Trading-Tagebuch Analyse

So nutzt du dein Trading-Tagebuch richtig! 4 einfache Schritte.

Wie aktive Blog-Leser wissen, bin ich ein großer Fan eines Trading-Tagebuchs. Ich bin überzeugt davon, dass es jedem Trader hilft, große Schritte vorwärts zu machen. Hast du bereits ein Trading-Tagebuch eingerichtet und füllst es mit Leben? Gut, dann geht es noch einen Schritt weiter …

Sicherlich besteht dein Trading-Tagebuch aus einer Menge an verschiedenen Aufzeichnungen. Für jeden Tag sollte man folgende Elemente festhalten:

Deine Gedanken und Gefühle: Wie fühlst du dich an diesem Trading-Tag? Gab es etwas Besonderes?
Was ist dir gut gelungen und was nicht? Gab es Trades, die besonders gut liefen. Hast du dich an deine Regeln gehalten? Wo ist etwas nicht so gut gelaufen und wie kannst du es verbessern?
Screenshots von Trades und Trading-Situationen: Hast du von den wichtigen Ereignissen Screenshots gemacht und beigefügt? Gerade beim kurzfristigen Trading ist dies wichtig.
Neben den obigen Themen gehören auch dein aktuelles Risiko und das Verhalten deiner offenen Trading-Positionen in das Trading-Tagebuch. Doch was machst du mit all den Informationen? … Mehr lesen

Trading-Strategie für Anfänger

Trading für Anfänger: Auswahl einer geeigneten Trading-Strategie (Artikelserie)

Vielleicht hast du dich bereits mit Trading-Strategien beschäftigt und bemerkt, wie viele es gibt. Jeder Trader entwickelt im Laufe seiner Karriere seine eigene, an seine Persönlichkeit angepasste Strategie. Was das bedeutet, werde ich weiter unten ausführlicher behandeln.

Gibt es spezielle Trading-Strategien für Anfänger? Ich denke nicht. Als Anfänger hast du einfach noch nicht die Erfahrung, eine bestimmte Trading-Strategie zu beherrschen. Doch, dass kann man lernen. Natürlich gibt es Trading-Strategien, die komplizierter sind als andere. Doch am Ende entscheidest du selber, ob dir eine bestimmte Trading-Strategie liegt oder nicht … Mehr lesen

CFD Trading Leverage

Warum CFDs oder Hebelprodukte nutzen?

In der letzten Finanzkrise wurden Derivate, zu denen auch CFDs gehören, als „Massenvernichtungswaffen“ bezeichnet. Dies war und ist mehr Populismus als Wahrheit. Unter den Tradern werden Hebelprodukte (CFDs, Futures, Zertifikate usw.) schon lange genutzt. Trader, die gelernt haben, mit einem Hebel zu handeln, wissen, wozu man ihn wirklich nutzt.

Einsteiger im Bereich Trading denken zuerst an den Profit und dann an das Risiko. Im Laufe der Trading-Karriere wandelt sich jedoch der Blick. Man schaut zuerst auf das Risiko. Sicherlich ist der Handel mit einem Hebel mit mehr Risiko verbunden als ohne. Doch es liegt zuerst an der Risiko-Management-Strategie … Mehr lesen

Wir können nicht alles beeinflussen

Man muss unterscheiden: Was kann ich beeinfluss und was nicht. Letzteres sollte man ignorieren …
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Trader und Börseninteressierte beschäftigen sich gerne mit Dingen, die man nicht beeinflussen kann. In diesem Gebiet scheint eine fast magische Anziehungskraft zu liegen. Die Beschäftigung mit der Interpretation vergangener oder zukünftiger Ereignisse, sowie anderen Marktteilnehmern ist ein täuschend spannendes Feld. Dabei muss man sich innerlich damit abfinden, dass man sich nicht mit Dingen beschäftigt, die nicht im eigenen Einflussbereich liegen. Es ist Zeitverschwendung und zugleich frustrierend.

