Bärenmarkt

5 Tipps für einen Bärenmarkt

Die meisten Trader beginnen mit dem Trading, wenn in den Märkten starke Aufwärtstrends herrschen. Sie werden von Situationen angezogen, in denen sich scheinbar mühelos Geld verdienen lässt. Oftmals halten diese Aufwärtstrends mehrere Jahre, bevor sich der Zustand ändert.

Spätestens wenn die Märkte volatiler werden, merken die verwöhnten Trader, dass die Stimmung sich geändert hat. Die Trading-Methoden, die man verwendet hat, wollen nicht mehr so richtig funktionieren. Oftmals entwickeln beginnende Trader in starken Aufwärtstrends kein vollständiges Trading-Konzept, sondern kaufen … Mehr lesen

Russell 2000 im Wochenchart

Trading: 6 Märkte in der Analyse. DAX, NASDAQ, S&P 500, Russell 2000, Stoxx600, FTSE Allshare

Viele Aktienmärkte haben neue Abwärtstrends begonnen und damit wochenlange Seitwärtsranges aufgelöst.
Letzte Woche war endlich der Tag, auf den ich schon so lange gewartet habe! Die Aktienmärkte haben sich vorerst für eine neue Richtung entschieden. Das Jahr 2014 war bisher relativ trendlos verlaufen. Einige engere Indizes haben neue Höchststände und klare Aufwärtstrends gezeigt, jedoch de breite Masse der Aktien ist gefallen oder seitwärts gelaufen.

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Jetzt kann man natürlich sagen „Dann hätte man halt andere Aktien zum Traden auswählen müssen!“, doch so läuft das Spiel leider nicht. In der Nachbetrachtung ist es immer einfach zu sagen, was funktioniert hätte und was nicht. Doch Trading ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten. Wenn also die Masse der Aktien sich seitwärts bewegt oder fällt, stehen meine Chancen relativ schlecht, einen Gewinner aus der Masse herauszuziehen. Hier hilft also nur an der Seite zu stehen und auf eine klare Richtung der breiten Masse zu warten. Dies ist auch ein Punkt, an dem ich noch arbeiten muss. Ein gutes Risikomanagement schützt aber vor großen Verlusten.

6 Märkte in der Analyse

Hier einmal 6 Aktienmärkte in der Analyse. Die Betrachtung bezieht sich immer auf den Wochenchart. Ich versuche so objektiv wie möglich zu sein. Kursziele oder zukünftiges Verhalten kann ich nicht bestimmen, da ich leider nicht in die Zukunft schauen kann. Es kann stark abwärts gehen, weiter seitwärts, es kann ein Fehlausbruch sein oder ein Crash. Wer weiß das schon?

