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Trading: Ausbrüche handeln! Was man über Breakouts wissen muss …

Geduld zahlt sich in einem guten CRV aus!
Einstiege in Trades sind zwar nicht das Entscheidende für den Trading-Erfolg, aber dennoch muss jeder ein Setup finden, welches zu einem persönlich passt. Warum persönlich? Ganz einfach: Man muss den Mut haben in der entsprechenden Situation zu handeln! Das schafft man nur, wenn man Vertrauen in das Setup hat und bereit ist, dass Risiko auf sich zu nehmen.

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Breakouts sind einfach zu beschreiben: Der Kurs schließt über/unter einem definierten Kursbereich. Das kann ein vorheriges Hoch/Tief sein oder z.B. eine Range. Eine Range ist eine Zone in der der Kurs über eine Zeit verweilt und somit seitwärts läuft.

Was man über Breakouts wissen muss …

  • Die meisten Breakouts schlagen fehl! Unterliege nicht der Illusion der schönen Beispiele. In der Regel werden die Ausbrüche nur in etwa 30-50% der Fälle Profit ab. Dies vor allem dann, wenn man ein Trendfolgendes Handelssystem anwendet.
  • Ausbrüche sind deutliche Zeichen. Es ist nicht relevant, warum eine Aktie oder Index ausbricht. Es ist nur relevant, dass sie ausbricht. Ein Ausbruch ist ein deutliches Zeichen, dass Marktteilnehmer bereit sind mehr/weniger zu zahlen.
  • Enge Ranges ziehen meist heftige Ausbrüche hinter sich her. Wer die Geduld hat auf gute Setups zu warten, wird am Ende belohnt werden. Ausbrüche aus sehr engen Ranges bieten meist heftige Kursveränderungen. Als enge Range bezeichnet man eine Seitwärtsbewegung, wo die Volatilität sehr stark abnimmt.
  • Nur das beste CRV traden! Auch hier zahlt sich Geduld aus. Man muss bei Breakouts auf gute Situationen warten, wo das CRV am höchsten ist und der Stopp eng gesetzt werden kann. Beispiele: Enge Ranges, mehrtägige Konsolidierungen oberhalb/unterhalb der Ausbruchskante, kurze Rücksetzer oberhalb/unterhalb der Ausbruchskante. Objektivität bietet hier z.B. der Average True Range Indikator.
  • Vorherige Planung ist entscheidend. Man muss sich rechtzeitig im Markt positionieren, damit man den Ausbruch nicht verpasst. Sobald der Wert einmal ausgebrochen ist, ist das CRV um einiges schlechter und man sollte den Trade streichen. Es ist gut sich vorher mit einer Stop-Order im Markt zu positionieren und auf den Ausbruch zu warten. Wenn er fehlschlägt, wartet man auf die nächste Chance.
  • Auch entgegengesetzt denken. Der vorherrschende Trend in z.B. einer Aktie ist nicht umbedingt so entscheidend, wenn man Ausbrüche handelt. Gerade Bodenbildungsformationen können sehr gute CRVs bringen. Man muss nur sein Risiko zu managen wissen.
  • Der Ausbruch kann in beide Richtungen gehen. Ein Ausbruch aus einer Range kann nach oben oder unten erfolgen. Das kann im Vorhinein kaum vorhergesehen werden. Schaut man sich den Kurs an und den „Druck“ innerhalb der Range, kann man ein Gefühl hierfür bekommen. Nimmt der Druck von unten oder oben zu?
  • Objektivität in das Trading bringen. Trendlinien per Hand zu zeichnen ist subjektiv und man läuft Gefahr sich einen Chart „schön zu malen“. Indikatoren wie z.B. Preisbänder (Bollinger Bänder, Keltner Channel oder Donchian Channel) bringen Objektivität in das Trading. Ein Ausbruch auf z.B. ein neues 20 Tage Hoch ist ein deutliches Signal. Andere Indikatoren wie z.B. die Bollinger Bandbreite geben Aufschluss über die Volatilität. Der Indikator lässt sich aus bestens auf den Donchian Channel berechnen.

Breakouts können sehr gute Gewinne bringen. Man muss nur Geduld und Disziplin haben. Gerade im Aktienbereich trifft man auf tausende Werte, die oft gut Chancen mit sich bringen. Wer zudem ein Trendfolgesystem auf Ausbrüche anwendet, stellt sicher, dass er das meiste des Profits einsammelt. Aber erneut der Hinweis: Ausbrüche schlagen oft fehlt und es kostet Kraft, dabei zu bleiben.

