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Tradingpsychologie: Muss ein Tradingtag 14h dauern?

Ein Trader ist ein Unternehmer und kein Angestellter. Aufwand und Ertrag stehen hier in keinem Verhältnis.
Viele Menschen, die als Angestellte für ein Unternehmen arbeiten, haben gelernt, dass die Arbeitszeit in Beziehung zum Lohn steht. Zu diesen Menschen zähle ich auch. Wer 40 Stunden die Woche arbeitet erhält den vereinbarten Lohn. Wer weniger arbeitet, erhält entsprechend weniger usw. Oft ist es jedoch nicht so, dass, wer mehr arbeitet, auch mehr Lohn erhält. Dafür bekommt man die Sicherheit einen festen Lohn monatlich zu erhalten.

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Diese gelernt und gelebte Beziehung zwischen Aufwand und Ertrag läuft absolut den Gegebenheiten im Tradingeschäft entgegen. Es gibt kaum einen vergleichbaren Beruf, wie den des Traders, wo man unbegrenzte Verdienstmöglichkeiten mit so wenig wie möglichen Aufwand hat. Es ist jedoch zuerst einmal ein Problem, das gelernte Denkmuster abzuschütteln, da es hinderlich ist.

Ein Trader sollte einen festen Ablauf haben und sein Trading wie im Schlaf beherrschen.

Ein Trader sollte einen festen Ablauf haben und sein Trading wie im Schlaf beherrschen. Je nach Tradingstil und Recherche variiert der Aufwand hierfür. Einige Trader benötigen nur wenige Minuten täglich, andere einige Stunde. Daytrader verbringen ihren ganzen Tag mit Trading. Doch ist das vernünftig oder schlägt sich hier schon wieder das alte Denkmuster von Ertrag und Aufwand nieder?

In einem normalen Job hat man Ertrag und Aufwand in einer gewissen Weise in der Hand. Arbeitet man gut, viel und bringt gute Ergebnisse, erhält man mehr Lohn, man kann im Unternehmen vielleicht sogar aufsteigen. Ganz anders bei den Märkten: Die Tradeanzahl, Stunden der Vorbereitung und Qualität der Analyse haben nur einen geringen Einfluss auf das Ergebnis des einzelnen nächsten Trades. Erst über eine lange Strecke von Trades spiegelt sich das Ergebnis nieder. Doch dies hat wenig damit zu tun, wie viel Zeit man investiert hat. Es gibt viele erfolgreiche Trader, die automatisierte Programme fahren und täglich nur 20 Minuten benötigen und es gibt andere Trader, die vielleicht für ihre Vorbereitung 2 Stunden benötigen. Oft hält man sich vielleicht sogar wochenlang aus den Märkten fern, da sie nicht vorteilhaft für das eigene Trading sind.

Der Investor oder Unternehmer will am Ende nicht wissen, wie viel gearbeitet wurde, sondern welcher Ertrag erzielt wurde.

Wer oft das Gefühl hat, noch mehr recherchieren zu müssen, mehr Zeit mit den Charts zu verbringen oder einfach etwas tun zu müssen, sollte sich fragen, ob er in die Falle das Denkmusters „Aufwand=Ertrag“ tappt. Es bringt wahrscheinlich mehr, sich zurückzulehnen und auf vorteilhaftere Zeiten zu warten oder die freigewordene Zeit in andere Tätigkeiten zu investieren. Das veraltete Denkmuster mag in der Angestelltenwelt zu Hause sein, jedoch ein Trader ist ein Unternehmer und nur sich selber oder einen Investoren Rechenschaft schuldig. Der Investor oder Unternehmer will am Ende nicht wissen, wie viel gearbeitet wurde, sondern welcher Ertrag erzielt wurde.

Foto: monkeyc.net

 

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