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Trading: S&P 500 im Trendmodus! Wie kann man den Chart objektiv betrachten?

Regeln und Reduzierung der wahrgenommenen Information helfen die individuelle Interpretation auf ein Minimum zu reduzieren.
Oben abgebildet ist der S&P 500 Index. Wie man deutlich erkennen kann, befindet er sich in einem Aufwärtstrend. Ich habe den Chart als Balkenchart dargestellt, weil man sich hiermit besser auf den Kursverlauf konzentrieren kann. Bei Candlestick Charts kann man wieder zu schnell in eine Interpretation der Kerzen zurückfallen, welche für mich nicht wichtig sind. Mein Ziel ist es, die auf mich einströmende Information immer auf das Wesentliche zu reduzieren. Am liebsten würde ich sogar noch die Information Open und Close entfernen. Dies lässt aber Pro-Realtime nicht zu.

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Wie im Blog ja deutlich zu lesen ist, bin ich Trendfolger. Ich trade also nur, wenn ein Trend im Markt vorliegt. Allerdings trade ich nicht den „Markt“ an sich, sondern suche mir einzelne Aktien aus. Dennoch benötige ich eine Richtung für mein Trading: Long, Short oder Cash?

Wichtig ist, dass man die Information, die ein Chart liefert, objektiv wahrnimmt. Das ist leichter gesagt, als getan … Mit einigen Tricks kann man sich jedoch der Objektivität nähern.

Objektivität in der Chartbetrachtung

Das Gehirn ist der größte Feind! Es beinhaltet viele Filter, die uns hindern, Informationen objektiv wahrzunehmen. Daniel Kahneman beschreibt dieses wunderbar in seinem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“.

Wir müssen also versuchen, diese Filter so gut es geht zu umgehen und unser „Brain 2“ (das rationale Gehirn) zu nutzen. Die Grundlage, um das zweite Gehirn zu aktivieren sind Regeln. Im Trading sind Regeln enorm wichtig. Zudem ist es wichtig die Informationen, die man selber wahrnimmt auf ein sehr kleines Maß zu reduzieren, damit unser Gehirn nicht weitere Filter daraus baut.

Folgende Erfahrungen habe ich gemacht:

  1. Lösche deine Finanz Bookmarks: Sorry, aber dies ist ein wichtiger Teil. Finanz- und Tradingwebsites verfolgen meist einen eigenen Zweck, nämlich Geld zu verdienen. Sie tun alles, um Leser zu halten und Werbung zu verkaufen. Die Mehrheit der Leser sind interessiert an irgendwelchen Chartanalysen und -prognosen. Doch diese bringen einen nicht weiter. Ganz im Gegenteil, sie nehmen Einfluss auf deine Objektivität. Ich habe schon seit Monaten keine Finanzwebsite mehr besucht oder irgendwelche Chartinterpretationen gelesen …
  2. Bekommst du eine Börsenzeitschrift geschenkt? Schmeiss sie weg! Das ist natürlich hart, aber wahr. Die Ablenkung muss auf ein Minimum reduziert werden. Mich interessieren andere Meinungen zum Markt nicht. Sie können mir nicht helfen Entscheidungen zu treffen. Daher sind Zeitschriften, die Aktien oder Märkte analysieren nichts anderes als Klatschblätter. Eine Ausnahme mache ich: TRADERS‘ 😉 Hier handelt sich aber um ein Fachmagazin und nicht um ein Klatschblatt.
  3. Behalte deine Meinung für dich und hör bei anderen weg. Wie schon gesagt: Mich interessieren andere Meinungen zu Aktien oder Märkten nicht! Wenn mich jemand fragt „Was ist denn zur Zeit sinnvoll?“ kann ich nur sagen: „Ich weiß es nicht!“. Das ist die ehrlichste Antwort. Ich folge nur meinem System. Genauso kann ich nur sagen „Wenn du meinst …“, wenn mir jemand versucht etwas über seine Ansicht über die Märkte zu erzählen. Jeder tradet seine Meinung über die Märkte …

Natürlich tausche ich mich auch mit anderen Tradern, vor allem Trendfolger, aus. Dies passiert aber in einem geordneten Rahmen und geht eher in Richtung Mentoring als Austausch über eine bestimmte Aktie oder Meinung.

