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Trading: $HCP Long Trade. Schneller Fehlausbruch.

Die Mehrheit bei Trendfolge-Trades sind Verluste. Wichtig ist hierbei seine Verluste gering zu halten.
Heute poste ich mal wieder einen echten Trade. Normalerweise tue ich dies eher selten, da ich lieber aus meinen Erfahrungen meiner Tradingentwicklung berichte als von den immer wieder gleich aussehenden Trades.

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Doch den Trade auf $HCP finde ich ein gelungenes Beispiel für viele Trades, die ein Trendfolger handelt. Bei mir sind weit mehr als die Hälfte aller Trades Verluste. Doch diese sind sehr gering (Durchschnittsverlust bei Verlusstrades momentan 0,45R). Handelt man Aktien als Trendolger ist man bei kurzfristiger Trendfolge abhängiger von den kurzfristigen Gesamtmarktbedinungen. Diese richtig einzuschätzen und hieraus Rückschlüsse auf das Risikomanagement und die eigenen Trades zu ziehen, ist eines meiner größten Arbeitsfelder. Es ist der „qualitative Teil des Tradings“, wie Nick Radge sagt.

Die Firma, die hinter dem Kürzel $HCP steckt, spielt keine Rolle.

Die Firma, die hinter dem Kürzel $HCP steckt, spielt keine Rolle. Für mich zählen hier nur: Die Marktbedingungen, das Setup und ein paar Risikoparameter (z.B. aktuelle Portfoliozusammensetzung, nächste Veröffentlichungen vom Unternehmen).

Der Trade auf $HCP

  • Stil: Trendfolge mit Donchian Chanal.
  • Setup: Ausbruch auf neues 20 Tage Hoch aus einer mehrwöchigen Range, sehr geringe Volatilität.
  • Intialer Stop: 2fache Average True Range.
  • Trailingstop: 10 Tage Donchian Kanal.
  • Marktbedingungen: Neutral bis long. US Märkte sind long, wobei der Russel 2000 als breiter Markt eher übergeordnet neutral ist. Märkte wiesen am 28.8 eher rückläufige Kurse auf, waren aber grundsätzlich in einer Aufwärtsbewegung.

Wochenchart

  • Starke Korrektur von HCP über 4 Monate.
  • Bodenbildung mit Doppelboden im Wochenchart.
  • Ausbruch über den Doppelboden und anschließender Test.
  • Mehrwöchige Konsolidierung.

Ich suche gezielt nach solchen Muster. Während einer starken Korrektur werden die aktuellen Besitzer der $HCP Aktien, die verkaufen wollen, aus ihren Positionen gedrückt und die Aktien gehen in neue Hände über. Die neuen Besitzer denken anders über $HCP. Die „Uhr“ wird sozusagen zurückgesetzt und mit der Meinung der Besitzer ändert sich auch der Kurs der Aktie.

Tageschart

  • Die Range aus dem Wochenchart über 3,5 Monate ist deutlich sichtbar und abgegrenzt.
  • Es gibt mehrere Fehlausbrüche aus dem Donchian Kanal nach unten. Diese kleinen Korrektur verjagen die Verkäufer aus der Aktie.
  • Die Aufwärtsbewegungen innerhalb der Range und auch vor der Rangebildung zeigen Momentum in der Aktie. Sie sind konstant und ohne große Rücksetzer oder Unsicherheiten.

Der Trade

  • Einstieg findet über dem kleinen Fehlausbruch bei $43 + Spread = $43,02 statt.
  • Der initiale Stop wird bei der zweifachen Average True Range gesetzt. Die ist am 27.8. bei $0,46, d.h. der SL wird bei $43,02-(2*$0,46) = $42,1 gesetzt. Die Positionsgröße wird anhand des initialen Stops berechnet. Riskiert werden 1% vom Kapital, z.B. bei $10.000 = $100. Von diesen $100 werden die Gebühren abgezogen, z.B. $10 = $90. Im Regelfall verlieren wird somit maximal $90, wenn der Trade nicht funktioniert.
    Positionsgröße = $90/(2*$0.46) = 97 Stück. D.h. wird können 97 Aktien handeln, wenn der Stop-Loss bei der zweifachen Average True Range liegt. Die Positionsgröße in USD beträgt dann $4172,94, was wiederum ca. 42% des gesamten Kapitals sind. Hier sollte man sich die Frage stellen, ob das evtl. zu viel ist. Die Gefahr von Gaps sollte berücksichtigt werden.
  • Bereits am ersten Tag läuft die Position ins den Gewinn, was ein gutes Zeichen ist. Nach 24h kann der Stop-Loss unter die Ausbruchskante nachgezogen werden. Sollte der Trade in die Range zurückfallen, ist das Setup nicht mehr gültig und der Trade wird sofort geschlossen. Ich will nur Positionen handeln, die sofort von Anfang an ein gewünschtes Verhalten zeigen. Meine Aufzeichnungen ergeben, dass sich alle Gewinner so verhalten.
  • Die nächsten Tage zeigt sich die Position stark und läuft weiter in den Gewinn.
  • Am 10.9. fällt die Position unter die Ausbruchslinie und wird sofort ausgestoppt.
  • Der Verlust beträgt $30,07, was ca. 0,3R ist. Also ein sehr guter Trade und geringer Verlust.

Für mich spielt es keine Rolle, warum der Trade nicht funktioniert hat. Es ist nur einer von vielen Trades und er hat einfach nicht funktioniert. So lange ich mich an meine Regeln halte und nichts übersehen habe, ist es ein guter Trade. Er ist sogar deshalb sehr gut, weil ich den Verlust auf 0,3R begrenzen konnte.

Doch in diesem Moment habe ich nach meiner Meinung her genau das Richtige getan: Den Verlust zu begrenzen.

Natürlich kann es sein, dass der Wert wieder dreht und zurück über die Ausbruchslinie zurückläuft. Sollte dies passieren, kann ich mir immer noch überlegen, ob ich neu einsteige. Doch in diesem Moment habe ich nach meiner Meinung her genau das Richtige getan: Den Verlust zu begrenzen. Hier muss ich anders denken: Das Setup ist nicht mehr gültig, meine Idee hat sich als falsch herausgestellt. Zudem möchte ich meinen durchschnittlichen Verlust gering halten, somit begrenze ich ihn konsequent.

Trades dieser Art gibt es viele und können auch hintereinander auftreten. Treten mehrere Verlusttrades hintereinander auf, stimmen evtl. die Marktbedingungen nicht und man sollte sich vom Markt fernhalten und abwarten.

 

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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