  • DAX: Seit Anfang 2014 ist Pause im DAX. Die 10.000 Punkte Marke wurde noch erreicht, jedoch seit dem folgten schnelle und stärkere Abwärtsschübe. Die große Seitwärtsrange und Volatilität ließen keine Trendfolge-Trades zu. Nun wurde diese Seitwärtsphase nach unten verlassen. Der Wochenverlauf zeigt, dass am Tief geschlossen wurde. Damit liegt ein Wochenschluss unterhalb der Range vor. Chart-Techniker könnten hier noch eine SKS-Formation sehen. Das Muster spielt aber keine Rolle. Fakt und wichtigstes Kriterium ist: Neues 20 Wochentief und Range nach unten verlassen. Somit ist die Richtung für diesen Markt für mich: Abwärts. Weiterer interessanter Artikel zum DAX: Trading: Small Caps deutlich schwächer. DAX und SDAX im Vergleich.
  • NASDAQ (Composite): Ein sehr starker Markt in 2013 und auch 2014. Neue Hochs wurde mühelos erreicht, auch 2014 ging es nach einer kleinen Pause weiter aufwärts. Doch mit dem Nachgeben der anderen Märkte zieht es auch den NASDAQ nach unten. Das vorherige Hoch, welches als Unterstützung hielt, wurde nun durchbrochen. Dennoch liegt noch kein neues 20 Wochentief vor. Da jedoch das letzte Verlaufstief gebrochen wurde, ist der Markt auch erst mal vorsichtig abwärts zu sehen.
  • S&P 500 (abgebildet durch den ETF $SPY): Ich habe hier bewusst den ETF genommen, um einmal das Volumen mit abzubilden. Der S&P 500 hat ebenfalls noch keine neuen 20 Wochentiefs erreicht, aber der Aufwärtstrend wurde auf Wochenschlussbasis verletzt. Dennoch hält erst einmal die Unterstützung. Das Volumen im SPY zog aber deutlich an und nahm zu. Dies könnte ein Indiz für Verkäufe sein. Lass dich aber vom Volumen nicht täuschen. Volumen in solch einem hochliquiden ETF hat meiner Erfahrung nach nur eine geringere Aussagekraft, da es von so vielen Faktoren beeinfluss wird.
  • Russel 2000 (abgebildet durch den ETF $IWM): Ein Markt, auf den ich verstärkt achte. Der Russell 2000 bildet die Small-Caps in den USA ab. Da der Index sehr breit ist (er umfasst 2000 Aktien), zeigt er ein besseres Bild als die Large-Cap Indizes Dow Jones 30 oder S&P 500 (mehr zu der Thematik hier). Der Russell bildete eine große Seitwärtsrange aus, die nun auch auf Wochenschlussbasis nach unten verlassen wurde. Der Aufwärtstrend ist damit erst einmal erledigt. Ebenfalls interessant ist das erhöhte Volumen im ETF, welches sich auch schon in der Seitwärtsrange gezeigt hat. Diesen Markt kann man aufgrund des neuen 20 Wochentiefs und des Bruchs der Seitwärtsrange definitiv als abwärts einstufen.
  • Stoxx 600: Dieser Index umfasst 600 Aktien quer durch Europa und zeigt somit ganz gut die allgemeine europäische Lage. Viel gibt es zu diesem Index nicht zu sagen. Der Aufwärtstrend verlief volatil und die Volaitlität nahm sogar noch zu. Nun erreicht der Index ein neues 20 Wochentief und ist damit als abwärts einzustufen.
  • FTSE Allshare: Dies ist der bereite britische Index. Für mich bietet dieser Index das interessanteste Bild von allen. Es zeigt sich eine Seitwärtsrange, die bereits im Oktober letzten Jahres begonnen hat. Der britische Small-Cap Index FTSE AIM Allshare dagegen war noch im Aufwärtstrend und drehte erst im April diesen Jahres. Seit dem hat dieser bereits über 20% verloren. Beim FTSE Allshare war lange Zeit nicht klar, ob er nach oben oder unten ausbrechen würde. Nun haben die Märkte entschieden und es zeigt sich ein klares Signal: Abwärts.

Ich betrachte täglich und wöchentlich die meisten Aktienmärkte und ordne sie nach ihrem Verhalten her ein: Aufwärts, abwärts oder neutral. Dies hilft mir eine Bias in meinem Trading zu bestimmen, um in die Richtung der größten Wahrscheinlichkeit zu handeln. Nachrichten, fundamentale Daten oder eine Meinung betrachte ich nicht. Für mich zählt alleine nur, was der Preis macht. Wenn er abwärts zeigt, wird sich die Masse der Marktteilnehmer entschieden haben zu verkaufen. Meine eigene bescheidene Meinung zu einem Preis spielt da keine Rolle.

Der Donchian Kanal hilft mir dabei, die Märkte objektiver zu betrachten und die Richtung festzulegen. Niemand kann sagen, wohin die Reise gehen wird. Die Märkte können von einem auf den anderen Moment ihre Richtung neu festlegen. Das Einzige, was man bestimmt sagen kann ist, dass der Preis sich aufwärts, abwärts oder seitwärts bewegt. Für alle diese drei Richtungen muss man eine Strategie haben. Eine Strategie kann es auch sein, keine Trading-Position einzunehmen und auf ein klareres Bild zu warten. Das gleiche gilt, wenn man sich beim Short-Trading (s. Artikel „Trading: Short oder Long?„) nicht wohl fühlt.

 

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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