Die oberen Regeln helfen ein wenig, die einströmende Information auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem beschäftige ich mich nicht viel mit Chartinterpretation oder neuen Tradingtechniken. Ich versuche meinen Kopf so klar wie möglich zu halten, gerade was Börse und Finanzen angeht.

Auch wenn es noch so viel Spaß macht Linien in einen Chart einzuzeichnen und sich zu freuen, dass man die Situation im Nachhinein (!) richtig interpretiert hat: Die Zukunft lässt sich nicht voraussehen.

Betrachten man einen Chart, kann man viele Informationen darin lesen. Das Problem ist nur, dass unser Gehirn oft mehr Dinge sieht, als da sind. Bei jeder Information muss man sich fragen, ob diese auch von anderen so gesehen wird. Ist es ein Fakt oder doch eher ein Wunschgedanke? Was Fakt ist, kann ich in Regeln ausdrücken. Alles, was eine größere Interpretation bedarf gehört in die Welt des Individuellen. Hierzu gehört leider auch der Großteil der technischen Analyse. Auch wenn es noch so viel Spaß macht Linien in einen Chart einzuzeichnen und sich zu freuen, dass man die Situation im Nachhinein (!) richtig interpretiert hat: Die Zukunft lässt sich nicht voraussehen. Jeder Trader zeichnet individuelle Chartlinien und jeder Trader kommt zu einem anderen Preisziel. Daher kann nur das zählen, was sich messen lässt.

Was mir der obige S&P 500 Chart erzählt

  • Der Preis verläuft aufwärts: Würde man den tiefsten Punkt und den höchsten Punkt vom 3.7. verbinden, hätte man eine steigende Linie. Ich interpretiere nicht, wie steigend die Linie ist, sondern nur, dass sie steigt. Dies sieht man auch auf den ersten Blick. Es ist also ein mittelfristiger Aufwärtstrend.
  • Im April gab es einen Fehlausbruch: Der Kurs erreichte neue 20 Tage Tiefs (blaue untere Linie) und zog danach wieder deutlich an. Er kam dabei wieder zurück über das vorherige 20 Tage Tief vom 8.4. Somit liegt ein Fehlausbruch vor. Dies kann man nur im Nachhinein erkennen.
  • Ein neues 20 Tage Hoch: Dies gab es am 13.5. Der Kurs erreichte ein neues 20 Tage Hoch. Dies bedeutet, dass ab da wieder auf der Long-Seite geschaut werden konnte.
  • Steigende Kanalbegrenzungen: Mit dem Dochian Kanal kann man es deutlich sehen. Die obere und untere Kanalbegrenzung ist ansteigend. Wir haben also einen Aufwärtstrend.

Es dauert immer bis sich diese Anzeichen herauslesen lassen. Die Entwicklung eines Trends bedarf ein wenig Zeit, aber er dauert meistens länger, als man denkt. Wer weiß, vielleicht kehr er auch morgen wieder um? Ich bin Trendfolger und kein Hellseher.

Diese Betrachtungsweise hilf ein wenig dabei einen Chart möglichst objektiv zu sehen. Wie ihr seht, benutze ich keinerlei Ziele oder Interpretationen zum aktuellen Kursgeschehen. Ich sage weder, ob der Kurs weit gelaufen ist, noch ob er schwach oder stark ist. Das einzige was ich sehe ist der Preis und ob neue Hochs vorliegen oder nicht. Diese Information nutze ich, um eine Richtung über die verschiedenen Märkte der Welt festzulegen und zu schauen, in welche Richtung man handelt.

 

© Copyright 2018 - Julian Komar - >500 Artikel im Trading Blog ★ Trading ✓ Trendfolge ✓ Trading System ✓ Tradingpsychologie ✓ Erfolg & Motivation ★ Trading Blog für Trader & Einsteiger
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