Zu den Dingen, die ich als Trader beeinflussen kann, zählt alles, was von mir aus geht und eine Auswirkung auf mein Trading hat, z.B. die Begrenzung des Risikos durch einen Stop-Loss, Gewinnmitnahme, Durchführung des eigenen Plans nach festen Regeln, Kalkulation des Trades usw. Dies sind alles Dinge, die ich mit meinem Handeln und Gedanken kontrollieren kann.

Im Gegensatz dazu stehen verschiedene Dinge, die ich nicht beeinflussen oder kontrollieren kann, z.B. den Ausgang eines Trades, die Redaktion des Marktes auf ein Ereignis, die nächste Kursbewegung, die vergangene Kursbewegung, Strategien eines anderen Marktteilnehmers u.v.m.

Wenn man sich ständig mit Dingen beschäftigt, die außerhalb des eigenen Kontrollbereichs liegen, läuft man Gefahr, dass man sich auf ein falsches Ziel fokussiert und zugleich seine eigene Gemütsverfassung unbewusst schädigt. Dinge, die außerhalb des eigenen Handlungsspielraum liegen, können unmöglich von einem selbst beeinflusst werden. Dies zeigt schon die Ausdrucksweise „außerhalb“. Man kann sich dieses bildlich im Kopf vorstellen.

Es ist nicht leicht dieses Verhalten zu lernen und die beiden Bereiche scharf von einander zu trennen und den einen völlig zu ignorieren. Man stellt sich damit gegen die Masse der Börsenteilnehmer, die sich genau mit dem beschäftigen, was sie nicht beeinflussen können. Doch als Trader möchte man nicht zu der Masse gehören, denn die Masse verliert, sondern genau zur Gegenseite. Man muss dieses Verhalten täglich üben und innerlich im Denken verankern. Ich bin überzeugt davon, dass dieses der Ausführung der eigenen Strategie und dem Erfolg dienlich ist.

Trading: Seinen Plan durchziehen

Braucht jeder Trader einen Plan? Natürlich! Trading sollte man nicht als Hobby betreiben, sondern als Geschäft. Ziel des Geschäfts ist es, einen Gewinn zu erwirtschaften und nicht, sich die Zeit zu vertreiben. Und zu einem Geschäft gehört auch ein Plan, da man ansonsten keine Ziele hat und ohne Ziele weiß man nicht, wohin man[…] Mehr lesen

Man kann dem Markt nichts aufzwingen

Trading: Man kann dem Markt nichts aufzwingen

Der Markt liefert einem nicht in jeder Situation die beste Qualität an Setups. Oft sollte man ihm lieber fernbleiben und auf bessere Zeiten warten …
Es gibt unter Tradern den bekannten Spruch, dass man nur das nehmen kann, was der Markt einem gibt. Gemeint ist hiermit, dass man dem Markt nichts aufzwingen, sondern nur die Signale annehmen und wahrnehmen kann, die der Markt einem präsentiert.

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Auf der Welt gibt es keinen Trader, der einen Markt auf Dauer beherrschen und in seine Richtung bewegen kann. Dies wäre auch nicht gerade vorteilhaft. Der Markt ist einfach nur da und bewegt sich ununterbrochen, egal, welche Aktionen man selbst ausführt oder Meinung zum Geschehen hat. Die einzige Chance ist, dass man sein Verhalten, Aktionen und Strategie an die Märkte anpasst.

Je nach Marktsituation präsentieren sich unterschiedlich viele Setups und in verschiedener Qualität.

Die Märkte sind dauerhaft in Bewegung. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass mit den einzelnen Bewegungen und Phasen, in denen sich die Märkte befinden, auch die Qualität der Setups zunehmen/abnehmen. Je nach Marktsituation (volatil, trendig, aufwärts, abwärts) präsentieren sich unterschiedlich viele Setups und in verschiedener Qualität. Diese Anzahl und Qualität der Setups sind Ausdruck des Marktverhaltens und eine Information, die man wahrnehmen sollte.

