Silber im Tageschart

Trading: Silber setzt Abwärtstrend fort

Große Trends beginnen oft, wenn mehrmonatige Unterstützungen gebrochen werden.
Über 700% ist Silber seit Januar 2003 gestiegen und danach wieder in sich zusammengesackt. Es ist mal wieder eines der schönen Beispiele, dass Buy&Hold keine Strategie für den Ausstieg hat. Ich kann mich noch gut an Diskussionen über den Silberpreis im Jahre 2012 erinnern, wo Bekannte mich fragten, ob sie nun Silber kaufen sollten. Sie gingen davon aus, der Preis würde ja aufgrund der „Krise“ weiter steigen. Doch seit dem Hoch bei ~$50 hat der Preis bereit über die Hälfte verloren und verliert weiter. Dies zeigt mir, dass nur jemand an der Börse gewinnen kann, der auch weiß, wann er wieder verkaufen muss. Eine Strategie mit Regeln für Kauf, Verkauf, Positionsgröße, Anzahl der Positionen usw. ist also Grundlage für den Tradingerfolg. Jeder, der Werte im Monatschart betrachtet, sollte dies sofort erkennen können …

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Silber in der Analyse

Monatschart

  • Seit 2003 hat der Silberpreis über 700% zugelegt und ist danach volatil in sich zusammengesackt.
  • Gut zu sehen sind die Preiskonsolidierungen 2012 und 2013, sowie 2013-2014.
  • Der Chart zeigt aber auch, dass es einige starke Aufwärtsmonate gab, von denen sich mit kurzfristigen Strategien profitieren lässt.
  • Im Monatschart ist aber übergeordnet ein Abwärtstrend erkennbar. Wann der Preis wieder zum stehen kommt, kann nicht vorhergesehen werden.

Wochenchart

  • Ebenfalls ein klarer Abwärtstrend. Die Verlaufshochs sind fallen. Dies zeigt, dass Verkäufer bereit sind bei tieferen Kursen zu verkaufen und sich das Marktgleichgewicht entsprechend verschiebt.
  • Sehr gut ausgeprägt ist die Unterstützung im Bereich $18,44, welche nun schon seit über einem Jahr hält. Innerhalb der Konsolidierung kommt es zu tieferen Hochs, was wiederum die Schwäche der Käufer und stärke der Verkäufer zeigt.
  • Im Wochenchart zeigt sich somit ein sehr gutes Setup, um bei einem Bruch der Unterstützung Silber zu verkaufen, also eine Short-Position aufzubauen. Die Konsolidierung weißt eine sehr geringe Volatilität auf.

Tageschart

  • Man sieht, dass Silber über das kleine Doppeltief im Juni ausgebrochen war, jedoch später zurückfiel. Dies zeigt, dass sich keine Unterstützung herausbilden konnte, sondern die Verkäufe fortgesetzt wurden.
  • Am Donnerstag bzw. Freitag brach Silber dann deutlich das Juni 2013 Tief und schloss mit -3,63%.
  • Beim Bruch der Unterstützung hätte man eine Short-Position aufbauen können, jedoch ist der Trend im Tageschart bereits fortgeschritten. Ich warte hier lieber auf eine Konsolidierung. Das CRV ist hier schlechter und die Volatilität höher.

Hätte man sofort eine Position aufbauen sollen? Dies hängt von der eigenen Strategie ab. Der Trend im Tageschart ist bereits weiter fortgeschritten und somit droht die Gefahr einer Konsolidierung oder Rücksetzer im Trend. Ich warte lieber, bis sich eine Konsolidierung herausgebildet hat und der Trend danach wieder aufgenommen wird. Sicherlich droht hier die Gefahr, den gesamten Trend zu verpassen. Jedoch ist bei einem fortgeschrittenem Trend das Chance-Risiko-Verhältnis schlechter. Durch die erhöhte Volatilität ist die Positionsgröße, berechnet mit der Average True Range, schlechter. Ich präferiere eher neue, frische Trends.

Das Setup hätte man jedoch auf einer höheren Zeitebene im Wochenchart handeln können. Hier war die Volatilität geringer und die Range „enger“.

 

Gedanke: Ist mein GIROKONTO sicher?

