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Wie man seine Trading-Effektivität erhöhen kann.

Erhöhe deine Trading-Effektivität

Die Trading-Effektivität zeigt, wie wirksam ein Trader sein Trading-System ausführt. Oftmals liegt diese im Bereich zwischen 40%-70%. Super Trader können jedoch eine Trading-Effektivität von 90% oder mehr erreichen. Hierin liegt ein Schlüssel zu hoher Profitabilität!
Zum ersten Mal habe ich den Begriff „Trading Effektivität“ im Buch Super Trader von Dr. Van Tharp gelesen. Er ist einer der besten Autoren im Bereich Tradingpsychologie und hat bereits vielen Trader zu einem Super-Trader-Status verholfen.

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Eines der Ansätze von Dr. Van Tharp ist, dass Trader nicht effektiv arbeiten. Die meisten Trader arbeiten mit so einer geringen Effektivität, dass sie nie erfolgreich werden können. Nicht deshalb, weil ihr Trading-System nicht erfolgreich wäre, sondern aus dem Grund, dass sie es nicht richtig ausführen und einhalten.

Das Wort Effektivität stammt vom lateinischen Wort effectivus, was mit „bewirken“ übersetzt werden kann. Effektivität beschreibt, wie wirksam ein erreichtes Ziel im Verhältnis des definierten Ziels erreicht wurde. Hierzu ein Beispiel im Bereich Trading:

  • Ein Trader handeln ein Trading-System mit einer durchschnittlichen Trefferquote von 40%.
  • Nach einem Jahr stellt er fest, dass die Trefferquote nur bei 25% liegt.
  • Nach einer Untersuchung seiner vergangenen Trades stellt er fest, dass er oft gegen Regeln verstößt und nicht jedes Setups angenommen hat.
  • Fazit: Er hat das Trading-System nicht effektiv gehandelt. Hätte er eine höhere Effektivität erreicht, wäre wahrscheinlich sein Profit wesentlich größer ausgefallen.

Durch Verluste in der Trading-Effektivität schöpft ein Trader nicht sein maximales Potential aus. Er lässt somit einen Großteil seines Profits liegen. Dies ist ein großes Potential, was man heben kann.

Wie misst man die Trading-Effektivität?

Dies ist sehr einfach. Man sammelt alle Verstöße gegen seine Regeln und verpasste Setups und teilt diese durch die Anzahl der Tage/Wochen/Monate des Beobachtungszeitraum. Diese Summe zieht man dann von 100% Trading-Effektivität ab. Ich messe beispielsweise meine Fehler pro Woche. Wenn ich 10 Fehler in 100 Wochen mache, dann habe ich eine Trading-Effektivität von 90%.

Gründe für eine niedrige Trading-Effektivität

Gründe für eine niedrige Trading-Effektivität

Die meisten Verluste in der Trading-Effektivität sind auf psychologische Effekte zurückzuführen. In der Regel beherrschen Trader ihr technisches Handwerk nach einiger Zeit. Hier sind einige Gründe für Verluste in der Trading-Effektivität:

  1. Übertriebener Perfektionismus. Es ist richtig nur die besten Setups einzugehen. Dennoch führt übertriebener Perfektionismus im Trading dazu, dass zu wenige Trades eingegangen werden. Es hilft, seine Setups sehr genau zu beschreiben und zu gewichten, was ausschlaggebende Kriterien sind, um einen Trade zu platzieren.
  2. Angst Trades zu platzieren. Oftmals liest man von Tradern, die im Nachhinein über nicht getätigte Trades schreiben. Nach einer Reihe von Verluste kann es schon passieren, dass man über einen Trade zweifelt. Es kommt zu einer Angst, Trades zu platzieren. Dies verringert die Trading-Effektivität. Es gibt auch das Gegenteil, dass man Angst hat etwas zu verpassen und deshalb nur mittelmäßig Chancen eingeht. Des verringert ebenso die Trading-Effektivität.
  3. Zu viele Informationen. Es gibt Trader, die immer eine vollständige Bestätigung benötigen. Sie schaffen komplexe Bestätigungsregeln, die jedoch am Ende das Traden verhindern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Komplexität reduzieren muss, anstatt sie zu erweitern. Je mehr Informationen ein Trader verarbeiten muss, desto mehr Unsicherheit entsteht.
  4. Trading als Hobby. Als Trader wird man erst langfristig erfolgreich, wenn man es innerlich akzeptiert, dass Trading kein Hobby ist. Trading ist ein Geschäft und es benötigt Hingabe. Natürlich kann man Trading in seiner Freizeit neben dem Beruf betreiben. Man muss jedoch mit derselben Professionalität an das Thema herangehen, wie im Hauptberuf. Dazu muss man bereit sein Opfer zu bringen. Wer Trading in seiner Priorität nicht den richtigen Stellenwert zuweist, der wird von den Resultaten enttäuscht sein. Hier gilt: Wenig Input gleich wenig Output.
  5. Fehler in der Ausführung. Man glaubt es kaum, aber ich habe auch schon bei erfolgreichen und erfahrenen Tradern Ausführungsfehler gesehen. Sie vergessen Order zu platzieren, zu stornieren oder sie vergessen einfach ihre Aufstellung mit potentiellen Trades. In der Routine schleicht sich mangelnde Konzentration ein. Hier hilft eine Trading-Checkliste und ein geregelter Ablauf im Trading-Tagebuch.