Jedes Mal, wenn die Märkte sich in einer Situation befinden, die nicht die Vorteile des eigenen Tradings widerspiegeln, ist man versucht trotzdem zu handeln. In dieser Situation nimmt man dann Setups in minderer Qualität war und wundert sich dann über den Ausgang. Es hilft jedoch nichts, wenn der Markt einem nur mindere Qualität gibt, kann man keine hohen Profite erwarten. Man muss so lange warten, bis die Setup-Qualität und -Quantität wieder zunimmt. Auch wenn dies bedeutet, dass man tage- oder wochenlang nicht an den Märkten handelt. Man muss nur einigen erfahrenen Tradern zuschauen und lernt schnell, dass diese sehr oft dem Markt fernbleiben.

Ich nutze Checklisten für meine Setups, auf denen alle Punkte detailliert erfüllt sein müssen.

Was kann einem hier helfen? Ich nutze Checklisten für meine Setups, auf denen alle Punkte detailliert erfüllt sein müssen. Es gibt nur sehr selten eine Ausnahme. Auch die Ausnahmefälle sind klar definiert. Daneben hilft es, die Anzahl der möglichen Kandidaten festzustellen. Mit einem Aktien-Screener geht dieses einfach, da die Anzahl an Kandidaten pro Scan-Vorgang angezeigt wird. Jeder Trader wird jedoch auch eine Art „Intuition“ für die Situation entwickeln. Mit der Zeit lernt man, wann die Qualität der Setups zunimmt oder abnimmt. Ein weiterer Indikator ist z.B. die Anzahl an fehlerhaften Trades: Wie viele Trades scheitern gleichzeitig und wie verhalten sich die Setups nach dem Ausbruch?

Es ist nicht möglich, dass man zu jeder Zeit traden kann. Selbst, wenn man mehrere unabhängige Strategien handelt, wird man dem Markt nicht seine Setups aufzwingen können. Der Markt tut, was er tun muss. Als Trader kann man teilnehmen oder nicht. Das interessiert den Markt nicht. Es ist lediglich wichtig, dass man weis, wann es sich lohnt Geld zu riskieren und wann nicht.

Foto: Wikipedia

 

Trading-System: Welche Vorteile bietet eine Automatisierung wirklich?

Ein Trader sollte in der Lage sein zu traden. Automatisierung muss einen Zweck erfüllten und nicht Probleme unterdrücken.
Diesen Traum hatte wahrscheinlich schon jeder Trader: Eine Strategie mit hohem Erwartungswert automatisiert in einer kleinen Zeiteinheit 24h, 7 Tage die Woche handeln lassen. Eine „Gelddruckmaschine“ also … Ist dies überhaupt möglich?

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Es wird immer wieder gesagt, dass Automatisierung die Emotionen aus dem Trading nimmt und man sich nicht um das Trading kümmern muss. Klingt auf den ersten Blick natürlich recht gut. Welcher Trader will denn schon emotional handeln und den ganzen Tag vor dem Bildschirm verbringen? Draußen in der Sonne ist es doch viel schöner. Doch das ist nur eine Seite des automatisierten Tradings. In einem Interview habe ich noch mal einige Gedanken aufgeschnappt, die ich hier verarbeiten möchte.

Themen, über die man beim automatisierten Handeln nachdenken sollte

Ich selber habe noch nie eine Strategie zu 100% automatisiert, dass gebe ich hier offen zu. Dennoch habe ich mir einige Gedanken gemacht, mich mit anderen Tradern ausgetauscht und auch viel darüber gelesen/gehört.

