Trading Blog: Wieder zurück und voller Tatendrang!

Ein Urlaub ist großartig, um einmal seine letzten Monate im Kopf durchzugehen.
Seit gestern bin ich nun zurück aus dem Urlaub. Zwei Wochen konnte ich entspannen, das Wetter und tolle Häuser genießen.

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Raus aus dem normalen Alltag zu sein ist für mich wichtig. Man kann entspannen, seinen Gedanken nachgehen und in Ruhe seine letzten Monate betrachten. Bei vielen Spaziergängen fallen mir immer wieder neue Ideen ein, wie ich mein Trading und mein Leben verbessern kann. Im Alltag, neben einem Hauptjob, ist dies oft nicht möglich, da man in zu vielen Gedanken des Alltags gefangen ist.

Man weiß leider nie, wann der nächste Trend an den Märkten einsetzt.

Ich bin aber natürlich auch im Urlaub als Trader aktiv. Ein Laptop, W-LAN Repeater und schöne Häuser mit Internetanbindung helfen mir dabei. Man weiß leider nie, wann der nächste Trend an den Märkten einsetzt. Aus diesem Grund muss man die Märkte auch im Urlaub verfolgen. Jedoch schränke ich meine Aktivitäten ein wenig ein, auch wenn ich es geruhsamer angehen. Abends bearbeite ich kurz die EU-Märkte und am nächsten Morgen die US-Märkte. Im Urlaub lässt sich dies immer besser verteilen als im normalen Alltag. Mit einem Handy und ein wenig Datenkontingent kann man den Rest erledigen (Ordereingabe usw.)

Natürlich hatte ich auch Reiseliteratur mit: Jesse Livermore „Das Spiel der Spiele“ wollte mal wieder gelesen werden. Ein großartiges Buch, wobei ich finde, dass es nicht an „How to trade in Stocks“ herankommt. Daneben schleppte ich noch Kahnemans „Schnelles Denken, langsames Denken“ mit herum. Leider schaffe ich es nie, das Buch zu Ende zu lesen. Es ist sehr gut, aber irgendwie weigert sich mein Lesewille dagegen. Zusätzlich las ich noch ein Buch über Archäologie, welches sehr spannend war.

Die Parallelen zwischen Dan Zanger und Jesse Livermore sind interessant und waren mir bis heute noch nicht so stark aufgefallen.

Neben den Büchern habe ich noch alle Interviews mit Dan Zanger gelesen. Sie sind frei zugänglich über seine Website. Die Parallelen zwischen Dan Zanger und Jesse Livermore sind interessant und waren mir bis heute noch nicht so stark aufgefallen. Ich habe sehr viel über das Verhalten von Aktien nachgedacht und wie ich dies besser in mein Trading integrieren kann. Meine Meinung war schon immer, dass sich eine Aktie „richtig“ und „sauber“ verhalten muss, bevor ein Ausbruch oder eine Trendwende vollzogen wird. Doch dieses „richtig“ und „sauber“ ist nicht leicht zu beschreiben, da es eher subjektiv ist. Nichtsdestotrotz konnte ich wieder einiges mitnehmen, was mich voranbringen wird.

Mein letzter Urlaub war sehr schön und auch dieser Urlaub war sehr schön, mein nächster wird es ebenfalls sein. Mir zeigt ein Urlaub immer, wie man ein anderes Leben leben kann. Fernab von dem Alltag der meisten Menschen und Konzentration auf das Gebiet, was einem am Meisten interessiert. Die Beispiele der anderen, die ebenfalls am Strand sitzen und ihren Alltag von dort aus managen, zeigen einem, dass es möglich ist. Das einzige, was uns davon abhält, sind wir selber. Wir schränken unsere Spielräume selber ein und können uns aus diesem Grund ein Leben ohne einen Standard-Job nicht vorstellen. Doch es ist möglich. Man muss nur einen Weg dorthin finden – wie es Millionen von anderen Menschen bereits getan haben!

Foto: helst1

 

Trading: Ich packe meine Koffer … Trader im Urlaub!

