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Trading: Long Trade auf Valneva

Die Zukunft kann man nicht vorausahnen. Aus diesem Grund muss man den Gewinnen freien Lauf lassen …
In diesem Artikel möchte ich euch einmal einen von mir ausgeführten Long-Trade auf die Aktie Valneva vorstellen. Ich habe diese Aktie in einer Trendfolgestrategie gehandelt. Mein Ziel war es  so lange wie möglich im Trade zu bleiben, bis mir der Kurs selber mitteilt, dass es Zeit ist den Trade zu verlassen.

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Trade „Valneva“

  1. System: Donchian Channel 20/10. Ein simples und gutes System für Trendfolge, welches auch die Turtles in abgewandelter Form eingesetzt haben.
  2. Setup: Vola-Ausbruch mit neuem 20 Tage Hoch. D.h. der Einstieg erfolgt, wenn der Preis ein neues 20 Tage Hoch ist.
  3. Entry: Per Stop-Buy-Order bei 3,38 EUR. Wurde durch ein Gap ein wenig höher ausgeführt, was aber noch in meiner Toleranzgrenze war. Mit der Stop-Buy-Order wurde sogleich die Stop-Sell-Order für die Verlustbegrenzung mitgegeben.
  4. Risiko: 1% von der Closed-Equity. Es wurde also 1% vom Kontostand riskiert.
  5. Stop-Loss: 2x Average True Range. Später Trailing-Stopp per 10 Tage Tief.
  6. Auffälligkeiten im Chart: Fehlausbruch, Volumenzunahme.
  7. Tradeverlauf: Der Trade lief sofort in den Gewinn und somit konnte der SL am ersten Tag direkt in den break-even vor Kosten nachgezogen werden. Das Volumen zog stark an, so dass man davon ausgehen kann, dass hohes Interesse an der Aktie herrscht. Am 25.9. erreichte der Kurs sein vorläufiges Hoch mit einem Volumenspike und konsolidierte einige Tage. Am 16.10. wurde ein neues 10 Tage Tief erreicht, jedoch wurde der Trade nicht beendet, da meine SL Order nicht ausgeführt wurde. Ich platziere diese immer ein wenig unterhalb des 10er Donchian Channels. Der Trade lief wieder gut an und das Volumen zog ebenfalls mit. Am 30.10. erreichte die Aktie ihr absolutes Hoch, einen Tag später gab es ein Gap-Down unter hohem Volumen. Dies ist ein erstes Anzeichen, dass große Massen an Aktien verkauft werden und der Trade endet/pausiert. Als Trendfolger steige ich jedoch hier noch nicht aus. Ich warte auf mein Signal und meine Ausführung der Stop-Order. Dies geschah am 6.11.
  8. Gewinn: 2,9R

Wie man an diesem Beispiel sehen kann, ist Trendfolge immer ein zweigleisiges Schwert. In der Spitze lag der Trade mit 9R im Gewinn. Am Ende blieben 2,9R „übrig“. Das ist natürlich trotzdem ein guter Gewinn, jedoch fehlen zur Spitze hin 6R. Warum muss man dennoch im Trade bleiben und sein System ausführen? Man kann nie wissen, ob die Aktie nicht dennoch zurückkommt. Valneva hätte sich auch sofort erholen und den Gewinn ausbauen können. Somit hätten aus 9R schnell auch 20R werden können. Dies ist der Grund, warum man seinem System als Trendfolger treu bleiben muss. Da man die Zukunft nicht vorausahnen kann, muss man ihr und den Gewinnen freien Lauf lassen. Der nächste Trade kann schon ein viel größerer Gewinner werden …

Man hätte natürlich Gewinne mitnehmen können. Jedoch beschneidet man hiermit seine großen Gewinner, was sich auf Dauer auch nicht umbedingt positiv auswirkt. Das beste Mittel ist einfach nicht auf die offenen Gewinne zu schauen, sondern auf die bereits gesicherten. Letztendlich sind es diese, die später auf das Konto wandern.

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