  • Man nimmt dem Trading keineswegs die Emotionen, man verlagert sie nur: Ein Programmierer drückt sein Trading in Codezeilen aus. Hier werden genauso eigene psychologische Merkmale einprogrammiert, wie beim diskretionären Trading. Vor allem die nachträgliche Code-Veränderung aufgrund der eigenen Reaktionen auf das Trading stellen eine große Gefahr dar.
  • Ist man wirklich der Typ dafür? Menschen vertrauen Maschinen nicht sofort und es gibt Menschen die ihnen gar nicht vertrauen. Ist man wirklich der Typ dafür, Trading-Entscheidungen einer Maschine zu überlassen und die Kontrolle voll aus der Hand zu geben? Kann man damit Bestleistung erreichen?
  • Programme sind nur so gut wie ihre Programmierer: Ein Programm ist nicht allwissend und nur so gut, wie man es programmiert hat. Was ein Programmierer nicht weiß oder noch nicht analysiert hat, kann nicht in den Code einfließen. Selbstüberschätzung oder Überschätzung der Automatisierung sind eine Gefahr.
  • Automatisierung muss einen Zweck erfüllen und nicht Probleme unterdrücken: Ein Trader darf nicht automatisieren, nur um nicht Traden zu müssen. Er sollte in der Lage sein das System auch fehlerfrei ohne Automatisierung zu handeln (wie ein Pilot auch ein Flugzeug fliegen kann). Wer nicht traden kann oder will, der sollte auch nicht automatisieren. Die eigenen Probleme im Trading werden irgendwann auch bei der Automatisierung wieder durch kommen.
  • Auch automatisiertes Trading ist ein harter Job: In der Sonne liegen und das Programm für sich arbeiten lassen kann man trotzdem nicht. Systeme wollen überwacht, gepflegt, ausgewertet und verbessert werden. Wer einmal ein Rechenzentrumsbetrieb gesehen hat, der weiß, warum dort so viele Menschen arbeiten.
  • Backtesting ist ein großes Wissensgebiet: Genauso wie diskretionäre Tradingstrategien ein großes Wissensgebiet sind, ist es der automatisierte Handel auch. Gerade das Thema Backtesting ist nicht leicht zu durchdringen und man muss viel neues Lernen, um wirklich erfolgreich Backtests zu absolvieren. Ansonsten läuft man Gefahr, dass man sich selber täuscht.
  • Hohe Kosten für qualitative Software und vor allem Daten: Kosten sind zwar kein gutes Argument, um etwas erfolgsversprechendes nicht zu tun, aber gerade bei der Entwicklung der Automatisierung kommen große Kosten auf einen zu. Software muss gekauft werden, ein Datenfeed mit qualitativen Daten (!) muss beschafft werden und evtl. benötigt man historische Spezialdaten, um einen guten Backtest zu absolvieren.
  • Menschen können zwischen den Zeilen lesen, Maschinen nicht: Dies ist sicherlich ein zweigleisiges Schwert, aber der Mensch kann aus Erfahrungen lernen und intuitiv handeln. Die Maschine kann dies zumindest heute noch nicht und es ist fragwürdig wie gut dieses in zukünftig sein wird. Genauso wie ein Pilot ein schwieriges Landemanöver übernimmt, kann ein Trader viel besser auf veränderte Bedingungen reagieren. Ein automatisiertes Programm kann nur das exakt ausführen, wofür es programmiert ist. Eine Bedingung ist entweder wahr oder falsch, ein bisschen wahr oder falsch gibt es nicht.

Es gibt natürlich viele weitere Argument für oder dagegen. Ich finde vor allem einen Punkt interessant: „Automatisierung muss einen Zweck erfüllen und nicht Probleme unterdrücken“. Hierüber hatte ich auch bis heute nicht nachgedacht.  Wenn man nicht in der Lage ist, eine Strategie auch manuell auszuführen und Entscheidungen zu treffen, wird man früher oder später diese Probleme in die automatisierte Strategie bringen. Es fängt wahrscheinlich damit an, dass man sich mit Strategie unwohl fühlt, sie verändert und damit sabotiert.

Jeder Trader hat anfänglich den Traum, viel Geld in kurzer Zeit zu verdienen und die für wenig Geld erhältlichen Super EAs glänzen mit großartigen Zahlen. Doch ein einfacher Gedanke entlarvt dieses falsche Versprechen der tausend Prozent jährlich: Wenn es so einfach wäre, dann wären wir schon alle enorm reich …

 

Trading-System: Wie wichtig ist das Trading-Setup?

