gedanken ab, wie ich mich entwickelt habe und was für neue Eigenschaften ich nun besitze. Im Verlauf der Zeit fällt es einem oft nicht auf. Die letzten drei Jahre, seit dem ich mich wirklich intensiver mit dem Themen Trading und technische Analyse auseinandergesetzt habe, waren einer der produktivsten Jahre meines bisherigen Lebens. Ich habe unheimlich viel gelernt. Nicht nur über Trading und technische Analyse, sondern vor allem über mich selbst. Ich habe viele Methoden entwickelt, um täglich an mir zu arbeiten und voranzukommen. Zudem habe ich gelernt, Ziele zu stellen, diese zu verfolgen und mir Vorstellungen davon zu entwickeln. Diese inneren Eigenschaften helfen mir dabei ein besserer und erfolgreicher Trader zu werden. Ich habe keinen Zweifel, dass ich das erreichen werde.

Ich denke nicht, dass man jedes Interessengebiet zwangsläufig zu einem Business ausbauen muss. Das hängt an jedem selber. Vielleicht hat man auch noch nicht das richtige Interessengebiet gefunden. Aber man sollte Interessen haben, die etwas produzieren. Es ist egal, was man tut, aber man muss etwas produktives tun. Dies bedeutet für mich, einen Output zu erzeugen und diesen auch mit anderen zu teilen. Das Teilen halte ich deshalb für wichtig, weil es anderen Menschen hilft und andere Menschen voranbringt. Nichts ist schlimmer, als wenn man alles weiß und tut, aber niemand davon profitiert. Es geht darum auch Werte für andere Menschen zu erzeugen.

Es ist wirklich nicht wichtig für was für ein Thema man sich interessiert, ob es Tanzen, Boxen oder Kanarienvögel ist, man muss nur einen Output damit erzeugen.

Es spielt keine Rolle, was man macht. Kochst du gerne? Dann koche! Koche für andere, berichte darüber, gebe Kochkurse, lade zum gemeinsamen Kochen ein … Interessierst du dich für neue Technologien? Erzähl es jedem, berate Menschen, arbeite mit diesen Technologien … Es ist wirklich nicht wichtig für was für ein Thema man sich interessiert, ob es Tanzen, Boxen oder Kanarienvögel ist, man muss nur einen Output damit erzeugen. So hat man nicht nur die Chance, Wissen zu teilen, sondern dringt auch tiefer darin vor. Seitdem ich z.B. mir zu jedem Buch was ich lese, Notizen mache, nehme ich das Gelesene viel intensiver war. Ich entwickele hieraus neue Ideen, z.B. für Blog-Beiträge. Das was ich in mir aufnehme, gebe ich somit wieder ab und nutze dieses produktiv. Wer weiß, vielleicht entwickelt sich hieraus über kurz oder lang auch ein Business …

Leider leben wir heutzutage in einer starken Konsumgesellschaft. Dies nicht, weil wir zwangsläufig so gerne konsumieren, sondern eher weil mit Konsum sehr viel Geld verdient wird. Ein Fernsehsender verdient Geld, wenn sein Fernsehprogramm auf die Konsumenten zuschneidet. Leider ist unser Gehirn so gemacht, dass es immer den einfachsten Weg sucht. Daher ist konsumieren energiesparender als etwas zu produzieren und das liebt unser Gehirn. Energiesparen ist gut, falls es nicht so viel Nahrung gibt. Genau aus diesem Grund konsumieren wir so gerne.

Schaust du gerne Filme? Es ist ganz einfach: Nehme dir einen Block, einen Stift und fang an zu schreiben.

Doch es gibt einen einfachen weg: „Stop consuming, start producing!“ Schaust du gerne Filme? Schreib Kritiken hierzu. Es ist ganz einfach: Nehme dir einen Block, einen Stift und fang an zu schreiben. Vielleicht erst nur für dich selbst und später für andere. Oder nur für dich selbst? Man kann auch sein eigenes Archiv führen und sich mit anderen darüber unterhalten. Doch, so geht es mir jedenfalls, es macht wesentlich mehr Spaß, wenn man einen Output zu seinem Konsum hat.

Natürlich ist man von Fehlschlägen nicht befreit. Auch wenn man sein Interesse nicht zu einem Business ausbaut, gibt es Fehlschläge oder man ist nicht motiviert genug. Doch mit der Zeit lernt man damit umzugehen. Auch ich habe hier viele Strategien für mich selber entworfen, wie man mit Fehlschlägen umgeht. Nimmt man z.B. das iPhone von Apple als Beispiel, sieht man, dass es drei Anläufe gekostet hat, bis das Gerät ein Erfolg wurde. Die ganzen unbekannten Entwürfe gar nicht mitgezählt. Wenn man es tut, muss man mit Fehlschlägen rechnen. Doch man kann sicher sein, dass, wenn man ein Ziel hat, man auch irgendwann ankommt. Hat man kein Ziel, kann man auch nirgendwo ankommen! Und eines ist der größte Feind eines Produktiven: Die Zeit. Denn diese läuft sekündlich weiter … Genau deshalb: „Stop consuming, start producing!“

Foto: magnetbox

Gedanken: Die glücklichen Gewinner! Wer überlebt und wer stirbt?

