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Trading: Heißer Sommertag heute. Märkte starten Long-Versuch.

Der Tag heute war super spannend! Schon gestern Abend, bei der täglichen Analyse der Märkte und Scanner, hatte ich ein merkwürdiges Gefühl. Die Zeichen standen auf Unsicherheit. Mein Kopf sagte mir „short“ und mein Gefühl „long“. Bei diesen Situationen muss man schwierige emotionale Zustände durchhalten. Der Kopf arbeitet gegen das Gefühl. Man darf sich nicht irreführen lassen.
Nach der Analyse hatte ich 3 Kandidaten gefunden, die für neue Positionen in Frage kamen: Faurecia als Short-Kandidat und Hugo Boss + Vopak als Long-Kandidaten. Immer wenn ich das Gefühl der Unsicherheit habe, lege ich die Order für beide Seiten in den Markt. Also für alle drei Kandidaten (1x short, 2xlong). Ich lassen dann den Markt entscheiden welche Positionen eröffnet werden und welche nicht. Für meine bereits bestehenden Positionen (allesamt Short-Positionen) zog ich gemäß meines Systems die Stopps nach. Mein Gesamtrisiko war negativ – ich hatte also alle Positionen mit Stopp-Loss-Order so abgesichert, dass ich im Normallfall auf jeden Fall im Gewinn bin. Es konnte also nichts schiefgehen …

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In der Nacht habe ich gut geschlafen. Morgens studierte ich kurz die Vorbörse im DAX und die asiatischen Märkten. Asien zeigte bereits Long-Signale, der DAX nicht. Vormittags drehte der DAX dann erneut ins Minus und meine geplante Short-Position wurde eröffnet. Meine gesamten Positionen liefen noch stärker in den Gewinn. Gegen Mittag startete der DAX und auch die anderen europäischen Märkte, sowie auch der EUR/USD, ein starkes Comeback! Im Chart sieht man beim DAX, dass eine Trendlinie als Support erreicht wurde. Also wurden natürlich meine Long-Positionen eröffnet. Somit war ich short und long im Markt und der Markt zeigte, welche Seite er bevorzugte. Als der DAX schließlich 150 Punkte vom Tief aufgeholt hatte, zog ich die Handbremse und schloss meine offenen Short-Positionen. Das „unsichere“ Gefühl vom Vorabend hatte sich bestätigt. Ich wollte nicht mehr long sein! Auch wenn dies in dem Moment gegen meine Regeln verstieß bin ich lieber mit einem guten Gefühl nicht mehr mit größeren Positionen im Markt als mit einem schlechten Gefühl. Es war also in Ordnung für mich und das ist die Hauptsache. Schließlich kann ich jederzeit wieder erneut einsteigen, auch wenn ich ein paar Tage warten muss.

Wie sich im Nachhinein herausstellte war es die richtige Entscheidung. Ich konnte somit den größten Teil meiner offenen Gewinne der letzten Tage mitnehmen (mehr als wenn ich meine Positionen mittels Stopp-Order ausstoppen lassen hätte).

Ab und zu habe ich diese Situation. In der Regel wenn die Märkte vor einem Umschwung stehen. Ich schaue mir gewöhnlich ca. 100-150 Aktien am Abend an. Zusätzlich kommen noch verschiedene Indizes, Währungen und Rohstoffe hinzu. Hierdurch bekomme ich einen guten Eindruck wie der Markt kurzfristig steht. Dies ist aber nicht ausschlaggebend für meine Trading-Entscheidungen. Alleine die Signale zählen. Aber ich finde es immer wieder spannend, dass man sich auf sein Gefühl ein stückweit verlassen kann.

Aber ob mein Gefühlt auch richtig war, sieht man erst morgen 😉

  • Julian Komar

    Es hat mich doch nicht getäuscht. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Regeln eines Trading-Systems nicht ohne weiteres verletzt werden sollten. In meinem Fall war es für mich ok, weil ich mich unwohl gefühlt habe und ich als diskretionärer Trader in solchen Fällen meine Positionen schließe.

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