Provokante und zugleich nicht unwichtige Frage … Im Zuge der aktuellen Situation auf dem Bankenmarkt sollte man sich die Frage stellen. Das GAU-Szenario, nämlich ein Zusammenbruch einer großen Bank würde mit Sicherheit die anderen Banken schwer belasten. Es ist unsicher, in wie weit die Einlagensicherungsfonds ausreichen würden (die Staaten sind bereits Pleite und können kaum helfen). Zudem würde über Wochen Panik herrschen, Bank-Runs stattfinden und die Banken würden ihre Tore verriegeln. Somit käme man nicht mehr an sein Girokonto und auch nicht an seine Sparbücher.

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Was würde helfen?

  • Vielleicht ein Konto bei einer Genossenschaftsbank? Hamburger Volksbank gibt immerhin an, die neu geforderte Eigenkapitalregel bereits zu 50% zu überfüllen. Es ist aber auch hier fraglich, wie lange eine Genossenschaftsbank, die trotz allem konservativem Risikomanagements mit anderen Banken und dem Kapitalmarkt verbunden ist, existiert, wenn es zum Kollaps des Finanzsystems käme. Außerdem weiß niemand was die so alles in ihren Bilanzen haben 😉
  • Vielleicht Geld im Ausland? Ja, aber das muss ja auch auf einem Konto gelagert werden. Comdirect bietet z.B. ein sog. „Währungsanlagekonto“ an. Immerhin wäre dies schon mal vor dem Euro-Crash sicher (CHF und USD). So etwas lässt sich als Kunde schnell einrichten. Aber wehe der Staat verbietet Kapitalimporte/-exporte … Sicherer wäre hier auch nur Bargeld im Tresor. Zum wäre bei der Comdirect das Geld noch im Inland.
  • Vielleicht Gold? Mmmhhh … Gute Frage. Gold als was? Futures, Zertifikate? Nee … Das ist kein Gold, sondern ein Wertpapier, welches Gold als Preisindex nutzt. Gold wäre nur als physisches Gold in einem Schließfach sicher. Aber auch nur, wenn der Staat Gold nicht konfisziert. Selbst Fonds oder ETFs können zwar Gold physisch besitzen, müssten dann aber immer noch aufgelöst werden. Zudem weiß natürlich jeder Trader, dass Gold auch nur ein gehandelter Gegenstand ist, der einen Marktpreis hat. Und dieser könnte auch einbrechen. Gold also nur zum kurzfristigen Handel oder zum reellen Tausch geeignet.
  • Vielleicht ein Haus kaufen, da lässt sich ja ne Menge drin lagern? Jein. Häuser sind ebenfalls Handelsgegenstände und unterliegen dem Markpreis. Zudem sind die Immobilienpreise stark von den Zinsen und Mietpreisen abhängig. Nur als „Luxusobjekt“ zum selberverwohnen eignet sich das (oder zum Lagern).
  • Vielleicht ein privater Schatz im Garten vergraben? Das wäre doch etwas und ein toller Spaß für nachfolgende Generationen 🙂 Theoretisch wäre es sicher, wenn man dieses Versteck niemanden mitteilt und es auf einem Grundstück liegt, welches nicht zwangsenteignet werden kann. Zudem müsste man dort Dinge lagern, die auch nach einem Weltuntergang seinen Preis noch erhalten … Abhilfe bietet wieder ein Schließfach bei einer Bank. Der Inhalt gehört zumindest bis zur Pfändung oder Enteignung ihnen. Was sollte man einlagern? Hier sollte sich jeder ein eigenes Rezept überlegen. Was könnte nach einen Zusammenbruch gefragt sein? Das könnte von Medikamenten über Zigaretten (toller Artikel bei Managermagazin) bis hin zu Gold sein.
Was bleibt? Nur die Erkenntnis, dass wir in großem Maße abhängig von dem Funktionieren der Banken und verbundenen Institutionen sind. Hierunter können wir mit Sicherheit die Option wählen, die am wenigsten Schaden nehmen könnte. Aber das „könnte“ zeigt auch, dass es sich ebenfalls auch hier nun um eine Spekulation handelt. Denn wie wir alle wissen, hat jedes Objekt einen Wert und dieser wird von Menschen bestimmt. Ob es eine Aktie einer Bank, eine Anleihe es Staates in der Bilanz einer Bank oder das Gold in einer Bank ist. Letztendlich ist das am wichtigsten was man täglich benötigt. Letzter Gedanke: Haus mit großem Garten und ein paar Tiere.

Image(s): FreeDigitalPhotos.net

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