Haben glückliche Gewinner Gemeinsamkeiten? Handelt es sich nicht um Glück, sondern um ein Erfolgsrezept?
Täglich wird man mit Glanz, Glamour und Erfolg umrieselt. Es hat sich eine ganze Branche um die Themen Erfolg und Leistung aufgebaut: Coachs, Bücher, Zeitschriften, Webinare, Seminare, Heilkräfte usw. Alle versuchen nur eins: Dir klar zu machen, dass du mit ihrer Hilfe erfolgreich sein kannst. Jeder kann ein Ronaldo, Müller, Rihanna, Steve Jobs oder wer auch immer sein. Du musst nur ein bestimmtes Seminar besuchen und fertig! Am besten musst du sogar nur an einer Casting-Show teilnehmen. Es ist nicht so, dass du dafür arbeiten musst – nein, du wirst ausgewählt.

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Jeden Tag blickt man über die Medien in die Gesichter der angeblich Erfolgreichen. Sind sie die glücklichen Überlebenden? Die „lucky survivor“? Das Phänomen der „Survivorship bias“ ist bekannt und man kann darüber nachlesen. Denkt man darüber nach, wird einem schnell klar: Hier ist etwas dran. Natürlich ist z.B. die Nationalelf eine Mannschaft aus „glücklichen Überlebenden“. Sie sind die einzigen Elf in Deutschland, die aus einer Masse von Millionen von Fußballern ausgewählt wurden, Fußball bei einem bestimmten Spiel der WM zu spielen. Sie sind die Überlebenden des Selektionsprozesses.

Dieses Phänomen gibt es in allen Bereichen und man konzentriert sich hierauf: Wirtschaft, Musik, Film, Kunst, Literatur usw. Es gibt nur einen an der Spitzer der Leser-Charts, es gibt nur eine Rihanna, es gibt nur einen Leonardo Di Caprio. Sie sind alle Gewinner in ihrer Branche und Überlebende aus einer großen Masse an Menschen. Nun stellt sich folgendes Paradoxon: Die Überlebenden reden, die schon toten schweigen! Ein Leonardo Di Caprio kann seine Lebensgeschichte erzählen und jeder hört zu. Oft scheinen die Biografien der Stars simpel und werden zudem von den Medien als eine „normale“ Karriere dargestellt. Ein wenig Arbeit, Schauspielschule, entdeckt werden, richtige Kontakte, einen Mentor … Doch diejenigen, die gescheitert sind, sprechen oft nicht und ihnen hört auch niemand zu. Sie sind vergessen und gleichzeitig nicht im Interesse der Medien.

Natürlich gilt dies auch für die Tradingbranche. Es ist kein Geheimnis, dass ca. 90% aller Trader scheitern! Das wird sicherlich in anderen Hochleistungsbranchen, wie z.B. dem Sport, nicht anders sein. Ansonsten gebe es noch viel mehr Konkurrenz in der Spitze. 10% sind diejenigen, die übrig bleiben. Die anderen wenden sich anderen Themen zu.

Nun muss man sich fragen: Sind die 10% wirklich „glückliche Überlebende“? Dies impliziert, dass wir es mit Zufall zu tun haben. Es kann sein, dass innerhalb von 100 Stichproben ein paar zufällige Gewinner sind. Doch ca. 10% wären sicherlich zu viel. Auch kommt es darauf nicht an. Es ist die Frage, wie sich diese 10% von den restlichen 90% unterscheiden. Was haben sie für Gemeinsamkeiten? Kann man Methoden, Verhalten und Eigenschaften erkennen, die diese Menschen gemeinsam haben und woraus man ableiten kann, dass es ein Mittel für Erfolg gibt?

In diesem Zuge finde ich einen Gedanken interessant, den ich bei Michael Covels Podcasts aufgeschnappt habe. Trendfolger haben untereinander eine Korrelation. D.h. sie verdienen oft zur gleichen Zeit Geld und verlieren auch zur gleichen Zeit Geld. Dies bedeutet, dass sie Gemeinsamkeiten haben und dies bedeutet, dass sich diese Gemeinsamkeiten auch erlernen und übertragen lassen. Wenn es Gemeinsamkeiten innerhalb einer Gruppe gibt, ist die Chance gegeben, dass es sich um ein lernbares und nicht zufälliges Verhalten handelt. Ähnlich dem, dass Menschen zum Beispiel gut in Mathematik sind und eine bestimmte Aufgabe lösen können. Die Menge ist sicherlich nicht groß, aber es wird unter diesen Menschen Gemeinsamkeiten geben, z.B. das sie zur Schule gegangen sind und ein Abitur haben. Dies bedeutet, dass es lernbar ist, mathematische Aufgaben zu lösen.