Das Setup ist nicht das Entscheidende für den Erfolg einer Trading-Strategie.
Als ich begann mich mit Trading zu beschäftigen, habe ich einem Setup nach dem nächsten hinterhergejagt. Ich habe viele Bücher mit Setups gewälzt und die Frage nach dem perfekten Einstieg hat mich lange beschäftigt. Auch heute ertappe ich mich oft dabei, meine Einstiegskriterien zu hinterfragen und mit anderen Parametern zu backtesten. Es erscheint nur zu logisch, dass der Einstieg in einen Trade maßgeblich den Gewinn bestimmt, oder? Im der realen Wirtschaft hört man doch so oft: Im Einkauf liegt der Gewinn. Auch, wenn man Charts betrachtet, sieht man so oft den „perfekten“ Einstieg im Nachhinein. Eine E-Mail Diskussion mit einem Leser hat mir noch mal gezeigt, wie leicht man die Bestandteile eines Trading-Systems missverstehen kann.

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Was versteht man unter einem Trading-Setup? Ich verstehe darunter ein Regelwerk, welches bestimmt, wann ich einen Trade als potentiellen Tradingkandidaten betrachte. Es sind verschiedene quantitative, aber möglicherweise auch qualitative Regeln. Ein Beispiel:

  • Eine Aktie steht kurz vor einem neuen 20 Tage Hoch,
  • der EMA 5 liegt über dem EMA 20,
  • der langfristige Trend im Wochenchart weißt ein höheres Tief auf,
  • es gibt keine Fehlausbrüche zur Oberseite,
  • einen vorherigen Fehlausbruch zur Unterseite und
  • der S&P 500 befindet sich über seinem EMA 200.

Dieses Setup, welches nur als Beispiel dient und unvollständig ist, enthält sowohl quantitative (neues 20 Tage Hoch, EMA 5>EMA 20, S&P 500>EMA 200) als auch qualitative Kriterien (höheres Tief im Wochenchart, keine Fehlausbrüche zur Oberseite, Fehlausbruch zur Unterseite). Während quantitative Kriterien messbar sind und somit für einen Screener eingesetzt werden können, sind qualitative Kriterien subjektiv und müssen vom Trader selber visuell bestätigt werden. Hierin kann ein Vorteil als auch ein Nachteil liegen.

Am Ende entscheidet das Risiko- und Money-Management, ob mit einem System Geld verdient wird oder nicht

Es ist jedoch auch wichtig zu verstehen, dass ein Trading-Setup nur ein kleiner Teil eines Trading-Systems ist und leider ein sehr unwichtiger. Mehrere bekannte Tests, darunter auch einer von Tom Basso, haben bewiesen, dass selbst mit willkürlichen Einstiegen Geld verdient werden kann (s. z.B. http://www.automated-trading-system.com/trend-following-monkey-style/). Am Ende entscheidet nämlich das Risiko- und Money-Management, ob mit einem System Geld verdient wird oder nicht. Hierzu einige Beispiele:

  1. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man bei einem Trade alles verliert, weil man keinen Stop-Loss benutzt?
  2. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man alle gesammelten Profite wieder zurückgeben muss, weil man keine oder eine nicht passende Exit Strategie hat?
  3. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man nicht in der Lage ist, das Setup rechtzeitig zu einwandfrei zu identifizieren?
  4. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man nicht in der Lage ist, das System korrekt mit allen psychologischen Schwierigkeiten auszuführen?
  5. Was nützt einem ein Setup mit 90% Trefferquote, wenn man zu kleine oder zu große Positionen handelt und keine Gewinne erreicht oder nach wenigen Verlusten bankrott ist? Auch bei 90% Trefferquote ist eine Anzahl von mehreren Verlusten in Folge möglich. Es kommt nur auf die Stichprobengröße an. Je länger die Zeit läuft, desto wahrscheinlicher ist solch eine Situation.

Diese Liste könnte man noch weiterführen. Am Ende sind andere Dinge außerhalb des Setups bestimmend, ob man Geld verdient oder nicht. Wer erst einmal ein stabiles, robustes System gefunden hat und es ohne Probleme traden kann, der kann über Money-Management seine Ziele erreichen. Das Setup spielt dann nur noch eine untergeordnete Rolle. Warum sonst traden die erfolgreichsten Trader der Welt so simple Setups wie neue Hochs/Tiefs oder Kreuzen von gleitenden Durchschnitten?

 

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