Trading: Täglich 1000sende Chancen … Was tun?

Die Zukunft lässt sich nicht vorausahnen. Ob man x oder y handelt ist eigentlich egal, aber …
Jeder, der mehr als eine feste Anzahl von Werten handelt, kennt das Problem: Was von meinen x Kandidaten soll ich traden? Wer z.B. europäische und amerikanische Aktien handelt, muss jeden Tag hunderte Kandidaten untersuchen oder von einem Aktienscanner untersuchen lassen. Letzter nimmt einem einen großen Teil der Arbeit ab, jedoch nimmt er einem nicht die Entscheidung ab, welche Kandidaten zu kaufen/verkaufen sind. Diese Entscheidung muss der Trader selber treffen, wenn er kein vollmechanisches System handelt. Somit bleibt die Qual der Wahl …

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Was einem hilft die Kandidaten weiter einzuschränken

Ich selber beobachte tausende Werte und lasse mir täglich von meinen Aktienscannern die besten Kandidaten heraussuchen. Oftmals sind dies aber mehr als 25 Kandidaten, die grundsätzlich gehandelt werden könnten. Nun beginnt die Qual der Wahl … Der größte Teil dabei spielt sich im Kopf ab: Soll ich lieber x kaufen anstatt y? Was ist wenn y der „Home Run“ ist und nicht x? Die psychologischen Fallstricke führen regelmäßig zu Overtrading und damit irgendwann zum bankrott. Also was hilft?

  1. Absolute Konzentration auf die Money- und Risiko-Management Regeln. Wie viele Positionen darf ich beim jetzigen Stand meines Risikos eingehen? Das ist die maßgeblich alles regelnde Einheit. Wenn es mir nur erlaubt ist, 3R als offenes Risiko zu handeln, gibt es gar keine Ausrede! 3R sind 3R und nicht 4,5 oder 6R! Diese Disziplin muss man aufbauen und hart durchhalten. Dies ist der wichtigste Punkt unter allen …
  2. Erfahrung aufbauen. Welche Trades funktionierten in der Vergangenheit am besten? Was war ausschlaggebend? Dies zu untersuchen und in das Regelwerk mit aufzunehmen, kann die Tradeanzahl weiterhin reduzieren. Hat man erst einmal einen Blick für erfolgreiche Kandidaten entwickelt, sortiert man viele sofort aus. Allein das Gefühl, dass etwas im Chart nicht stimmt, kann schon entscheidend sein. Das gilt natürlich nur für Trader, die eine diskretionäre Komponente im System haben.
  3. Weitere Regeln und Einschränkungen. Man kann noch einen weiteren Filter hinzufügen, um die Kandidatenzahl weiter einzuschränken. Hierbei gilt jedoch, dass man dies vorher testen sollte und gleichzeitig wissen muss, dass ein Filter auch positive Trades wegfiltern kann. Oftmals können jedoch Regeln wie z.B. „der nächste Earning Termin muss mindestens x Tage in der Zukunft liegen“ helfen, Kandidaten zu reduzieren oder man führt einen Moving Average Filter ein, der nur Kandidaten erlaubt, die sich über einem bestimmten gleiten Durchschnitt befinden.
  4. Ranking einführen. Es gibt Indikatoren, die einem helfen ein Ranking zu erstellen: RSL oder auch ADX zeigen die Stärke eines Trends an. Dies ist natürlich kein heiliger Gral, aber er kann helfen, eine Liste weiter auszumisten. Entdeckt man über Tests und Auswertungen einen wirkliche Verbesserung, kann man diese natürlich in sein Handelssystem überführen.

Ein sehr wichtiger Aspekt ist, dass man die Zukunft nicht vorausahnen kann. Selbst den nächsten Tradingtag wird man nicht vorausahnen können. Ein Setup kann noch so schön sein, letztendlich kann es sich um einen Fehlausbruch handeln oder die Aktie läuft seitwärts. Dieser Aspekt ist Bestandteil des Trading und führt dazu, dass man sich eingestehen muss, dass man keine Kontrolle hat. Deshalb ist es auch eigentlich egal, welchen man von seinen x Kandidaten nimmt. Die oberen drei letzten Punkte helfen einen nur wesentlich dabei, eine festere psychologische Verankerung in sein Trading-System zu haben. Denn ansonsten läuft es folgender Maßen ab: Ich kann 3R Risiko eingehen, ich nehme die ersten 3 Kandidaten von der Liste. Fertig. Ob sie Gewinner oder Verlierer werden, entscheidet der Markt.

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