Die Frage, die sich in Anbetracht des möglichen lernbaren Erfolgs von Trendfolge stellt, ist: Was ist mit dem Rest? Wahrscheinlich gibt es auch andere Gruppen, die Gemeinsamkeiten aufweisen. Aber dennoch ist die Wahrscheinlichkeit mit einer anderen Methode erfolgreich zu sein, geringer. Vielleicht ist der Rest tatsächlich die Art von Zufall oder „lucky survivor“? Der Einzelne wird aber nur so lange „lucky survivor“ sein, bis er nicht mehr erfolgreich ist oder aufgibt. Dann ist er aus dem Blickfeld verschwunden und gehört zu den restlichen 90%, auf die niemand achtet.

Ich finde das Gedankenspiel interessant und auch wichtig, dass man sich diese Tatsache regelmäßig ins Gedächtnis ruft. Wenn 90% der Masse auf der Strecke bleibt, warum soll ich ausgerechnet überbleiben? Was mache ich anders und was habe ich mit den 10% gemeinsam? Wo sind meine Stärken und was muss ich tun, um weiterhin Jahr für Jahr zu den 10% zu gehören? Die Geheimnisse des Erfolgs sind in der Welt zugänglich: Über das Internet, die Bibliothek, Fernsehen und Youtube. Man muss sich nur anschauen, was die 10% machen und immer versuchen diesem näher zu kommen. Aber natürlich sei auch ein Wermutstropfen anzubringen: Unter den 10% gibt es genauso schwarze Schafe wie unter den 90%. Nicht jeder der erfolgreich aussieht ist es auch. Hier hilft nur ein genaueres Studium des Erfolgs.

Foto: kaibara87

Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein - Buddha

Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein – Buddha

Dieses Zitat habe ich gestern aus dem Video „Thing Big: Über die fundamentalen Regeln des Erfolgs“ mitgenommen. Das Video findet ihr natürlich auch in meinem Youtube Kanal.

Mit dem Thema Unterbewusstsein und Steuerung des Denkens durch dieses, habe ich mich bereits ein wenig befasst. Auch die Bücher von Napoleon Hill „Denke nach und werde reich“ und „Erfolg durch positives Denken“ sind diesem Thema gewidmet. Doch das Zitat von Buddha hat es in sich: Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein. Es hat mir noch mal die Augen geöffnet, wie wichtig es ist, nicht nur ein Ziel vor Augen zu haben, sondern eine konkrete Ausgestaltung des Ziels. Man muss eine Vision vom Ziel entwickeln und diese bereits heute leben … Mehr lesen

Traden lernen ist harte inhaltliche Arbeit …

Viele unterschätzen oder ignorieren den Zeitaufwand, den eine Vertiefung in ein Thema kostet …
An diesem Morgen dachte ich ein wenig darüber nach, wo der Unterschied liegt, dass einige Trader, scheinbar auch nach einigen Jahren, den Dreh nicht herausbekommen, Trading zu verstehen. Ich möchte hiermit nicht sagen, dass ich es bis ins Detail verstanden habe, aber ich denke, dass ich einen Punkte gefunden habe, der einen Unterschied macht. Wie schon im Artikel „Trading: “Trade Like a Scientist” von Dr. Brett Steenbarger und warum Lesen so wichtig ist …“ beschrieben, halte ich es für sehr wichtig, tief in ein Thema hineinzugehen, um es zu verinnerlichen.

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Um ein Thema vollends zu verstehen und anzuwenden, muss ich mich tiefergehend damit beschäftigen und auch Nebengebiete bearbeiten. Es reicht leider nicht aus, wenn man sich z.B. als Psychologe nur auf ein Spezialgebiet spezialisiert, aber keine Ahnung von allgemeinen Grundlagen der Medizin oder der Neurowissenschaft hat.

