Drawdowns entstehen durch Risikobegrenzung

Drawdowns entstehen durch Risikobegrenzung

Jeder Trader wird kurzzeitig mit Perioden konfrontiert, in denen das eigene Trading-System profitabel ist und in denen es weniger profitabel ist. Genauso, wie ein Geschäftsmann nicht sofort sein Geschäft schließt, weil gerade eine Flaute eingesetzt hat, genauso sollte der Trader nicht davon ausgehen, dass sein Trading-System nicht mehr dauerhaft profitabel ist, nur weil es für wenige Wochen oder Monate keinen Profit abwirft. Eine gute Geschäftsidee […] Mehr lesen

Eine erfolgreiche Trading-Methode

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Im Artikel „What Does A Winning Methodology Look Like?“ schreibt Bruce Bower (Hedge Fund Manager) über das, was eine erfolgreiche Trading-Methode ausmacht. Der Artikel ist wirklich interessant und untermauert auch meine Herangehensweise an die Märkte. Eine erfolgreiche Trading-Methode besitzt immer dieselbe Eigenschaft: Ein Set von Regeln, welches auf den Trader zugeschnitten ist. Hat ein Trader dies erst einmal gefunden und unterstützt seine Persönlichkeit diese, muss er nur lernen, dieses Set an Regeln auch anzuwenden. Hierin liegt die größte Schwierigkeit.

Bruce Bower geht im Artikel auch auf das Thema Checklisten ein. Ich bin selber ein großer Freund von Checklisten (Video zum Thema hier im Blog) und geregelten Abläufen im Trading. Sie nehmen die Komplexität ein stückweit weg und helfen, eine gleichbleibende Qualität zu erreichen.

Wir können nicht alles beeinflussen

Man muss unterscheiden: Was kann ich beeinfluss und was nicht. Letzteres sollte man ignorieren …
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Trader und Börseninteressierte beschäftigen sich gerne mit Dingen, die man nicht beeinflussen kann. In diesem Gebiet scheint eine fast magische Anziehungskraft zu liegen. Die Beschäftigung mit der Interpretation vergangener oder zukünftiger Ereignisse, sowie anderen Marktteilnehmern ist ein täuschend spannendes Feld. Dabei muss man sich innerlich damit abfinden, dass man sich nicht mit Dingen beschäftigt, die nicht im eigenen Einflussbereich liegen. Es ist Zeitverschwendung und zugleich frustrierend.

Zu den Dingen, die ich als Trader beeinflussen kann, zählt alles, was von mir aus geht und eine Auswirkung auf mein Trading hat, z.B. die Begrenzung des Risikos durch einen Stop-Loss, Gewinnmitnahme, Durchführung des eigenen Plans nach festen Regeln, Kalkulation des Trades usw. Dies sind alles Dinge, die ich mit meinem Handeln und Gedanken kontrollieren kann.

Im Gegensatz dazu stehen verschiedene Dinge, die ich nicht beeinflussen oder kontrollieren kann, z.B. den Ausgang eines Trades, die Redaktion des Marktes auf ein Ereignis, die nächste Kursbewegung, die vergangene Kursbewegung, Strategien eines anderen Marktteilnehmers u.v.m.

Wenn man sich ständig mit Dingen beschäftigt, die außerhalb des eigenen Kontrollbereichs liegen, läuft man Gefahr, dass man sich auf ein falsches Ziel fokussiert und zugleich seine eigene Gemütsverfassung unbewusst schädigt. Dinge, die außerhalb des eigenen Handlungsspielraum liegen, können unmöglich von einem selbst beeinflusst werden. Dies zeigt schon die Ausdrucksweise „außerhalb“. Man kann sich dieses bildlich im Kopf vorstellen.

Es ist nicht leicht dieses Verhalten zu lernen und die beiden Bereiche scharf von einander zu trennen und den einen völlig zu ignorieren. Man stellt sich damit gegen die Masse der Börsenteilnehmer, die sich genau mit dem beschäftigen, was sie nicht beeinflussen können. Doch als Trader möchte man nicht zu der Masse gehören, denn die Masse verliert, sondern genau zur Gegenseite. Man muss dieses Verhalten täglich üben und innerlich im Denken verankern. Ich bin überzeugt davon, dass dieses der Ausführung der eigenen Strategie und dem Erfolg dienlich ist.

