Trading-Setups Tipps & Tricks

Verblüffend: Mit diesem Trick bekämpfst du deine Unsicherheit bei einem Setup

Wie beginne ich einen neuen Trade? In der Regel sucht ein automatischer Screener in meiner Trading-Software (ProRealtime) die für mein Trading geeigneten Trading-Setups heraus. Diese unterziehe ich einem kurzen, visuellen Check und prüfe das Setup gegen die Trading-Checklist. Wenn alle Punkte erfüllt sind, dann schaue ich, ob ich den Wert als CFD bzw. Spreadbet handeln kann. Ist auch dies erfüllt, dann muss mir mein Risiko- und Money-Management nur noch erlauben, eine neue Position einzugehen … Mehr lesen

Trading-Setup ist nicht das Wichtigste in einem Trading-System

Trading-System: Wie wichtig ist das Trading-Setup?

Das Setup ist nicht das Entscheidende für den Erfolg einer Trading-Strategie.
Als ich begann mich mit Trading zu beschäftigen, habe ich einem Setup nach dem nächsten hinterhergejagt. Ich habe viele Bücher mit Setups gewälzt und die Frage nach dem perfekten Einstieg hat mich lange beschäftigt. Auch heute ertappe ich mich oft dabei, meine Einstiegskriterien zu hinterfragen und mit anderen Parametern zu backtesten. Es erscheint nur zu logisch, dass der Einstieg in einen Trade maßgeblich den Gewinn bestimmt, oder? Im der realen Wirtschaft hört man doch so oft: Im Einkauf liegt der Gewinn. Auch, wenn man Charts betrachtet, sieht man so oft den „perfekten“ Einstieg im Nachhinein. Eine E-Mail Diskussion mit einem Leser hat mir noch mal gezeigt, wie leicht man die Bestandteile eines Trading-Systems missverstehen kann.

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Was versteht man unter einem Trading-Setup? Ich verstehe darunter ein Regelwerk, welches bestimmt, wann ich einen Trade als potentiellen Tradingkandidaten betrachte. Es sind verschiedene quantitative, aber möglicherweise auch qualitative Regeln. Ein Beispiel:

  • Eine Aktie steht kurz vor einem neuen 20 Tage Hoch,
  • der EMA 5 liegt über dem EMA 20,
  • der langfristige Trend im Wochenchart weißt ein höheres Tief auf,
  • es gibt keine Fehlausbrüche zur Oberseite,
  • einen vorherigen Fehlausbruch zur Unterseite und
  • der S&P 500 befindet sich über seinem EMA 200.

Dieses Setup, welches nur als Beispiel dient und unvollständig ist, enthält sowohl quantitative (neues 20 Tage Hoch, EMA 5>EMA 20, S&P 500>EMA 200) als auch qualitative Kriterien (höheres Tief im Wochenchart, keine Fehlausbrüche zur Oberseite, Fehlausbruch zur Unterseite). Während quantitative Kriterien messbar sind und somit für einen Screener eingesetzt werden können, sind qualitative Kriterien subjektiv und müssen vom Trader selber visuell bestätigt werden. Hierin kann ein Vorteil als auch ein Nachteil liegen.

Am Ende entscheidet das Risiko- und Money-Management, ob mit einem System Geld verdient wird oder nicht

Es ist jedoch auch wichtig zu verstehen, dass ein Trading-Setup nur ein kleiner Teil eines Trading-Systems ist und leider ein sehr unwichtiger. Mehrere bekannte Tests, darunter auch einer von Tom Basso, haben bewiesen, dass selbst mit willkürlichen Einstiegen Geld verdient werden kann (s. z.B. http://www.automated-trading-system.com/trend-following-monkey-style/). Am Ende entscheidet nämlich das Risiko- und Money-Management, ob mit einem System Geld verdient wird oder nicht. Hierzu einige Beispiele:

  1. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man bei einem Trade alles verliert, weil man keinen Stop-Loss benutzt?
  2. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man alle gesammelten Profite wieder zurückgeben muss, weil man keine oder eine nicht passende Exit Strategie hat?
  3. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man nicht in der Lage ist, das Setup rechtzeitig zu einwandfrei zu identifizieren?
  4. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man nicht in der Lage ist, das System korrekt mit allen psychologischen Schwierigkeiten auszuführen?
  5. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man zu kleine oder zu große Positionen handelt und keine Gewinne erreicht oder nach wenigen Verlusten bankrott ist? Auch bei 90% Trefferquote ist eine Anzahl von mehreren Verlusten in Folge möglich. Es kommt nur auf die Stichprobengröße an. Je länger die Zeit läuft, desto wahrscheinlicher ist solch eine Situation.

Diese Liste könnte man noch weiterführen. Am Ende sind andere Dinge außerhalb des Setups bestimmend, ob man Geld verdient oder nicht. Wer erst einmal ein stabiles, robustes System gefunden hat und es ohne Probleme traden kann, der kann über Money-Management seine Ziele erreichen. Das Setup spielt dann nur noch eine untergeordnete Rolle. Warum sonst traden die erfolgreichsten Trader der Welt so simple Setups wie neue Hochs/Tiefs oder Kreuzen von gleitenden Durchschnitten?

Foto: Valerie Everett

 

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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