Das Wichtigste ist, den Prozess auch im Urlaub exakt einzuhalten …
Jeder Trader steht vor einem kleinem Problem, wenn es in den Urlaub gehen soll. Viele lösen dies einfach dadurch, dass sie gar nicht fahren. Doch ob man dies immer auch mit der Familie vereinbaren kann? Als Daytrader hat man vielleicht einige Sorgen weniger als als Trader auf dem Tages- oder Wochenchart, denn man bekommt häufiger Signale und kann somit auch mal eine Auszeit verkraften. Verpasst man als Trendfolger eine gute Periode, muss man oft längere Zeit auf die nächste gute Chance oder eine entsprechende Marktumgebung warten. Genau aus diesem Grund ist Trading halt ein Fulltime 365 Tage Job. Wer keinen Trading-Partner, -assistent oder ein vollautomatisches System betreibt, muss das Trading mit in den Urlaub nehmen. Ich habe eine kleine Liste zusammengestellt, worauf man achten sollte.

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Wenn es in den Urlaub geht …

Je nach Dauer des Urlaubs muss man mehr oder weniger Zeit in die Vorbereitung stecken. Folgende Stichpunkte berücksichtige ich immer bei der Urlaubsplanung:

  1. Erwartungen des Partners/der Partnerin und Familie: Wer in einer längeren Partnerschaft lebt, wird mit diesem Punkt schnell zurechtkommen. Es ist wichtig dem Partner/der Partnerin klar zu machen, dass man auch im Urlaub Trading betreiben muss. Gegenseitige Erwartungen müssen geklärt werden, damit dies nicht zur Belastung für den Urlaub wird. Auch Kinder sollten es verstehen, Papa/Mama in dieser Zeit in Ruhe zu lassen. Klare Planung des Tages mit festen Zeiten können helfen …
  2. Reiseziel prüfen: Wer weit weg fährt, muss dringend den Zeitunterschied überprüfen und feststellen, ob ein normaler Tradingablauf von dort überhaupt möglich ist. Möglicherweise muss man andere Zielmärkte ins Auge nehmen oder notfalls auf das Urlaubsziel verzichten. Als Daytrader ist man flexibler und könnte sich ggf. den lokalen Bedingungen anpassen. Wer fremde Konten handelt, muss sicherlich hier noch genauer schauen, ob er Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden hat oder sich den Urlaub genehmigen kann.
  3. Unterkunft genau prüfen: Aus meiner Erfahrung sind Ferienwohnungen/-häuser besser geeignet als Hotels. Hier man mehr Raum und oft auch einen Schreibtisch und einen funktionierenden Internetanschluss. Letzteres ist das Wichtigste für einen Trader. Eine schlechte Internetverbindung kostet viel Zeit und ist stressig, wenn man seinen Tradingablauf einhalten muss. Auch Hotels, die nur über W-Lan in der Lobby verfügen sind oft eine schlechte Wahl. Besser ist Internet auf dem Zimmer. Alternativ kann man natürlich auch in ein Internetcafe gehen, wenn wirklich nichts mehr geht. Das ist aber keine verlässliche Quelle für gutes sicheres Internet …
  4. Zeitablauf und Methode prüfen: Das Wichtigste beim Trading überhaupt ist die Einhaltung des Prozesses. Man wird sich merkbar beim Trading verschlechtern, wenn man den Prozess für den Urlaub größeren Veränderungen unterwirft! Das habe ich in einem früheren Urlaub gemerkt. Lässt man wesentliche Prozessschritte weg oder verkürzt diese, läuft man Gefahr auf einmal aus dem Gleichgewicht zu kommen. Das Einzige, was ich mir im Urlaub erlaube zu ändern ist, dass ich die Märkte aufteile: Europa abends, USA morgens. Ansonsten bleiben alle Prozesse gleich.
  5. Laptop fit machen und Software prüfen: Genau das ist mir diesen Urlaub passiert … Laptop und Software einen Abend vorher geprüft und nichts ging mehr. Laptop zu alt für die neueste Java Version, also kein Trading möglich. 18:45 zu Apple Store und eines neues Laptop gekauft, 19:00 war bereits Ladenschluss. Also Glück gehabt. Das wird mir nicht noch einmal passieren! Es war einfach schlechte Vorbereitung. Besser wäre: Laptop ein paar Abende vor dem Start des Urlaubs prüfen, aktualisieren und die benötigten Dateien (Tradingtagebuch, Journal, Tools …) installieren und auf Funktion prüfen. Dies sollte identisch mit den alltäglichen Tools sein. Keine Abweichung!
  6. Plan B entwickeln: Ein Plan B ist immer wichtig, denn schließlich stellt der Zugang zu Internet ein Risikofaktor da. Ich habe immer mein iPhone dabei, bei dem ich notfalls mehrere Tage Internet überbrücken könnte, auch wenn die Kosten sehr hoch sind. Es würde aber ausreichen, um anschließend einen Internetstick im Land zu günstigeren Konditionen zu kaufen. Was machen, wenn das Laptop kaputt geht? Man sollte eine absolute Notmöglichkeit haben, um Notfalls die Positionen schließen zu können. Ein Handy oder Tablet hilft weiter. Auch die Telefonnummer des Brokers hilft, um per Telefon eine Order zu erteilen.
  7. Weitere wichtige Tools: Zugangsdaten und Passwörter sollte man dabei haben, falls man sie doch einmal vergisst. Diese kann man sicher aufbewahren oder auch einer Kontaktperson übermitteln, die im Notfall angerufen werden kann. Das Passwort für Telefon-Brokerage gehört ebenfalls zur Reiseausstattung, wenn man kein Smartphone oder Tablet hat. Ich nehme zusätzlich noch mal alle meine Tools (Tradingtagebuch, Journal, etc.) auf einem USB-Stick mit, falls es Probleme mit dem Laptop gibt. Auch ein W-LAN Repeater kann sich bewähren, wenn das W-LAN in der Ferienwohnung nicht ausreichend ist. Dies will ich im nächsten Urlaub ausprobieren … Diesen Urlaub habe ich auch eine Maus mitgenommen, da dies bequemer ist als ein Trackpad.
  8. (Literatur: Hier muss man nach seinem eigenen Geschmack vorgehen. Wer seinem Kopf ein wenig Ruhe gönnen möchte, nimmt ein Buch mit, was mit Trading nichts zu tun hat; wer sich sich neue Gebieten einlesen möchte, kann dies ideal im Urlaub tun. Hier ist Zeit dafür. Ich nehme meistens ein Buch mit, welches ich schon immer lesen wollte, aber zu Hause keine Zeit oder Lust dazu hatte.)