Vielleicht noch einmal ein paar Gedanken zum Thema Preis. Oft hört man von anderen Tradern, wie man einen bestimmten Wert handeln konnte, ohne etwas über ihn zu wissen. Es ist nicht relevant, welche Firma hinter eine Aktie steckt oder warum der Preis eine Range ausbildet. Das entscheidende für eine Kauf-/Verkaufsentscheidung ist der Preis. Jegliche Information und Gedanken zu fundamentalen Daten einer Firma und deren Auswirkungen auf den Preis sind subjektiv. Die Masse entscheidet am Ende, ob die Aktie gekauft wird oder nicht. Dies drückt sich in der Preisbewegung aus. Daher muss man auf den richtigen Zeitpunkt warten. Wer glaubt, dass er sich vor dem Ausbruch innerhalb der Range positionieren sollte, der wird eine böse Überraschung erleben. Meistens kommt es anders als man denkt 😉

Übrigens, auch wenn es nichts zur Sache tut: Der obige Chart ist der Future auf Lean Hogs (Mageres Schwein). Es ist völlig irrelevant, welcher Wert oder Zeiteinheit dies ist. Ausbrüche treten überall auf.


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Es gibt kein direktes Buch zum Thema Donchian Kanal. Daher kann ich hier nur allgemeine Bücher empfehlen, die ich für lesenswert halte.

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  • trader3S

    Hallo Julian,
    die Firma Worden Bros. hat einen proprietären Indikator der sich BOP (Balance of Power) nennt und das Verhalten von institutionellen Investoren und Tradern darstellt. Damit lassen sich sehr gut Ausbrüche antizipieren.
    Viele Grüße
    trader3S

    • Julian Komar

      Hallo!

      Ich habe mal ein wenig nach BOP gegoogelt und die Formel ist öffentlich zugänglich (wenn es der Indikator ist: http://www.tradeforextrading.com/index.php/balance-power-indicator). Im Grunde kann man damit sicherlich Trends feststellen. Das geht aber auch mit anderen Indikatoren. Ziel wäre es eine enge, trendlose Zone vor dem Ausbruch zu finden, damit man sich mit einer Stop-Order rechtzeitig positionieren kann.

      Bei BOP sieht es so aus, als ob man eine hohe Glättung verwenden muss und es schwierig wird Trendübergänge festzustellen, wenn sich der Wert in einem übergeordneten Trend befindet und man nur Konsolidierungen von einigen Wochen finden möchte.

      Wie sind deine Erfahrungen hiermit?

      Grüße,
      Julian

  • Marco Seidler

    Hallo Julian,

    da der Indikator wie gesagt proprietär von Worden ist (und ich den Code nicht kenne ;-( ) kann ich nicht sagen, wass in den Indikator einfliesst. Auf deiner verlinkten Seite sehen die Screenshots jedoch nicht nach BOP aus. Der Autor deines verlinkten Artikels musste seinen Indikator im Nachgang auch in Balance of market power (BMP) umbenennen, da Worden bereits Copyright an dem Indikator/Namen „Balance of Power“ hat. Prinzipiell funktioniert der Indikator (theoretisch) gut, wobei er kein genaues Einstiegssignal liefert sondern aufgrund des Indikatormusters anzeigt, das institutionelle Trader/Investoren in einer Tranig-Range Aktien akkumulieren. Bei einer bestimmten Histogramm-Reihenfolge des BOP deutet sich ein anstehender Ausbruch an. Da ich jedoch keine Handelsstrategie mit Breakouts habe (aber zum Beispiel eine Strategie mit falschen Breakouts) kann ich zum genauen Erwartungswert wenig sagen, da ich die Ausbruchsformation des BOP nur beiläufig (beim screen) oder zufällig sehe.

    Viele Grüße

    trader3S

  • Marco Seidler

    Ich schaue den BOP für mein Tranig nur an, um nicht „gegen“ die Institutionellen zu traden.

    • Julian Komar

      Hi Marco! Verstehe … Ich persönlich mache mir da weniger Gedanken, ob Institutionelle Trader Positionen aufbauen oder abbauen. Letztendlich sind dies alles nur Vermutungen, die auf einem Indikator basieren und man hat dadurch auch keinen höheren Aussagewert. Es ist natürlich wahr, dass man in einer Trading-Range erkennen kann, ob eher verkauft oder gekauft wird. Ich bin aber überzeugt, dass man nicht erkennen kann, ob es große Fische sind oder ob einfach nur die Masse die Situation früher antizipieren möchte.
      Ich finde z.B. Situationen sehr spannend, in denen sich große Fische täuschen 😉 Zuerst haben sie Positionen verkleinert und müssen sie dann panisch wieder aufbauen. Das gibt gerade Ausbrüchen noch mal einen Schub. Aber wie gesagt, wer dahinter steckt, kann ich nicht erkennen. Für mich zählt am Ende nur der Kurs und das Verhalten innerhalb der Range.

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