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Trading: Bonds vor dem Ausbruch? Aktien vor dem Einbruch?

Es ist gut möglich, dass es demnächst zu einer Verschiebung von Kapital in die Bond-Märkte kommt. Die Aktienmärkte steuern auf ihre Allzeithochs zu.
Bonds und Aktien weisen traditionell keine hohe Korrelation zueinander auf. Dies kommt daher, da Anleger sich in angebliche Sicherheit flüchten, wenn die Aktienmärkte einen Rückwärtsgang einlegen. Somit findet ein ständiger Geldfluss zwischen Bond- und Aktienmärkten statt. Seit einiger Zeit ist jedoch zu beobachten, dass die Bond-Märkte eine Stärke gegenüber dem Aktienmarkt aufbauen. Normalerweise hätten die Bond-Märkte bei dem Höhenflug an den Aktienmärkten stärker korrigieren müssen. Stattdessen liefen die Bonds seitwärts. Dies zeigt, dass das Interesse nach Staatsanleihen sehr hoch ist und die Käufer trotz steigender Aktien bereit sind mehr für Anleihen zu zahlen. Die Eurokrise scheint die Anleger durcheinander zu bringen und sie bauen bereits wieder Anleihepositionen auf.

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Zu dieser Situation passt sehr gut, dass der DAX und auch der S&P 500 kurz vor massiven Widerständen stehen. Auch andere Indizes stehen vor jahrelangen Widerständen. Somit könnte sich in den nächsten Wochen und Monaten eine größere Konsolidierung oder sogar Korrektur an den Aktienmärkten abspielen, während die Anleihemärkte Kapitalzufluss erhalten.

Vier Märkte im Überblick:

  • Eurobund: Die deutschen Staatsanleihen stehen direkt an ihren Hochs aus dem April 2012. Es fehlt nur noch wenig und ein neues Allzeithoch ist da. Sollte das letzte Allzeithoch genommen werden, dürfte das neue Käufer anlocken. Kurse über 150 Punkte wären denkbar. Im Chart zeigt sich zudem, wie die Käufer die untere Trendlinie und den 50er Wochen EMA kaufen.

  • T-BOND: Amerikanische Staatsanleihen sind nicht so stark wie die deutschen. Die Investoren trauen Amerika im Vergleich nicht so viel zu. Trotzdem ist die Performance über die Jahrzehnte sehr gut. Der Rückfall unter den 50er Wochen EMA könnte sich als Falle erweisen. Die Unterstützung im Bereich 141 Punkte hat gehalten und die Käufer meldeten sich mit einem Up-Gap zurück. Geht es nun über 147 Punkte, könnte es wieder in Richtung 150 Punkte gehen. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Käufer die Konsolidierung nach oben auflösen und stärker zugreifen. Erst unterhalb 140 Punkte sollte sich die Konsolidierung weiter fortsetzen und die Seitwärtszone gestärkt werden.
  • DAX: Der deutsche Aktienleitindex hat sein letztes Hoch bei 8150 Punkte fast erreicht. Mittelfristig ist noch alles im grünen Bereich und durch die Auflösung einer längerfristigen Konsolidierungsformation wären auch höhere Kurse als 8150 denkbar. Jedoch sollte der Bereich um 8150 erst einmal ein starker Widerstand sein. Der Index könnte diesen noch testen oder um wenige Punkte überbieten, aber dennoch sollten hier Verkäufer in den Markt kommen und Long-Positionen abbauen. Die Monats- und Wochenkerze deuten bereits an, dass es zu einer größeren Bewegung nach unten kommen könnte. Hierzu passt auch, dass die Presse von Zielen im Bereich 10.000 Punkte spricht. Er dürfen viele Käufer bereits im Markt sein, so dass niemand mehr folgen kann. Zudem sitzen einige bereits auf größeren Gewinnen, die mitgenommen werden wollen. Auch spricht für eine baldige Abwärtsbewegung, dass das neue Hoch im Wochenchart nicht gehalten werden konnte und das letzte Hoch bereits unterboten wurde.
     
  • S&P 500: Auch der S&P 500 hat sein letztes Hoch erreicht. Der Dow Jones ist zwar stärker, der S&P aber aussagekräftiger. Weniger Punkte könnte er noch zulegen, bis sich die Verkäufer wieder stärker zu Wort melden könnten. Der steile Aufwärtstrend seit 2009 und vor allem die Tendenz der Überhitzung seit Anfang des Jahres könnten die Käufer bald dazu veranlassen Gewinne mitzunehmen. Da der Trend sehr stark ist, könnte es auch zu einer stärkeren Korrektur wie bereits nach den letzten zwei Rallyes kommen. Man sollte also im mittel- bis langfristigen Bereich auf der Hut sein.

Was ist nun zu tun? Erst einmal nichts 😉 Wer kurzfristig unterwegs ist, bewegt sich sowieso auf anderen Zeiteinheiten und solche langen Ausblicke sind nicht relevant hierfür. Ich selber habe eine Marktmatrix, die mir kurzfristige Trendwenden anzeigt und hiernach kann ich mein Money- und Risikomanagement richtigen. Wer langfristig im Markt unterwegs ist, kann in den beiden obigen Szenerien Chancen erkennen. Es ist durchaus denkbar, dass man die Ausbrüche bei den Bonds mittelfristig long handelt oder als Countertrend-Trader die Aktienmärkte mittelfristig leerverkauft.

Diese obigen Analysen sollen nur als Beispiele dienen, wie man Märkte objektiv beschreiben kann. Die Marktanalysen können dazu dienen sein eigenes Handelssystem zu steuern, jedoch sollte man hierfür meiner Meinung nach strengere Regeln nutzen. Charts mit Trendlinien sind oft zu subjektiv.

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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