Zusammenfassend stellen sich für mich zwei Schritte als wichtig heraus: 1. Vereinbarkeit mit der Partnerin/Partner und 2. Einhaltung des Prozesses. Diese beiden Punkte muss man meistern. Das geht natürlich nicht, wenn man im Urlaub täglich 4h oder mehr mit dem Trading verbringt … Wer allerdings so viel Zeit benötigt, sollte noch mal an seinem Prozess arbeiten. Ich weiß aus Erfahrung, dass im Urlaub das Trading leider immer ein wenig länger dauert, da man vielleicht eine schlechtere Verbindung hat oder einfach müder von den Aktivitäten am Tag ist, aber dies beschränkt sich auf maximal 0:30 Minuten bei mir. Ich versuche im Urlaub darauf zu achten, trotzdem früh aufzustehen und möglichst vor dem Frühstück bereits mit den US Märkten fertig zu seine. Die Partnerin/Partner kann z.B. weiter ausschlafen oder bereits einen Strandspaziergang unternehmen. Abends mache ich vor dem Abendessen die EU Märkte. Das dauert am Tag bei mir ca. 1,5-2h. Wie auch sonst immer ist Alkohol vor Tradingaktivitäten ein absolutes Tabu. Man fährt ja auch nicht angetrunken Auto … Erst, wenn die Märkt bearbeitet sind, kann man sich ein Bier gönnen. Wer allerdings Partyurlaub machen möchte, sollte das Trading lieber lassen … Mit einem Kater im Kopf lassen sich schwierig Entscheidungen treffen.

Da ich keine Kinder habe, kann ich hier leider keine Erfahrungen einbringen.

Vielleicht fallen euch noch andere Schritte ein, die ihr bei der Urlaubsvorbereitung unternehmt. Mich würde dies sehr interessieren!

Foto: @Doug88888

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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