So verhält es sich auch bei Trading. Der Anfänger, wie ich auch, findet Trading faszinierend und ist geblendet von den Möglichkeiten. Allerdings weiß er wahrscheinlich nichts von den wirklichen Möglichkeiten des Tradings (Stichwort: Kapitalverwaltung und dessen Verdienste), sondern konzentriert sich darauf, möglichst schnell reich und unabhängig zu werden. Am Anfang wandern ein paar Bücher über technische Analyse ins Regal, werden schnell gelesen und vielleicht noch einige Webinare und Seminare besucht. Doch leider, so meine Meinung, verhält es sich, wie in der Schule: Der Lehrer kann dir nur Grundlagen vermitteln. Die Vertiefung musst du selber erfahren. Traden lernen ist harte Arbeit, die einen erheblichen Zeitaufwand beinhaltet! Trading ist keine Nebensache oder Hobby …

Das ist auch schon genau der Kern des Problems. An dieser Stelle geben viele auf und konzentrieren sich auf die reine Technik. Sie schrecken zurück vor dem enormen Arbeitsaufwand, den es kostet, sich in ein Thema zu vertiefen oder ignorieren dies völlig. Doch meiner Meinung nach wird man damit nicht weit kommen. Das bestätigen auch meine persönlichen Erfahrungen. Traden lernen kosten Zeit! Es ist wie in der realen Welt: Der Operationsassistent stellt die Technik bereit, der Arzt darf die einfachen Operationen machen, aber der Chefarzt macht die Premium-Operationen. Warum ist das so? Dem einfachen Arzt fehlt es an Wissen und Erfahrung – an Vertiefung. Ich kenne mich persönlich nicht mit Medizin aus, aber diese Analogie soll verdeutlichen, warum es mir geht.

Meine Beobachtungen zeigen: Wenn du Preisverläufe verstehen willst, muss du verstehen, was Preise treibt. Du musst dies verstehen, damit du ein Handelssystem entwickeln kannst, was diese Preisverläufe sucht und handelst. Du musst die Vertiefung haben, damit du daran glaubst und daraus Kraft für das langfristige Handeln ziehen kannst. Dazu gehört es meiner Meinung auch, um das Thema herum zu lesen. Neben vielleicht ein wenig Geschichte (z.B. über Preisblasen, technische Analyse oder Geschichte der Börse) gehören vor allen Bücher aus der Psychologie, Erfolgslehre und auch Motivation dazu. Vielleicht auch Themen wie Systemtheorie oder die Erforschung von komplexen Systemen. Bei letzterem bin ich mir selber jedoch noch unsicher, da ich hier zu wenig Erfahrung habe …

Betrachtet man erfolgreiche Trader, egal aus welcher Überzeugungsrichtung, die viele Jahre Erfahrung haben, merkt man, dass diese viele fundamentale Überzeugungen haben. Diese beziehen sich nicht nur darauf, dass sie seit z.B. 30 Jahren beobachten, dass immer zu x-Prozent eine SKS-Formation erfolgreich ist oder nicht. Sie haben grundlegende Überzeugungen, wie Preise funktionieren und sich Kurse, sowie Menschen verhalten. Genauso kennen sie sich damit aus, was sie erfolgreich man und welche psychologischen Komponenten eine Rolle spielen. Das kann man nur wissen, wenn man sich tief mit dem Thema beschäftigt. Ansonsten kratzt man nur an der Oberfläche.

Bitte versteht mich nicht falsch: Es geht nicht darum, hieraus sein handeln abzuleiten. Man kann ein absolut mechanischer Trader sein, auch wenn man die Hintergründe versteht. Es geht vielmehr darum, die Hintergründe zu kennen, um daraus zu lernen und erfolgreicher zu werden. Denn was ich nicht weiß, kann ich nicht bewusst wahrnehmen und auch nicht bewusst steuern.

Foto: katiew


Spannende und empfehlenswerte Bücher zum Thema

Es gibt kein direktes Buch zum Thema Donchian Kanal. Daher kann ich hier nur allgemeine Bücher empfehlen, die ich für lesenswert halte.

Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen Trend Following. Wie erfolgreiche Trader in Hausse und Baisse Millionen machen
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Michael Covel
"Für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich lese es noch oft und es ist das fundamentale Werk zum Thema Trendfolge!"
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Magier der Märkte: Interviews mit Top-Tradern der Finanzwelt Magier der Märkte: Interviews mit Top-Tradern der Finanzwelt
Meine Bewertung: starstarstarstarstar
von Jack D. Schwager
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Hier gibt einen ausführlicheren Artikel zum Buch Magier der Märkte.
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Clever Traden mit System Clever traden mit System: Erfolgreich an der Börse mit Money Management und Risikokontrolle
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„You can’t take the same actions as everyone else and expect to outperform,“ Howard Marks, Oaktree Capital

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Heute morgen in der U-Bahn las ich einen interessanten Artikel von Brett Steenbarger „Succeeding by Failing: The Art of Messing Up“ und dort begegnete mir das obige Zitat. Ich finde den Gedanken sehr spannend: Du kannst nicht erwarten eine außergewöhnliche Leistung zu erbringen, wenn du dasselbe machst, wie alle. Ein sehr schönes Zitat, was sich auch auf das Trading übertragen lässt. Wenn du dich wie die Masse verhältst, wirst du am Ende keine außergewöhnlichen Ergebnisse erzielen. Sehr gut!

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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