Tradingphilosophie

Tradingphilosophie oder -psychologie?

Schon seit ich diesen Blog schreibe, beschäftigt mich die Frage, was Voraussetzung für erfolgreiches Trading ist. Liegt es im Tradingsystem, dem Money-/Risikomanagement, der Psychologie? Gibt es Gemeinsamkeiten erfolgreicher Menschen und erfolgreicher Trader? Viele Autoren haben sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt. Wenn man so eine Reise durch die unterschiedlichen […] Mehr lesen

Trendfolge: Gleitende Durchschnitte im Trading

Gleitende Durchschnitte sind vielfältig verwendbar. Aber man muss auch einiges über sie wissen …
Die gleitenden Durchschnitte sind einer der beliebtesten Indikatoren bei Tradern überhaupt. Zudem sind gleitende Durchschnitt auch Grundlage für viele weitere Trading-Indikatoren oder Aktien-Screener (ein Screener siehe hier im Blog). Da sie so einfach aufgebaut sind, lassen sie sich vielfältig verwenden und schnell verstehen. In den letzten 4 Jahren habe ich viel mit gleitenden Durchschnitten experimentiert und einige Dinge herausgefunden, die ich hier mit euch teilen möchte:

  1. Die Steigung ist wichtig: Viele Anfänger denken immer, dass die Kreuzung des gleitenden Durchschnitts mit einem Kurs wichtig ist. Doch die Steigung ist m.E. viel wichtiger (s. auch das Buch von Stridsman). Wenn ein gleitender Durchschnitt sich erst einmal in Bewegung gesetzt hat und einen Trend bildet, ist dies ein klares Zeichen von Stärke. Gerade bei längeren Durchschnitten müssen erst einmal entsprechend viele Kursinformationen in die Richtung zeigen, um einen Durchschnitt zu bewegen und dies deutet auf einen Trend in einem Basiswert hin.
  2. Exponentielle Durchschnitte bieten Vorteile: Bei einem simplen Durchschnitt hat die Kursinformation zweimal Einfluss auf den Durchschnitt: Wenn Sie in die Berechnung einfließt und wenn sie entfernt wird. Bei exponentiellen Durchschnitten ist der Einfluss beim Entfernen geringer, da der neuere Kurs ein höheres Gewicht hat. Somit bewegen sich exponentielle Durchschnitte auch schneller.
  3. Gleitende Durchschnitte sind nur so gut, wie die Kursinformationen: Da gleitende Durchschnitte auf dem Preis basieren, müssen die Preisdaten korrekt sein, um einen sauberen Durchschnitt zu berechnen. Gerade, wenn Trader gleitende Durchschnitte zum Trading nutzen, z.B. das Kreuzen vom EMA 200, dann muss der Trader sich auf die Informationen verlassen können. Wenn die Preisdaten nicht von guter Qualität sind und beispielsweise Kurslücken bei Aktiensplits enthalten, führt dies zu einem anderen Wert des gleitenden Durchschnitts als bei anderen Tradern. Auch bei CFD-Plattformen können die Werte abweichen, da CFD-Broker oft eigene Preisstellung haben. Es gilt also genauestens zu prüfen, ob die zugrunde liegenden Preise von guter Qualität sind.
  4. Das Berühren kann Zufall sein: Wenn man erst einmal eine ausreichend große Menge an Daten zur Verfügung hat, findet man immer Werte, die zueinander passen. Egal, welche Periode man bei einem gleitenden Durchschnitt nutzt, man wird immer eine Situation finden, wo der Preis am gleitenden Durchschnitt dreht oder eine andere Reaktion zeigt. Dies bedeutet noch lange nicht, dass man dies als Vorteil beim Trading einsetzen kann. Hier kann nur ein Backtest helfen.
  5. Lieber einen passenden Durchschnitt wählen als einen populären: Es gibt einige gleitende Durchschnitte, die als populär und vielverwendet gelten: 20, 50, 200 Tage. Doch am Ende muss der gleitende Durchschnitt in einem Trading-System seine Funktion erfüllen und nicht als Selbstzweck dienen. Daher gilt es, einen passenden Durchschnitt zum eigenen Trading-System zu wählen anstatt daran zu denken, dass andere Trader dieselbe Länge nutzen. Die Masse liegt oft falsch. Die Frage sollte lauten: Was will ich messen und nicht, ob ein Durchschnitt von anderen Traders „respektiert“ wird.
  6. Jede Zahl ist magisch, für einen selbst: Wie im restlichen Indikator-Dschungel gibt es auch bei den gleitenden Durchschnitten magische Zahlen. Ob es nun runde Wert oder Fibonacci-Zahlen sind, am Ende handelt es sich um eine simple mathematische und nicht um eine mystische Formel. Ähnlich wie die technische Analyse mithilfe von Zeichenwerkzeugen, ist jede Interpretation einer Zahl individuell. Der eine glaubt an die 38, der andere lieber an die 50. Das kann aber morgen schon ganz anders aussehen … Auch spielt es keine Rolle, ob man einen gleitenden Durchschnitt von 49 oder 50 Perioden verwendet. Dieser eine Zähler hat wenig Einfluss.
  7. Einfache Aussagen sind besser als komplexe: In einem Screener lässt sich mithilfe von einem gleitenden Durchschnitts simple Aussagen treffen. Ich kann feststellen, ob der Kurs darüber oder darunter liegt oder ob ein gleitender Durchschnitt einen anderen gekreuzt hat. Natürlich kann ich auch feststellen, ob das Tief den gleitenden Durchschnitt kurz durchbrochen hat und dann wieder abgeprallt ist. Doch diese Interpretation ist individuell. Für den einen ist der Test eines gleitenden Durchschnitts etwas anderes als für einen anderen Trader. Nur weil ein Kurs heute einmal exakt darauf aufgesetzt ist, muss es nicht das nächste Mal so sein.
  8. Das Verhalten beobachten: Nun widerspreche ich meiner Aussage unter 7. ein wenig. Man kann in Charts oft beobachten, dass Kurse ein- oder zweimal einen gleitenden Durchschnitt testen und beim dritten Mal davon kräftiger abprallen. Dieses Verhalten lässt sich zum Trading nutzen. Manchmal hält das Verhalten viel länger, als man denkt und man kann über Monate hinweg dasselbe Verhalten beobachten.
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Es gibt sicherlich noch weitere Punkte als diese 8, aber für den Anfang ist dies ein Überblick über die Learnings mit gleitenden Durchschnitten. Ich selber nutze sie hauptsächlich als Filter, beobachte aber auch das Verhalten der Kurse an diesen. Jedoch muss ich ehrlich zugeben, dass manches Verhalten eher zufällig ist als ein stabiles Muster.

