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Trading: Arcadis Swingtrade aus meinem Tradingjournal

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In diesem Beispiel eines realen Trades möchte ich zeigen, wie nützlich ein Trailing-Stop sein kann und wie man ein Gefühl dafür bekommt, wie erfolgreiche Trades verlaufen. Gleich vorweg: Dieser kurzfristige Swingtrade erfüllte nicht alle meine Setup-Kriterien perfekt, deshalb wurde er nur mit verminderter Positionsgröße gehandelt. Dies ist einer meiner Risikomaßnahmen, wenn ein Trade nicht alle Kriterien erfüllt, jedoch ein sehr aussichtsreiches Setup vorliegt.

Setup

  • Die Aktie bildet ein größeres Kaufsignal im Wochenchart aus: Eine 5 jährige Seitwärtsphase ist nach oben durchbrochen worden.
  • Es bildet sich eine Konsolidierung im Tageschart, die nach oben verlassen wird.
  • Die Volatilität der letzten 3 Tage (gemessen mit ATR) nimmt ab.
  • Nach dem Ausbruch kommt der Preis zurück und testen den 10er EMA. Es bildet sich eine sehr kleine Kerze. Es kann kein neues Tief innerhalb von drei Tagen gebildet werden. Es liegt also eine Verminderung der Volatilität vor. Bis jetzt unterscheidet sich der Trade kaum von meinen anderen kurzfristigen Swingtrades.

Entry

  • Am 4.1. wird eine Stop-Buy-Order oberhalb der kleinen Tageskerze platziert.
  • Der Stop-Loss wird sogleich mit der Kauf-Order aufgegeben und befindet sich unterhalb des Tagestiefs. Bei einem Volatilitätsausbruch sollte die Aktie sehr schnell und stark in die präferierte Richtung laufen. Dies ist das typische Verhalten des Swingtrading-Setups. Wenn es ein erfolgreicher Trade werden sollte, setze ich dieses Verhalten voraus.
  • Zielbereich ist ca. 20 EUR.
  • Es wird ein Trailing-Stop genutzt. Der Stop wird unterhalb des 10er EMA geführt, darf jedoch nie höher als das heutige Tief sein.
  • Das berechnete CRV beträgt ca. 6.

Tradeverlauf

  • Wie bei einem perfekten Trade zieht die Aktie stark in die präferierte Richtung an. Das Volumen nimmt stark zu. Ziel bei diesem Setup ist es, sich vor der Masse zu positionieren. D.h. vor dem Volumenschub. Nun erkenne ich, dass dieser Trade sehr erfolgreich verlaufen könnte. Aus meinem Tradingjournal weiß ich, dass die erfolgreichen Trades sofort und stark in die präferierte Richtung laufen.
  • Am 8.1. bildet sich eine Kerze mit hohem Doch nach oben. Die Käufer erschöpfen und erste Vorsicht ist angebracht. Der Stop-Loss (SL) wird nachgezogen.
  • Statt zu korrigieren steigt die Aktie weiter. Dies ist ein sehr bullisches Zeichen. Der SL wird auf break-even nachgezogen.
  • Zwischen 10.1. und 14.1. konsolidiert die Aktie oberhalb des 10er EMA seitwärts. Da die Kerzen klein und alle samt bullisch sind, besteht kein Grund zu Sorge. Der SL wird weiter nachgezogen und die ersten Gewinne sind gesichert.
  • Am 17.1. wird das Ziel bei 20 EUR erreicht. Die Position wird aber noch weiterlaufen gelassen. Ich könnte natürlich auch Teilgewinne sichern, aber aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ich die wirklich erfolgreichen Trades wirklich „fett“ machen muss. D.h. die erfolgreichen Trades müssen lange laufen, um CRVs von >5 zu erreichen.
  • Zwischen 18.1. und 23.1. ergibt sich eine kleine Korrektur, die allerdings wieder am 10er EMA aufgefangen wird.
  • Am 24.1. versuchen es die Bullen erneut und drücken die Preise unter hohem Volumen nach oben. Das erneute erreichen von 20 EUR stoppt jedoch die Aufwärtsbewegung.
  • Am 30.1. durchbricht die Aktie den 10er EMA. Ich platziere sofort meine Stop-Loss-Order dichter unterhalb der Kerze.
  • Am 31.1. kommt es mit einem kleinen Gap zum Stop-Loss. Die Gewinne sind gesichert. Natürlich ist es ärgerlich, dass die Aktie sich am nächsten Tag stark erholt, aber dies ist egal. Schließlich können wir die Zukunft nicht voraussehen und es hätte auch anders kommen können.
  • Es konnte ein CRV von 4 erreicht werden.

Learnings

  • Erfolgreiche Trades verlaufen sofort nach Plan. Bei diesem kurzfristigen Swingtrade bedeutet dies, dass die Aktie nach einem Volatilitätsausbruch sofort stark in die angestrebte Richtung anzieht und das Volumen zunimmt. Diese Bestätigung zeigt mir, dass ich den richtigen Zeitpunkt getroffen habe.
  • Auch nicht perfekte Setups können sehr erfolgreich sein. Indikatoren bilden viele Fehlsignale, doch wenn genügend der Kriterien übereinstimmen, so dass es einem erlaubt ist, den Trade einzugehen, sollte man ihn auch machen. Das Risiko muss aber in jedem Falle reduziert werden.
  • Man darf sich nicht ärgern, wenn ein Trade nach dem Ausstoppen erneut in die vorherige Richtung läuft. Schließlich weiß man dies nicht im Vorhinein und es hätte anders kommen können. Ich mache dies dann immer so: Trade dokumentieren und ins Journal eintragen, Chart schließen und Chart aufräumen. Er ist dann aus den Augen und taucht später vielleicht wieder in meinen Scannern auf. Es gibt nur wenige Trades, die ich noch einige Trage weiter verfolge. Wenn dann nur, wenn ich einen Fehler gemacht habe und schauen möchte, ob ich etwas verbessern könnte.

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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