Prüfe selbst bei dir, wie oft du diesen obigen Fehlern unterliegst. Diese Fehler zu beseitigen und den Herausforderungen zu begegnen birgt ein großes Potential.

Wie man seine Trading-Effektivität steigert

Ich muss zugeben, dass die Steigerung der Trading-Effektivität immer wieder auf meiner Agenda steht. Immer wieder merke ich, dass ich noch nicht da bin, wo ich sein möchte. Man darf sich jedoch auch nichts vormachen: 100% Trading-Effektivität ist nicht zu erreichen. Dr. Van Tharp schätzt, dass die wenigsten Trader eine Trading-Effektivität von 90% oder mehr besitzen. Super Trader können schon auf 95% kommen, während die Masse eher bei 40-70% liegt. Hier sei aber auch noch mal betont: Trefferquote und Trading-Effektivität haben nichts miteinander zu tun.

Wie man erfolgreiche seine Trading-Effektivität steigert

Übrigens kann auch ein vollautomatisches Trading-System nicht mit voller Effektivität gehandelt werden. Das passiert immer, wenn der Trader selber eingreift oder die Parameter dynamisch sind.

Wie kann man nun seine Trading-Effektivität steigern? Hier sind einige Vorschläge:

  1. Definierte Prozesse. Erfolgreiches Trading ist ein Prozess! Je besser ein Prozess dokumentiert ist, desto besser kann man sich an ihn halten. Nur derjenige, der einen aufgeschriebenen Prozess besitzt, kann auch prüfen, ob er dagegen verstößt.
  2. Kenne deine Setups. Wer prüfen will, ob er Setups effektiv findet und ausführt, der brauch eine detaillierte Beschreibung. Der Detaillierungsgrad sollte hoch sein. Es ist wie bei einem Angler: Wer nicht genau weiß, welchen Fisch er angeln möchte, der benutzt irgendeinen Köder. Der erfolgreiche Angler weiß genau, welchen Köder er einsetzen muss. Hier hilft eine Trading-Checkliste und eine gute Dokumentation.
  3. Trading trainieren. Als Trader muss man genauso üben, wie in jedem anderen Beruf auch. Die Übungen sind jedoch andere: Setups lernen, Situationen visualisieren, Reaktionen trainieren, Ausführung trainieren usw. Nur, wer dieses ernst nimmt, wird einen hohen Grad an Effektivität erreichen. Denn am Ende ist es das Verhalten des Traders, was seine Effektivität festlegt.
  4. Erfolg wollen. Oftmals ist es eine bewusste oder unterbewusste Einstellung eines Traders, die ihn zurückhält. Vielleicht hat der Trader ein schlechtes Bild von sich selbst. Denke immer daran: So wie du denkst, handelst und auftrittst, bist du auch. Wer also hocheffektiv sein möchte und erfolgreich, der muss auch denken, fühlen, handeln und auftreten wie ein hocheffektiver, erfolgreicher Trader. Die richtige Einstellung kann man trainieren. Es gibt gute Selbstentwicklungsbücher zu diesem Thema. Ein Trader, der den Willen hat, sich zu verändern und weiß, wo er hinwill, der wird weniger Schwierigkeiten haben, die Schritte zu unternehmen, die nötig sind.
  5. Kleine Schritte unternehmen. Wie erreicht man effektiv ein Ziel? Man macht einen Schritt nach dem anderen. Es gibt keine Abkürzung zum Erfolg! Wer den höchsten Berg der Erde erklimmen will, der muss vorher tausende einzelner Schritte machen. Dies ist im Trading nicht anders. Man kann nicht seine Effektivität von 40% auf 80% in drei Monaten erhöhen. Solch ein Vorhaben benötigt Zeit. Realistische Ziele und ein Plan sind wichtig. Was muss ich verändern, damit ich 10% besser werde?

Ein Punkt möchte ich noch hinzufügen, weil ich weiß, dass er sehr schwierig zu fassen ist. Ich habe bei der Steigerung der Trading-Effektivität festgestellt, dass man natürlich immer erst im Nachhinein feststellt, wie effektiv man war. Dies liegt darin, dass man zuerst einmal handeln muss. Dazu erkennt man Fehler erst im Nachhinein. Dies bedeutet, dass die eigene Effektivität schwanken wird. Man wird vielleicht in der ersten Woche eine höhere Effektivität haben, die dann absinkt, weil man neue Fehlerquellen identifiziert hat und dann wieder ansteigt. Wenn einem dieses bewusst ist, sollte es auch nicht entmutigen.

Ich halte die Trading-Effektivität für einen der größten Hebel im Trading. Hast du schon mal ausgerechnet wie viel Profit du machen könntest, wenn du dein Trading mit der höchstmöglichen Effektivität ausführen würdest? Ich bin mir sicher, dass mindesten eine Verdoppelung des Profits möglich wäre. Es lohnt sich also an der Effektivität zu arbeiten.


Trading Bücher zum Thema

Hier eine kleine Auswahl empfehlenswerter Literatur zum Thema. Wer weitere Bücher sucht, findet diese hier: Trading-Bücher.

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Bilder: Pexels, Pixabay

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  • Sehr gut Julian! In einigen dieser Dinge hab ich mich gleich wiedererkannt. Man kann wirklich nur dauerhaft immer wieder an sich arbeiten.

    • Julian Komar

      Hallo Marko! Vielen Dank. Freut mich, dass der Artikel dir gefällt.

© Copyright 2015 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger

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