 

Trading: „Best Practices in Trading: Finding and Focusing on Your Trading Edge“

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Ein spannender Artikel über die Fokussierung im Trading, gefunden im Blog von Dr. Brett Steenbarger: „Best Practices in Trading: Finding and Focusing on Your Trading Edge“. Absolut lesenswert. Ich habe mich gerade letztens ebenfalls mit diesem Thema hier im Blog beschäftigt.

 

Trading: Seinen Plan durchziehen

Trading: Seinen Plan durchziehen

Braucht jeder Trader einen Plan? Natürlich! Trading sollte man nicht als Hobby betreiben, sondern als Geschäft. Ziel des Geschäfts ist es, einen Gewinn zu erwirtschaften und nicht, sich die Zeit zu vertreiben. Und zu einem Geschäft gehört auch ein Plan, da man ansonsten keine Ziele hat und ohne Ziele weiß man nicht, wohin man[…] Mehr lesen

Trendfolge: Ein erfolgreicher Trade reicht aus …

Trendfolge: Ein erfolgreicher Trade reicht aus …

Nuss jemand, der erfolgreich ist, leiden um Erfolg zu haben? Dies wird oft angenommen, auch wenn das Bild von erfolgreichen Menschen oft gegenteilig wahrgenommen wird. Aber hinter vorgehaltener Hand wird gesagt, dass der Weg zum Erfolg steinig und hart ist. Trendfolger zählen zu den erfolgreichsten Trader-Gruppen überhaupt und haben sich seit Jahrzehnten bewährt.

Wer Trendfolger[…] Mehr lesen

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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